Ein Tag ohne... Geld



Geld regiert die Welt. Und was tun wir ohne Geld? Naja... Finden wir es heraus.


Worauf verzichte ich eigentlich?

Streng genommen hätte ich heute auf absolut alles verzichten müssen, denn irgendwo kostet ja alles Geld. Autofahren dürfte ich nicht - das kostet Benzin und Benzin kostet Geld. Das Licht anschalten dürfte ich nicht - das kostet Strom und Strom kostet Geld. Den Wasserhahn aufdrehen dürfte ich nicht - das kostet Wasser und Wasser kostet Geld...
Ein solcher Verzicht wäre nicht auszuhalten und wurde deshalb auch nicht gemacht. Ich hab deshalb darauf verzichtet, Geld auszugeben.
Ich musste den ganzen Tag arbeiten und weiß immer noch nicht, ob ich es deprimierend finden sollte, wenn man kein Geld ausgeben darf, aber über den Tag verteilt mehrere Tausend Euro in den Händen hält - so ist das als Kassierer. Es war wirklich stressig, sodass ich es nicht geschafft habe, meine komplette Pause zu nehmen. Vielleicht auch besser so, denn eine Pause hätte mich vermutlich zum Geld ausgeben verleitet. Ich hatte Hunger und nichts zu essen mit. Zwei trockene Brötchen kosten zusammen 26 Cent... Nicht viel, aber zu viel. Ich hatte Hunger, weshalb ich dann zwei Pfandflasschen von der Arbeit mitnahm und bei Lidl abgab - Pfandcoupon, 50 Cent, minus 2x0,13€ = 24 Cent verdient. Schummeln mit Stil würde ich sagen.

Was macht es so schwierig, auf Geld zu verzichten?

Absolut alles muss irgendwie bezahlt werden und wenn man kein Geld ausgeben darf, dann kann man auch nicht bezahlen. Wenn man morgens nicht an absolut alles denkt, ist man ziemlich aufgeschmissen. Aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch.

Welche Alternativen haben wir zu Geld? 

Wir könnten wieder mit dem Tauschen anfangen. Ich gebe dir einen Liter Milch, du gibst mir eine Flasche Wasser und einen Schokoriegel. Wenn man es geschickt anstellt, kann man sich so reich tauschen. Einem Mann in den vereinigten Staaten ist es mal gelungen, sich von einer Büroklammer bis zu einem eigenen Haus zu tauschen. Die Büroklammer hat er in großer Nachbildung im Vorgarten stehen.



Fiel es mir persönlich schwer, auf Geld zu verzichten?

Wie so oft benötigt man die Dinge dann, wenn sie nicht vorhanden sind und man lernt etwas erst dann schätzen, wenn es nicht da ist. Es war tatsächlich schwierig, komplett auf Geld zu verzichten. Wenn man Hunger hat oder Durst und nicht am Morgen daran gedacht hat, sich etwas einzupacken, ist man aufgeschmissen.

Morgen verzichte ich auf: Den öffentlichen Personenverkehr





Kommentare:

  1. hey,
    guter beitrag! es ist wirklich mega schwer in der heutigen Zeit auf Geld ausgeben zu verzichten. Besonders schwer finde ich es aber an tagen wo man nicht arbeiten muss. Wenn ich zum Beispiel zur Berufsschule fahre, da bin ich auch immer verleitet irgendwas zu kaufen - ganz schlimm. :D

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  2. Nicht schlecht gelöst! Das mit den Pfandflaschen zählt! Allein schon wegen der Idee. Ich habe dafür an dem Tag ohne Strom ein wenig schummeln müssen. Wirklich schwierig, dieser Verzicht…

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  3. Hallo Kevin,

    raffiniert gelöst mit den Pfandflaschen. Es war ja kein Geld ausgeben, sondern ein Tausch.

    Liebe Grüße
    Alexander

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  4. Ja leider muss man überall sein Geld lassen, weil alles Geld kostet. Wenn ich an den heutigen Tag denke, könnte ich auch nicht ganz ohne Geld auskommen. Schon wenn ich nachher in den Bus zur Arbeit steige, gebe ich die ersten Münzen aus, auf dem Heimweg sehr wahrscheinlich auch ... wenn sich nicht eine Mitfahrgelegenheit ergibt oder ich an einen netten Busfahrer gerate, der mich durchwinkt (kam schon ein paarmal vor). Vielleicht bleiben das aber die einzigen Münzen heute, den Wochenendeinkauf habe ich gestern schon gemacht und vom Bäcker nebenan möchte ich mich nicht verführen lassen.

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