Was wäre der 6. Dezember ohne den Nikolaus, der Süßigkeiten in die Schuhe packt?

Spätestens am 5. Dezember eines jeden Jahres sollten die Schuhe geputzt und vor die Tür gestellt werden. Denn man erzählt sich, dass am 6. Dezember der Nikolaus Süßigkeiten in die Schuhe stecken würde. Woher kommt dieser Brauch?

Woher kommt der Nikolaus?

Der Bischof Nikolaus lebte im 4. Jahrhundert nach Christus in der griechischen Stadt Myra, die in der heutigen Türkei liegt. Der Heilige galt als sehr großzügig und beschenkte an seinem Namenstag, dem 6. Dezember alle Kinder in der näheren Umgebung. Um den Heiligen Nikolaus zu ehren, hat sich dieser Brauch fortgeführt.

Mittlerweile ist der Nikolaus eine wahre Kultfigur. In Deutschland tritt er am 6. Dezember beispielsweise in oder vor Supermärkten und in Einkaufszentren auf, um Süßigkeiten zu verteilen - meist, wenn man ihm als Gegenleistung ein Gedicht vorträgt.

Nikolaus oder Weihnachtsmann? Wo sind die Unterschiede?

Als Heiliger trug der Nikolaus aller Wahrscheinlichkeit ein weißes Gewand und eine hohe Mütze mit einem Kreuz darauf. Übrigens: Der Nikolaus tritt traditionell nicht alleine sondern in Begleitung auf. Es sind Knecht Ruprecht oder der Krampus, die den Nikolaus begleiten - beides eher negative Figuren, die also streng genommen das Gegenteil des Nikolauses darstellen und für die böse Seite in den Kindern stehen. Oftmals fragt der Nikolaus dann: "Na? Warst du auch schön brav?"

Dass die Wurzeln des Brauchs so sehr in den Hintergrund geraten sind, liegt sehr wahrscheinlich daran, dass wir oft eine andere Figur vor Augen haben, wenn wir an den Nikolaus denken: Roter Mantel, weißer Rauschebart, dick, schwere, schwarze Stiefel und ein Sack voller Geschenke: Der Weihnachtsmann.

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Tradition Weihnachtsmarkt: Woher kommt der Brauch?

Um sich die Vorweihnachtszeit zu versüßen und das Warten auf die Weihnachtsfeiertage erträglich zu machen, gibt es schon mehrere Jahrhunderte lang die Tradition der Weihnachtsmärkte. Woher kommt die Tradition?

Der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands

Handwerker, Korbflechter, Zuckerbäcker und Spielzeugmacher - sie alle wollten ihre Produkte insbesondere in der Vorweihnachtszeit verkaufen. Im 14. Jahrhundert erwirkten diese die Erlaubnis, ihre Produkte zusätzlich in Verkaufsständen in der Stadt zu verkaufen. Der Grundstein für die heutigen Weihnachtsmärkte war gelegt.

Das leibliche Wohl der Marktbesucher stand schon immer an erster Stelle: Gebrannte Nüsse, Kastanien und Mandeln gab es bereits damals, um den kleinen Hunger während der vorweihnachtlichen Shopping-Tour zu stillen. Die Weihnachtsmärkte in München und Dresden gelten als die ersten belegten Weihnachtsmärkte in Deutschland und werden bereits im 14. Jahrhundert erwähnt. 

Historischer Hintergrund - historische Kulisse

In Anlehnung an die Herkunft dieser Tradition werden Weihnachtsmärkte meist in historischer Umgebung, etwa in der Altstadt, an alten Kirchen, Schlössern und auf Marktplätzen aufgebaut.
Kirchen erhofften sich durch diese Erlaubnis mehr Besucher für ihre Gotteshäuser, weshalb Weihnachtsmärkte traditionell oft vor großen Kirchen aufgebaut werden. Die ersten Weihnachtsmärkte der Neuzeit wurden deshalb oft zuerst in protestantisch geprägten Gebieten eröffnet, ehe die katholischen Regionen nachzogen. Die ursprüngliche Idee der Kirche ging jedoch recht schnell verloren - die Menschen kamen in erster Linie wegen des weihnachtlichen Ambientes.

Die beliebtesten Weihnachtsmärkte sind die traditionellen

Klar, Adrenalin beim Karussellfahren ist cool, vorweihnachtliche Stimmung kommt dabei jedoch nicht unbedingt auf. Die traditionellen Weihnachtsmärkte sind deshalb oft viel attraktiver als die modernen. Traditionelle Handwerkskunst kommt übrigens wieder in Mode - ob Pyramiden aus dem Erzgebirge, Nussknacker aus Stuttgart oder Holzschnitzereien, leuchtende Weihnachtssterne - die Weihnachtsmärkte, auf denen es das gibt, sind die beliebtesten.

Andere Mütter Länder haben auch schöne Söhne Weihnachtsmärkte

Medaille für uns: Die Tradition der Weihnachtsmärkte kommt aus Deutschland, hat es aber in den letzten 600 Jahren auch über die Grenzen ins Ausland geschafft. Die Italiener, die um 1700 die Holzkrippen nach Deutschland brachten, mit denen seit jeher die Weihnachtsmärkte dekoriert wurden, kopieren die Tradition etwa in Rom und Neapel. Auch in Bristol in Großbritannien oder in Zagreb in Kroatien gibt es
Weihnachtsmärkte.
Sogar über den großen Teich konnte sich die Tradition bereits verbreiten: Seit etwa 25 Jahren gibt es in San Francisco die sogenannte "Great Dickens Christmas Fair", bei der die Gassen des Londons zur Zeit von Charles Dickens nachgebildet werden und so ein einzigartiges, weihnachtliches Flair erschaffen. Die amerikanischen Städte Columbus und Ohio sind zudem große Freunde der Ergebirgs-Pyramiden und des Dresdner Stollens.
Besonders sehenswert und gar nicht so weit weg: Der Weihnachtsmarkt von Straßburg. Der 1570 erstmals erwähnte Weihnachtsmarkt gilt als einer der schönsten Weihnachtsmärkte im Ausland und beherbergt den größten Weihnachtsbaum Europas.
Der Weihnachtsmarkt am Wiener Schloss Schönbrunn bietet nicht nur musikalische und kulinarische Vielfalt, sondern auch eine einzigartige Krippenausstellung und einen weiteren gigantischen Weihnachtsmarkt. 
Wem das ganze Treiben im Winter zu kalt ist, sollte den Weihnachtsmarkt in Zürich besuchen. Er ist der größte Indoor-Weihnachtsmarkt Europas.

Quellen: t-online.de, wissen.de, weihnachtsmarkt.net

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Die Weihnachtsmärkte öffnen ihre Tore. Doch wo in Deutschland finden wir die schönsten Weihnachtsmärkte?


Glühwein, gebrannte Mandeln und mehr - das bieten uns die rund 2.500 Weihnachts- und Adventsmärkte in Deutschland. Beleuchtete Buden gehören ebenso dazu, wie die schön gestalteten Glühwein-Tassen, die mittlerweile sogar zu Sammlerobjekten geworden sind. Wo etwa 188.000 Schausteller jährlich arbeiten, freuen sich mehr als 85 Millionen Menschen über das fröhliche Treiben zur sinnlichsten Zeit des Jahres. Und wie spendabel sie plötzlich alle sind: Jährlich treiben die Weihnachtsmärkte zwischen drei und fünf Milliarden Euro ein. Ein jeder Besucher gibt dabei durchschnittlich um die 30,- Euro auf und rund um den Weihnachtsmarkt aus. Aber auf welchen Weihnachtsmärkten ist das Geld am besten investiert? Wo sind Deutschlands schönsten Weihnachtsmärkte?

Platz 10: Rostocker Weihnachtsmarkt

Das Spektakel beginnt, wenn der Weihnachtsmann mit seinem Gefolge im Hafen der Hansestadt eintrifft. Rund 300 Aussteller und 1,5 Millionen Besucher pro Jahr machen den Rostocker Weihnachtsmarkt zum größten Weihnachtsmarkt des Nordens. Im 34 Meter hohen Riesenrad am Neuen Markt können Besucher einen Blick von oben auf die vielen Lichter werfen. Hier tritt auch der Weihnachtsmann zur "Weihnachtsmann-Sprechstunde" an und nimmt die Wünsche der Kinder entgegen.

