Blogparade - Die Freuden des Weihnachtsfestes

Bei einem Spaziergang am gestrigen Abend kam mir plötzlich ein Gedanke und aus diesem Gedanken rufe ich meine erste eigene Blogparade ins Leben. Damit möglichst viele Blogger teilnehmen können, müsst ihr natürlich wissen, worum es gehen soll.

Der folgende Artikelabschnitt richtet sich an Blogger, die an der Blogparade teilnehmen wollen. HIER gelangt ihr direkt zu meinem Artikel zum Thema.

Worum geht es in dieser Blogparade?
Mir ist beim Spaziergang klar geworden, wie trist die Welt im Dunkeln aussieht. Viele von euch werden sich jetzt denken: Es ist Winter, es war abends, es ist dunkel... natürlich sieht die Welt dann trist aus.
Aber ich spreche nicht von der nächtlichen Dunkelheit und der winterlichen Kälte, ich spreche von der Vorweihnachtszeit. Seit über einem Monat gibt es Lebkuchen, Spekulatius und andere Weihnachtssüßigkeiten in den Supermärkten. Mit großen Schritten gehen wir auf das Fest der Liebe zu. Aber welche Bedeutung hat Weihnachten heute noch? Ist es wirklich noch das Fest der Liebe oder hat Weihnachten an Bedeutung verloren, sodass es nur noch um die Geschenke und das Essen geht?
Ich habe in den letzten Jahren zunehmend beobachtet, dass man, wenn man so durch die Straßen zieht, nur selten das Gefühl bekommt, dass sich Weihnachten nähert. Schnee ist eines der schönen Dinge zum Fest, viele freuen sich über weiße Weihnachten, während sich andere über die weiße Plage ärgern. Aber um auf den Punkt zu kommen: Ich sehe immer seltener Weihnachtsdekorationen außerhalb der Häuser. Es stehen keine leuchtenden Dekorationen am Fenster, kaum noch Lichterketten an den Bäumen im Garten...
Vielleicht handelt es sich um ein Phänomen, das nur mir in meiner Heimatstadt auffällt, vielleicht hängt es mit den steigenden Strompreisen zusammen oder vielleicht irre ich mich und verliere mit dem Erwachsenwerden das Auge für solche Dinge, sodass ich das ganze nicht mehr wahrnehme. Um diese Blogparade zu gestalten, möchte ich euch folgende Fragen mit auf den Weg geben:

1. Wie feiert ihr heutzutage das Weihnachtsfest und was ist euch besonders wichtig daran?
2. Habt ihr derartige Veränderungen auch in eurem Umfeld bemerkt? Habt ihr Weihnachten in eurer Kindheit anders gefeiert?
3. Wie begründet ihr derartige Veränderungen?
4. Glaubt ihr, dass Weihnachten an Bedeutung verloren hat?

Es handelt sich hierbei nur um Leitfragen, die euch helfen sollen, euren Beitrag zu schreiben. Ich würde mich über viele Teilnehmer freuen.

Weitere Bedingungen zur Teilnahme:

- Teilnahmeschluss ist der 19. November 2013
- Verlinke in deinem Beitrag bitte auf den Ursprungsartikel
- Poste den Link zu deinem Beitrag unter dem Ursprungsartikel

→ Zum Schluss werden alle teilnehmenden Beiträge ausgewertet und in einem abschließenden Artikel zusammengefasst. Natürlich wird durch Links auf die teilnehmenden Artikel hingewiesen.


Viel Spaß!


