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Wo fängt Rassismus eigentlich an?

Rassismus ist komplex und schwer abzugrenzen. Er ist unwiderruflicher Bestandteil unserer Geschichte, das schwarze Schaf unter unseren Eigenschaften. "Fremdenfeindlichkeit" oder "Ausländerfeindlichkeit" - der Begriff "Rassismus" scheint seit dem Nationalsozialismus tabuisiert zu sein. Die grausamen Verbrechen im Dritten Reich haben dazu geführt, dass der Begriff für die Bezeichnung von Alltagsproblemen ungeeignet scheint. Niemand möchte etwas von Rassismus wissen, geschweige denn damit zu tun haben. "Ich bin nicht rassistisch, aber..."

Rassismus ist definiert als Markierung von Merkmalen, mit denen man sich von anderen abgrenzen kann. Während dadurch eine Gruppe ausgegrenzt wird, sichert sich die ausgrenzende Gruppe einen privilegierten Zugang. Die Gruppen werden dabei anhand willkürlicher Kriterien gebildet.

Der 21. März ist der "Internationale Tag für die Beseitigung rassistischer Diskriminierung".

Rassismus gibt es seit der Kolonialisierung. Die Versklavung der Schwarzen wurde damals damit gerechtfertigt, dass diese als "primitiv" und "unzivilisiert" bezeichnet wurden. Der Grund: In Zeiten der aufgeklärten Gesellschaft mussten die Europäer rechtfertigen, warum sie einem Großteil der Weltbevölkerung die Menschenrechte absprachen, die zu dieser Zeit überall deklariert und erkämpft wurden.
Das biologische Merkmal der Hautfarbe wurde zur Markierung "der Anderen" und versuchte auch die sozialen Differenzen zu begründen. Das ideologische Konzept der "Rassetheorie" versuchte, die Ungleichheit von Menschen zu begründen.

Davon ab richten sich rassistische Äußerungen heutzutage meist gegen Kulturgruppen, Religionspraktiken oder Herkunften und weniger gegen eine biologisch begründete Wertigkeit. Dennoch fungiert Rassismus weiterhin als ideologisches Konzept, um Verletzungen der Menschenrechte zu rechtfertigen.


http://internationale-wochen-gegen-rassismus.de/
Rassismus hat immer etwas mit Macht zu tun.

Das beginnt mit der Macht, Gruppen zu definieren. Eine Gruppe legt die Merkmale fest, bestimmt über das "Wir" und "die Anderen". Diese Denkweise führt zu einem System von Benachteiligungen und einer ungleichen Gesellschaft, Herabwürdigungen, Diskriminierung und einer Einschränkung der Entfaltungsmöglichkeiten. Diskriminierung basiert auf Vorurteilen und grenzt einen Menschen aus. 

Rassismus und Macht können grauenvolles Ausmaß annehmen. Sie werden zu Antiziganismus, Antisemitismus, Faschismus. Unsere Vergangenheit war geprägt von Rassismus - ein Teil unserer Geschichte trägt seine Handschrift. 
Wir leben in einer Zeit, in der dies weiter und weiter in Vergessenheit gerät. In einer Zeit, in der Rassismus wieder an Stärke gewinnt. Rechte Parteien boomen überall in Europa - als Grund sehen viele "die Anderen". 

"Ich bin nicht rassistisch, aber...!"

Bereits im Jahr 2014 waren mehr as 50% der rechtsextremistischen Gewalttaten laut Verfassungsschutz "fremdenfeindlich" motiviert. Damit wurde seit der Einführung dieser Definition im Jahr 2001 der höchste Stand erreicht - Tendenz weiter steigend. In den letzten beiden Jahren kamen viele Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte hinzu. 

Rassismus begegnet uns häufiger im Alltag, als uns lieb wäre und oft nehmen wir diesen Alltagsrassismus gar nicht mehr als solchen wahr. "Wo kommst Du (ursprünglich) her?", "Du sprichst aber schon gut Deutsch!" und sogar "schwarzfahren" sind geprägt von Rassismus, obwohl jeder von uns diese Phrasen ohne Bedenken nutzen würde.

Es gibt kein "Aber...", es gibt kein "ein bisschen rassistisch". ABER: Rassismus fängt im Kopf an. Die Medien berichteten einige Male über Bürger mit Migrationshintergrund, die gegen Polizisten wetterten. Sie beschimpften diese als rassistisch, weil sie "Ausländer festnehmen" wollten. Die Trennung zwischen "Wir" und "die Anderen" kann andersrum genau so gemacht werden. 100% Menschenwürde bedeutet auch 100% Gleichberechtigung. Im sozialen Umfeld, im Beruf, aber auch vor dem Recht.


Beitrag zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus (13. März bis 26. März 2017).



Quelle: internationale-woche-gegen-rassismus.de

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Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern

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Spannender Action-Thriller, mit klischeehaftem Ende.

Als die Telefonistin Jordan Turner (Halle Berry) in der Notrufzentrale der Polizei von Los Angeles den Anruf von Leah Templeton (Evie Thompson) entgegennimmt, ahnt sie noch nicht, dass dieser Anruf ihr Leben verändern wird. Die Anruferin meldet einen Einbrecher, der sich Zugang zu ihrem Haus verschafft, in dem sich das Mädchen zum jetzigen Zeitpunkt allein aufhält.
Jordan rät dem Mädchen, sich in ihrem Zimmer einzusperren, doch die Tür lässt sich nicht abschließen. Mit dem Ratschlag, das Fenster zu öffnen und die Hausschuhe rauszuwerfen, sich dann jedoch unter dem Bett zu verstecken, kann der Einbrecher in die Irre geführt werden, denn schnell wird deutlich: Der Mann sucht nach dem Mädchen, doch der Trick funktioniert und der Mann will das Haus wieder verlassen.
Plötzlich bricht die Verbindung ab. Instinktiv drückt Jordan die Wahlwiederholung. Was sie nicht bedenkt: Der Einbrecher, der sich gerade auf dem Weg zur Tür befindet, wird auf das Klingeln des Telefons aufmerksam. Er findet das Mädchen und bringt sie um.

Mit "The Call" liefert Brad Anderson ("Der Maschinist") eigentlich nur Stangenware ab. » Stuttgarter Nachrichten
Sechs Monate später hat Jordan sich immer noch nicht vollständig von ihrem fatalen Fehler, der das Mädchen sein Leben kostete, erholt. Die junge Casey Welson (Abigail Breslin) befindet sich gerade in der Parkgarage eines Einkaufszentrums, als sie beinahe von einem ausparkenden Auto angefahren wird. Was zunächst wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich schnell als bittere Absicht, als der Mann Casey betäubt und in den Kofferraum sperrt. Casey gelingt es, aus dem Kofferraum den Notruf zu wählen, wo sie die unerfahrene Telefonistin Brooke (Jenna Lamia) den Anruf entgegennimmt. Das Handy der Anruferin ist ein Wegwerfhandy und kann daher nicht vom GPS geortet werden. Da Brooke mit der Situation sichtlich überfordert ist, schaltet sich Jordan ein und übernimmt den Anruf, der sie nicht nur in ihr altes Trauma zurückwirft, sondern auch starke Nerven von ihr verlangt, denn bald findet sie einen Zusammenhang zu dem Mord von Leah Templeton.

Stangenware? Ein Blick hinter die Story

"The Wire", "The Killing" oder "Fringe" - der Regisseur Brad Anderson ist in Hollywood kein unbeschriebenes Blatt, was die Produktion von Serien angeht. Dass er auch Kinofilme produzieren kann, bewies er mit "Der Maschinist" - einem Psychothriller mit Christian Bale. 
Mit "The Call" bringt Anderson einen neuen packenden Thriller auf die Kinoleinwand. Der 2013 erschienene Film dauert etwa 90 Minuten und war ursprünglich als Serie vorgesehen, ehe er dann doch kompakt auf eineinhalb Stunden gestutzt wurde, um im Kino zu glänzen. 
Das gelingt dem Film recht gut. Immer wieder reißt der Film den Zuschauer in ein spannendes und nervenaufreibendes Erlebnis. Anderson macht durch Tempo und ständige Vorteilswechsel das Drehbuch von Richard D'Ovidios perfekt. Leider setzt er die Vorgaben des Drehbuchs meiner Meinung nach etwas zu genau um, worunter gerade am Ende des Films die Logik etwas leidet. 
Der Film bietet eine vielversprechende Grundlage, Spannung und Wendungen bis zum Schluss, wird dann jedoch etwas klischeehaft und wirkt abrupt beendet. Ein wahres Motiv stellt sich nicht heraus, wodurch die Frage nach dem "Warum?" nur minimalistisch beantwortet wird. Streng genommen ist der Film also Stangenware, insbesondere wenn man einmal an ähnliche Filme wie "Final Call" oder "Nicht auflegen" denkt: Das Leben von Menschen hängt vom Fortbestehen der Telefonverbindung ab.

Brad Andersons "The Call" ist ein rasanter und geschickt inszenierter Hochgeschwindigkeits-Thriller, dessen wackliges Handlungsgerüst gegen Ende wie ein Kartenhaus einstürzt. »filmstarts.de
Mir hat der Film dennoch sehr gut gefallen, die Handlung bot eine solide Grundlage für einen packenden Thriller und die Umsetzung ist gut gelungen. Die Oscarpreisträgerin Halle Berry hat ihre Rolle gut gespielt und wurde schnell zur Sympathieträgerin. Auch mit Abigail Breslin konnte man sehr gut mitfiebern, obwohl sie die meiste Zeit schreiend in einen Kofferraum gesperrt war. Der Film hat es sogar geschafft, mich zum Nachdenken anzuregen - und wenn wir einmal ehrlich sind: Was wollen wir von einem Film mehr?


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Willkommen in der Hansestadt Lübeck! Ein Ausflug ins Weltkulturerbe.

Mehr als ein Jahr habe ich in der Hansestadt Lübeck verbracht und dort einiges gesehen, anderes jedoch nicht. Deshalb verrate ich euch, was ihr bei einem Ausflug in die Hansestadt gesehen haben solltet.
Die Spuren Lübecks lassen sich bis ins achte Jahrhundert nach Christus zurückverfolgen. Gegründet unter dem slawischen Namen Liubice entwickelte sich das Dorf bis zu seiner ersten Zerstörung im Jahre 1138 weiter. Erst 1143 wird eine neue kaufmännische Siedlung auf der Halbinsel zwischen Trave und Wakenitz gegründet, ehe es 1226 zur Freien Reichsstadt wird.
Wie der Name vieler Städte hat sich der Name Lübecks im Laufe der Zeit geändert. Als das Altsächsische, das im niederdeutschen Raum damals vorherrschend war und aus dem auch das heutige Englisch stammte, ins Mittelniederdeutsche überging, wurde das altsächsische <iu> zu einem ü. Erst im Mittelalter wurde der Name zu Lübeke geändert, der durch den mecklenburgischen Dialekt schnell zu Lübeek wurde - der heutige Name war geboren.