Platz 9: Der größte Weihnachtsbaum Deutschlands in Dortmund

Der Weihnachtsmarkt auf dem Dortmunder Hansaplatz bietet seinen Besuchern den größten Weihnachtsbaum Deutschlands an. Etwa 45 Meter hoch und mit rund 48.000 Lämpchen dekoriert, ist er ein echter Hingucker zwischen den knapp 300 Ständen. Ein lohnenswertes Mitbringsel sind die Dortmunder Glühweinbecher. Sie sind für ihr aufwändiges Design bekannt. 

Platz 8: Weihnachtsmarkt am Kölner Dom

Der Weihnachtsmarkt auf der Kölner Domplatte ist nicht nur der schönste Weihnachtsmarkt der Rheinstadt, sondern auch einer der schöneren in Deutschland. 150 Buden, über 100 Bühnenveranstaltungen und ein riesiges Netz aus Lichterketten, das wie ein Sternenhimmel über einen Teil des Weihnachtsmarktes gespannt ist, sorgen für die richtige Weihnachtsstimmung. Auch die Holzfiguren, die Szenen der Weihnachtsgeschichte nachstellen und in der Stadt verteilt sind, sind sehenswert.

Platz 7: Stuttgarter Weihnachtsmarkt

Die Dächer des Stuttgarter Weihnachtsmarktes im Schwabenländle werden von Engels- und Weihnachtsfiguren geziert. Vor den Türen des alten Schlosses mit Blick auf die Stuttgarter Stiftskirche, kann man hier seinen Glühwein genießen.
Die liebevolle Dekoration auf den Dächern der rund 280 Buden ist auf jeden Fall einen Blick wert und auch das traditionelle Stuttgarter "Hutzelbrot" sollte einmal probiert werden.

Platz 6: Hamburger Weihnachtsmarkt

Der Weihnachtsmarkt am Hamburger Rathaus steht vor der Kulisse des historischen, verzierten Gebäudes, direkt an der Binnenalster. Besonders an diesem Weihnachtsmarkt ist auch seine Architektur, die vom Direktor des Zirkus Roncalli entworfen wurde. An den Adventssamstagen ziehen Paraden mit Wichteln, Rentieren, Engeln und Elfen durch die Innenstadt. Für Erwachsene bietet der Weihnachtsmarkt "Santa Pauli" auf der Reeperbahn etwas Abwechslung. 

Platz 5: Weihnachtsmarkt Berlin

Die Hauptstadt bietet natürlich nicht nur einen Weihnachtsmarkt, dafür aber einige sehr schöne. Am Opernpalais öffnet der nostalgische Weihnachtsmarkt seine Tore. Der Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt lockt jedes Jahr mehr als eine halbe Million Besucher aus der ganzen Welt nach Berlin. Die rund 150 Buden, eine riesige, beleuchtete Tanne und eine Bühne, auf der Künstler wie Michael Bublé auftreten, kreieren am Gendarmenmarkt ein Winterland, in dem viele Handwerker ihr Können zeigen. Rund um den Alexanderplatz locken zusätzlich Fahrgeschäfte die Menschen an.

Platz 4: Weihnachtsmarkt Frankfurt

In der historischen Innenstadt der Main-Metropole findet man den Frankfurter Weihnachtsmarkt, den jährlich etwa drei Millionen Menschen besuchen. Das tägliche Glockenspiel der Nikolaikirche am Römerberg, sowie das nostalgische Karussell zwischen den Fachwerkshäusern bringen Alt und Jung gleichermaßen in Weihnachtsstimmung.

Platz 3: Münchener Christkindlmarkt

Der Weihnachtsmarkt rund um den Marienplatz bietet nicht nur täglich Live-Musik, sondern ist gleichzeitig Teil der etwa 20.000 Quadratmeter, die der Weihnachtsmarkt in München einnimmt. Damals noch als "Nikolausmarkt" bezeichnet, hat der Christkindlmarkt Münchens seine Wurzeln bereits im 14. Jahrhundert und gilt somit als einer der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Kein Wunder also, dass ein besonderer Wert auf Tradition gelegt wird. Der benachbarte Kripperlmarkt, der sich vom Stachus bis zum Marienplatz erstreckt, bietet deshalb viele handwerkliche Mitbringsel an.

Platz 2: Striezelmarkt Dresden

Der Striezelmarkt ist auch außerhalb der Grenzen Deutschlands bekannt und gilt als ältester Weihnachtsmarkt Deutschlands. In seiner Mitte steht eine 14-Meter-hohe Pyramide - die höchste Weihnachtspyramide der Welt. Zusätzlich lockt ein mittelalterlicher Weihnachtsmarkt in den Stallhof des Residenzschlosses der Stadt. Den Dresdner Rosinenstollen sollte man dabei auf jeden Fall einmal probieren. 

Platz 1: Nürnberger Christkindlesmarkt

Der Nürnberger Weihnachtsmarkt zählt nicht umsonst zu den bekanntesten Weihnachtsmärkten Deutschlands. 
Die Eröffnung am Freitag vor dem ersten Advent, bei der der Prolog des Christkinds vorgelesen wird, ist eine lange Tradition. Was auf keinen Fall fehlen darf: Nürnberger Lebkuchen und eine gute Rostbratwurst. Die rund 180 Stände im historischen Ambiente bieten alles, was das Herz auf dem Weihnachtsmarkt begehrt.

Quellen: rp-online.de, urlaubsguru.de, handelsblatt.de, wissen.de, trivago.de

Mach mit! Die Weihnachtsmarkt-Challenge

Natürlich werde auch ich hin und wieder auf den Weihnachtsmarkt gehen. Doch so ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt wird erst lustig, wenn ich die Aufgaben erfüllen muss, die ihr mir gestellt habt! Nutzt also eure Chance, mir die lustigsten Aufgaben zu stellen. Einsenden könnt ihr eure Ideen bis zum 08. Dezember 2016 - den Beitrag mit den Ergebnissen und entsprechenden Beweisen gibt es dann in der Woche vor Heiligabend!



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Gewinne, Gewinne, Gewinne! Zwei Vorweihnachtspakete inklusive Adventskalender zu gewinnen!

"Draußen vom Walde komm' ich her, ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!" Umso schöner ist es, wenn man nicht wie Theodor Storm durch den Wald laufen muss, um das festzustellen. 
Wie bereits angekündigt starte ich heute mein diesjähriges Adventsgewinnspiel.

Was gibt es zu gewinnen?

Wer teilnimmt, hat die Chance auf eines von zwei Vorweihnachtspaketen, wovon jedes perfekt auf das Weihnachtsfest vorbereitet. Diese sind eigenständig befüllt und dekoriert worden.

Beide Pakete enthalten einen Adventskalender, einer davon wurde von mir selbst zusammengestellt und befüllt. Dieses Paket dürfte deshalb vermutlich einen etwas größeren Wert haben.

Beide Pakete sind geschlechtsneutral gehalten, sodass die Gewinner beide sowohl männlich als auch weiblich sein können. Hinweise für Allergien und Unverträglichkeiten:
Beide Pakete enthalten Schokolade und dementsprechen Milch (Laktose). Zudem können Nüsse enthalten sein. Beide Pakete beinhalten Fruchtgummi und dementsprechend Gelatine.

Wie kann ich teilnehmen?

Teilnehmen könnt ihr auf zwei Wegen:

  1. Abonniert den kostenlosen Newsletter [→Infos zum Newsletter]. (doppelte Gewinnchance)

    Am Gewinnspiel teilnehmen, Newsletter abonnieren

    *erforderlich

  2. Teilt diesen Beitrag bei Twitter, Facebook oder Google Chrome und postet den Link und eure Mailadresse in den Kommentaren. (einfache Gewinnchance)
→ Wer beide Wege wählt, landet sogar dreimal im Lostopf, aber: Wer ein Paket gewinnt, ist raus - das zweite gewinnt auf jeden Fall jemand anderes!

Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme am Gewinnspiel ist prinzipiell jedem gestattet, der meinen Blog liest. Minderjährige müssen ihre Eltern um Erlaubnis fragen. Die Gewinner werden per Mail benachrichtigt. Die Zustellung der Gewinne erfolgt auf dem Postweg, eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.

Teilnahmeschluss ist Dienstag, der 22. November 2016, 12:00 Uhr.


And the winner is... (Die Live-Updates findet ihr weiter unten)

Die Gewinner des
Deutschen Lesepreises 2015
Knapp jeder Fünfte in Deutschland hat große Schwierigkeiten beim Lesen - Jugendliche und Erwachsene. Doch das Lesen ist eine der wichtigsten Grundlagen unserer Gesellschaft - wenn man es denn kann. Zukunftsorientierte und nachhaltige Leseförderungsmaßnahmen für alle Altersgruppen sind deshalb so wichtig, um dieser Herausforderung zu begegnen. Viele dieser Maßnahmen sind ehrenamtlich. Die Stiftung Lesen und die Commerzbank-Stiftung verleihen deshalb seit 2013 den Deutschen Lesepreis
Veranstaltungsort der Preisverleihung
ist das Humboldt Carré in Berlin
Auch in diesem Jahr haben sich Einzelpersonen, Einrichtungen und Schulen, die sich in Deutschland für Leseförderung engagieren, beworben. Am 09. November wird der Preis in vier Kategorien in Berlin verliehen, um die Leseförderungmaßnahmen zu würdigen und zu unterstützen. Und ich bin live dabei. Weitere Infos zum Deutschen Lesepreis gibt es hier. Die Live-Updates findet ihr ab dem 09. November in diesem Beitrag und auf Twitter.

Live-Updates (Neuste zuerst)

20:32 Uhr - Maas und Kießling-Taşkin schließen die Runde

Kießling-Taşkin: "Wir haben heute Abend wieder eine Schatztruhe geöffnet, voll mit tollen Projekten." Mein Fazit: Es gibt viele erstklassige Projekte zur Leseförderung und so viel mehr Projekte, als die, die hier genannt werden konnten. Es gibt zweite Plätze, dritte Plätze und Projekte, die keinen Preis gewonnen haben, obwohl sie toll sind. Denn immerhin können 7,5 Millionen Menschen zwischen 18 und 64 nicht lesen. Sie sind Analphabeten - 7,5 Millionen - allein in Deutschland. Und um diese Zahl zu verringern, ist es wichtig, dass es Projekte zur Leseförderung bestehen - auch wenn sie dieses Jahr nicht ausgezeichnet wurden.

Moderatorin Ringer,
Dorte Huneke-Nollmann
aus der Redaktion "Neu in Deutschland"
und Birgit Mandel von der
Commerzbank-Stiftung (v.l.)
Ideen für Morgen - Migration und Integration

"Neu in Deutschland" heißt die Zeitschrift, die in der vierten Kategorie den Preis gewinnt. Birgit Mandel von der Commerzbank-Stiftung überreicht den Preis und stellt die Zeitung etwas genauer vor: "Wie können wir die positiven Seiten zeigen, die mit Migration verbunden sind?" Die Zeitung vermittelt Erfahrungen der seit Kurzem in Deutschland lebenden Menschen. Eine Kernaussage sei es, die Texte in Deutsch zu publizieren, um zu zeigen, dass die Migranten die Deutsche Sprache auch sprechen. Von arabischen Texten oder bilingualen Transkripten wird abgesehen.

20:01 - Wir kommen zum Sport zu den Ideen für Morgen - mit Gundula Gause

Die TV-Moderatorin, die Zielscheibe zahlreicher Gags bei Switch Reloaded ist, kündigt in einer Videobotschaft die letzte Kategorie an. Bianca-Amalia Prinzessin von Preußen betohnt in ihrer Laudatio immer wieder den Wert der Vielfalt.

Herausragendes kommunales Engagement

MENTOR - Die Leselernhelfer Hamburg e.V. gewinnen den ersten Platz dieser Kategorie. Mit dem Projekt "Starke Kinder können lesen!" fördern sie das Lesenlernen, nicht nur an Schulen. "'Ist das deine neue Leseoma?', wurde die kleine Schülerin gefragt, mit der ich letztens über den Schulhof ging", berichtet eine Vertreterin der Gruppe.

19:37 Uhr - Steffen Henssler wird als Botschafter für die Stiftung Lesen zugeschaltet

In einer Videoübertragung kündigt der Koch die nächste Kategorie an: Herausragendes kommunales Engagement - Leseförderungsmaßnahmen, die sich regional und kommunal durchgesetzt haben.

Herausragende Leseförderung an Schulen
Ringer, zwei Vertreter der
Kinderakademie Eberswalde
und Ulrich Betzold, Geschäftsführer
der Arnulf Betzold GmbH (v.l.)

Schulen tragen eine Menge Verantwortung, was das Lesen angeht. Doch wirklich Gelesen wird dort noch lange nicht. Einige Schulen haben "Vorlesestunden" und andere Projekte, die die Lesefertigkeit fördern sollen. Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes für Erziehung und Bildung , übernimmt die Laudatio. "Lesen wird zur Aufgabe jeden Lehrers an jeder Schule gemacht", sagt Beckmann. Erster wurde die Kinderakademie Eberswalde.

18:55 Uhr - Phillip Volksmund sorgt für Unterhaltung

Zwischenzeitlich singt Phillip Volksmund. Der deutsche Sänger gewann bereits den deutschen Rock- und Pop-Preis und nahm am Eurovision Songcontest teil.

18:48 Uhr - Cramer zu Tränen gerührt

Die Laudatorin spricht aus ihrer Erinnerung von einem Vorfall, wo ein kleines Mädchen einige Bücher kaufen wollte, ihr Vater ihr die Bücher aber noch vor der Kasse wegnahm und sie zurücklegte. Für die Autorin war dieses Verhalten unbegreiflich - das Berichten rührte sie zu Tränen. "Kinder brauchen Bücher, arme noch viel mehr", zitiert Cramer Annelie Löber-Stascheit von der Stiftung Selbstlos.
Moderatorin Christina Ringer,
Drittplatzierter Prof. Dr. Jürgen Belgrad,
Zweitplatzierte Annelie Löber-Stascheit,
Konstanze Keller und Lutz Roschker,
Vorstand der PWC-Stiftung (v.l.)

Herausragendes individuelles Engagement

In dieser Kategorie werden Einzelpersonen gekührt, die ein Projekt zur Leseförderung ins Leben gerufen haben. Die Laudatio zu dieser Kategorie übernahm die Autorin Bettina Cramer. Konstanze Keller holt sich mit ihrem Projekt "Leseweis" den ersten Platz.

18:35 Uhr - Nico Rosberg, Philipp Lahm, Steffen Henssler

Maas stellt die prominenten Botschafter der Stiftung Lesen vor - unter ihnen der Formel-1-Fa

hrer Nico Rosberg, Fußballer Philipp Lahm und der Koch Steffen Henssler.

18:22 Uhr - Achtung, Fettnäpfchen.

286 Bewerbungen - das sind mehr als je zuvor. Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, und Astrid Kießling-Taşkin von der Commerzbank-Stiftung sind stolz auf diese Zahl. Sie geben bekannt, dass heute Abend insgesamt 10 Preisträger in vier Kategorien ausgezeichnet werden.
Kießling-Taşkin spricht von "noch ein paar Lesepreisen, ehe sich die Stiftung Lesen dann auflösen kann". Maas reagiert nach einem leicht vorwurfsvollen Blick lächelnd: "Ich glaube nicht, dass das in den nächsten 10 Jahren passiert, danach ist mir das egal, da bin ich pensioniert."

18:15 Uhr - "Wir sollten es schaffen, jedem Kind die besten Chancen zu bieten."

Die Ministerin erläutert, dass die Deutschen in Sachen Lesen in den PISA-Studien seit 15 Jahren immer besser abschneiden. Dies erfolge jedoch nicht nur aufgrund der Arbeit an den Schulen, sondern sei letztendlich nur durch Initiatoren möglich, "die an diesem Abend den deutschen Lesepreis erhalten sollen". Wanka: "Wir sind ein gut entwickeltes Land, wir sollten es schaffen, jedem Kind die besten Chancen zu bieten."

