One Night Stand - Eine Nacht und nicht mehr



Sie sind die Lösung für unbefriedigte Singles: One-Night-Stands - unverbindlicher Sex. Doch ist es nicht nur die Lust, die Menschen dazu bewegt, einen netten Abend im Bett ausklingen zu lassen. Unser sexuelles Verhalten liegt scheinbar in den Genen.


Ein Flirt am Abend, ein gemeinsamer Drink – zwei Singles und die spontane Lust. Mehr braucht eine gemeinsame Nacht doch eigentlich gar nicht, oder? Wer einen Partner nur für eine Nacht behalten will, liebt das Abenteuer, ist risikobereit und steckt voller Lust. Doch es ist nicht unbedingt selbstverständlich, dass die Anziehungskraft zwischen zwei völlig fremden Menschen schlagartig so gewaltig ist, dass man den Abend im Bett ausklingen lässt. Doch auch wenn man den passenden Gegenspieler zu einem Abenteuer für nur eine Nacht gefunden hat, gibt es einiges zu beachten.

Regel Nummer Eins: Kenne dein Limit.


Ein gemeinsamer Drink ist in Ordnung, aber weder Du noch dein Gegenspieler sollten zu viel intus haben, denn dann kann das Kribbeln im Bauch ungeahntes Ausmaß nehmen. Außerdem bereitet zu viel Alkohol nicht zusätzliche Lust sondern vor allem eines: Kopfschmerzen. Es kommt noch schlimmer, denn ab einem gewissen Pegel dämpft Alkohol sogar die Lust und damit ist wirklich niemandem geholfen. Wer zusätzlich hin und wieder ein Glas Wasser zwischendurch trinkt, hält sich fit und hat gleich viel mehr von dem einmaligen Erlebnis.

Regel Nummer Zwei: Vorsicht ist besser als Nachsicht.


Auch wenn der One-Night-Stand das spontanste Abenteuer deines Lebens ist, solltest du einen klaren Kopf bewahren. Denn insbesondere wenn man die Eroberung kaum kennt, ist ungeschützter Sex mit Risiken verbunden. Um nicht unwissend Überträger von sexuell übertragbaren Krankheiten (kurz: STI) zu werden, oder womöglich plötzlich Elternteil eines unerwünschten Kindes zu werden, sollte gerade bei einem One-Night-Stand ein Kondom verwendet werden, auch wenn es ein paar Minuten länger dauert, eines zu beschaffen. Wer vorbereitet sein will: Kondome passen ohne Probleme ins Portmonee oder in jede Tasche.

Regel Nummer Drei: Ich liebe dich... nicht.



Beim Sex fahren die Gefühle Achterbahn. Das liegt vor allem an den Hormonen Testosteron und Oxytocin. Beide Hormone werden bei zunehmender Körpernähe ausgeschüttet. Doch die erotische Stimmung kann ebenso schnell wieder vergangen sein, wie sie aufkam, denn ein einziges "Ich liebe dich" kann schnell alles kaputt machen. Denn Liebe ist oftmals mit Verpflichtungen und Verantwortung verbunden und genau diesen Dingen versucht man während des nächtlichen Abenteuers zu entfliehen. Und sollten die drei Worte doch einmal versehentlich rausrutschen, hängt einfach ein "dafür, dass wir so spontan waren." ran.

Regel Nummer Vier: Keine (S)Experimente!


"Nein!" sagen darf man nicht nur in Beziehungen. Und obwohl man sich bei einem One-Night-Stand ordentlich austoben kann, kann es passieren, dass beide Partner nicht auf eine Wellenlänge kommen. Dann deutlich zu sagen, was einem gefällt und was nicht, hilft, das Abenteuer zumindest erträglich zu machen, wenn es schon kein prickelndes Erlebnis werden kann.

Regel Nummer Fünf: Kein Sex mit der/der Ex!

Und wenn der Sex mit dem/der Ex noch so gut war, Sex mit einem/einer Verflossenen ist tabu. Ex und beste Freunde können jedoch nach dem One-Night-Stand nicht einfach wieder Ex und beste Freunde werden. Und ehe man diese Grenze überschreitet, lieber noch einmal darüber (alleine) schlafen und am nächsten Tag eine Entscheidung fällen.

Regel Nummer Sechs: Lass die Äuglein auf!

Es kann zwar sehr verlockend sein, nach dem Höhepunkt eng miteinander verschlungen einzuschlafen, um ein böses Erwachen am Morgen jedoch zu vermeiden, sollte vor dem Schlafen das Weite gesucht werden. Am besten direkt vereinbaren, dass es keine Übernachtung geben wird. Sollte es sich einmal nicht vermeiden lassen, unbedingt vor dem Frühstück verschwinden. Schließlich weiß niemand, wie der andere nach dem Sex zu dieser spontanen Aktion steht.