Holstentor - Das Wahrzeichen der Stadt

Im Mittelalter war Lübeck Mitglied der Hanse, einer Vereinigung niederdeutscher Kaufleute, und dementsprechend reich und wohlhabend. Um den Wohlstand zu schützen, wurden Mauern gebaut. Je größer der Wohlstand der Stadt wurde, umso wichtiger wurden auch die Schutzmauern, sodass teilweise bis zu vier Mauern gebaut wurden, um die Stadt zu schützen. Im Westen der Stadt ermöglichten vier Holstentore den Durchgang durch den Stadt. Das heutige Holstentor war das zweite, das gebaut wurde und ist das einzige der vier, das noch erhalten ist. Ein Modell aller vier Tore steht noch in der Nähe des Holstentor. Die anderen drei Tore wurden im Zuge der Industrialisierung abgerissen.

1855 sollte auch das Mittlere Holstentor abgerissen werden. Nach einer langen Abstimmung wurde mit nur einer Stimme Mehrheit bestimmt, das Holstentor umfassend zu restaurieren. Durch den flussnahen weichen Untergrund des Holstentores neigten sich die Türme immer weiter, sodass mehrfach angenommen wurde, das Holstentor könnte einstürzen. So wurde es zuletzt 2005/6 restauriert. Bei den Restaurierungsarbeiten wurde das letzte an einem öffentlichen Gebäude angebrachte Hakenkreuz von Unbekannten herausgeschnitten und entfernt.
Das Holstentor, das wohl das bekannteste Wahrzeichen der Hansestadt Lübeck entstand im 15. Jahrhundert und beherbergt heute ein kleines Museum. Es behandelt die Stadtgeschichte, Funde aus der Stadt und Modelle, die die Entwicklung der Stadt im Mittelalter darstellen.

Das Holstentor liegt auf einer Sichtachse mit dem Hauptbahnhof. Von dort kann man über die Puppenbrücke geradewegs zum Holstentor blicken und gehen. Eine Bebauung dieser Sichtachse wird von der Stadt nicht genehmigt.

UNESCO-Weltkulturerbe: Die Altstadt

Folgt man der Sichtachse vom Hauptbahnhof zum Holstentor, überquert man zunächst die Puppenbrücke. Sie ist die älteste aus Stein gebaute Brücke Lübecks. Die ab 1770 entstandene Brücke wurde vom Stadtrat mit vier männlichen und vier weiblichen Figuren verziert und erhielt deshalb den Namen Puppenbrücke. 1907 wurde durch die Verlegung des Bahnhofes die Brücke zu schmal, weshalb man sie erneuerte. Die ursprünglichen Skulpturen wurden jedoch übernommen. 

Gehen wir nun am Holstentor vorbei (oder darunter hindurch), gelangen wir geradewegs in die Lübecker Altstadt. Sie bildet den historischen Stadtkern der Hansestadt und wurde 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt - das größte Flächendenkmal Deutschlands. 
Doch nicht die gesamte Innenstadtinsel wurde zum Kulturerbe ernannt. Der Teil der Innenstadt, der im Zweiten Weltkrieg während des Luftangriffs zerstört wurde, gehört nicht zum Welterbe. 

Das Stadtbild wird von sieben Kirchtürmen geprägt, die die altstadttypischen Giebelhausdächer überragen und auch aus dem Umland noch erkennbar sind. Einer von ihnen ist der innenstadtnahe Petriturm, von deren Aussichtsplattform man für 3 Euro einen Rundum-Blick über die Stadt genießen kann. Der Turm ist 108 Meter hoch, die Aussichtsplattform befindet sich auf einer Höhe von 50 Metern. Wer Shoppengehen möchte, kann sich anschließend in der Breiten Straße und im Haerder-Center austoben. Allerdings wächst hier auch der Leerstand. Die Königpassage und alles jenseits des Einkaufszentrums gleicht einer Geisterstadt - übertrieben gesagt.

Die historische Innenstadt bietet auch sogenannte Ganghäuser. Wer hier wohnt, muss sich wirklich perfekt mit seinen Nachbarn verstehen, denn wenn man sein Haus verlässt, steht man bereits beim Nachbarn auf der Fußmatte. Die Häuser stehen im Handwerkerviertel der Innenstadt und sind als Wohnhäuser der Gewerbearbeiter hinter dem Straßenhaus entstanden, in dem das Gewerbe ausgeübt wurde. Grundvoraussetzung für die Breite der Gänge: Ein Sarg muss hindurchgetragen werden können. Die meisten der Gänge sind tagsüber frei zugänglich und gelten als öffentliche Straßen. Ein Muss für jeden Entdecker.

Alles, was Lübeck ausmacht auf einer Straße - An der Untertrave

Das Europäische Hansemuseum in Lübeck ist das größte seiner Art. Es wurde im Mai 2015 in der nördlichen Altstadt eröffnet und ist seitdem Nachbar des Burgklosters und des Burgtors, welches die Stadt im Norden abgrenzte und neben dem Holstentor das einzige Tor Lübecks ist, das noch erhalten ist.

Im Hansemuseum konnten archäologische Funde und eine begehbare Grabungsstätte in den Rundgang eingebunden werden. So zeigt das Museum nicht nur die Geschichte der Hanse, sondern auch einen Teil der Stadtgeschichte. Desweiteren wird die Pestepidemie thematisiert. Je nachdem, was man im Museum sehen möchte, gibt es die Tickets für Erwachsene zwischen 5,- und 15,- Euro.

Folgen wir der Straße vor dem Hansemuseum, laufen wir nicht nur an der Trave entlang, sondern kommen irgendwann zum Marzipanspeicher. Das berühmte Lübecker Marzipan ist hier zu Hause und kann natürlich in sämtlichen Formen genossen und gekauft werden.
Auf dem weiteren Weg zurück zum Holstentor bieten sich noch viele Hafenrundfahrten. Mit der MS Hanse kann man zudem von Lübeck nach Travemünde fahren. Das Ostseebad ist Stadtteil der Hansestadt und bietet insbesondere im Sommer einen wunderschönen Ostseestrand. Der Alte Leuchtturm ist der älteste Leuchtturm Deutschlands und zudem technisches Kulturdenkmal. Auf der Promenade Travemündes  gibt es zudem viele kulinarische Köstlichkeiten.
Hin- und Rückfahrt mit der MS Hanse kosten Erwachsene 19,50€.

Zurück in Lübeck fehlt nur noch eine Station: Die Salzspeicher. Um diese zu erreichen, müssen wir abermals am Holstentor vorbei.
Direkt an der Trave stehen die Salzspeicher. Salz war das wichtigste Gut Lübecks und hat Lübeck zu seinem Reichtum verholfen. Salz war im Mittelalter sehr wichtig, um Fisch und Fleisch zu konservieren, da es noch keine Kühlschränke gab. Um die Reichweite des Salzes aus Lübeck zu erweitern, wurde zwischen 1391 und 1398 der 61,55 Kilometer lange Elbe-Lübeck gebaut, um Lübeck mit der Elbe zu verbinden. 
Heute sind die Salzspeicher Teil eines Textilgeschäfts.

Der Nahverkehr in Lübeck ist recht gut ausgebaut. Busse fahren regelmäßig, einige von ihnen mit Hybridmotoren. Leider bleiben auch die Busse nicht selten im Stau stecken. Da Lübeck insbesondere auf seinen Brücken oft Baustellen hat, staut es sich nicht selten in der Innenstadt. Der in diesem Beitrag gezeigte Rundgang ist ohne Probleme zu Fuß machbar!

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Die Welt blickt nach Hollywood zur Oscarverleihung 2017.


Ein Jahr ist es nun her, dass Leonardo DiCaprio seinen allerersten Oscar holte. In der letzten Nacht gab es die diesjährige Oscarverleihung. Welche Darsteller und Filme konnten sich eine goldene Trophäe sichern?

Favorit mit 14 Nominierungen: "La La Land"

14 Nominierungen brachte das Musical "La La Land" auf den roten Teppich, eine solche Fülle brachte zuletzt "Titanic" 1997 mit sich. Nominiert ist unter anderem Ryan Gosling als bester Hauptdarsteller. Auch Casey Affleck ("Manchester by the Sea"), Andrew Garfield ("Hacksaw Ridge"), Vigo Mortensen ("Captain Fantastic") und Denzel Washington ("Fences") waren für diesen Preis nominiert.

And the Oscar goes to... Bester Hauptdarsteller: Casey Affleck ("Manchester by the Sea")

Auch als Bester Film ist La La Land nominiert. Der Science-Fiction-Film Arrival, der für vier Oscars nominierte Film Fences, der Kriegsfilm Hacksaw Ridge, der Film Hell or High Water, die auf wahren Begebenheiten basierenden Filme Hidden Figures und Lion, sowie Manchester by the sea und Moonlight wollten ebenfalls bester Film werden.

And the Oscar goes to... Bester Film: La La Land Moonlight

Aufgrund einer Panne wurde zunächst La La Land gekührt. Erst als alle auf der Bühne standen und ihre Dankesrede hielten, fiel der Fehler auf.

Neuer Rekord:Meryl Streeps 20. Oscar-Nominierung

Meryl Streep stellte in diesem Jahr einen neuen Rekord auf. Die Schauspielerin war bereits zum 20. Mal für den goldenen Preis nominiert. Damit wurde sie so oft nominiert wie kein anderer. Ebenfalls nominiert waren Emma Stone ("La La Land"), Isabelle Huppert ("Elle"), Ruth Negga ("Loving") und Natalie Portman ("Jackie: Die First Lady").

And the Oscar goes to... Beste Hauptdarstellerin: Emma Stone ("La La Land")

Natürlich gibt es keinen Film ohne einen Regisseur. Damian Chazelle ("La La Land") war neben Legende Mel Gibson ("Hacksaw Ridge"), Barry Jenkins ("Moonlight"), Kenneth Lonergan ("Manchester by the sea") und Dennis Villeneuve ("Arrival") nominiert.