18:05 Uhr - Warum Vorlesen so wichtig ist

Wanka erläutert, dass sich 91% der Kinder laut einer aktuellen Studie freuen, wenn ihnen vorgelesen wird. Gleichzeitig gibt sie an, dass nur ein Drittel der Eltern überhaupt vorliest. Die Wichtigkeit des Vorlesens betont Wanka durch das Vorstellen sogenannter Lesestartsets, die dieses Jahr erstmals an alle Grundschüler verteilt werden. Auch in Erstaufnahmestellen wurde spezielle Lesestartsets verteilt, um Geflüchteten das Erlernen der Deutschen Sprache zu erleichtern.
Das Vorlesen habe Auswirkungen auf die schulischen Leistungen und stärke den familiären Zusammenhalt, so Wanka. "Dort, wo die Anregung von zu Hause fehlt, müssen wir einspringen", begründet die Ministerin das Projekt.

18:03 Uhr - Ringer: "Was uns alle eint, ist der Zugang zu geschriebenen Texten." Zur Eröffnung der Veranstaltung wird die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Prof. Dr. Johanna Wanka, auf die Bühne gebeten.

18:00 Uhr - Christina Ringer eröffnet den Abend und stellt den Deutschen Lesepreis als Projekt und besondere Auszeichnung der Stiftung Lesen und der Commerzbank-Stiftung vor.

08. November - Die diesjährige Veranstaltung findet morgen im Berliner Humboldt Carré statt. Los geht es morgen um 18:00 Uhr mit der Begrüßung durch die Bildungsministerin Prof. Dr. Wanka.
Die Live-Updates erscheinen dann hier und bei Twitter.
Die Moderation übernimmt die ehemalige RTL- und n-tv-Moderatorin Christina Ringer. Ich fahre morgen früh nach Berlin und werde euch dann von dem Event berichten!




Schenken macht Freude - besonders mit dem Spezialitätenhaus!


Aachener Printen, Dominosteine, Lebkuchen, Sepkulatius - kein Wunder also, dass das Spezialitäten-Haus 1984 in Aachen gegründet wurde. Angefangen mit nur drei Produkten gibt es mittlerweile mehr als 300 Stück. Neben den oben genannten kommen Marzipa, Gebäckspezialitäten, Stollen, Baumkuchen, Torten, Kuchen, Belgische Pralinen und vieles mehr. Eine Produktpalette, die nicht nur zu Weihnachten und Ostern angeboten werden kann.
Eine individuelle Verpackung und die weltweite Lieferung gehören zum Service des Spezialitäten-Hauses. Dazu gehört auch der Geschenk-Service, der eure Bestellung als Geschenk verpackt und inklusive individueller oder vorgefertigter Grußkarte ausliefert.

spezi-haus.de
Im Onlineshop gibt es aktuell ein Schnupperpaket. Dort erhaltet ihr für 14,95€ mehr als einen Kilogramm der Weihnachts-köstlichkeiten des Spezialitäten-Hauses.


200g Mini-Marzipanstollen
200g Gebäckmischung
150g Printenmischung
124g Marzipan-Butter-Törtchen
100g Crispies
75g Hexenhaus Zartbitter
50g Elisen-Lebkuchen glasiert
50g Elisen-Lebkuchen in Schokolade
40g Mozartkugeln
35g Pralines
14g Toffeemischung
12g Napoleon Zitronen-Bonbons

spezi-haus.de
Noch dazu gibt es übrigens einen kostenlosen Kalender und einen Kugelschreiber! Und mit dem Gutscheincode 819 erhaltet ihr das ganze versandkostenfrei nach Hause geliefert! :)

Ihr könnt euch noch dazu auch eure ganz individuelle Grußkarte erstellen lassen, indem ihr dazu ein Foto einsenden. Und so funktioniert's:

Geschenkkarte auswählen und mit Grußtext in den Warenkorb legen. Bestellung wie gewohnt abschließen. Wunschbild unter Angabe der Adressdaten und der Internetbestellnummer per Mail an info@spezi-haus.de senden.

Schokolade gehört zu Weihnachten wie der Schnee zum Winter


Wem 1050 Gramm Leckereien nicht genügen - wie mir -, für den ist vielleicht die Truhe "Eistanz" genau das Richtige. Drin sind 2025 Gramm in gewohnt guter Spezialitäten-Haus-Qualität.

Eistanz

500g Lebkuchen Herzen, Sterne, Brezeln
200g Butter-Spekulatius
200g Lebkuchen-Stäbchen
200g Oblaten-Lebkuchen
150g Lebkuchenherzen Zartbitter
150g Lebkuchenherzen Vollmilch
125g Dominosteine
100g Honig-Printen
100g Nuss-Printen
100g Mandel-Printen
100g Elisen-Lebkuchen glasiert
100g Elisen-Lebkuchen in Schokolade

Geliefert wird in einer sehr schönen Truhe - Kostenpunkt: 30,95€.
Wenn ihr Euch für den Newsletter anmeldet, erhaltet ihr noch einen 5,- Euro Gutschein, sodass Ihr nur 25,95€ zahlt.


Mit zwei Kilo Weihnachtssüßigkeiten seid ihr für die Vorweihnachtszeit jedenfalls ideal abgesichert!
Die Eistanz-Truhe könnt ihr →hier bestellen. Eine sehr schöne Geschenkidee ist meiner Meinung nach aber auch der "Lebkuchen-Express", eine mit Lebkuchen gefüllte, fahrbare Spieluhr für nicht einmal 10,00 Euro.


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*~* AUFGEPASST *~*

Wem das immer noch nicht reicht, der sollte in zwei Wochen (14. November) unbedingt wieder hier vorbeischauen, denn dann gibt es ein Gewinnspiel auf meinem Blog, bei dem ihr eines von zwei Paketen gewinnen könnt - inkl. Adventskalender. So übersteht ihr die Vorweihnachtszeit ganz sicher!


Makaber, brutal und kriminell: Horror-Clowns machen nun auch Deutschland unsicher.


Clowns kennen wir aus dem Zirkus, vom Rummel, vielleicht vom Kindergeburtstag und ganz sicher von McDonald's. Nicht zu Unrecht kann man auch Angst vor ihnen haben, schließlich sind sie Teil viel zu vieler Horrorstreifen.
Anders als die Horrorfilme, die ihren Ursprung in Großbritannien finden, stammen die Grusel-Clowns aus den Vereinigten Staaten.

Wenn wir im Dunkeln nach Hause gehen, könnten wir den langen Weg nehmen, entlang der Straße, gut beleuchtet. Oder wir kürzen durch den dunklen Stadtpark ab, beschleunigen den Schritt, ziehen die Schultern hoch. Jetzt bloß nicht stehenbleiben. Und hoffentlich steht hinter dem nächsten Gebüsch kein Axtmörder. Es gehört eine Menge Mut dazu, durch den dunklen, stillen Park zu gehen. Unsere Schritte und unser Atem sind das Einzige, was wir hören können. Ein schleifendes Geräusch lässt uns aufschrecken und plötzlich spüren wir unser Herz ganz fest schlagen. In der Dunkelheit vor uns zeichnet sich langsam eine Gestalt ab, die sich uns nähert. Wir bleiben stehen. Je näher die Gestalt kommt, umso klarer wird sie - es ist ein Clown, der eine beinlange Axt hinter sich herschleift.
Eine Horror-Vorstellung? Leider nicht nur eine Vorstellung.

#ClownSighting und #ClownSpotting - die neuen Horror-Hastags

Genau das ist in verschiedenen Städten in den Vereinigten Staaten geschehen. Plötzlich stehen sie vor dir, in den Tiefgarage, in Parks, in Fahrstühlen - und jagen mindestens einen großen Schrecken ein. Seinen Ursprung soll das Phänomen in South Carolina haben, wo Kinder von Clowns mit Süßigkeiten in einen Wald gelockt werden sollten.
Seitdem haben sich die Clowns-Sichtungen vermehrt. In den Sozialen Netzwerken tauchen seitdem auch "Horror-Clowns" oder "Killerclowns" auf, die mit einem Account Drohungen gegen Schulen und Unis aussprechen.

