Geld findet man nicht auf der Straße... oder?

(überarbeitet am 23. Januar 2014)

Wer Geld verdienen möchte, geht arbeiten - klingt einleuchtend. Das machen Erwachsene und auch Jugendliche, als Zeitungsbote oder im Supermarkt um die Ecke. Man kann aber tatsächlich auch unterwegs Geld verdienen.

Geld kann man also durchaus auch auf der Straße "finden".

Stellen wir uns folgende Situationen vor. 1. Wir befinden und auf einer Zugreise und die Umsteigezeit in einer Stadt beträgt eine Stunde. 2. Wir sind mit einer Freundin in der Stadt. Im Schuhladen ist Schlussverkauf und wir rechnen mit einer Wartezeit von zwei Stunden.

Aber eigentlich funktioniert es in jeder Situation.

Tatsächlich wird versprochen, dass man sogar im Vorübergehen Geld verdienen kann und das soll ganz einfach sein.

Man nehme:

- ein (internetfähiges) Smartphone und
- die entsprechende App

Ich möchte euch heute einige dieser Apps vorstellen, denn mit ihnen kann man angeblich sein Taschengeld aufbessern. "Geld verdienen im Vorbeigehen" klingt doch vielversprechend, oder?

App 1: streetspotr

©streetspotr GmbH
streetspotr ist wohl der bekannteste Anbieter für diese "Micro-Jobs". Das Prinzip ist ganz einfach:
- App installieren und registrieren
- Die App zeigt die Aufträge in deiner Umgebung
- Du nimmst die Aufträge an, wenn sie dir zusagen und erledigst sie
- Du erhälst die Belohnung

Dabei können dies ganz unterschiedliche Aufträge sein. "Wo sind öffentliche Toiletten?", "Wo kann man in der Stadt günstig parken?", "Wie sauber ist die Fußgängerzone?", "Wie gut funktioniert das öffentliche WLAN?" oder "Wie sieht die Speisekarte aus?"
Für jeden Auftrag erhält man sogenannte streetpoints und je mehr streetpoints man hat, desto bessere Aufträge erhält man. Und bessere Aufträge bedeutet bessere Bezahlung.


Es gibt also ganz verschiedene Aufträge, die entweder nur Punkte oder zusätzlich etwas Geld einbringen. Je nach Aufwand werden die Aufträge mit 1 - 20 Euro vergütet. Dabei dauert die Bearbeitung der Aufträge in der Regel nicht länger als 10 Minuten. Für die besser bezahlten Jobs wird allerdings eine gewisse Erfahrung mit der App vorausgesetzt, sodass es erstmal 'Punkte sammeln' heißt. Das ist einfach, indem man zum Beispiel Sehenswürdigkeiten in der eigenen Stadt fotografiert und dazu Fragen beantwortet, dauert aber eine gewisse Zeit. Streetspotr möchte es beim Registrieren allerdings sehr genau wissen und fragt auch nach dem Bildungsgrad.



Fazit streetspotr: Mit einem Punktesystem, das einer Rangordnung ähnelt, wird gewährleistet dass man sich auch um kleine Aufträge kümmert und sich die besser bezahlten Aufträge (wie Beförderungen) erarbeiten muss.
Die Aufträge sind relativ einfach gehalten, allerdings ortsgebunden und somit nicht überall vorhanden und somit in erster Linie nur vor Ort erfüllbar. Die App hat über 220.000 User in Deutschland, Österreich und der Schweiz und ist seit Kurzem auch in Großbritannien verfügbar.






App 2: Appjobber


© wer denkt was GmbH

Diese App überschreitet die Bundesgrenzen und ist Europas führende Microjobbing-App. Um den vollen Umfang der App nutzen zu können, muss man sich auch hier registrieren. Eine Mindestanzahl von Punkten, um Jobs annehmen zu können, ist hier nicht erforderlich!
Neben Jobs wie "Prüfe die zulässige Höchstgeschwindigkeit an folgender Kreuzung!" gibt es sogenannte Suchjobs wie "Finde Baumärkte, die mit dem Ökosiegel ausgezeichnet sind!" Diese Jobs sind dann nicht mehr ortsgebunden.





Fazit Appjobber: Appjobber ist auch in anderen europäischen Ländern verfügbar, sodass es gut möglich ist, dass man auch im Urlaub den einen oder anderen Euro hinzu verdienen kann. Die Aufträge sind nicht mehr unbedingt ortsgebunden, behalten aber ihre Einfachheit bei. Zudem erhält man für jeden erfüllten Auftrag garantiert mindestens einen Euro. Angenommene Aufträge werden drei Stunden für dich reserviert, in denen niemand anderes diesen Auftrag annehmen und dir somit wegschnappen kann.Es kam bereits vor, dass zweistellige Beträge verdient wurden - quasi im Vorübergehen. Leider sind einige Auftragsstellungen sehr ungenau.