And the Oscar goes to... Beste Regie: Damian Chazelle ("La La Land")

Hier spielt die Musik: La La Land für zwei Songs nominiert

"Audition (The Fools who dream)" stammt aus La La Land und ist eine Hommage an alle Träumer. Ebenfalls aus La La Land: "City of stars". Der Soundtrack stammt aus denselben Federn wie Audition und bietet dem Regisseur Damian Chazelle eine exklusive Grundmelodie, die sich auf jede Situation anpassen lässt. Justin Timberlakes "Can't stop the feeling" ist nicht nur ein echter Hit des letzten Jahres, sondern für den Film "Trolls" sogar für einen Oscar nominiert gewesen. "Jim: The James Foley Story" heißt der Film, für den Stings "The Empty Chair" ins Rennen zog. Last but not Least: "How far I'll go" aus dem Disney Fantasyfilm "Vaiana".

And the Oscar goes to... Bester Filmsong: Audition ("La La Land")

Natürlich gibt es noch viele weitere Kategorien, doch alle hier aufzulisten würde vermutlich länger dauern als die gesamte Oscar-Nacht. Die weiteren Oscar-Gewinner deshalb in der Übersicht:

And the Oscar goes to...

Bester Nebendarsteller: Mahershala Ali ("Moonlight")

Beste Nebendarstellerin: Viola Davis ("Fences")

Bestes adaptiertes Drehbuch: Barry Jenkins (Drehbuch), Alvin McCravey (Story) ("Moonlight")

Bestes Originaldrehbuch: Kenneth Lonergen ("Manchester by the Sea")

Beste Kamera: Linus Sandgren ("La La Land")

Bestes Szenenbild: David Wasco und Sandy Reynolds-Wasco  ("La La Land")

Bestes Kostümdesign: Colleen Atwood ("Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind")

Beste Filmmusik: Justin Hurwitz ("La La Land")

Bestes Make-up und beste Frisuren: Alessandro Berolazzi, Giorgio Gregorini und Christopher Nelson ("Suicide Squad")

Bester Schnitt: John Gilbert ("Hacksaw Ridge")

Bester Ton: Kevin O'Connell, Andy Wright, Robert Mackenzie und Peter Grace ("Hacksaw Ridge")

Bester Tonschnitt: Sylvain Bellemare ("Arrival")

Beste visuellen Effekte: Robert Legato, Adam Valdez, Andrew R. Jones, Dan Lemmon ("The Jungle Book")

Bester Animationsfilm: Zoomania

Bester animierter Kurzfilm: Piper

Bester Kurzfilm: Sing

Bester Dokumentarfilm: O.J.: Made in America

Bester Dokumentar-Kurzfilm: The White Helmets

Bester fremdsprachiger Film: The Salesman (Iran)

Der für den besten fremdsprachigen Film nominierte "Toni Erdmann" stammt aus Deutschland und behandelt die gestörte Beziehung eines Vaters zu seiner Tochter, die immer weiter aneinander geraten und sich dadurch letztendlich doch immer näher kommen.

Facts about the Oscar:

2017 fand die 89. Oscar-Verleihung statt. Seit der Preis 1929 erstmals verliehen wurde, hat sich die goldenen Trophäe selbst nicht verändert. Lediglich der Sockel, auf dem die goldene Figur mit Schwert steht, wurde 1945 erhöht. Der Sockel soll eine Filmrolle darstellen, deren fünf Speichen für die fünf Sparten stehen, die mit dem Oscar geehrt werden: Schauspieler, Regisseure, Produzenten, Autoren und Techniker. 
Ein Oscar wiegt knapp vier Kilogramm, ist 34 Zentimeter hoch und war bis zu Beginn des Zweiten Weltkriegs aus Bronze. Aufgrund der Metallknappheit während des Krieges wurde sie vorübergehend aus Gips gefertigt. Heute besteht sie aus einem massiven Metall-Leib, der mit 24-karätigem Gold überzogen wurde. Deshalb ist der Oscar je nach Goldpreis zwischen 300 und 500 Euro wert.

Mit ihrer Nominierung für die Beste Hauptdarstellerin in "Florence Foster Jenkins" hat Meryl Streep ihre 20. Nominierung erreicht. Damit hält sie einen Rekord. Den zweiten Platz dieses Rankings teilen sich Jack Nicholson und Katherine Hepburn mit jeweils zwölf Nominierungen. Gewonnen hat Streep den Oscar jedoch erst dreimal. Katherine Hepburn nahm vier der goldenen Trophäen mit.

Quellen: rp-online.de, tz.de, spiegel.de, welt.de


Aller Anfang ist schwer, doch der erste Eindruck zählt. Egal, ob Vorstellungsgespräch oder Date: Smalltalk begegnet uns überall.


Das Date oder das Bewerbungsgespräch, Smalltalk begegnet uns überall. Da man den ersten Eindruck nicht wettmachen kann, ist es besonders wichtig, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Dennoch wird er oft kritisiert, wenn man in einem Gespräch nur Smalltalk verwendet. Dabei ist Smalltalk eigentlich nichts Negatives. Smalltalk symbolisiert Offenheit und Kommunikationsbereitschaft.
Smalltalk verhindert zudem, dass unser Gegenüber zu viel von uns erfährt und wir uns dadurch verletzbar machen. Beide Gesprächspartner können sich ohne Weiteres zurückziehen und sich so schützen. So erleichtert das unverfängliche Gespräch den Umgang miteinander, schafft eine gute Ausgangsposition für weitere Gespräche und erzeugt beidseitiges Wohlbefinden.
Auf der Party, wo man nur den Gastgeber kennt, oder während einer langen Reise, während der man einen fremden Sitznachbarn hat: ein kurzer, freundlicher Blick oder eine beiläufige Anmerkung können ein kurzweiliges Gespräch eröffnen. Schwieriger - aber nicht unmöglich - wird es in einem neuen Job. 

Smalltalk im neuen Job

Während einer Reise ist es die Gewissheit, den Gegenüber aller Wahrscheinlichkeit nach nie wieder zu sehen, auf der Party der gemeinsam bekannte Gastgeber, der als Bindeglied fundiert. Im neuen Job ist die Angst jedoch zu hoch, einen schlechten Eindruck zu hinterlassen. Wir fürchten uns vor weitreichenden Konsequenzen, obwohl wir beim Smalltalk genau das Gegenteil erreichen: es signalisiert Entgegenkommen und präsentiert positive Charaktereigenschaften.
Besonders wichtig ist Smalltalk also etwa im neuen Job, bei einem Vorstellungsgespräch, bei einem Kundengespräch (obwohl es sich um ein geschäftliches Gespräch handelt, hilft Smalltalk, die Atmosphäre zu entspannen) oder bei einem Streit zur Deeskalation.
Doch auch auf der anderen Seite ist Smalltalk hilfreich. Verwickeln wir einen neuen Kollegen in ein Gespräch, fühlt er sich willkommen und wohl. Doch worüber redet man am Besten?

"Hast Du gut geschlafen?"

Auch im Internet betreiben wir häufig Smalltalk. Wirklich trockenen und oberflächlichen Smalltalk.
  • Wie geht's dir?
  • Was machst du gerade?
  • Hast du gut geschlafen?
Abgesehen davon, dass die wenigsten Menschen auf die erste Frage ehrlich mit "schlecht" als viel eher mit "gut" antworten, sind diese Fragen in der Regel nicht zielführend. "Was machst du gerade?" bietet jedoch gute Ansatzpunkte, wenn beide Parteien mitspielen. Auf Antworten wie: "PlayStation spielen" oder "Lesen" kann erstklassig reagiert werden und auch "Nichts" kann ein Gespräch herbeiführen, wenn man sich beispielsweise daraufhin verabredet oder miteinander beschäftigt. Und wie weit bringt uns die letzte Frage lässt sich ganz einfach mit Ja oder Nein beantworten. Super...

Das richtige Thema finden

Das ist die Kunst des Gesprächs, alles zu berühren und nichts zu vertiefen. Oscar Wilde 

Um "guten" Smalltalk zu führen, benötigt man ein großes Allgemeinwissen, denn die Themen können sehr komplex sein. Wer über das aktuelle Tagesgeschehen Bescheid weiß, steigert die Chance, ein gemeinsames Gesprächsthema zu finden. 
Wurde ein Thema gefunden, dessen Interesse alle Gesprächspartner teilen, kann dieses Thema vertieft werden. Gemeinsamkeiten können so hervorgehoben werden. Doch eigentlich ist das Thema nicht wichtig. Eine Unterhaltung wie der Smalltalk hat den Hintergrund, zu unterhalten. Das tut ein Gespräch über das Wetter oder den Beruf oft genauso wie ein tiefgründiges Gespräch über ein Theaterstück oder die Bundestagswahl. 
Kleiner Tipp für Schüchterne: Oft wird ein Gespräch als gut empfunden, wenn der eigene Redeanteil möglichst hoch ist. Dies lässt sich ausnutzen, indem man viele Fragen am Anfang stellt, wenn man Angst hat, etwas Falsches zu sagen. Geht dann einfach auf die Antworten ein und schon habt ihr ein Gespräch eröffnet. 

Viel wichtiger als die Frage, welches Thema man bespricht, ist die Frage, welches Thema man nicht bespricht. Kontroverse Themen sind absolute Smalltalk-Killer und deshalb tabu: Religion, Politik oder Krankheiten und negative Themen. Dass wir unseren Flug verpassen, weil unsere Bahn zu spät ist, ist bedauerlich, gemeinsames Jammern ist jedoch nicht sehr hilfreich. Viel wichtiger ist es wie gesagt, auf den Gesprächspartner einzugehen.

Quellen: berufsstrategie.de, karrierebibel.de, palverlag.de, bildungsexperten.de

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Machs dir doch selbst! Warum eigentlich nicht?

Masturbieren, Onanieren, Wichsen, Rubbeln, Fingern - was auch immer. Selbstbefriedigung ist alles andere als eine Männerdomäne. Obwohl oft gesagt wird, dass Männer die Selbstbefriedigung nutzen, weil sie den nächsten Sex nicht abwarten können. Eine Studie behauptet zwar, dass 95% aller Männer sich regelmäßig befriedigen - wobei hier auch hinterfragt werden muss, was "regelmäßig" heißt -, doch auch 84% der Frauen machen es sich regelmäßig selbst. Warum eigentlich auch nicht? Mediziner meinen, dass sowohl Männer als auch Frauen gesundheitliche Nutzen daraus ziehen. So beugt das Masturbieren bei Frauen Menstruationsstörungen und Regelschmerzen vor, bei Männer stärkt es die Muskulatur, was unkontrollierten Urinausfluss verhindert.