Schon das Erschrecken kann strafbar sein!

Auch in Deutschland nehmen solche Sichtungen zu - es scheint sich ein schauriger Trend zu entwickeln. Dabei handelt es sich um ein skrupelloses Spiel mit einer der Urängste des Menschen. Obwohl Clowns einst in Zirkuszelten auftraten, um einige von uns zu belustigen, gibt es andere, die sich vor ihnen gruseln - etwa, weil sie fremd wirken, da man ihr Gesicht nicht erkennen kann. Und genau das machen sie sich jetzt zum Vorteil!


Mittlerweile geht dieses Phänoment jedoch über das Erschrecken hinaus. Clowns verprügeln Menschen, rauben sie aus. In Deutschland wurde der erste Übergriff durch einen Horror-Clown am 15. Oktober polizeilich erfasst. Seitdem gab es dutzende körperliche Angriffe durch Clowns - und auf Clowns, denn immer mehr Menschen setzen sich zur Wehr. Auch einen Toten forderte das Phänomen bereits: Ein US-Student, der in Kambodscha Einheimische als Clown erschrecken wollte, wurde anschließend von diesen gejagt. Auf seiner Flucht lief er in den Dschungel, trat auf eine Landmine und starb in Folge der Explosion.

Auch wenn man nicht gerade jemanden verprügelt oder ausraubt - verkleidet und getarnt als Clown, um sich der Strafverfolgung zu entziehen -: Das Erschrecken von Menschen kann strafrechtlich verfolgt werden, etwa wenn dieser sich dadurch verletzt oder sogar durch den Schreck einen Herzinfarkt erleidet und stirbt. Strafbar wäre dies als fahrlässige Körperverletzung (§229 StGB) oder sogar als fahrlässige Tötung (§222 StGB).

"Bedroht der Clown Passanten mit einer [...] Waffe, dann kommt eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr in Betracht", erklärt der Rechtsanwalt Christian Solmecke, "Springt ein Clown auf die Straße und verursacht dadurch einen Unfall, kann eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren folgen."

Keine Clowns zu Halloween, oder doch?

Viele Kostum-Verkäufer haben die Horror-Clown-Masken als Reaktion auf diesen Trend bereits aus dem Sortiment genommen und auch McDonald's hat sein Clowns-Maskottchen vorübergehend aus dem Verkehr gezogen.


Wie soll ich damit umgehen, wenn mir an Halloween ein Clown begegnet?

Das Landeskriminalamt rät dazu, achtsam zu sein. Nicht jeder Clown sei als Bedrohung anzusehen. Sollte der Clown jedoch bewaffnet sein und Personen angreifen oder belästigen, sollte man die Polizei anrufen. Die Polizei rät, Gefahrensituationen aus dem Weg zu gehen und sich nicht auf die Clowns einzulassen. Man solle der Konfrontation lieber aus dem Weg gehen und die Polizei verständigen, wenn man sich bedroht fühlt. Grundsätzlich gibt es zwar ein Notwehrrecht, dafür muss das eigene körperliche Wohl jedoch in Gefahr sein.

Mittlerweile gibt es deshalb nicht nur Übergriffe von Clowns auf Passanten, sondern auch andersherum. In den USA werden bereits Stimmen laut, die den Schusswaffeneinsatz auf Clowns fordern. Mittlerweile sind die Sichtungen von Clowns alles andere als ein Scherz: In den Staaten und auch in Schweden gab es bereits gefährliche Übergriffe von und auf Clowns.

Gut gemeinter Rat zum Schluss: Wer geplant hatte, an Halloween als Horror-Clown durch die Straßen zu ziehen, um Süßes oder Saures einzutreiben, sollte seine Kostümwahl nun lieber noch einmal überdenken.

Quellen: web.de, welt.de, spiegel.de, focus.de, berliner-kurier.de

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© Tim Reckmann /pixelio.de


Die Lust an der Angst - warum wir uns gern gruseln


GRUSELN - Das ist der spielerische Umgang mit der Angst, den wir selbst provozieren. Wir erleben (in abgeschwächter Form) etwas Schreckliches - zum Beispiel auf der Kinoleinwand. Dadurch üben wir den Umgang mit Angstsituationen. Dabei sind wir losgelöst von einer realen Bedrohung. Durch das Gruseln steigern wir die Fähigkeit, eine Angst zu überwinden. Gruseln ist das kontrollierte Gleichgewicht zwischen Angstvermeidung und gleichzeitiger Erregungssuche. - nach Spektrum, Akademischer Verlag Heidelberg

Es ist dunkel, menschenleer. Schaurige Kreaturen und Blut. Passend untermalt spannungssteigernde Musik unsere Schritte. Nach dem Abbiegen blicken wir plötzlich einer solchen Kreatur in ihr blutverschmiertes Gesicht. Doch warum erschrecken uns solche Szenarien auf der Kinoleinwand? Warum schauen wir uns so gern Horrorfilme an?

Warum gruseln wir uns gern?


Marc Tollas  / pixelio.de
Niemand, der Angst vor Spinnen hat, würde freiwillig eine Spinne über seinen Arm laufen lassen. Trotzdem gucken wir uns Filme an, in denen Spinnen Menschen fressen. Wir schauen zu wie unmenschliche Gestalten Familien abschlachten, Massenmörder in der Nacht ihr Unwesen treiben und eine Familie von Geistern heimgesucht wird. Warum gucken wir trotz Angst so gern Horrorfilme?

Psychologen nennen dieses Phänomen Angstlust. Sie entsteht, wenn wir wissen, dass das, was uns Angst macht, nicht real ist. Schauen wir den Film jedoch, kommt es uns zumindest für einen Moment sehr real vor - wir erschrecken uns, gruseln uns, empfinden Angst.
fritz zühlke  / pixelio.de
Der Psychologie-Professor Peter Walschburger von der Freien Universität in Berlin weiß: "Das Bewusstsein schwankt zwischen der Fixierung auf den angsterregenden Reiz und dem Bauchgefühl, dass mir nichts passieren wird."

Wir erschrecken uns also, zucken zusammen und merken dann: Mir passiert nichts, das war gar nicht so schlimm. Dass dies nicht gleichzeitig möglich ist, liegt daran, dass es unmöglich ist, gleichzeitig etwas positives und etwas negatives zu erleben.

Warum haben wir Angst?


Angst ist Teil des Lebenserhaltungstriebes, der uns von der Evolution in die Wiege gelegt wurde. Die Hormone Adrenalin und Noradrenalin, die Allgemein als Stresshormone bekannt sind, versetzen unseren Körper in Alarmbereitschaft, wenn eine Gefährdung vorliegt oder wahrgenommen wird.
Das war bereits bei unseren Vorfahren so: Waren diese auf der Jagd und sahen plötzlich einen Bären oder einen Sebelzahntiger, half die Angst, ihr Leben zu retten, indem sie die Flucht ergriffen.
Gibt es einen lauten Knall, erschrecken wir uns und zucken zusammen. Dadurch nehmen wir eine Schutzposition ein und schützen unseren Kopf und unseren Bauch und somit alle lebenswichtigen Organe. 

Angst braucht Vertrauen


Walschburger berichtet von einem Experiment, bei dem die Mutter eines Kleinkindes in gewohnter Umgebung, etwa zu Hause, eine Maske vor ihr Gesicht hält und dann wieder weglegt. Das kleine Kind gröhlt vor Begeisterung. Anschließend wird dasselbe Experiment an einem fremden Ort, etwa im Wartezimmer durchgeführt. Sobald die Mutter hinter der Maske verschwindet, fängt das Kind an zu schreien. 
Menschen müssten erst ein Urvertrauen aufbauen, um sich neuen Erfahrungen stellen zu können, so der Psychologe. Dieses Urvertrauen ist notwendig, damit wir uns gruseln können und unsere Angst uns nicht in die Knie zwingt.