App 3: Scoopshot

© P2S Media Group Inc.
Jedes Smartphone ist mittlerweile mit einer relativ zufriedenstellenden Kamera ausgezeichnet und jeden Tag werden mit ihr Millionen von Fotos geschossen. Kameras nimmt man hingegen eher selten mit. Was ist aber wenn man jetzt etwas Extravagantes, etwas Spektakuläres oder etwas Aktuelles beobachtet? Foto oder Video machen und ab zu scoopshot damit.
Scoopshot vereint drei Möglichkeiten um mit seinen Fotos oder Videos Geld zu verdienen. 1. Extravagante Fotos werden von privaten Interessenten im Scoopshot-Store gekauft. Scoopshot behält dann 30% des Honorars als Provision ein (eine vergleichbare App behält 56% der Erträge ein). 2. Redaktionen oder Websites kaufen Fotos und Videos zu aktuellen Themen (beispielsweise von Demonstrationen, Aktionen oder Veranstaltungen). 3. Ihr nehmt einen Auftrag von einem Unternehmen an, bearbeitet ihn, indem ihr das gesuchte oder erwünschte Bild macht und sendet es ein, um die festgelegte Belohnung zu erhalten. Wichtig ist dabei, dass die Fotos keine Rechte verletzen dürfen. Dies wird besonders dann problematisch, wenn Personen gezeigt werden.

Fazit Scoopshot: Meiner Meinung nach hat es viel mit Glück zu tun, ein Foto mit aktuellem Bezug zu schießen, um dies zu verkaufen. Es ist daher leichter, Fotos zu machen, die durch ihre Extravaganz überzeugen oder die Aufträge der Unternehmen direkt zu bearbeiten, um mit den Fotos etwas Geld zu verdienen.
Man muss hier insbesondere darauf achten, keine Persönlichkeitsrechte zu verletzen. Ein Verkauf der eigenen Bilder ist hier nicht garantiert, sodass das Erledigen der Aufgaben der einzig sichere weg zu sein scheint, sich das Taschengeld mit seinen Fotos etwas aufzubessern. Für alle Hobbyfotografen, die mit ihren Bildern auch ein wenig verdienen wollen, sicher eine super Idee.



 



Es gibt jedoch noch viel mehr Möglichkeiten, um sich das Taschengeld etwas aufzubessern.

Mittlerweile wimmelt es nur so von Microjobs. Mit der Betaversion von "Mechanical Turk" hat auch Amazon eine Möglichkeit geschaffen, sich etwas Geld hinzuzuverdienen. Hier werden in erster Linie Arbeiten verrichtet, die die menschliche Intelligenz benötigen (zum Beispiel das Korrekturlesen von Texten oder das Niederschreiben von Textaufnahmen). Viele Apps bieten meist nur Statuspunkte, die man mühsam sammeln muss. Für 5000 Statuspunkte erhält man dann eine erste Prämie.

Zeit ist Geld bekommt hier eine völlig neue Bedeutung. Auch vor dem Fernseher kann man mit dem Smartphone mittlerweile Geld verdienen. "TVSMILES" nennt sich die App, mit der man in der Werbung Geld verdienen kann.

Für das Ausüben all dieser Möglichkeiten ist jedoch ein teures Smartphone erforderlich und in der Regel gilt, dass jemand, der sich ein solches gerät leisten kann, nicht auf Microjobs angewiesen ist, bei denen man normalerweise nicht mehr als fünf Euro verdient.

Anbieter dieser Micro-Jobs, die über derartige Apps vermittelt werden, sind in erster Linie Unternehmen. Indem sie Passanten für sich arbeiten lassen, sparen sie Kosten und Aufwand für zusätzliche Arbeitskräfte, die beispielsweise überprüfen sollen, ob ein Bahnhof noch sauber ist.

Fazit: Leben kann man von den Microjobs sicher noch nicht, das Taschengeld aufbessern funktioniert jedoch einwandfrei und das immer und überall.

Kommentare:

  1. Hmm, interessant ist das ja schon. Allerdings glaube ich, dass vieles eher in größeren Städten funktioniert. Ich glaube, gerade bei den Apps, hat man in ländlicheren Gegenden nicht viel Erfolg.

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    1. Stimmt wohl, wobei man Fotos ja auch in ländlichen Gegenden aufnehmen kann. Es kann durchaus sein, dass Appjobber auch in kleineren Städten was anbietet, aber was du ansprichst ist eine berechtigte Kritik!

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