Masturbation ist kein Thema der Neuzeit und hatte in der Geschichte bereits prominente Gegner. Obwohl der ehemalige US-Präsident Bill Clinton selbst aus sexuellen Gründen in die Nachrichten kam, da er eine Affäre mit seiner Sekretärin haben sollte, war ausgerechnet er es, der 1994 eine hochrangige Gesundheitsbeamtin entließ, die sagte, dass Selbstbefriedigung "normal" sei. Zuvor wollte in den 80er-Jahren das Unternehmen Kellogg's mit seinen Cornflakes den Spermafluss hemmen und so vor Selbstbefriedigung schützen. Aber warum?

»Weder Pest, noch Krieg, noch Pocken oder ähnliche Seuchen haben derart desaströse Auswirkungen auf die Menschheit gehabt wie die verderbliche Angewohnheit der Onanie.« John Harvey Kellogg

Macht Selbstbefriedigung krank?

Früher dachte man das tatsächlich, mittlerweile haben Forscher jedoch herausgefunden, dass Selbstbefriedigung gesundheitlich unbedenklich ist - im Gegenteil. Wissenschaftler der Universität in Sydney fanden heraus, dass Selbstbefriedigung bei Männern das Prostata-Krebs-Risiko verringert. Zudem soll Selbstbefriedigung das Risiko senken, an Diabetes zu erkranken. Bis ins Ende der 80er-Jahre ging man davon aus, dass Selbstbefriedigung der Grund für unreine Haut und somit Pickel ist. Mittlerweile geht man jedoch davon aus, dass diese Entwicklung in der Pubertät - wo die meisten mit der Selbstbefriedigung beginnen - normal ist und auf Hormonschwankungen, Stress oder die falsche Hautpflege zurückzuführen ist.

Dass der Selbstbefriedigung so ein schlechter Ruf vorausgeht, dass sie teilweise verboten war und entsprechend Feinde hatte, ist historisch tief verankert. Im Mittelalter machte man das Masturbieren für die Pocken und Tuberkulose verantwortlich. Der Grund: Bakterien und Viren waren noch nicht bekannt. Auch der im Mittelalter verbreitete Irrglaube, Selbstbefriedigung würde Gehirnzellen abtöten, konnte bald wiederlegt werden. Heute weiß man, dass Selbstbefriedigung gut für das Herz-Kreislauf-System ist und das Gehirn besser durchblutet wird. Dementsprechend hilft Sex und somit auch das Onanieren auch gegen Kopfschmerzen!

Selbstbefriedigung macht glücklich

Nicht nur beim Sex, auch bei der Selbstbefriedigung werden beim Orgasmus Glückshormone
freigesetzt. Die Folge: Selbstbefriedigung macht glücklich und entspannt nachweislich. Frauen haben einer Studie zufolge dabei oft SM-Fantasien, während Männer sich mit Bildern oder Pornos behelfen. Frauen greifen meistens zum Dildo, wenn sie ein Hilfsmittel benötigen. Bei Männer sind es in der Regel "Taschenmuschis". Die wohl umsatzstärkste Firma "Fleshlight" verkauft jährlich mehr als eine Million Produkte. Einige greifen jedoch auch zu gefährlichen Alternativen wie dem Staubsauger, der jedoch zu ernsthaften Verletzungen führen kann.
Masturbation kann jedoch auch tödlich sein. So sind bereits Fälle bekannt, wo Menschen durch Selbststrangulation erwürgt wurden. 

Wann ist eigentlich "internationaler Monat der Masturbation"?

Kommen wir zurück auf die ehemalige US-Gesundheitsministerin Joycelyn Elders, die 1994 von Präsident Bill Clinton entlassen wurde, da sie Masturbation als "Normalität" bezeichnete und in den nationalen Lehrplan aufnehmen wollte. Ein Jahr später wurde erstmal der "Internationale Monat der Masturbation" ausgerufen, um ihr zu ehren. Dieser wird im Mai gefeiert.
Elders wusste sicherlich noch nicht, dass es einmal eine Internetseite geben wird, auf der man Anleitungen für DIY-Sextoys gibt. Alles was man dafür braucht, hat man zu Hause oder bekommt es im Supermarkt - zum Beispiel eine Melone und eine Gurke. Auf der Seite homemade-sex-toys.com wird Sexspielzeug aus Gemüse gebastelt - vegane Selbstbefriedigung quasi.

Warum liegt hier Stroh?

Nicht nur Männer gucken Pornos. Egal ob Zeitschriften, DVDs, VHS-Kassetten oder im Internet: Schmutzige Bilder und Filmchen gibt es heutzutage überall zu bekommen. Die erste Pornoseite wurde übrigens 1994 unter der Domain sex.com registriert. 
Auch in Hotels gibt es mittlerweile immer häufiger einen Erotikkanal. Hier verbringen Interessierte durchschnittlich zwölf Minuten.

Übrigens: Auch in einer Beziehung ist Selbstbefriedigung absolut in Ordnung. Es hilft beim Entspannen und kann bei Männern dazu führen, dass die Spermien besondern gesund sind. Auch bei Frauen ist es keine Schande, wenn sie es sich in der Partnerschaft selbst machen. Aber: 92% der Männer wollen über den Solo-Trip ihrer Partnerin lieber keine Details erfahren. Andersherum sind es sogar 97% der Frauen, denen der Solo-Trip ihrer Partner egal ist.
Der Großteil hat jedoch Angst, beim Masturbieren erwischt zu werden. Früher war das so viel besser. Da war Masturbation verboten und man musste keine Angst vor peinlichen Anblicken haben, wenn man ein Zimmer betrat - gerade für Mütter ein Segen. Das ging sogar soweit, dass sich zu Beginn der 20. Jahrhunderts jemand eine Masturbationsalarmanlage für das Kinderzimmer patentieren ließ.

»Selbstbefriedigung ist ein wertvoller und gesunder Teil unserer eigenen Sexualität. Sie gibt uns die Möglichkeit, über uns selbst zu erfahren, wie wir in sexueller Hinsicht funktionieren. Während bei Männern mit dem ersten Samenerguss automatisch ein Orgasmus einhergeht, müssen Frauen erst lernen, einen Orgasmus zu erleben. Dann erst können sie auch ihrem Partner mitteilen, wie sie stimuliert werden wollen.« Christoph Joseph Ahlers, Berliner Sexualpsychologe
 Quellen: cosmopolitan.de, lifeline.de, huffingtonpost.de, fem.com

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Wenn wir erregt sind, wird beim Mann der Penis steif, wir bekommen Lust auf Sex, Blutdruck und Puls steigen, die Pupillen weiten sich. Was passiert im Körper, welcher Hormoncocktail ist dafür verantwortlich und was passiert beim Orgasmus?

Wie ein Hormoncocktail uns verrückt werden lässt...

Testosteron und Östrogen - die Sexualhormone findet man sowohl bei Männern als auch bei
Frauen. Die Annahme, dass nur Männer Testosteron ausschütten und Östrogen nur im weiblichen Körper auftaucht, ist schlichtweg falsch. Zwar produzieren Männer überwiegend Testosteron und Frauen mehr Östrogen, dennoch sind geringe Mengen auch beim jeweils anderen Geschlecht zu finden.
Die Sexualhormone steigern unser Lustempfinden und unseren Geschlechtstrieb. Je öfter wir Sex haben, desto mehr dieser Geschlechtshormone kann man in unseren Körper nachweisen. Stress mindert die Menge - wer unter Stress steht, hat also automatisch weniger Lust auf Sex. Durchschnittlich 139 mal hat ein Deutscher im Jahr Sex. Eine Umfrage der Online-Plattform YouGov zeigt, dass 13% der Befragten zwischen 18 und 24 sich (zusätzlich) täglich selbstbefriedigen, 20% machen es mehrmals pro Woche.

Wenn wir einander näher kommen, sendet unser Körper zudem vermehrt Pheromone aus. Insbesondere wird dabei auf Adrostenon reagiert, welches Männer in ihren Schweißdrüsen produzieren. Es ist mit dem Hormon Testosteron verwandt und verbessert beim Gegenüber die Stimmungslage und steigert die körperliche Erregung.
Beim Kuscheln und Küssen wird zudem das "Kuschel-Hormon" Oxytocin ausgeschüttet. Der Wunsch, bei einem Menschen zu bleiben und ihn zu beschützen, steigt dadurch enorm. Unterscheiden muss man jedoch auch hier zwischen Mann und Frau: Bei Frauen reicht Küssen oft nicht aus, während Männer bereits beim Küssen verstärkt Oxytocin ausschütten. Beim Orgasmus schwirrt am meisten Oxytocin durch den Körper. Doch auch das Glückshormon Dopamin sorgt dafür, dass wir uns dann richtig wohlfühlen.
Auch das Stresshormon Adrenalin wird beim Sex ausgeschüttet. Sorgt es normalerweise für einen zusätzlichen Energieschub in Notsituationen, regt es beim Sex unseren Herzschlag an. Vasopressin lässt zudem den Blutdruck ansteigen.

Bitte geh mir auf die Nerven!


Die Lippen zählen zu den Körperregionen mit den meisten berührungsempfindlichen Nerven. Beim Küssen werden tausende Impulse in Richtung Gehirn. Puls und Blutdruck steigen, die Pupillen weiten sich, die Atmung wird schwerer und es fällt uns immer schwerer, klar zu denken.
Erregung kurbelt automatisch die Durchblutung an, nicht nur in den Geschlechtsorganen. Die sogenannte Sexualröte kann dafür sorgen, dass Bauch, Brust, Schultern oder Schenkel rot anlaufen, da sie verstärkt durchblutet werden. 
Die sanfte Berührung der Genitalien, fester Druck oder stimulierendes Reiben sorgen für ein weiteres Feuerwerk der Nervenimpulse. Die Erregung steigt. Die Blutbahnen werden erweitert, um den Körper bessern zu durchbluten, das Blut nimmt mehr Sauerstoff auf, in den Schwellkörpern staut sich das Blut. Bei Erregung kann sich bei Frauen auch die Scheide erweitern und die Klitoris schwillt aufgrund der Durchblutung an.
Bei Männern ist am erigierten Glied der Penisrückennerv an der Eichel, der Vorhaut und dem Bändchen sehr empfindlich, bei Frauen ist dies der Kitzlernerv

Beim Orgasmus verlieren wir teilweise die Kontrolle über unseren Körper. Krampfartige Zuckungen und plötzliche Muskelkontaktionen begleiten den Höhepunkt genauso wie erhöhte Herzfrequenz. Bei Männern spielen zudem einige Drüsen eine wichtige Rolle, die vor der Erektion bereits ihre Sekrete in die Harnröhre abgeben, um diese quasi besonders gleitfähig für das Sperma zu machen. Die Prostata und die Cowper-Drüse sind dabei von besonderer Bedeutung. Sie sind auch hauptverantwortlich für den Lusttropfen ("PreCum"). 
Welche Körperstellen jedoch noch empfindlich und somit optimal zur Stimulierung geeignet ist, ist jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Nach dem Sex

Schließlich kommt es zur Rückbildungsphase, in der der Körper wieder in den Ruhezustand gebracht
wird. Die Erektion klingt ab. Sie ist Teil des Vier-Phasen-Modells der Erregung, das der US-amerikanische Wissenschaftler William Masters gemeinsam mit seiner Kollegin Virginia Johnson bereits in den 1960er-Jahren erarbeitete.  In der Erregungsphase schüttet der Körper Testosteron und Östrogen aus. In der Plateauphase wandern die Hoden des Mannes nach oben und schwellen leicht an. Bei der Frau schwillt die Klitoris an und es kann zum Gipfelaufstieg in Richtung Höhepunkt kommen. Er ist in der Orgasmusphase eingebettet. Sie dauert nur etwa drei bis zwölf Sekunden beim Mann und bis zu 40 Sekunden bei der Frau. Schlagartig entlädt sich hier die sexuelle Spannung.