Aus Angstlust wird Angstsucht - wie Angst krank macht


Wer mit dem Horror übertreibt, könne jedoch auch süchtig werden, berichtet Peter Walschburger weiter. Kampfspiele und Horrorfilme haben Suchtcharakter - gleichermaßen. Gerade Jugendliche seien gefährdet. "Die häufige Beschäftigung damit, lässt die Schwelle sinken, im Spiel vollzogene Kampfhandlungen auch in Echt zu tätigen", warnt der Berliner Psychologe. "Dann wollen sie sich austesten. Dabei graust es ihnen vor gar nichts. Auch nicht beim Bahn-Surfen."
Dauerhafte Konfrontationen mit der Angstlust, senken also die Schwelle. Andersherum ist dies jedoch genauso möglich - es entsteht eine Phobie. Wer dann nicht zum Arzt geht, für den nimmt Halloween kein Ende mehr.

Quellen: rp-online.de, n-tv.de, welt.de

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© Tim Reckmann / pixelio.de


Darf man 164 Menschen töten, um 70.000 Menschen zu retten?


Wagen wir ein Gedankenexperiment: Ihr seid Kampfpilot eines Eurofighter Kampfjets und erhaltet einen Notruf. Ein Passagierflugzeug des Typs Airbus A320, das im Auftrag der Lufthansa in Deutschem Luftraum von Berlin Tegel nach München unterwegs ist und 164 Menschen an Bord hat, wurde von Terroristen entführt und fliegt geradewegs auf München zu, wo die Allianz-Arena aufgrund eines Länderspiels mit 70.000 Zuschauern voll besetzt ist.

Der Terrorist, der sich nach einem Funkspruch zu einer Splittergruppe des Islamischen Staates zuordnen lässt, scheint genau dieses Ziel zu haben und befiehlt schließlich den Sinkflug. Auf Abdrängversuche und einen Warnschuss reagieren die Piloten der Passagiermaschine nicht - was tun?

Diese Frage begegnet uns in "Terror - Ihr Urteil"


Florian David Fitz spielt in diesem Film den Kampfpiloten Lars Koch und entscheidet sich für die Rettung von 70.000 Menschenleben. Gleichzeitig entscheidet er sich damit jedoch für den Tod von 164 unschuldigen Menschen.

Der Film wird am 17. Oktober im Ersten gezeigt. Vorab feiert der Film in 100 ausgewählten Kinos seine Premiere. Und ich hatte das Glück, den Film bereits jetzt gesehen zu haben.

Wer spielt mit?


©ARD
Der Angeklagte und Major Lars Koch wird von Florian David Fitz gespielt. Der deutsche Schauspieler und Drehbuchautor ist unter anderem aus der Serie Doctor's Diary und Filmen wie Männerherzen, Vincent will Meer und Der geilste Tag bekannt.

Seine Verteidigung übernimmt Lars Eidinger. Der Schauspieler hat mehrere Jahre den Hamlet im gleichnamigen Theaterstück gespielt. Er wurde mehrfach für den deutschen Fernsehpreis nominiert und hat in  Tatort und bei Polizeiruf 110 mitgespielt.

Vorsitzender Richter im Saal: Burghart Klaußner. Auch ihn kennen wir von Tatort und Polizeiruf 110. Auch in Die Luftbrücke - Nur der Himmel war frei und in Bridge of Spies - Der Unterhändler, der erst im letzten Jahr erschien, spielte er mit.

Auf der anderen Seite steht die Staatsanwältin Nelson, die von der deutschen Schauspielerin Martina Gedeck verkörpert wird. Mitgespielt hat diese erst kürzlich im Tagebuch der Anne Frank. Sie übernimmt die Anklage Kochs.

Warum wird Koch angeklagt?


Der mehrfach ausgezeichnete Schriftsteller Ferdinand von Schirach lädt zu diesem spannenden Gedankenexperiment ein. Ist es in Ordnung, 164 Menschen zu töten, wenn man dadurch 70.000 Menschen das Leben rettet? Heldentat oder Verbrechen?

Das Justizdrama behandelt ein erschreckend aktuelles Thema: Terroristen entführen eine vollbesetzte Maschine der Lufthansa - ihr Ziel: Die Allianz-Arena, in der gerade ein Spiel stattfindet. 70.000 Zuschauer. Der Kampfpilot Lars Koch steht vor einer schweren Entscheidung.

Er entscheidet sich gegen das Leben von 164 Menschen, schießt das Passagierflugzeug ab. Einen Befehl dazu gab es jedoch nicht, somit hat sich Koch über das geltende Recht hinweggesetzt.
Doch hat er sich als Soldat nicht dem Kampf gegen den Terrorismus verschrieben?

Du entscheidest: Held oder Mörder? Freispruch oder Verurteilung?


©ARD
Ein Drama - nichts Neues.

Ein geplanter, aber vereitelter Terroranschlag als Thema - nichts Neues.

Was jedoch neu ist: Den Ausgang des Filmes kennt noch keiner. Denn das Ende wird erst noch entschieden - vom Zuschauer.

Nach den Schlussplädoyers des Gerichts entscheiden die Zuschauer in einer multimedialen Abstimmung über "Held oder Mörder. Freispruch oder Verurteilung."

Je nach Entscheidung der Zuschauer endet der Film. Diese stehen vor der spannenden Frage: Moral oder Gerechtigkeit. Sind 70.000 Leben mehr wert als 164? Der Film führt anschaulich durch die geltende Rechtslage  und behandelt die unterschiedlichen Gedanken und Moralvorstellungen der Beteiligten. Action bietet der Film zwar nicht, trotzdem hat mich das Justizdrama mit Spannung an sich gefesselt. Der Film regt zum Nachdenken an - und ist es nicht genau das, was einen Film so sehenswert macht?

Nach dem Urteilsspruch: Hart aber Fair.


In einer "hart-aber-fair"-Sondersendung beurteilen Experten im Anschluss die Entscheidung des Publikums. Auch die ethischen und juristischen Grundlagen des Falls werden Thema in der Sendung von Frank Plasberg sein. Das Spannende an diesem Abend sei nicht nur die Entscheidung des Publikums über den Ausgang des Films, sagte Volker Herres, Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens. "Der Zuschauer entscheidet nicht nur über den Ausgang eines Films, sondern über das Schicksal eines Menschen: schuldig oder nicht schuldig." Er selbst sei sehr gespannt auf diese interaktive "TV-Form".

Terror - Ihr Urteil läuft am 14. Oktober in 100 ausgewählten Kinos und am 17. Oktober um 20:15 im Ersten, im ORF und im Schweizer Fernsehen.

Die Ergebnisse der Länder können direkt miteinander verglichen werden.
Miteinscheiden könnt ihr bei Twitter, Facebook oder auf der Website des Ersten. Entscheide auch du über schuldig oder unschuldig. Am 17. Oktober ab 20:15 Uhr im Ersten:


 Entscheide im Ersten Entscheide auf TwitterEntscheide auf Facebook




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Was feiern wir eigentlich am Tag der Deutschen Einheit?


Wenn ich euch sage, dass wir am Tag der Deutschen Einheit die deutsche Einheit feiern, erzähle ich euch nichts Neues. Dennoch kann ein wenig Geschichtsunterricht an dieser Stelle nicht schade, da viele vermutlich nicht selbst dabei gewesen sein werden oder wenn noch sehr klein waren.

Einen weiten Sprung zurück, in eine Zeit vor der unseren, müssen wir wagen, um die Wurzeln dieses Feiertags zu verstehen - denn bevor es eine Wiedervereinigung geben kann, die dann am Tag der deutschen Einheit gefeiert werden kann, muss es eine Teilung geben. 

Deutschland - Verlierer des Krieges


Deutschland musste sich im Zweiten Weltkrieg geschlagen geben - Frankreich, Großbritannien, die Vereinigten Staaten und Russland - damals noch Sowjetunion - gehen als Sieger hervor. Deutschland wurde in deren Obhut aufgeteilt und entsprechend besetzt. 
Doch die Ansichten Russlands vom Leben der Menschen unterschieden sich grundsätzlich von denen der anderen Besatzungsmächte.

