Intelligenz - Mythen und Fakten

Intelligenz beschreibt im Allgemeinen die Fähigkeit, ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln. Doch auch "Bewusstsein" wird auf viele verschiedene Wege definiert. So definieren Hirnforscher den Begriff anders, als Psychologen und Mediziner. Es ist also kein Wunder, dass auch der Begriff der Intelligenz nicht einwandfrei erklärt werden kann. Deshalb tummeln sich viele Mythen in diesem Gebiet. Die Bekanntesten gilt es nun einmal unter die Lupe zu nehmen.

Mythos 1: Ein gutes Frühstück macht intelligent!
Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Wird nicht gefrühstückt, fehlen dem Gehirn Sauerstoff und Glukose. Ein gutes Frühstück wirkt sich also positiv auf unser Denkvermögen aus. Kohlenhydrate sind hierbei ganz besonders wichtig! Sie wirken sich positiv auf unser Erinnerungsvermögen aus und helfen beim Koordinieren von komplexen Informationen. Britische Forscher fanden außerdem heraus, dass intelligente Menschen weniger Fleisch essen. Je höher die Punktzahl im IQ-Test, desto weniger Fleisch wird verzehrt. Fleisch macht allerdings nicht dumm. In der Kindheit fördert der Fleischkonsum die Entwicklung des Gehirns.

Mythos 2: Schule macht Kinder dumm!
Das stimmt nicht. Fünf Tage die Woche, sechs bis zehn Stunden pro Tag, unterschiedliche Inhalte von Biologie bis Mathematik, von unterschiedlichen Lehrkräften - das bringt Punkte! Damit meine ich die Punkte auf der sogenannten IQ-Skala (IQ steht für Intelligenzquotient). Der Psychologe Professor Detlef H. Rost von der Marburger Universität hat verschiedene Studien ausgewertet und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Monat Schule ungefähr 0,3 bis 0,4 Punkte auf diese IQ-Skala ausmachen. Die Verkürzung des gymnasialen Oberstufe von neun auf acht Jahre bedeute demnach eine Verminderung dieser Punktzahl um vier bis fünf Punkte.


















Allerdings gibt es auch mehr besonders dumme Männer als Frauen. Abgesehen davon ist der Mensch mit dem höchsten je ermittelten IQ eine Frau.

Mythos 3: Intelligenz kann vererbt werden.
Forscher fanden heraus, dass Intelligenz tatsächlich vererbbar ist. Demnach wird die Intelligenz mindestens zur Hälfte vererbt. Der restliche Teil der Intelligenz wird durch Umweltfaktoren gesteuert. Die Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft, die Förderung von Talenten und die Anregung in der frühen Kindheit beeinflussen den Intelligenzquotienten ebenfalls. Die Intelligenz wird allerdings nicht auf einem einzelnen Gen vererbt. Es wird vermutet, dass das Zusammenspiel vieler hunderter Gene notwendig ist, um Intelligenz auszumachen.


















Mythos 4: Die Menschheit wird immer dümmer!
Der IQ stieg seit den 1950er-Jahre bis zum Ende der 90er pro Jahrzehnt um etwa drei Prozent. Diese Beobachtung nennt man den Flynn-Effekt. Diese Tendenz änderte sich jedoch in den letzten Jahrzehnten. Skandinavische Studien zeigen, dass der IQ-Wert wieder sinkt, sodass eine solche Vorhersage schwierig zu treffen ist.


















Mythos 5: Digitale Medien machen uns dumm!
Diese Meinung vertreten viele Forscher und Eltern, während andere dagegen halten. Die einen sagen, dass wir verdummen, weil wir nur noch googlen, surfen, posten und chatten. Somit lagern wir geistige Arbeit aus, das Gehirn wird weniger gefördert. Die anderen behaupten jedoch, dass insbesondere Suchmaschinen eine Erweiterung unseres Gedächtnisses sein können. Das Surfen im Web wirke sich stimulierend auf unseren Geist aus.


















Mythos 6: "Brainfood" macht uns intelligenter!
Nahrung, die überwiegend aus Fett und Zucker besteht und Nahrung, die nur aus verarbeiteten Produkten besteht, sorgt bei Kindern für einen niedrigen Intelligenzquotienten. Frischkost führt zu deutlich intelligenteren Kindern. Dieses Ergebnis erlangten britische Wissenschaftler in einer Studie mit 40.000 Kindern. Unter "Brainfood" verstehen wir Nahrungsmittel wie Nüsse, Fisch und Gemüse. Doch nur das Umstellen der Ernährung reicht nicht aus, um uns in Intelligenzbestien zu verwandeln.


















Mythos 7: Der Mensch nutzt nur 10% seines Gehirns.
Der Mensch nutzt alle Teile seines Gehirns. Das hängt damit zusammen, dass jeder Teil des Hirns eine eigene, spezielle Funktion hat. Abhängig von der momentanen Funktion und den jeweiligen Anforderungen sind unterschiedliche Regionen des Hirns mehr oder weniger beansprucht. In neurologischen Untersuchungen wurden keine "brachliegenden" Regionen gefunden.


















Mythos 8: Dumme Menschen sind glücklicher.
Menschen mit einem hohen IQ sind in der Regel am glücklichsten. Menschen mit einem geringen IQ sind hingegen eher unglücklich. Ob die hohe Intelligenz jedoch der Grund für das Glücklichsein ist, ist bisher nicht erwiesen, es scheint aber einen Zusammenhang zu geben.

Es gibt übrigens viele verschiedene Möglichkeiten, um seinen Intelligenzquotienten zu testen. Im Internet finden sich viele kostenlose Möglichkeiten mit verschiedenen Aufgaben. Teilt mir gerne euren IQ mit und sagt mir, auf welcher Seite ihr diesen getestet habt!

Kommentare:

  1. find ich gut den post. war interessant zu lesen... wie bist du drauf gekommen darüber zu schreiben?

    lg
    Feary (fearless-art.blogspot.com)

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    1. Ich wollte mal wieder was mit Mythen und Fakten machen, wusste aber nicht zu welchem Thema. Also habe ich überlegt und einen Zettel aus dem Biologieunterricht über "Intelligenz bei Tieren" gefunden. :D

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  2. Wirklich sehr interessant.
    Ist wirklich mal etwas anderes.
    Alles liebe
    Michelle

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  3. Tolle Idee, es gibt ja unzählige Mythen die aufzuklären sind, du hast einen kleinen Schritt getan=D

    MfG Wurm200
    http://wurm200.blogspot.de/

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  4. Toller Post :)
    Total interessant zu lesen und total spannend :)

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  5. sehr interessant, gleich mal was dazugelernt ;)

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  6. Ich hatte bei dem Intelligenztest von focus.online angeblich einen IQ von 139 :o aber woher weiß ich jetzt ob der test stimmt?

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