Nach dem Orgasmus ist der Körper voll von Hormonen. Die Anteile müssen reguliert werden, die Lust auf Sexualität gehemmt werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Botenstoff Prolaktin. Bei Frauen regt er in der Schwangerschaft die Milchproduktion an, bei Männern und Frauen wirkt das Hormon lusthemmend.
Bei Männern sinkt zudem der Testosteronwert enorm, was oft dafür sorgt, dass sie nicht sofort wieder bereit sind, Sex zu haben, sondern erst einmal eine Pause brauchen. Frauen können sofort wieder, denn anders als beim Mann steigt ihr Testosteronwert nach dem Höhepunkt. Dass wir dann meistens noch miteinander kuscheln wollen, liegt an den Glücks- und Kuschelhormonen, die durch den Orgasmus ihren Höhepunkt erreichen und sehr langsam im Körper abgebaut werden - der Grund warum wir uns (zumindest meistens) sehr befriedigt nach dem Sex fühlen.

Quellen: stern.de, netdoktor.de, fitforfun.de, apotheken-umschau.de, bunte.de

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Drei Minuten? Fünf Minuten? Oder doch nur eine? Wie lang dauert eigentlich ein Quickie?


Die Dauer des Geschlechtsverkehrs steht nicht im Zusammenhang mit seiner Qualität - das zumindest behaupten Wissenschaftler der Penn State University seit einer groß angelegten Studie. Dennoch existieren realitätsferne Darstellungen von ausgiebigen Liebesnächten, langen Vorspielen und Sex, der die ganze Nacht dauert. Was Filme uns als guten Sex verkaufen wollen, muss aber nicht unbedingt der Realität entsprechen. Was ist eigentlich ein Quickie und wie lang darf er dauern?

Was ist ein Quickie?

Stundenlanger Sex ist statistisch nicht belegbar, so das Ergebnis der Wissenschaftler. Zwar wünschten sich früher viele Männer und Frauen nach wie vor stundenlangen Sex, die Forscher führten dies jedoch auf die Massenkultur und den Einfluss der Unterhaltungsindustrie zurück. Sogar viele Pornos setzen uns das Bild von ausgedehnten Vorspielen in den Kopf. Wilde Knutscherein, Fummeln und Petting - so zieht sich der Sex in die Länge.
Bei einem Quickie fällt das weg. Wichtig sei, sich von dem Gedanken zu lösen, Sex müsse möglichst lang sein. Falsche Fantasien würden zu Enttäuschen und Frustrationen führen, so Eric Corty, Autor der oben erwähnten Studie. Die Einstellung, Sex müsste möglichst lang dauern, steht dem Gedanken des Quickies gegenüber. Ein Quickie ist einfach, animalisch und wild - ohne großes Nachdenken und ohne Zelebrieren.

Was ist der beste Ort für einen Quickie?

Grundvoraussetzung für einen Quickie: Ihr habt Lust. Ihr wollt es jetzt, ohne langes Vorspiel, ohne lange Nacht mit Knutscherei, ohne herausgezögerten Orgasmus. Hemmungsloser Sex, jetzt und hier. Unter den zehn beliebtesten Orten für einen Quickie: Die öffentliche Toilette, im Treppenhaus oder Hauseingang, ein Parkhaus oder eine Tiefgarage, ein Jägerhochsitz, auf dem Balkon oder der Terasse, an Bord eines Bootes, im Kino, hinter einem Gebüsch, im Freibad oder im Auto. Was auffällt: Viele dieser Orte sind ziemlich öffentlich, das Risiko, erwischt zu werden, ist dementsprechend ziemlich hoch. Warum ausgerechnet solche Orte und nicht auch das Bett oder Sofa?
Eine Regel gibt es dafür nicht, man kann einen Quickie auch im Bett, auf dem Sofa oder in der Küche haben. Da ein Quickie jedoch meist spontan ist, lande auch öffentliche Plätze unter den beliebtesten Plätzen für einen Quickie. Die öffentliche Toilette und das Auto sind dabei wohl die größten Klassiker. 

Wie lange dauert denn nun ein Quickie?

In der schon genannten Studie wurden Paare nach der Länge ihres Geschlechtsaktes befragt. Eine Länge von bis zu 30 Minuten kristallisierte sich heraus. Gleichzeitig wurde eine Länge von zehn bis 30 Minuten als "zu lang" bewertet, während eine bis zwei Minuten als "zu kurz" deklariert wurden. Die ideale Zeit für einen Quickie bewegt sich der Studie zufolge zwischen drei und 13 Minuten.

Welche Stellung ist die beste für den Quickie?

Das Kamasutra bietet eine Vielzahl von Stellungen. Für Sex auf dem Küchentisch oder einer anderen Erhöhung bietet sich beispielsweise "Das Vorhängeschloss" an. Auf der Waschmaschine sitzend, stützt man sich mit den Armen nach hinten auf und umschlingt den Partner mit den Beinen, während er eindringt.
Wer es sich nicht hinter einem Gebüsch bequem machen möchte: "Der Doggystyle" eignet sich für jeden Ort bestens und sollte erfahrenen Praktikern des Kamasutras längst ein Begriff sein.

Woran sollte man beim Quickie denken?

Spontaner Sex ohne Vorspiel bedeutet manchmal auch spontaner Sex ohne Feuchtsein. Da die Wenigsten Gleitgel in ihrem Standardinventar unterwegs haben, kann auch Spucke helfen, die Schnelle Nummer angenehm zu machen. 
Auch Singles können von dieser Lust gepackt werden und plötzlich mit jemandem vögeln, den sie eigentlich noch gar nicht kennen. Ein Kondom sollte dann nicht nur benutzt werden, um womöglich eine heranwachsende Erinnerung an diesen One-Night-Stand zu verhindern, sondern schützt auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten.
Ein Quickie muss jedoch nicht automatisch eine schnelle Nummer unter Fremden auf der Toilette sein. Spontaner, wilder Sex kann auch das Liebesleben in einer Beziehung wieder so richtig in Schwung bringen.

Quelle: menshealth.de, freundin.de, gofeminin.de, bravo.de, 

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©Jörg Brinckheger/pixelio.de


Rücken an Rücken oder Löffelchen? Was sagt die Schlafposition über eine Beziehung aus?


Eine alte Volksweisheit sagt: "Wie man sich bettet, so liebt man." Ob aneinandergekuschelt, eng umschlungen oder einfach nur auf der eigenen Bettseite zur Seite gedreht, um zu schlafen - wie wir schlafen, sagt eine ganze Menge über die Beziehung aus.

Die Löffelchen-Stellung

Sie ist wohl der Klassiker unter den Schlafpositionen. Dabei kuschelt sich ein Partner von hinten an den anderen und legt seinen Arm um ihn. Sie steht für die große Liebe, die Partner wollen einander auch beim Schlafen nahe sein. Sie bedeutet aber auch, dass es beim Sex meist eher ruhiger zugeht. Ausnahme: Die Partner wechseln sich mit dem "Löffeln" hin und wieder ab - das spricht auch für einige Abwechslung, wenn es im Bett mal wieder zur Sache geht.

 ©günther gumhold/pixelio.de
Aber Achtung: Klammeraffen werden bei der Löffelchen-Stellung nicht gern gesehen. Als großes Löffelchen solltet ihr euch dann einmal fragen, warum euer Partner euch wohl die kalte Schulter zeigt. Wer zu sehr klammert, gewährt dem Partner nicht genug Freiheiten und hat große Angst, ihn zu verlieren. Wissenschaftler fanden heraus, dass das sogar zu Albträumen führen kann, in denen man den Partner verliert, wenn er einmal nicht im eigenen Klammergriff schläft.

Die Softcore-Löffelchen-Stellung, bei der der eine Partner zwar in dieselbe Richtung schaut, den kleinen Löffel aber nur mit dem Arm berührt, gilt unter Wissenschaftlern als Zeichen einer ausgeglichenen Beziehung und Vertrauen. Man ist sich zwar nah und berührt sich, gewährt aber Freiheiten und klammert nicht. Auch hier gilt wieder: Wechseln die Partner ihre Position hin und wieder, spricht das für mehr Abwechslung in der Beziehung.

Und dann gibt es noch die Schlafposition, die der Löffelchen-Stellung zwar ähnlich sieht, bei der sich die Partner aber nicht berühren. Das spricht zwar für große Vertrautheit, ist aber auch ein Zeichen dafür, dass eine gewissen Gleichgültigkeit in die Beziehung eingekehrt ist. Vermutlich sind die Partner schon ziemlich lange zusammen - die große Verliebtheit ist bereits verflogen.

Der Knoten

Die Partner schlafen zueinander gerichtet, berühren sich an möglichst vielen Stellen, im Gesicht, an den Armen, dem Bauch, den beinen. Das ist genau so innig, wie es klingt und auch der Sex ist sehr innig und impulsiv. Meist handelt es sich hierbei und Frischverliebte oder um ein Paar, dass sich tatsächlich noch wie am ersten Tag liebt. Man kann gar nicht genug von seinem Partner bekommen und würde am liebsten 24/7 mit ihm verbringen. Doch genau das kann zum Verhängnis werden: schnell kann sich daraus eine Art Abhängigkeit entwickeln.

