Interview mit Autorin Jennifer Jäger

Viele Hobbyautoren träumen davon, irgendwann ein eigenes Buch zu veröffentlichen. Einige schaffen es, andere geben auf, denn das Schreiben ist eine Kunst. Man braucht nicht nur Ideen sondern auch Durchhaltevermögen.
Ich habe das Glück, dass ich eine Autorin in meiner Freundesliste habe. Da ich selber auf dem Weg nach oben bin, habe ich sie um ein Interview gebeten und sie war einverstanden!
Jennifer Jäger ist 20 Jahre alt und wohnt und studiert in München. Sie ist Fantasy-Autorin, Journalistin und Kolumnistin. Auch sie fing klein an, entwickelte sich jedoch weiter und lässt ihre Werke nun verlegen.


Ich: Jenny, wann und wie hast du angefangen, Geschichten zu schreiben? Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Jennifer Jäger: 
Das kann ich gar nicht mehr so genau sagen. Eigentlich schreibe ich schon Geschichten, seitdem ich schreiben kann. Zu einer großen Leidenschaft wurde es dank Harry Potter und Tintenherz. Harry Potter zeigte mir, dass Bücher die ganze Welt und Leben verändern können.

Ich: Jeder, der mit Harry Potter aufgewachsen ist, versteht was du meinst - mich inbegriffen. 
Erinnerst du dich noch an den Titel deiner allerersten Geschichte?
Jennifer Jäger: 
Der erste Titel, an den ich mich erinnere, lautet: „Rache ist süß ... und der Mörder ist sauer!" Damals war ich furchtbar stolz auf diese Idee.

Ich: 
Welche Rezensionen hast du für deine erste Geschichte erhalten?
Jennifer Jäger: 
Das kann ich gar nicht mehr so genau sagen. Die erste Rezension war wohl etwas in der Richtung: „Da hast du dir aber etwas schönes ausgedacht“ - und kam von meiner Mama.

Ich: 
Deine erste Geschichte ist ja schon eine Weile her. Seitdem bist zu einer richtigen Autorin herangewachsen. Welche Gründe gab es für dich, das Schreiben nicht länger nur als Hobby zu haben?
Jennifer Jäger: 
Eigentlich ist das Schreiben noch immer mein Hobby. Ich verdiene damit zwar Geld, aber ich kann noch nicht davon leben. Es ist eher so, dass ich mich selbstdiszipliniere, um meine Leser nicht zu enttäuschen. Gerade bei Folgebänden ist das eine echte Herausforderung. Jeder, der schreibt, weiß wovon ich rede.

Ich: Das stimmt. Gerade wenn einem die Zeit fehlt, um weiterzuschreiben, kommen irgendwann enorme Wissenslücken auf und man muss sich in seine eigene Geschichte neu einlesen. Wie schwer das bei Folgebänden sein muss, kann man sich denken. Dennoch hast du schon mehrere Bücher geschrieben. Gibt es Romane, die 
dich dazu inspiriert haben, oder woher nimmst du die Ideen für deine eigenen Romane?
Jennifer Jäger: 
Woher ich die Ideen nehme, kann ich gar nicht so genau sagen. Manchmal habe ich Szenen im Kopf, die unbedingt aufgeschrieben werden wollen. Aus diesen Szenen entwickelt sich manchmal ein Buch - und manchmal nicht.

Ich: Bei dir hat es geklappt und du hast mehrere Werke veröffentlicht! 
Welches deiner eigenen Werke siehst du als revolutionär in deinem Leben als Autorin an? Also welches Werk hat dich so richtig durchstarten lassen?
Jennifer Jäger: 
So richtig durchstarten lassen hat mich wohl Saphirtränen, mein bisher erfolgreichstes Werk.

Ich: Spätestens jetzt wird deutlich, dass du deine Werke verlegen lässt. Wie bist du zu deinem Verlag gekommen?
Jennifer Jäger: 
Ja, mein neuster Roman erschien beim Carlsen Imprint „Impress“. Der Verlag schrieb mich aufgrund einer Empfehlung an. Die Empfehlung bekam ich wohl wegen meines bisherigen Erfolges mit „Saphirtränen“.