1949 gründeten die USA, Frankreich und Großbritannien die Bundesrepublik auf ihren Gebieten. Wenig später entstand die DDR auf dem russischen Teil Deutschlands - Deutschland war endgültig geteilt.

Mitten in der DDR lag zudem Berlin - die geteilte Stadt. Stacheldraht und Mauer teilten Berlin - wie ein Eiserner Vorhang - und ganz Deutschland in Ost und West. Die Mauer trennte Familien, Freunde und eine ganze Nation.

Wer hat das Sagen in der DDR?


Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, kurz: SED, hatte im östlichen Teil Deutschlands das Sagen. Und die fanden richtig gut, was sie dort auf die Beine stellten; so gut, dass man fürchten musste, bestraft zu werden, wenn man anderer Meinung war. Die SED war die Partei, die das Land regierte. Sie bestimmte also, wie gelebt und gearbeitet wurde und was in den Schulen gelehrt wurde. 

Um die Leute zu finden, die anderer Meinung waren, musste das eigene Volk bespitzelt werden. Diese Aufgabe übernahm die Behörde für politische Straftaten: Das Ministerium für Staatssicherheit stellte hierfür eine Einheit ab - die STASI. Die Meinungsfreiheit, auf die heutzutage im Grundgesetz so viel Wert gelegt wird, gab es in dieser Form - zumindest real - nicht. Briefe wurden geöffnet, Telefonate abgehört, Bücher zensiert und verboten, Menschen beobachtet.
Kleiner Exkurs: In Ihrem Buch "Was bleibt" beschreibt Christa Wolf ihren Alltag zu Zeiten der STASI. Das Buch umfasst nur etwa 80 Seiten. Jeder, der sich dafür interessiert, sollte das Buch einmal lesen.


Montagsmimimi: So fing es an


Wenn das Wochenende vorbei ist, haben wir montags keine Lust, zur Arbeit zu gehen. Bei Twitter kann man dann wöchentlich die "Mimimi-Tweets" lesen, die gerade am Morgen besonders stark in der Timeline vertreten sind.

Auch in der DDR fing das Ende damit an, dass Menschen am Montag "Mimimi" machten. Während zunächst Hunderte noch über Ungarn und Österreich flohen, wurden es wenig später Tausende, die in den Westen wollten. Nach den Friedensgebeten, die montags immer in Leipzig in der Nikolaikirche stattfanden, zogen die Menschen friedlich durch die Straßen und riefen: "Wir sind das Volk!"

Diese Züge gingen als Montagsdemonstrationen in die Geschichte ein und sorgten bei der Regierung der DDR für Angst. Diese schaute jedoch nur zu, wie zunächst Hunderte, dann Tausende und schließlich Hunderttausende demonstrierten, bis es schließlich zu spät war, in die Demonstrationen einzugreifen.

Der Fall der Berliner Mauer


Am 09. November 1989 kam es zur entscheidenden Wendung: Ein Regierungssprecher der DDR erklärte, dass die Grenzen zwischen BDR und DDR nun offen seien. Die Bilder, von Menschen aus West und Ost, die gemeinsam auf der Mauer tanzten, gingen um die Welt. Mauer und Stacheldraht wurden aufgelöst.
Knapp ein Jahr später, am 03. Oktober 1990 wurde Deutschland wiedervereint - die DDR gab es fortan nicht mehr.



Quellen: br-online.de, focus.de


Hallo, Hamburg! Schön, dich zu sehen!


Für jeden, der einmal nach Hamburg kommt, um die Stadt zu sehen, gibt es hier ein paar Orte, die ihr euch auf jeden Fall einmal ansehen solltet. Eine 2013 durchgeführte Studie zeigt, dass Hamburg die attraktivste Stadt Deutschlands ist - ein Besuch lohnt sich also! Dieser Beitrag führt euch vom Hamburger Hafen, den Landungsbrücken, über die Reeperbahn, durch Planten un Blomen, die Mönckebergstraße entlang und durch die Speicherstadt bis zur Hafencity!

Hamburger Hafen


Petra Dirscherl  / pixelio.de
Mehr als 100 Millionen Tonnen werden hier jährlich verschifft - der Hamburger Hafen ist mit 900 Häfen in über 700 Ländern über diverse Schiffrouten verbunden. Damit ist der Hafen an der Unterelbe der drittgrößte Hafen Europas. 
Rund 10.000 Schiffe laufen den Hafen im Jahr an - darunter riesige Container- und Kreuzfahrtschiffe. Bemerkenswert ist das, weil der Zugang über die Nordsee zur Elbe gezeitenabhängig ist: Nur bei Hochwasser können große Schiffe in den Hafen einlaufen oder diesen verlassen.

Von den gigantischen Dimensionen des Hamburger Hafens kann man sich einen kleinen Überblick verschaffen - die Fähre Nr. 62 ist öffentlich zugänglich, legt beispielsweise an den Landungsbrücken ab und durchquert dann die Elbe in Richtung Mündung bis Finkenwerden. Die Fähre ist mit einem normalen HVV-Ticket nutzbar. 

Landungsbrücken und alter Elbtunnel


Die Landungsbrücken im Stadtteil St. Pauli sind ein Verkehrsknotenpunkt der Hansestadt - hier treffen sich S- und U-Bahnen, diverse Buslinien und die Busse der Stadtrundfahrten, die Linien-Fähren und die Schiffe der Hafenrundfahrten. 
URSfoto  / pixelio.de
Die rund 700 Meter lange, schwimmende Anlegestelle entstand ab 1839. Auf den schwimmenden Pontons konnte man nicht nur problemlos die Kohle lagern, die für das Anfeuern der Dampfschiffe benötigt wurde, das Feuer in deren Kesseln als mögliche Gefahrenquelle war gleichzeitig noch weit genug vom Hafen entfernt. Ein weiterer Vorteil der schwimmenden Anleger: Sie sind bei Hochwasser und bei Ebbe gleichermaßen nutzbar.

Am westlichen Ende des Anlegers befindet sich der Eingang zum Alten Elbtunnel. Hier sind früher die Autos hineingefahren und mit dem Fahrstuhl nach unten gefahren, um die Elbe zu überqueren unterqueren. Heutzutage können Autos von 8 - 13 Uhr aus der Stadt hinaus, von 13-18 Uhr in die Stadt hinein durch den Alten Elbtunnel fahren. Für Fußgänger und Radfahrer ist der Alte Elbtunnel rund um die Uhr geöffnet. Diese nutzen den 426 Meter langen Tunnel kostenfrei, während Autos eine Gebühr von 2 Euro zahlen. Der 1911 erbaute Tunnel steht unter Denkmalschutz und kann natürlich nicht mit modernen Tunneln mithalten, ist aber dennoch einen Spaziergang wert. Wer kann schon von sich behaupten, unter dem drittlängsten Fluss Deutschlands hindurch gegangen zu sein?

Fischmarkt und Reeperbahn


Der Hamburger Fischmarkt ist wohl genau das, was man sich darunter vorstellt: Marktschreier an jeder Ecke, Angebote, Angebote und noch mehr Angebote - Obst, Gemüse, Pflanzen und natürlich Fisch. Während sich die Marktschreier lauthals unterbieten, heißt es hier und da: Köpfe einziehen, denn oftmals werden Dinge verschenkt - indem sie in die Menge geworfen werden.
Der Hamburger Fischmarkt ist bei Touristen und Einheimischen sehr beliebt und öffnet von März bis November zwischen 5:00 und 9:30 seine Türen, im Winter ist nur von 7 bis 9:30 geöffnet.
In der anschließenden Fischauktionshalle gibt es bereits am frühen Morgen Live-Musik. Hier verirren sich auch die Kiez-Gänger von der Reeperbahn am frühen Morgen hin. 

RainerSturm  / pixelio.de
Der Hamburger Kiez ist weltberühmt. Die Reeperbahn ist wohl Hamburgs berühmteste Straße, die David-Wache und die Große Freiheit sind regelmäßig im Fernsehen zu sehen. Auf den rund 350 Metern der großen Freiheit wird es am Wochenende abends voll - hier tummeln sich Partygänger, Touristen und viele mehr - denn hier gibt es alles mögliche zu sehen. Wer glaubt, der Kiez bestünde nur aus Rotlichthäusern, der irrt. 