Der Beschützer

Ein Partner liegt auf dem Bauch, oder dem Rücken, die Partner schlafen einander zugewandt ein. Der andere Partner legt deinen Arm über ihn und auch die Beine können sich berühren. Das ist nicht nur ein Zeichen von Verliebtheit und steht für ein enges Verhältnis, es herrscht auch gegenseitiger Respekt und viel Vertrauen. Der Partner agiert als nächtlicher Schutzengel und sorgt so für mehr Geborgenheit.

Auch wer den Kopf auf die Brust des Partners legt, braucht vielleicht ein klein wenig Geborgenheit. Diese Position zeigt nicht nur Vertrauen und Geborgenheit, sondern symbolisiert auch die Zugehörigkeit der Partner zueinander. Romantik und Zärtlichkeit sind in dieser Beziehung genauso wichtig wie viel Zweisamkeit. 

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Platz da! Hier komme ich!

Beansprucht ein Partner einen Großteil des Bettes für sich, ist das ein Zeichen für Egoismus. Dieser Partner mag es, über dem anderen zu stehen und geht gern seine eigenen Wege. Er verlangt viel Freiheit, ohne dass dabei klar ist, ob er seinem Partner dieselben Freiheiten einräumen würde.

Rücken an Rücken

Paare, die mit dem Rücken zueinander schlafen, sind in der Regel schon etwas länger zusammen. Bei der Waagen-Position etwa, liegen die Partner mit dem Rücken zueinander und berühren sich mit dem Po. Das ist ein Zeichen dafür, dass man einander vertraut und sich Freiheiten gewährt, dass Intimität und Sinnlichkeit aber immer noch nur im eigenen Bett stattfinden - natürlich miteinander. Dass Sie einander nicht anschauen, ist ein Zeichen für großes Vertrauen,

Berühren sich die Partner dabei nicht, kann das verschiedene Ursachen haben. Zum einen kann die eigene Bequemlichkeit wichtiger sein, als die Nähe zum Partner. Das spricht wiederum für Egoismus und könnte ein Anzeichen dafür sein, dass man mit der Beziehung nicht ganz zufrieden ist. Aber auch beruflicher Stress kann dazu führen, dass man in der Nacht lieber einmal seine Ruhe haben möchte. In der Regel ist der Sex bei solchen Paaren sehr routiniert und nur wenig leidenschaftlich. 

Aber Achtung: Bedenkt auch, dass sich euer Partner vielleicht nur nicht an sich rankuschelt, weil er keine Lust hat, zwischen den beiden Matratzen zu versinken.

Quellen: huffingtonpost.de, focus.de, frauenzimmer.de, glamour.de

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Wie verbringt man am sinnvollsten vier Stunden in der norwegischen Hauptstadt Oslo? (Beitrag 2/2)


Nachdem die Color Fantasy mich in zwanzig Stunden von Kiel nach Oslo gebracht hatte (→ hier der Beitrag dazu) stand nun die Stadt Oslo auf meinem Plan. Das Problem: Vier Stunden sind nicht viel. Für 42€ buchte ich deshalb eine Stadtrundfahrt. Wer mal länger in Oslo ist, sollte sich auf jeden Fall mehr Zeit für die Stadt einplanen.

Der Bus mit deutschsprachiger Reiseleitung wartete direkte am Terminal und fuhr uns zunächst in die Stadt. Zu Fuß ist das Color Line Terminal etwa zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.
Es handelte sich um neue, hochwertig ausgestattete Busse, die auch über eine WLAN-Verbindung verfügten. Das ist natürlich ideal, wenn man auf dem Schiff erste Entzugserscheinungen erlitt und im Ausland kein mobiles Internet nutzen kann.

Festung Akershus

Die Festung Akershus liegt östlich des Hafens auf der Halbinsel Akersneset und kann kostenlos besucht werden. Die Festung ist auch beim Einfahren in den Hafen gut sichtbar und prägt die Silhouette der Stadt. Die historisch wichtige Anlage wurde im zweiten Weltkrieg von den Deutschen belagert und früher insbesondere als Gefängnis gefürchtet. Die prunkvollen Räume des Schlosses werden noch heute zu Repräsentationszwecken der Regierung verwendet. Im Mausoleum liegen die norwegischen Könige der Neuzeit und die Außenanlage wird immer noch vom Militär genutzt, ist aber gleichzeitig als Freizeit- und Grünanlage zugänglich. Das Widerstands-Museum (norw.: Hjemmefrontmuseum) kostet zwar Eintritt, gewährt aber weitere Einblicke in Norwegens Militärgeschichte.

Das Opernhaus: Bei Sydney gespickt

Das im modernen Stil errichtete Neue Opernhaus von Oslo wurde nach dem berühmten Vorbild des Opernhauses von Sydney am Wasser gebaut und liegt unweit des Hauptbahnhofes (Oslo Sentralstasjon). Das Gebäude wurde aus Beton, Glas und Marmor gebaut, die Pläne lagen seit 1998 vor und wurden lange Zeit diskutiert, ehe 2003 der erste Spatenstich für das Gebäude erfolgte. Anfangs wurde die Eröffnung im September 2008 vorgesehen, aufgrund der zügigen Bauarbeiten konnte die Oper jedoch schon im April 2008 eröffnet werden. Seitdem ist sie die Spielstätte der norwegischen Oper.

Heimatstätte des Nobelfriedenspreises

Das Nobel-Friedenszentrum in Oslo
Das Nobel-Friedenszentrum informiert über den Friedensnobelpreis, den einzigen Nobelpreis, der in Norwegen und nicht in Stockholm verliehen wird, die Preisträger und deren Arbeit und soll bei einem Besuch zur Reflexion anregen und das Engagement der Besucher wecken.

Das Rathaus von Oslo
Verliehen wird der Friedensnobelpreis alljährlich jedoch im Osloer Rathaus, das durch die Preisverleihung weltweite Bekanntheit genießt. Das monumentale und dominante Gebäude ist außerdem das Wahrzeichen für die norwegische Unabhängigkeit. Nachdem der dänische König Norwegen im Jahr 1814 an Schweden abtreten sollte, rief Norwegen seine Unabhängigkeit aus. Erst 1905 zerbrach die Union zwischen Norwegen und Schweden, die der endgültigen Unabhängigkeit Norwegens bis dato im Weg stand. Bereits kurz darauf kamen erste Forderungen auf, die Unabhängigkeit mit einem Monument zu feiern. Diese Forderungen wurden irgendwann so laut, dass 1931 schließlich der Grundstein für das heutige Rathaus gelegt wurde. Die beiden Türme sind jeweils über 60 Meter hoch und beherbergen das Glockenspiel, dass aktuell aus 49 Bronzeglocken besteht, die zwischen 14 und 4.000 Kilogramm wiegen.

Shopping in Oslo

Westlich des Hauptbahnhofes gibt es in Oslo viele Shopping-Möglichkeiten. Die Straße Karl Johans Gate kann wohl als wichtige Einkaufsstraße in der Stadt angesehen werden. Rundherum gibt es viele Geschäfte und Shopping-Center. Die Straße verläuft bis zum königlichen Schloss. Dabei führt sie neben zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten auch am Parlamentsgebäude (norw.: Stortinget) vorbei. Kommt man vom Hauptbahnhof, so findet man kurz darauf auf der rechten Seite das luxoriöse Grand Hotel, dessen Café ein bekannter Treffpunkt für Politiker, Künstler und Schriftsteller ist. Zudem wird hier traditionell der Gewinner des Friedensnobelpreises untergebracht und auch Barack Obama und Angela Merkel sollen hier bei ihren Staatsbesuchen geschlafen haben. 
Kurz vor dem Schloss sieht man auf der linken Seite das Nationaltheater, welches sich internationaler Bekanntheit erfreut und seit 1983 unter Denkmalschutz steht, auf der rechten Seite ein Gebäude der Universität, wo Jura studiert wird.

Am Ende der Karl Johans Gate liegt das königliche Schloss, das nicht nur als Residenz des Königs und Ort der staatlichen Repräsentation sowie der Verwaltung der Monarchie genutzt wird, sondern gleichzeitig das vornehmste Gasthaus des Landes ist. Übrigens: Weht die Flagge auf dem Dach des Schlosses, bedeutet dies, dass die Königsfamilie aktuell im Schloss haust. Ein besonderer Höhepunkt ist die tägliche Wachablösung um 13:30 Uhr. In den Sommermonaten kann das Schloss besichtigt werden. Der Grundbaustein für das Schloss wurde 1825 unter König Karl Johann gelegt, nach dem übrigens auch die Prachtstraße vom Hauptbahnhof zum Schloss benannt ist und der seit 1875 als Reiterstatue vor dem Schloss abgebildet wird.

Der Vigeland-Skulpturenpark

Das Reiterstandbild, das vor dem königlichen Schloss steht, ist nur eine der über 1.600 Skulpturen des norwegischen Bildhauers Gustav Vigeland. 212 weitere Skulpturen aus Bronze und Granit lassen sich im Vigeland-Skulpturenpark bestaunen. Die Parkanlage, die eigentlich Frognerpark (norw.: Frognerparken) heißt, beherbergt viele Skulpturen, die den Kreislauf des menschlichen Lebens symbolisieren. Überthront wird die Parkanlage vom sogenannten Monolitten. Die 17 Meter hohe Säule stellt die Entwicklung über alle Lebensstadien dar und bildet 121 Figuren ab. Drumherum sind 36 weitere Figurengruppen aufgestellt, die gängige Situationen aus den verschiedenen Lebensstadien darstellen. 
Im nahen Vigeland-Museum werden alle Werke des Bildhauers ausgestellt. Vigeland entwarf 1902 auch die Medaille des Friedensnobelpreises.

Made in Norway

Neben Gustav Vigeland, der als bedeutendster Bildhauer Norwegens gilt, brachte das Land auch einen berühmten Künstler hervor: Edvard Munch. Der Künstler gilt als Vorreiter des Expressionismus. Seine bekanntesten Werke sind Der Schrei und Madonna, welche beide im Jahr 2004 aus dem Munch-Museum in Oslo gestohlen wurden. Erst zwei Jahre später gelang es, die Bilder sicherzustellen, weitere zwei Jahre dauerte die Restauration, da die Bilder von den Dieben aus den Rahmen gerissen wurden. Seit 2008 werden die Bilder wieder in Oslo ausgestellt. Der Schrei gilt neben Leonarde Da Vincis Mona Lisa als eines der bekanntesten Werke weltweit. Neben der neuen Oper soll nun auch ein neues, 14-stöckiges Munch-Museum gebaut werden, in das die Werke des weltbekannten Künstlers dann einziehen sollen.