Die Freuden des Weihnachtsfestes

Als ich kleiner war, habe ich die Vorweihnachtszeit geliebt. Jeden Tag ein Türchen im Adventskalender öffnen, die Fenster waren bunt beleuchtet und wenn es dann noch geschneit hat, war der Winter perfekt.
Meine Mutter hat mich und meine Schwester oftmals mit dem Schlitten zum Kindergarten gezogen, vorbei an den beleuchteten Fenster der Häuser, den gebauten Schneemännern im Vorgarten und den Frühaufstehern, die ihre Einfahrt vom Schnee befreiten. Heiligabend wurden wir auf unsere Zimmer geschickt, sollten spielen, weil sonst der Weihnachtsmann nicht kommen würde. Manchmal durften wir auch im Wohnzimmer bleiben, bis der Weihnachtsmann kam. Als kleines Kind war ich fasziniert davon, dass der Weihnachtsmann uns besuchen kam, da es ja so viele Kinder gab, die er noch beschenken musste. Ich habe es nie selbst gesehen, aber das Funkeln in unseren Augen muss unbeschreiblich gewesen sein. Das strahlende Lächeln beim Auspacken unserer Geschenke und dem Ausprobieren der soeben erhaltenen Carrera-Rennbahn.
Als ich älter wurde, wohnte ich in einer Straße, in der ein Haus von außen schöner geschmückt war als alle anderen Häuser der Straße zusammen. Rentiere, Schlitten, sogar ein Weihnachtsmann leuchtete vor dem Haus. Jedes Mal wenn ich von der Schule kam, schaute ich mir alles ganz genau an und wenn ich abends nach Hause ging, bewunderte ich die vielen bunten Lichter.
Eines Jahres wartete ich vergeblich darauf, dass die Weihnachtsdekoration vor diesem Haus wieder aufgebaut wurde. Jeden Tag auf dem Schulweg erhoffte ich mir, die Bewohner im Vorgarten die Lichterketten aufhängen oder die anderen Dekorationen aufstellen zu sehen - vergeblich. Das Haus blieb unbeleuchtet, den ganzen Winter lang. Ich weiß nicht, ob die Bewohner ausgezogen sind oder der Strom zu teuer wurde, ich tippe auf letzteres.
Dann zog ich - auch wenn es nur kurz war - in eine andere Stadt. Dort wurden von der Stadt beleuchtete Sternschnuppen aus Tannengrün an die Straßenlaternen angebracht. Ich fand diese Idee toll, da sie etwas mehr das Weihnachtsgefühl verbreitete. Doch ich wohnte wie gesagt nicht lange dort und zog bald nach in meine Heimatstadt zurück.
Wenn ich mich an die letzten Winter erinnere, habe ich nur wenig Weihnachtsdekoration gesehen und zu Weihnachten lag meistens nur Schneematsch auf der Straße. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Weihnachten nach und nach an Wert verliert. Geht es uns heutzutage wirklich noch um das Beisammensein? Geht es uns um die Freude am Miteinander, um das Gefühl der Geborgenheit und der Liebe? Feiern wir Weihnachten als die Geburt Christi oder als Fest der Liebe? Oder verschwimmen die Grenzen?
Weihnachten ist bei mir ein Familienfest. Heiligabend gehe ich mit meiner Familie in die Kirche. Anschließend wird gemeinsam zu Weihnachtsmusik gegessen, bevor die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum ausgepackt werden. Wo früher die Geschenke gespannt aufgerissen wurden, wir heute gewürfelt. Nur wer eine "Sechs" würfelt, darf ein Geschenk auspacken. Am ersten Weihnachtstag essen wir innerhalb der Familie und am zweiten Weihnachtstag gehen wir mit der Familie in ein Restaurant. Die Feiertage werden also komplett innerhalb der Familie verbracht. Das Zusammensitzen in der Familie zu Weihnachten ist mir besonders wichtig. Es geht nicht nur um das Beschenken und das leckere Essen, das aber ohne Zweifel zum Weihnachtsfest dazu gehört, es geht um das Gefühl.
Wenn ich mich an meine Grundschulzeit zurückerinnere, fällt mir ein Projekt ein, an dem wir damals teilgenommen haben. Bei Weihnachten im Schuhkarton dekoriert man einen Schuhkarton zum beispiel mit Tannengrün und Tannenzapfen, kleinen Dekogeschenken oder einer kleinen Krippe - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Zusätzlich kann man auch ein kleines Geschenk in den Karton tun. Diese Kartons können an Sammelstellen abgegeben werden und werden dann an Kinder weitergereicht, denen es nicht möglich ist, ein schönes Weihnachten zu genießen. Mehr zu dieser tollen Aktion erfahrt ihr → hier ←.
Heutzutage empfinde ich die Vorweihnachtszeit anders. Sie wird zunehmend zu einer stressigen Zeit der Hektik und weil Weihnachten jedes Jahr so überraschend kommt, werden viele Geschenke erst im letzten Moment gekauft. Weihnachtsdekoration außerhalb der Häuser wird offensichtlich als überflüssig angesehen. Ich denke, dass sich mit dem Erwachsenwerden die Ansichten ändern. Weihnachten wird oftmal kommertiell. Es geht nicht mehr um die Freude, die Emotionen. Es geht ums Beschenken und ums Essen. Hektik und Stress stehen im Mittelpunkt, wo Liebe und Nähe stehen sollten. Hinzu kommen die steigenden Stromkosten, die Weihnachtsdekorationen zu einem teuren Spaß werden lassen.
Weihnachten ist nur einmal im Jahr, vielleicht geht es nur noch ums Beschenken, aber warum sollte dieses Beschenken nicht auch hübsch verpackt werden? Mit Lichterketten in den Vorgärten oder an den Fenstern? Ich bin mir sicher, dass ich nicht das einzige Kind gewesen bin, das die Welt mit diesem Strahlen gesehen hat. Ich bin mich sicher, dass die Vorweihnachtszeit bei viel mehr Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern würde, wenn durch Dekoration die richtige Stimmung  gebracht wird. Vielleicht sollten sich die Menschen bemühen, die Welt - nur einmal im Jahr - aus den Augen eines Kindes zu sehen.

