Wie lang darf guter Sex dauern?



Heutzutage angesagt: Sex ohne Tabus. Doch genau das wird zum Problem. Wie lange darf guter Sex dauern? Was und vor allem wer gehört dazu?


»Ein spektakuläres Sexleben hast du nur in einer festen Beziehung. Guter Sex ist Konsequenz einer guten Beziehung, in der die Partner kommunizieren. Sex außerhalb einer Beziehung ist einsam.« →Tom Cruise


Tabus sind längst aus den Schlafzimmern verbannt, nein, denn nicht mal Sex wird im Schlafzimmer gehalten. Die Orte werden ausgefallener, gewagter - Sex im Auto, auf der Toilette, im Stadtpark, auf dem Oktoberfest. Wenn wir vom Sex innerhalb einer Beziehung reden, ist ganz besonders eines wichtig: Die Nähe. Es geht nicht darum, den Partner zu berühren, zu streicheln, zu küssen. Nähe entsteht nicht nur körperlich, sie muss auch innerlich vorhanden sein.

Sex in der Beziehung


Sexualität ist wichtig in einer Beziehung. Sie verbindet und entspannt. Funktionieren kann das jedoch nur dann, wenn beide Partner sich nahe sind - eben auch nicht körperlich. "Wenn in einer langjährigen Verbindung innerlich kein Kontakt zum Partner mehr da ist, kein Nah-beim-Anderen-sein, kein echter Austausch, dann verliert die Beziehung ihre Kraft", beschreibt Wolfram Zierhorst in seinem Buch 'Der Beziehungsretter'. Völlig unmerklich mache sich dann die Unlust breit, "der Sex bleibt schal - sein Nährwert gleicht dem von Treibhaussalat." Der Spaß am Sex in der Beziehung vergeht, die Lust schwindet, die Entfernung zum Partner jedoch wächst. Menschen gehen damit unterschiedlich um. Die einen verdrängen die unangenehmen Gefühle, ziehen sich vom Sex zurück und weichen aus. Mit Sprüchen wie "Du willst immer nur Sex." wird nicht nur der Sex, sondern auch der Partner verurteilt. Die anderen machen äußerlich weiterhin mit, empfinden aber immer weniger dabei.
Beide Wege schaden der Beziehung. Schließlich ist man sich nirgends sonst so nah, wie beim gemeinsamen Sex. Sexualität ist gesund, entspannend und macht nicht nur Spaß, sondern das Paar auch noch glücklich - wenn der Sex denn  gut ist.
Zierhorst weiß: "Wenn der Sex fehlt, wachsen Unzufriedenheit und Spannungen - bei Mann und Frau." 

»Sie leiden darunter, dass es im Bett nicht so läuft, wie es sollte. Doch das Problem ist ganz häufig, dass es nicht so läuft, weil sie denken, dass es anders laufen sollte.« →Berit Brockhausen, Psychologin in Berlin

Sex wird also durch Nähe gut, die sich nicht auf die körperliche Nähe beschränkt. Spricht das gegen One-Night-Stands? (→ mehr dazu)

Den Mund aufmachen


Den Mund zu öffnen, ist nicht nur für den Oralverkehr hilfreich, auch im Voraus kann dadurch der Sex deutlich verbessert werden, denn: Viel zu wenig Menschen reden über ihre Vorlieben. Gerade einmal 50% der Frauen und 40% der Männer trauen sich, über ihre Vorlieben und Wünsche zu sprechen und gehen damit einen Schritt in Richtung besserer Sex. 

Wie oft hat man am besten Sex?


Sex ist gesund. Zweimal wöchentlich, sei laut Frank Sommer, Leiter des Instituts für Männergesundheit in Hamburg, "aus gesundheitlichen Gründen besser". Schließlich regt der Geschlechtsverkehr die Hormonproduktion an, verbessert die Durchblutung und wirkt so positiv auf das Herz-Kreislauf-System. Auch Selbstbefriedigung erfülle dies. Eine Umfrage von Durex Sexual Wellbeing Global Surveys zeigt, dass nur ein Viertel der Deutschen dreimal oder häufiger pro Woche Sex hat.

Wie lang dauert guter Sex?


"Das eigene Empfinden wird oft getrübt", weiß Frank Sommer. In einer Studie befragte er Paare nach der Dauer des Geschlechtsaktes ohne Vorspiel. Männer gaben 25 - 27 Minuten, Frauen 15 - 20 Minuten an. Anschließend sollten die Paare mit der Stoppuhr die tatsächliche Zeit nehmen: Durchschnittlich dauerte der Sex nur etwas mehr als drei Minuten. Wissenschaftler der Penn State University fanden heraus, dass guter Sex in etwa 13 Minuten dauern muss. Dass Klischee, dass guter Sex Stunden dauert, gibt es wohl nur in Romanen und Filmen und hält sich vermutlich, weil man während des Aktes das Gefühl für die Zeit verliert. 