Ski-Sprungschanze Holmenkollen

Die Ski-Sprungschanze liegt außerhalb des Stadtzentrums, am Hang des gleichnamigen Berges Holmenkollen. Sie kann auch mit der Bahn problemlos erreicht werden. Hier bietet es sich nicht nur an, Fotos zu machen, man kann auch einen Ausblick über das Stadtgebiet von Oslo genießen. Holmenkollen ist die älteste Sprungschanze der Welt, 1892 wurde hier der erste Weltrekord mit 21,5 Meter aufgestellt. Um die internationalen Standards immer wieder zu erfüllen und so Olympische Spiele und WeltCups nach Oslo zu holen, wurde die Schanze 17x umgebaut, ehe sie 2008 abgerissen und durch eine neue Schanze ersetzt wurde. Der derzeitige Weltrekord liegt übrigens bei 251,5 Metern und wird von einem Norweger gehalten.

Oslo ist grün, Parken ist teuer

Wer sich Oslo auf einer Karte anschaut, sieht, dass die Stadt nicht nur viele recht große Grünflächen zu bieten hat, sondern quasi von Grün umschlossen wird. Bei der Fahrt mit dem Bus zur Halbinsel Bygdøy im Osten der Stadt kam nach städtischer Bebauung urplötzlich Grün, Weiden, Bauernhöfe, Wälder. Ich finde, auf der Tour, die ich durch Oslo unternommen habe, hat man Oslo nicht angesehen, dass es eine Großstadt ist. Auf insgesamt 454km² kommen rund 661.000 Einwohner unter. Ganz Norwegen hat übrigens nur etwa 5,2 Millionen Einwohner.

Oslo wirkt sehr sauber und das ist es auch. Neben den vielen und großen Grünflächen, steht der ÖPNV in Oslo ganz weit vorn: Viele Linienbusse sind Hybridfahrzeuge oder werden mit Wasserstoff betrieben, um so besonders umweltfreundlich zu fahren. Zudem sind alle Straßen, die in die norwegische Hauptstadt führen mautpflichtig - etwa vier Euro fallen an. 
Dass in Oslo so wenige Leute mit dem eigenen Auto fahren, hat aber einen guten Grund. Parkplätze sind nicht nur selten, sondern die Parkgebühren auch sehr teuer. 15 bis 85 Norwegische Kronen können je nach Parkplatz pro Stunde anfallen - das sind zwischen zwei und zehn Euro. Bei einem achtstündigen Arbeitstag ist es dann nur logisch, mit den Öffentlichen in die Stadt zu fahren. Hier kostet eine Tageskarte 90 NOK, also etwa 11 Euro, Wochen-, Monats- und Jahreskarten sind entsprechend günstiger zu haben.

Oder man kauft sich ein Elektro-Auto, die haben in Oslo nämlich echte Vorteile: Auf vielen Parkplätzen ist das Parken mit Elektro-Autos kostenlos und man kann das  Fahrzeug kostenlos laden.
Da viele Norweger sich deshalb Elekto-Autos anschaffen, haben andere Städte in Norwegen bereits entschieden, nur noch 50% der Parkkosten zu erlassen, um weiterhin ausreichend Parkplätze gewährleisten zu können.

Museumsinsel Bygdøy

Zuletzt brachte uns der Bus wie gesagt auf die Halbinsel Bygdøy, die als Erholungsgebiet genutzt wird, sehr schöne Häuser und eine Vielzahl an Museen beheimatet. Deshalb gilt die Insel auch als Museumsinsel mit diversen Museen zur norwegischen Geschichte. Das Norwegische Volksmuseum (norw.: Norsk Folkemuseum) ist ein Freilichtmuseum und das kulturhistorische Museum Norwegens. Im Laufe der Jahre entstand auf dem immer größer werdenden Gebiet des Volksmuseum so eine Art kleine Altstadt mit eigens hierfür angelegten Straßen, in der auch die alte Stabskirche von Gol angegliedert werden konnte. Die Stabskirche wurde nach dem Vorbild der Stabskirche von Borgund errichtet und wurde 1309 erstmals urkundlich erwähnt. Noch heute kann man in der Kirche heiraten. Die Wartezeit für eine Hochzeit in der mittelalterlichen Kirche auf bis zu drei Jahren geschätzt.
Auch das Wikingerschiffmuseum erzählt einen Teil der Geschichte Norwegens und zeigt Wikingerschiffe und verschiedene Gegenstände der Wikingerzeit. Das altnordische vikingr bezeichnet "Seekrieger, der sich auf langer Fahrt von der Heimat entfernt". Wikinger ließen sich in zwei Gruppen unterscheiden: Diejenigen, die anfangs (ab 800 n. Chr.) in die Ferne zogen, um Ruhm, Abenteuer und Reichtum zu finden. Erst in der späten Wikingerzeit (bis 1060) ließen sie sich wie ihre Vorfahren nieder und betrieben die übliche Wirtschaft. Und diejenigen, die ufernah ihr Unwesen trieben. Sie galten später als nicht mehr in die Gesellschaft integrierbar und wurden als Verbrecher bekämpft.
Das Frammuseum liegt unmittelbar neben dem Norwegische Seefahrtsmuseum und sticht bereits bei der Einfahrt in den Hafen von Oslo ins Auge. Es besteht aus drei dreieckig erscheinenden Gebäudehallen, die bereits von der Color Line auffallend an der Küste der Halbinsel zu sehen waren. Die Fram, die diesem Museum den Namen gab, ist ein Forschungsschiff, das unter norwegischer Flagge fuhr. Es war so gebaut, dass es ohne Schaden zu nehmen durch das Packeis fahren konnte, dem es auf den Polarexpeditionen begegnete. Dementsprechend ist sie das einzige Holzschiff, das jemals soweit nördlich wie südlich in die Polarregionen vordrang. Der bekannte Zoologe, Polarforscher und Nobelpreisträger Fridtjof Nansen setzte den Bau des Schiffes in Gang und begleitete jede der insgesamt drei Expeditionsfahrten. 1935 wurde das Schiff an Land gezogen und das heutige Frammuseum drumherum errichtet. Das Schiff ist mit Originalausstattung versehen und kann im Museum besichtigt werden. 
Der Eintritt ins Fram-Museum kostet für Erwachsene 100 NOK, also etwa zwölf Euro und war bereits in dem Preis der Bustour enthalten. Anschließend brachte uns der Bus zurück zum Terminal. Gäste, die einen Aufenthalt in Oslo gebucht haben, fährt der Bus anschließend ins Hotel.

Fazit:

Auch in nur vier Stunden kann man sehr viel von Oslo sehen und viel über die Stadt, ihre Geschichte und die Geschichte des Landes lernen. Nach meinem vierstündigen Kurzurlaub in Oslo würde ich sagen, dass ich auf jeden Fall einen längeren Besuch der Stadt anstreben werde.
Dann könnte der Oslo Pass für mich interessant werden. Er kostet für einen Tag für Erwachsene 395 NOK (etwa 45 Euro), für zwei Tage 595 NOK (etwa 68 Euro) und für drei Tage 745 NOK (also etwa 85 Euro) und beinhaltet 
  • freien Eintritt in mehr als 30 Museen und Attraktionen (darunter das Munch-Museum, das Volksmuseum, das Rathaus, das Skimuseum an der Schanze Holmenkollen und die kostenlose Auffahrt auf die Schanze, das Nobel-Friedenszentrum, das Frammuseum, das Wikingerschiffmuseum, das Widerstandsmuseum, das Seefahrtsmuseum, das Vigeland-Museum und viele weitere)
  • Rabatt bei Aktivitäten wie dem Besuch von Norwegens größtem Vergnügungspark (20%), vielen Restaurants und weiteren Attraktionen sowie kostenloser Eintritt ins Schwimmbad
  • die kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und die kostenlose Teilnahme bei Wanderungen
  • günstige Angebote in Restaurants
Ob sich das lohnt, werde ich vielleicht bei meinem nächsten Besuch in Oslo herausfinden. Ich kann von meinem Kurzurlaub nur sagen, dass ich sehr zufrieden war. Die Schifffahrt kostete regulär 89,- Euro, das Frühstück einmal etwa 17,- Euro, Spa etwa 15,- und die Stadtrundfahrt 42,- Euro.
Im Internet gibt es viele Leute, die sich darüber aufregen, dass an Bord alles Geld kostet und was das denn für eine Kreuzfahrt sei. Liebe Leute: Streng genommen ist das eine Fährüberfahrt, denn die Schiffe der Color Line sind Autofähren. Und für diese Klassifizierung ist die Ausstattung echt Luxus!

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Mich hat das Fernweh gepackt und so fand ich mich plötzlich an Bord der Color Fantasy wieder. (Beitrag 1/2)

Vorweg sei gesagt: Auch wenn der Beitrag etwas wie Werbung klingt, soll er lediglich Eindrücke meines Kurzurlaubes mit der Color Fantasy und dem Städtetrip durch Oslo schildern. Dieser Beitrag wurde nicht gesponsert. Ein zweiter Beitrag über die Stadt Oslo folgt kommende Woche.

Die norwegische Reederei Color Line bietet mit ihren beiden Schiffen Color Fantasy und Color Magic eine Mini-Kreuzfahrt an. Für drei Tage entflieht man dem Alltag und findet sich an Bord eines Kreuzfahrtschiffes wieder, das strenggenommen eine Fähre ist. Die 2004 und 2007 in Finnland gebauten Schiffe verbinden seitdem meine Heimatstadt Kiel mit der norwegischen Hauptstadt Oslo.

Die Mini-Kreuzfahrt umfasst wie gesagt drei Tage. Am ersten Tag geht es um 14:00 Uhr los, die Überfahrt nach Oslo dauert 20 Stunden, sodass man am zweiten Tag um 10:00 Uhr anlegt. Es folgt ein Aufenthalt von lediglich vier Stunden, da das Schiff um 14:00 Uhr bereits wieder ablegt. Am dritten Tag legt man um 10:00 Uhr wieder in Kiel an. Ideal, um mal ein wenig zu entspannen. WLAN gibt es zwar an Bord, 24 Stunden kosten jedoch etwa 17 Euro.

