Weihnachtsbaum weltweit



Bei uns ist die Nordmanntanne der beliebteste Baum. Doch wie behelfen sich Länder, in denen keine Tannen wachsen?


Auf dem Rockefeller-Plaza in New York City steht der wohl bekannteste Weihnachtsbaum der Welt. Er findet Einzug in Filme wie "Kevin allein in New York" und ist einer der prächtigen Vertreter des Weihnachtsbaumes. Rund um die Welt ist der geschmückte Nadelbaum zum Symbolbild des Weihnachtsfestes geworden.
Seinen Ursprung hat der Weihnachtsbaum im 15. Jahrhundert in... Deutschland! Doch erst im 19. Jahrhundert geht der Weihnachtsbaum um die Welt und hat einige kuriose Veränderungen erfahren. In Deutschland werden jährlich knapp 25 Millionen Bäume gekauft, 65% der Bäume kommen aus dem eigenen Land, der Rest wird aus Skandinavien oder Osteuropa importiert. 

Überall, wo es keine Tannen gibt, muss auf Alternativen zurückgegriffen werden. Südlich des Äquators wird Weihnachten im Hochsommer gefeiert. In Indien und Bangladesh sind Bananenpalmen als Weihnachtsbaum typisch. Während wir mit Tannenzweigen dekorieren, werden in den Ländern Bananenblätter verwendet. Auch Ghana und Liberia verwenden Palmen statt Tannen. Im Libanon züchtet man Erbsen- oder Bohnenkeimlinge bis zu einer Größe von etwa 15cm und dekoriert diese weihnachtlich zum Fest.

Wer keinen Zugriff auf echte Bäume hat, kann auch künstliche Vertreter kaufen. Dieser Brauch kam sogar in Deutschland an. Hierzulande wurde der erste künstliche Weihnachtsbaum im 18. Jahrhundert aus grün eingefärbten Gänsefedern hergestellt. Hauptabnehmer künstlicher Bäume sind die USA und Kanada. Aber auch Südamerika und Australien verwenden gerne künstliche Bäume und dekorieren diese mit Watte, die den Schnee simulieren soll. 

Dekorativ kann man sich Weihnachten in Japan und China wie bei uns Halloween vorstellen. Hier heißen die künstlichen Bäume "Lichtbäume" und sind dementsprechend mit vielen Lichtern dekoriert. Das Schmücken der künstlichen Bäume in Kenia ist Aufgabe der Kinder. Auch das Aufräumen nach dem Fest obliegt allein den Kindern.

Im muslimisch geprägten Ägypten feiert lediglich die christliche Minderheit Weihnachten. Auch hier werden künstliche Bäume gekauft. Anders ist dies im Senegal. Hier hat sich die muslimische Minderheit angepasst. So stehen sogar in den Moscheen Weihnachtsbäume. 

In Deutschland ist die Nordmanntanne besonders beliebt, sie decken 75% der Weihnachtsbäume in Deutschland, nicht zuletzt wegen ihrer längeren Haltbarkeit. Doch das war nicht immer so. Bis in die 80er-Jahre waren Blautannen und Fichten die beliebtesten Weihnachtsbäume der Deutschen. Auch der größte Weihnachtsbaum der Welt stand bis 2ßß7 in Deutschland - er zierte mit 45 Metern den Dortmunder Weihnachtsmarkt, ehe 2007 in Bukarest ein 76 Meter hoher Baum aufgestellt wurde.
Der teuerste Weihnachtsbaum der Welt ist zwar nicht echt, steht aber in einem Hotel in Abu-Dhabi. Er ist mit echtem Gold und Perlen dekoriert und hat einen Wert von 11,5 Millionen US-$. 

Ein weiterer verrückter Weihnachtsbaum steht in Zürich. Er kann nicht nur leuchten, sondern auch singen! Dass man wegen eines Weihnachtsbaumes sogar mit militärischen Konsequenzen rechnen müsste, hätte sich aber wohl niemand träumen lassen. Doch ein Baum, der an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea aufgestellt wurde, sorgt in Nordkorea für Aufregung. Dort werfe man Südkorea vor, mit dem Baum die Religion der Bevölkerung von Nordkorea beeinflussen zu wollen und drohte mit militärischen Maßnahmen.

Quellen: t-online.de, rp-online.de, handelslatt.com, sdw.de, weihnachten.tagesspiegel.de, spiegel.de

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1 Kommentar:

  1. Wir haben auch einen künstlichen Weihnachtsbaum, schon seit 13 Jahren und er sieht jedes Jahr gut aus! Mir tun die Bäume leid, die extra geschlagen werden, nur damit man die ein paar Tage im Wohnzimmer stehen hat! Brauch ich nicht! Weihnachten ohne Baum kann ich mir aber gar nicht vorstellen :) Schön, dass diese Tradition irgendwann aufkam!

    Liebe Grüße
    Jana

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