Kneipen, Clubs und vieles mehr grenzen unmittelbar an die Laufhäuser und Schmuddel-Läden. 
Die Herbertstraße ist wohl ebenfalls bekannt. Zwar ist sie juristisch gesehen ein öffentlicher Weg und darf von jedem genutzt werden, zur "Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung" hängen an den Sichtschutzwänden an beiden Enden der Straße jedoch Schilder, die Frauen und Minderjährigen den Zutritt zu dieser Straße verbieten. Zu Zeiten des Nationalsozialismus war die Herbertstraße die einzige Straße in Hamburg, in der Prostitution geduldet wurde.

Am östlichen Ende der Reeperbahn stehen die Tanzenden Türme. Diese stehen zwar im Kontrast zur restlichen Reeperbahn und werden deshalb oft kritisiert, architektonisch gesehen sind aber auch die Tanzenden Türme zumindest ein Foto wert. Die geknickten Türme, die an zwei Tango tanzende Menschen erinnern sollen, beherbergen Büroflächen, eine Radio-Station, einen Musikclub und Gastronomie. Die Skybar auf dem Dach der Tanzenden Türme bietet zwar einen gigantischen Ausblick über die Stadt, verlangt aber auch gigantische Preise.

Planten un Blomen


Von den Tanzenden Türmen ist es nur noch ein Katzensprung zum Heiligengeistfeld, auf dem dreimal im Jahr der Hamburger Dom veranstaltet wird. Der Hamburger Dom gilt als größtes Volksfest des Nordens. Unweit davon liegt der Eingang zu Planten un Blomen.
Erwin Lorenzen  / pixelio.de
Der Park, der zum Teil auf der ehemaligen Wallanlage Hamburgs liegt, ist das grüne Herz der Freien und Hansestadt Hamburg. 

Die 47 Hektar große Parkanlage (das sind mehr als 40 große Fußballfelder) bietet Natur pur, ein Schaugewächshaus, einen Rosengarten, eine kleine Bühne, einen japanischen Garten und einen kleinen See, auf dem Abends Wasserlichtspiele zu verschiedener Musik präsentiert werden. 

Auf der anderen Seite grenzt der Park direkt an die Messe- und Kongresshalle. Dort steht auch das Radisson Blu-Hotel, das bis 2013 das höchste Gebäude der Stadt war. Es liegt direkt am Bahnhof Hamburg Dammtor, wo Regional- und Fernzüge, sowie S-Bahnen fahren. 

Rathaus und Binnenalster


Erwin Lorenzen / pixelio.de
Etwa 10 Minuten Fußweg trennen uns jetzt noch von der Binnenalster und dem Rathaus. Von der Lombardsbrücke genießt man einen wunderbaren Ausblick über die Binnenalster bis hin zum Rathaus. Dieses ist nicht nur Senatssitz, sondern auch eines der zahlreichen Wahrzeichen Hamburgs. 
Das Rathaus ist sowohl von innen als auch von außen sehenswert. Um den vollen Prunk genießen zu können, kann man an einer Führung durch das Rathaus teilnehmen. Diese finden täglich statt.

Im Innenhof des Rathauses steht der Hygieia-Brunnen, der an die letzte große Cholera-Epidemie in Deutschland erinnern soll. An der Krankheit, die über das Trinkwasser übertragen wurde, erkrankten damals 17.000 Menschen, die Hälfte davon starb. Die Epidemie war Auslöser der Modernisierung Hamburgs, das bis ins späte 19. Jahrhundert noch von Gängevierteln geprägt war. 

Vom Rathaus erreicht man die Europa-Passage und die Mönckebergstraße zu Fuß und auch der Hauptbahnhof ist nur einen kleinen Schaufensterbummel entfernt.

Speicherstadt


Einen weiteren 10-Minuten-Marsch entfernt liegt die Speicherstadt. Sie wurde auf tausenden Eichenpfählen errichtet und ist weltweit die größte Ansammlung von Lagerhäusern. Die neugothischen, roten Backsteingebäude stehen im Gegensatz zu den weißen Fassaden an der Binnenalster.
Auf rund 26 Hektar wurde die Speicherstadt zwischen 1883 und 1930 gebaut. Und auch wenn die Speicherstadt seit 2008 verwaltungstechnisch zum Neubaugebiet der Hamburger Hafencity gehört, wurde sie 2015 zum 40. UNESCO-Weltkulturerbe Deutschlands ernannt. In die Speicherstadt locken zum Beispiel das Zollmuseum, das Miniatur-Wunderland und der Hamburg Dungeon, der die Geschichte Hamburgs auf eine ganz besondere Art vermittelt.

Marcel Klinger  / pixelio.de
Als Hamburg 1871 dem Deutschen Kaiserreich beitrat, wurde der zollfreie Handel bis 1888 nach und nach auf den Freihafen begrenzt. Um diese Fläche möglichst gut auszuschöpfen, mussten möglichst schnell Lagerkapazitäten in Nähe des Freihafens entstehen. Dafür mussten rund 24.000 Menschen ihre Häuser aufgeben und mehr als 1.000 Häuser abgerissen werden, 

Vollständig abgeschlossen war der Bau der Speicherstadt erst 1927. Durch die im zweiten Weltkrieg durchgeführte Operation Gomorrha wurde der westliche Teil der Speicherstadt zerstört, der Wiederbau dauerte bis 1967. Im Jahr 2013 nahm eine Ära in Hamburg ihr Ende: Der zollfreie Handel wurde aufgelöst, der Freihafen, der bis dato rund ein Fünftel des Hamburger Hafens ausmachte und mit echten Grenzen und Zollkontrollen geschützt wurde. Der Freihafen diente hauptsächlich der zollfreien Zwischenlagerung von Waren. Die Auflösung des Freihafens war jedoch Startschuss für die HafenCity.

HafenCity


TiM Caspary  / pixelio.de
Die HafenCity ist quasi das Baby der Hansestadt. Unmittelbar an die neugothischen Backsteinhäuser der Speicherstadt grenzt der moderne Stadtteil, dessen Gebäude hauptsächlich auf Glas- und Stahlkonstruktionen zurückgreifen. Der Kontrast zwischen alter und moderner Architektur ist hier besonders stark zu beobachten. Der insgesamt 157 Hektar große Stadtteil an der Elbe soll bis ins Jahr 2025 fertiggestellt werden und dann über 6.000 Wohnungen und bis zu 45.000 Arbeitsplätze bieten. 

Das neue Konzerthaus, die Hamburger Elbphilharmonie, soll 2017 offiziell eröffnet werden und hat in der Vergangenheit schon vermehrt zu Sorgen geführt. 2014 wurde die HafenCity Universität eröffnet und auch eine U-Bahn-Linie (U4) führt bereits in den neuen Stadtteil. Neben der Greenpeace-Zentrale gehört auch das Haus des SPIEGELs, sowie das Unilever-Haus zur Hamburger HafenCity. 

Die HafenCity soll die Hamburger Innenstadt erweitern und erhält deshalb - wie so ziemlich jeder Stadtteil Hamburgs eine eigene "City". Noch wirkt die Einkaufsstraße in der HafenCity zwar etwas tot, doch mit dem Bau eines neuen Einkaufscenters soll sich das bald ändern. Das CruiseCenter HafenCity soll die Kreuzfahrtschiffe in die HafenCity holen. Die Promenaden der HafenCity sind ähnlich wie an den Landungsbrücken schwimmend gebaut und können sich gemäß der Hochwasserlage anpassen. Man darf gespannt sein, wie die HafenCity aussehen wird, wenn sie 2025 fertig sein soll. Entlang der Elbe geht's nun übrigens zurück zu den Landungsbrücken - mit einem einzigartigen Blick über den Hamburger Hafen, der abends mit tausenden Lichtern erfüllt wird.

Quellen: hamburg.de blablacar.de/blablalife, statista.de, weltenbummlermag.de, howtohamburg.com

Wart ihr schon einmal in Hamburg? Was wollt ihr euch unbedingt einmal ansehen?

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