Das Schiff - Color Fantasy

Wie bereits gesagt verkehren auf der Linie zwei Schiffe. Ich bin mit der drei Jahre älteren Color Fantasy gefahren und war bisher nicht auf der Color Magic, sodass ich die Unterschiede nur aus Daten ableiten kann. Die beiden Schiffe sind insgesamt je 224 Meter lang und messen 35 Meter in der Breite. Sie weisen einen Tiefgang von 6,8 Meter auf und sind somit exakt gleichgroß. 
Die Maschinen der Schiffe bündeln die Kraft von je 42.400 Pferden, mit denen die Schiffe eine Maximalgeschwindigkeit von 22 Knoten hinlegen. Die Color Fantasy bietet Platz für maximal 2.605 Menschen, die in 2.667 Betten auf 966 Kabinen verteilt werden können. Sie bietet zusätzlich Platz für 750 PKW und ist somit die größte Autofähre der Welt - zumindest was die Kapazität angeht.
Das Schwesterschiff Color Magic hat insgesamt ein etwas größeres Volumen und wird deshalb als größte Autofähre aufgeführt, obwohl es nur Platz für 550 PKW bietet. Dafür finden 2.812 Passagiere Platz, die es sich in einem von 2.975 Betten in 1.016 Kabinen gemütlich machen können. Desweiteren weisen die Schiffe Unterschiede in der Ausstattung an Bord auf (Windschutz auf dem Sonnendeck, Platzanordnung mit besserer Sicht in der Observation Lounge, anderer Aufbau des Theaters an Bord der Color Magic). Die beiden Schiffe treffen sich jede Nacht etwa um Mitternacht östlich der dänischen Insel Anholt.

Die Schiffe werden von der Klassifizierungsgesellschaft zwar als Autofähre geführt, die Reederei vermarktet die Schiffe jedoch auf ihrer Website als "Kreuzfahrtschiffe mit Autodeck". Passend dazu wird die Mini-Kreuzfahrt ab 89,- Euro pro Person angeboten (Stand: Januar 2017).

An Bord des Schiffes spricht vieles dafür. Die Promenade auf Deck 7 bietet alles, was das Kreuzfahrerherz begehrt. Der Colorshop bietet Souvenirs, Elektronik, Spielzeug und Kleidung. Kleidung findet man aber auch in der Fashion Boutique. Bei Perfume & Cosmetics findet man das, was der Name verspricht. An Bord der Color Magic ist auch ein Friseur integriert. Ebenfalls nur an Bord der Color Magic zu finden ist der Shop Fashionize!, wo es Accessoire zu kaufen gibt. Auf Deck 6 findet man auf beiden Schiffen den Taxfree Market. Alkohol, Zigaretten, Süßigkeiten und Getränke sind hier aber wie zu erwarten trotzdem ziemlich teuer. Kleiner Tipp: Einige Souvenirs, die es im Colorshop gibt, bekommt man in der Ankunftshalle in Kiel für den halben Preis.

Aktivitäten an Bord

Zweimal zwanzig Stunden an Bord muss man ja auch irgendwie verbringen können. Aqualand (Deck 12) bietet die Möglichkeit, an Bord ins Wasser zu kommen. Ein Strömungskanal, eine Wasserrutsche, zwei Jacuzzis und eine kleine Sauna sind im Eintritt inklusive. Der Eintritt kann für eine oder zwei Stunden gezahlt werden und kostet so entweder etwa 10 oder 15 Euro. Aqualand lohnt sich eher für Kinder. Ab 15 Jahren dürfen diese ohne Eltern dort hinein.
Color Spa & Fitness Center (Deck 13) bietet mehrere Möglichkeiten. Das Fitness Center umfasst nur die Nutzung der Fitnessgeräte und kostet 10,70€ am Tag oder 16,90€ bei Hin- und Rückreise. Der Spa-Bereich umfasst Sauna und Dampfbad, zwei Jacuzzis, die Massagestühle und alle Fitnessgeräte. Zusätzlich werden Bademantel und Handtücher zur Verfügung gestellt, Wasser gibt es kostenlos. Die Tageskarte kostet 16,90€ oder bei Hin- und Rückfahrt 28,10€ für die gesamte Reise. Es können veschiedene Behandlungen, ein Besuch im Friseur- und Kosmetiksalon und Massagen dazugebucht werden. Aus der Sauna und dem Fitness Center kann man den freien Blick auf das Meer genießen.
Zudem gibt es an Bord ein Casino (Deck 6) für die Großen und eine Spielhalle Adventure Planet (Deck 12) für die Kleinen. Teen's Plaza (Deck 13) ist eine Disko für die Jugendlichen. Dort gibt es alkoholfreie Getränke, eine Tanzfläche, Karaoke und Guitar Hero sowie weitere coole Spiele. Die Erwachsenen können den Nachtclub besuchen, der sich über zwei Etagen erstreckt. Tower Night Club / Palazzo Night Club (Deck 14 und 15) ist für jeden ab 20 besuchbar.
Wer die Weiten des Festlandes vermisst, kann sich ein Spiel im Golfsimulator (Deck 13) erlauben.

Auf gar keinen Fall solltet ihr euch die Shows am Abend entgehen lassen. In der Show Lounge (Deck 7) gibt es zweimal am Abend eine Show. Diese unterscheidet sich von Schiff zu Schiff und je nach Fahrtrichtung, sodass es an jedem Schiff zwei Shows gibt, abhängig davon, ob man von Kiel nach Oslo oder zurück fährt.
Die Shows finden täglich um 19:00 und 21:00 Uhr statt, Einlass ist je eine halbe Stunde früher. Früh sein lohnt sich. Die Plätze sind begehrt. Die Menschen stehen bereits 20 Minuten vor Einlass vor der Tür. Die Shows gehen jeweils etwa 45 Minuten. Sie wurden exklusiv für die Aufführungen an Bord choreografiert. Der Eintritt ist kostenlos. Alkoholfreie Cocktails kosten etwa 4,50€. Empfehlen kann ich den Color Blue und den Pinky. Es gibt vier Abgänge. Während die meisten geradeaus die Treppen nehmen, könnt ihr schnell nach links/rechts ausweichen und über diese Treppe wenn ihr schnell seid an den Menschenmassen vorbei in die ersten Reihen eilen.

Gastronomie an Bord

Die Schiffe bieten ein umfangreiches gastronomisches Angebot. Um den Abend entspannt ausklingen zu lassen, kann man es sich zum Beispiel im Donkey Pub/Monkey Pub (Deck 7) gemütlich machen. Abends gibt es hier Livemusik. Das Irish Pub ist abends der wohl geselligste Ort und ist bis 2 Uhr geöffnet. Hier ist teilweise auch das Rauchen erlaubt.
Ab 14:00 Uhr ist auch die Cosmopolitan Bar/Manhattan Bar (Deck 7) geöffnet. Sie befindet sich im Heck des Schiffes und bietet neben Livemusik vom Piano einen tollen Blick auf das Meer. 
Hier trägt nicht nur der Pianist einen Smoking. Anzug/Jacket und Kleid dominieren hier.
Einen wunderbaren Blick auf das Meer bietet auch die Observation Lounge (Deck 15). Noch über der Brücke gelegen gibt es in der Observation Lounge Livemusik, eine Tanzfläche und einen atemberaubenden Blick nach vorn aus dem Schiff. Hier könnt ihr ab 7:00 Uhr auf das Meer schauen!
Ich dachte zunächst, man würde den Ausblick mitbezahlen, doch auch hier zahlt man 4,50€ für alkoholfreie Cocktails und etwa 10 Euro für Cocktails mit Alkohol.

Das Cosmopolitan Restaurant/Manhattan Restaurant (Deck 7) bietet exklusives Essen in fünf oder sieben Gängen. Zwischen 18 und 22 Uhr wird hier gehobene Küche serviert, weshalb Anzug/Sakko und Kleid getragen werden sollten.
Im Oceanic à la Carte Restaurant (Deck 6) sind die Plätze an dem acht Meter hohen Panorama-Fenster sehr beliebt, weshalb Tischreservierungen empfehlenswert sind. Hier gibt es Mittag- und Abendessen à la Carte.
Italienische Küche à la Carte bietet das Mama Bella Pizza Ristorante (Deck 7). Hier gibt es Pizza und Pasta - auch zum Mitnehmen.
Neben dem Sonnendeck gibt es die Sports & Burger Bar (Deck 13). Optisch kann sie sich mit einem American Diner der 50er Jahre messen.
Für den kleinen Hunger zwischendurch gibt es noch das Promenade Café/Oriental Café (Deck 7), das auch in der Nacht geöffnet ist, und auf der Color Fantasy eine Tapas Bar (Deck 7).
Frühstücks-Buffet, Mittags-Buffet und Abend-Buffet gibt es im Grand Buffet Restaurant. Laut Website kostet das Frühstück im Vorverkauf 15,60€, an Bord ist es mit 154 NOK ausgezeichnet. An Bord der Color Fantasy sind alle Preise in NOK (Norwegische Kronen) ausgezeichnet. Eine Bezahlung ist in NOK, Euro und mit Kreditkarten möglich.Wer also mit Euro an Bord bezahlt, erhält den entsprechenden Wechselkurs. Im Vorverkauf kostet das Abendessen dort 36,- Euro, an Bord 329 NOK. Bei der Minikreuzfahrt bräuchte man für die Halbpension zweimal Frühstück und zweimal Abendessen. An Bord müsste man insgesamt 966 NOK zahlen, was beim aktuellen Währungskurs (1:9,0 Stand: 05. Januar 2017) etwa 107 Euro wären. Im Vorverkauf wären dies immer noch etwa 103 Euro. Die Minikreuzfahrt mit Halbpension lässt sich ab 169,- Euro pro Person buchen (also 80 Euro mehr als ohne Verpflegung). Wer also an Bord das Buffet genießen will, sollte dies von vornherein buchen. 
Ich habe mir für etwa 17 Euro an Bord einmal das Frühstück gegönnt. Das Buffet ist sehr vielseitig und abwechslungsreich. Es gibt Orangensaft, Apfelsaft, Kaffee, Tee, Trinkschokolade, Milch und auch laktosefreie Milch, verschiedenes Brot, Brötchen, Croissants, verschiedenen Wurst- und Käseaufschnitt, Fisch und sogar Kaviar, verschiedene Marmeladen und Nutella, Obstsalat und frisches Obst.
Ansonsten habe ich mich selbst verpflegt und Essen und Trinken mitgebracht, um so die Kosten zu reduzieren - durchaus machbar, wenn man keinen Wert auf große Abwechslung und Luxus legt, kann man also ordentlich sparen.

Neben dem Eintritt für zwei Stunden ins Aqualand, der Tageskarte für den Color Spa, einigen Drinks in der Show Lounge und der Observation Lounge und dem Frühstück habe ich mir auch die Stadtrundfahrt in Oslo gegönnt. 42 Euro scheinen zunächst ein happiger Preis zu sein, wenn man jedoch nur vier Stunden Zeit hat, ist es schöner, wirklich etwas zu sehen, statt auf eigene Faust durch die Gegend zu laufen. Lange Rede, kurze Reise kurzer Sinn: Über den Oslo-Trip berichte ich nächste Woche!

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