Mit wem hat man den besten Sex?


Ausschlaggebend ist nicht etwa die Länge des Penisses, sondern viel mehr sein Umfang. Sex mit dem Chef oder einer Arbeitskollegin führt meistens zu Stress. Ebenso stressig können sexuelle Beziehungen mit dem Nachbarn, dem Ex oder der besten Freundin werden. Natürlich bergen all diese Möglichkeiten einen gewissen Reiz, geht jedoch etwas schief, bedeutet das Stress und gestresst sein wollen wir nach dem Sex ganz sicher nicht.

Wie hat man den besten Sex?


Signale erkennen

Es geht beim Sex nicht darum, ein Handbuch runterzuleiern. Wer beim Sex darauf achtet, was dem Partner vielleicht besonders gefällt - wenn er es nicht aus einem vorangegangenem Gespräch weiß -, kann den Sex viel angenehmer und intensiver machen. Schließlich steigert sich die Lust viel stärker, wenn man den Partner so verwöhnt, wie er es am liebsten mag.

Überraschung statt Routine

Wer jeden zweiten Tag Sex will, erreicht keinen guten Sex, sondern Routine. Lieber es kommt überraschend dazu, vielleicht sogar zweimal hintereinander. Der beste Sex ist der, der nicht geplant ist.

Warm und kalt

Brustwarzen können sehr empfindlich sein. Sie zunächst im warmen Mund anzusaugen und im nächsten Moment mit einem Eiswürfel abzukühlen, kann für einen besonderen Kick sorgen.

Fantasie statt Porno

Was im Porno zu sehen ist, ist selten das, was der Partner sich wünscht. Wo es im Porno hart zugeht, sollte es im Bett eher zart genossen werden. Das heißt natürlich nicht, dass es nicht auch mal etwas doller werden darf. Auch hier gilt wieder: Reden!

Richtig saugen

Ein anhaltendes Saugen ist weniger erregend, als kurz anhaltendes, starkes Saugen zu wiederholen. So wird die Saugwirkung besser verteilt und das Gefühl wird intensiver.

Grenzen kennen und überschreiten

»SM wird fälschlicherweise mit Gewalt verwechselt. Dabei geht es um Vertrauen.« →Angelina Jolie
Gemeinsam Neues zu probieren, kann wahnsinnig erregend sein. Hierbei spielt Vertrauen eine große Rolle, denn es muss Schluss sein, wenn einer sich unwohl fühlt. Abwechslung ist das A und O.

Selbstbefriedigung

Wenn man oder frau selbst Hand anlegt, ist das kein Zeichen dafür, dass der Sex schlecht ist. Es kann sogar sehr erotisch sein, wenn der Partner einen zunächst nur zusehen lässt, ehe man selber ran darf. 

Massage

Eine Massage kann nicht nur entspannend, sondern auch erogen sein. Der Körper des anderen mit etwas Öl zu streicheln, kann beide Partner in Stimmung bringen.

An- und Ausziehen

Am schönsten ist es doch, wenn man sich gegenseitig auszieht. Sollte es dabei zu Schwierigkeiten kommen, darf gerne geholfen werden. Doch man muss nicht unbedingt alles ausziehen. Unter Umständen könnte Sie ihre Highheels anbehalten. Auch interessant: Ein Gürtel um die nackte Taille. So kann er den Gürtel nutzen, um den Körper näher an sich heranzuziehen, um noch tiefer einzudringen.

Das Finale

Ein gemeinsamer Höhepunkt ist schön, sollte die Partner aber nicht zu sehr unter Druck setzen. Wenn es nicht klappt, gilt: Erst den eigenen Höhepunkt genießen und dann auch den des anderen! Übrigens: Während des Aktes sollte ruhig und gleichmäßig geatmet werden. Kurz vorm Höhepunkt tiefeinatmen, dann die Luft anhalten und mit dem Orgasmus ausatmen - so wird das Gefühl noch intensiver. 

Noch mehr Tipps?

Immer her damit! Doch das wichtigste ist - und ich sage es gerne noch zehn mal -, miteinander zu reden. Denn nur so können auch Probleme erkannt und der Sex unbeschwert genossen werden.

Quellen: fitforfun.de, focus.de, welt.de, huffingtonpost.de, gofeminin.de



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