Regel Nummer Sieben: Hast du alles?

Ein cooler Abgang hilft dir nicht nur dabei, den Kopf klar zu kriegen, er sollte auch gut durchdacht sein, denn alles was du bei ihm/ihr vergisst, ist ein Grund, ihn/sie wiederzusehen. Solltet ihr bei dir gewesen sein, versichere dich, dass er/sie nichts bei dir vergessen hat, sofern du einem erneuten Wiedersehen aus dem Weg gehen möchtest. Sollte dies nicht der Fall sein und du würdest gerne eine weitere Nacht mit deiner Eroberung verbringen, frag nach der Handynummer.
Solltest du nach deiner Nummer gefragt werden, heißt es schnell sein: Bist du dir sicher, dass du ihn/sie wiedersehen möchtest, kannst du bedenkenlos deine Nummer aufschreiben. Solltest du dir noch unsicher sein, lass dir seine/ihre Nummer geben, sodass du es später selbst in der Hand hast, ob der Kontakt bestehen bleibt.

Regel Nummer Acht: Nicht zu dir.

Seid ihr erst einmal bei dir, müsstest du dir eine Ausreden einfallen lassen, um ihn/sie wieder loszuwerden. Anders ist es, wenn ihr nicht bei dir sind. Dann hast du die Freiheit jederzeit und ohne Probleme zu gehen.

Die Wissenschaft um One-Night-Stands

Frauen mit breitem Becken haben häufiger One-Night-Stands. Dank einer Umfrage fand ein Anthropologe heraus, dass Frauen mit einem Beckenumfang von über 36cm häufiger wechselnde Geschlechtspartner haben. Der einfache Grund: Aufgrund ihres breiteren Beckens haben sie weniger Angst vor einer Geburt.

Psychisch labile Menschen haben häufiger One-Night-Stands. Depressionen und Selbstmordgedanken im Teenager-Alter sind begünstigender Faktor für häufig wechselnde Partner im Erwachsenenalter. Unter 10.000 Collage-Studenten fand dies eine Gruppe Psychologen in einer Studie heraus. 

Frauen wollen Bad-Boys. Männer, die beim ersten Kontakt nicht lächeln, haben nachgewiesen bessere Chancen. Forscher begründeten das mit der evolutionsbedingten Wahrnehmung von nicht-lächelnden Männern als starke und gute Ernährer. Bei den Männern ist dies genau andersherum, sie stehen eher auf unterwürfige Frauen. Frauen sind aber ohnehin wählerischer, was die Partnerwahl angeht.

Unverbindlicher Sex führt seltener zum Orgasmus. Untersuchungen der Universität in Indiana zufolge, sind One-Night-Stands insbesondere für Frauen öfter unbefriedigend. Angeblich liege das daran, dass Männer beim One-Night-Stand seltenere auf die Bedürfnisse der Frau eingehen als in einer festen Beziehung. Doch die Schuld trifft häufig die Frauen, denn sie sind nicht in der Lage, ihre Bedürfnisse zu artikulieren.

One-Night-Stands sind vererbbar. Forscher der State University of New York schreiben dem Dopamin-Rezeptor D4 eine gewisse Schuld bei häufig wechselnden Sexualpartnern zu, was demnach auf den Genen liege. Dies ergab sich aus einer Studie, in der fast 200 junge Menschen nach ihrem Sexualleben befragt wurden und deren Antworten mit dem D4-Gehalt des Körpers verglichen wurden. Die zuständigen Forscher räumen jedoch ein, dass nicht ausschließlich die Gene für das Sexualverhalten eines Menschen ausschlaggebend sei.


Glaubt ihr, dass One-Night-Stands glücklich machen? Und wie steht ihr zu dem Thema?

Meiner Meinung nach sollte zu einer gemeinsamen Nacht mehr gehören, als nur die Lust auf Sex. Sex sollte mit Gefühlen verbunden sein, nicht mit dem Wunsch nach einer unverbindlichen Nummer 


Quellen: glamour.de, gofeminin.de huffingtonpost.de


Auch interessant:





Kommentare:

  1. Ich finde deinen Schreibstil sehr schön!
    Ich muss sagen, dass ich überhaupt kein Fan von One-Night-Stands bin und ich denke auch nicht wirklich, dass sie einen ''glücklich'' machen können. :-)

    Liebe Grüße
    Julia
    http://sinceamoment.blogspot.de/

    AntwortenLöschen
  2. Ich denke immer, wer es kann soll es machen :D
    Ist immerhin etwas schönes - dieser Sex, nur sich selbst zwingen sollte man nicht.

    Liebe Grüße,
    Bambi
    http://xfunkelmaedchen.blogspot.de/2015/07/die-besonderen-orte.html

    AntwortenLöschen