Ich: Und deine Bücher findet man nur im Internet oder auch in Buchhandlungen?
Jennifer Jäger: 
Da ich vorwiegend eBooks veröffentliche, sind meine Bücher fast ausschließlich im Internet zu finden. Saphirtränen gibt es als gedruckte Version bei Amazon.

Ich: Daran verdienst du dann sicher auch Geld. Könntest du dir vorstellen, deinen Lebensunterhalt allein durch das Schreiben zu finanzieren?
Jennifer Jäger: 
Ja, ich verdiene Geld - Aber bei weitem nicht genug, um davon zu leben. Selbst, wenn ich es könnte, würde ich mich nicht darauf verlassen. Ich bin noch viel zu jung und außerdem würde ich gerne einen „richtigen“ Job machen. Wenn ich vom Schreiben leben müsste, würde ich befürchten, dass der
Spaß irgendwann verloren geht.

Ich: Ich denke, auch das kann man durchaus nachvollziehen. Es gibt aber auch Autoren, die richtig viel Geld durch ihre Werke verdienen. Hast du Autoren oder eine Autorinnen, die eine Vorbildfunktion für 
dich einnehmen?
Jennifer Jäger: 
Frank Schätzing, Cornelia Funke und J.K. Rowling sind für mich absolute Vorbilder. Jeder von ihnen hat Bücher geschaffen, die Menschenleben bewegt haben. Emily Bold und Marah Woolf sind tolle Indie-Autoren, die es ohne Verlag an die Spitze geschafft haben - Dafür bewundere ich sie sehr.

Ich: Nun aber zu den Leuten, die dich bewundern - deine Leser. 
Wie wichtig ist dir der Kontakt zu deinen Lesern? Bekommst du oft „Fanpost“ bzw. Rückmeldungen zu deinen Werken?
Jennifer Jäger: 
Kontakt zu meinen Lesern ist mir sehr wichtig. Ich lege viel Wert auf ihre Meinung und ihr Feedback. Wenn ich eine Mail oder eine Nachricht erhalte von einem begeisterten Leser erhalte, ist mein schlimmster Tag plötzlich wunderschön.

Ich: 
Was wünschst du dir bezüglich deiner Karriere als Autorin? Verfolgst du ein bestimmtes Ziel?
Jennifer Jäger: 
Ja, ich verfolge ein bestimmtes Ziel: Ich möchte die Menschen zum Nachdenken anregen. Wenn mein Buch nur ein Menschenleben verändert hat, bin ich glücklich.

Ich: 
Kannst du angehenden Autoren Tipps und Tricks geben, um möglichst viele Leute mit ihren Geschichten anzusprechen?
Jennifer Jäger: 
Meiner Ansicht nach geht es nicht darum, möglichst viele Leute anzusprechen. Man sollte sich immer treu bleiben, dann kommt der Rest von selbst. Prinzipiell gibt es keine schlechten Bücher (von Grammatik bzw. Rechtschreibfehlern mal abgesehen) - Es gibt nur die falsche Zielgruppe.

Vielen Dank an dieser Stelle an Jenny, dass sie sich die Zeit genommen hat, mir diese Fragen zu beantworten! Ihr findet sie auf Facebook. Auf ihrem Blog findet ihr nicht nur ihre Bücher sondern auch ihre Kolumnen und weitere Informationen zur Autorin.



Dies ist das Cover ihres neusten Buches. 

Ich werde in Zukunft häufiger mit anderen Bloggern kooperieren. Deshalb habe ich der Seite "Kolumnen" der Namen "Kooperation" hinzugefügt. Dieses Interview wurde dort archiviert.

Kevin

1 Kommentar:

  1. Hi Kev, vielen Dank für das Jennifer Jäger Interview. Auch ich habe schon über sie berichten können- ich finde Ihre Texte großartig. Liebe Grüße aus Bochum - achja Dein Bloggerherz-Artikel wird bald freigeschaltet ;-) Chris vom Freizeitcafe

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