Kommentare:

  1. Ich finde den Text echt schön geschrieben und ja, du hast Recht - Weihnachten verliert stark an Wert! ... Das hat aber glaube ich auch viel mit der Entwicklung der Gesellschaft zu tun. Ich kann mich noch zu gut daran erinnern, als ich klein war - da war alles tatsächlich noch so romantisch, das Beisammensein in der Familie wurde wirklich genossen und es war die schönste Zeit im Jahr, ich freute mich immer aufs Keksebacken mit meiner Mutter und darauf, die Weihnachtsdeko aus dem Keller zu holen und aufzustellen, der Adventskalender war damals noch etwas ganz besonderes :)
    Heute bekommt Weihnachten immer mehr einen kommerziellen Wert, gerade für die Geschäfte und auch die Kinder wollen größere Geschenke haben, während es bei uns damals Dinge wie Lego, eine Carrerabahn oder sonst welche kleinen Spielzeuge gab, werden heute Smartphones, Tablets und solche Dinge an kleine Kinder verschenkt… für uns ist das sehr abstrakt weil es einfach das ganze schöne romantische Bild an Weihnachten zerstört. Ich selbst wünsche mir schon lange, endlich mal wieder ein schönes Weihnachten zu erleben, in meiner Familie gibt es jedoch immer Stress mit meinem Bruder und das endet in einer zerknirschten Stimmung….Anstatt Hunger auf das ganze Essen in der Zeit zu haben, bekomm ich in den Tagen nie etwas runter und nehm an den Weihnachtstagen meist ziemlich ab.. naja es tut irgendwie weh, das jedes Jahr miterleben zu müssen, aber irgendwie möchte ich meine Familie in dem Zeitraum auch nicht alleine lassen, dafür sind sie mir zu wichtig... Generell ist auch einfach extrem viel Stress in der Vorweihnachtszeit, egal ob von der Schule früher oder durch die Eltern… Ich glaube, man hat das als kleines Kind nicht so sehr wahrgenommen. Ich meine, auf der anderen Seite muss man ja auch bedenken, dass man die Vergangenheit immer schöner im Kopf hat, als sie tatsächlich war. Ich denke, in unserem Alter macht man sich die größten Gedanken darüber, weil man noch jung ist, aber nun den richtigen Wert versteht von Weihnachten, man sieht aber auch auf einmal, dass eben doch alles nicht so schön ist, wie man es sich als Kind vorgestellt hat und wie es früher war.. Ich meine, ich hatte noch nie in der Weihnachtszeit einen Freund, aber ich finde, dass gerade das die Zeit ist wo man ihn am dringendsten braucht und ihn sich am meisten wünscht …komischerweise gehen in der Zeit aber auch die meisten Beziehungen kaputt und es gibt die höchste Selbstmordrate. Ich glaube da spielen die Herbst-/Winterdepressionen noch eine Rolle, weil sie bei manchen stärker und bei manchen schwächer sind.. traurig, dass viele Menschen grade in der Zeit unglücklich sind :/
    Von der Dekoration her finde ich, macht lediglich die Stadt noch viel.. bei uns in Karlsruhe wird jedes Jahr eine Menge an Weihnachtsdeko aufgehängt und der Hauptbahnhof in Hamburg ist jedes Jahr schön gestaltet, sowie der Weihnachtsmarkt dort *-*
    Ich denke, dass in erster Linie in der Familie der Wert von Weihnachten stark sinkt, was aber auch von außen sehr beeinflusst wird ..naja ich wünsche mir nichts mehr, als endlich mal wieder ein Jahr an Weihnachten richtig glücklich zu sein, so wie es früher war :)

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  2. Tolle Blog-Parade, ich hab gleich mitgemacht :-)
    http://www.paulis-world.com/aktuelles/blog-paraden/paulis-freuden-am-bevorstehenden-weihnachtsfest/

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  3. Tolle Idee, ich mach mit meine erste Blogparade! http://modedesignde.blogspot.de/2013/11/die-freuden-des-weihnachtsfestes.html

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