Messenger & Co



Welche Rolle spielt Social Media in unserer Zukunft?


Die Anzahl der Nutzer Sozialer Netzwerke hat sich in den letzten fünf Jahren weltweit verdoppelt. Das Web 2.0 schafft eine digitale Realität - eine Art Parallelwelt, die uns gefangen nimmt und uns immer mehr Zeit raubt. Wir kommunizieren online mit Freunden, schauen uns online Filme an, lesen online, hören online Musik, schauen uns Bilder an, selbst digitale Rundreisen sind dank Google und Co möglich. Wir spielen online, arbeiten online, kaufen online ein. Neben den berühmten Sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Co. zählen auch Blogs und Messenger wie Whatsapp zum Social Media. Facebook und YouTube sind die aktivsten Netzwerke weltweit.

Wer profitiert davon?


Natürlich verdient irgendjemand sein Geld daran, wenn Nutzer auf Facebook und Co. ihre Daten bereitstellen. In der Regel wird personalisierte Werbung geschaltet, die die Nutzer zum Klicken und noch viel mehr zum Kaufen bewegen soll. Immer stärker sind auch Unternehmen in den Sozialen Netzwerken vertreten. Sie bieten auf Facebook eine Plattform für Kritik und Fragen oder treten mit Kunden auf Twitter in Kontakt. Die Unternehmen erreichen ihre Kunden und die Kunden erreichen das Unternehmen.

Fast die Hälfte aller in Deutschland ansässigen Unternehmen nutzen Social Media, etwa um Werbung für ihre Kunden zu optimieren. Unternehmen wie Amazon, BlaBlaCar oder auch die Barmer GEK bieten beispielsweise Live-Chats an, bei denen Kunden und Mitglieder Support just-in-time erhalten. Viele weitere Unternehmen nutzen diese Möglichkeit ebenfalls - sie ist deutlich attraktiver, als tagelang auf eine Antwort-Mail zu warten oder stundenlang in der Telefonwarteschleife zu hängen.

Unternehmen wie die Deutsche Bahn treten immer wieder öffentlich auf Facebook und Twitter mit ihren Kunden in Kontakt, nehmen Kritik entgegen, beantworten Fragen oder lösen Probleme. Das machen auch Einzelhändler wie Lidl und Co. Sie gehen sogar noch einen Schritt weiter, teilen Angebote mit ihren Kunden bei Instagram.

Wenn Unternehmen dir eine Nachricht schicken


Werbung läuft längst nicht mehr nur über Prospekte. Zwar bieten diese alle Angebote kompakt dargestellt, doch Apps und Newsletter bieten mittlerweile denselben Effekt. Wir telefonieren viel weniger, schreiben viel mehr - auch wenn dasselbe Gespräch am Telefon nur einen Bruchteil der Zeit in Anspruch genommen hätte. Wir lieben Whatsapp - im Februar meldete der Messengerdienst eine Milliarde Nutzer. Viele Radiosender nutzen Whatsapp zum Beispiel, um sich mit ihren Hörern zu vernetzen und so beispielsweise Verkehrsmeldungen zu sammeln.

Social Media befördert uns in die Zukunft - Kommunikation rund um die Welt, Live-Streaming und unzählige Tools, die helfen, in Kontakt zu treten und zu bleiben.  Unternehmen wollen ihren Kunden nah sein und hier finden sie ihre Zielgruppe: Uns. Wie oft sind wir unterwegs am Smartphone online, wo wir nicht durch Fernsehwerbung erreicht werden können? Wie oft sitzen wir abends am PC, Tablet, Smartphone oder Laptop, während die Händler in der Stadt die Läden abschließen? Die Nähe zu den Kunden bringt aber auch die Möglichkeit mit sich, deren Verhalten besser zu analysieren, auszuwerten und zu nutzen, um den Service noch besser zu gestalten. Immer mal wieder werden deswegen auch Umfragen online durchgeführt - Unternehmen die im Social Media unterwegs sind profitieren also nicht nur von ihrer Nähe zum Kunden und ihre Erreichbarkeit, sondern auch von einer größeren Reichweite. 

Was macht eigentlich ein Community Manager?


Community Manager nennt man die Leute, die auf der anderen Seite des Bildschirm sitzen und für die Nutzer, Käufer und Mitglieder da sind, ständig daran arbeitend, den Service des Unternehmens zu verbessern. Das sind Arbeitsplätze, die ohne Social Media nicht vergeben werden könnten - zumindest nicht in der Form. Dann müssten wir wieder tagelang auf eine Antwort per Mail warten oder stundenlang in der kostenpflichtigen Warteschleife hängen.
Dennoch könnten Community Manager in Zukunft arbeitslos werden, ohne dass wir zurück in die Social-Media-Steinzeit geworfen werden. Denn Bots übernehmen immer häufiger die Aufgabe von Menschen - auch in Social Media. So können Chat-Bots die passende Antwort geben, wenn Sie etwas gefragt werden, manchmal sogar, ohne dass man merkt, dass man es mit einem Bot und nicht mit einem Menschen zu tun hat. 

Um im Social Media aktiv zu sein, bedarf es jedoch mehr als nur einen Computer. Für Unternehmen kommt es auf eine gute Präsenz an - es muss passen. Es muss gesehen werden, worum es geht. Der Kunde muss finden, was er sucht, darf dabei aber gern ein wenig umherklicken, um möglichst viel anderes zu sehen, was er eventuell auch noch mit in den Warenkorb legt - ähnlich wie im Supermarkt.

Die Blogparade vom socialhub beschäftigt sich genau mit diesem Thema und sucht Antworten auf Fragen wie "Vor welchen Herausforderungen stehen Unternehmen, angesichts der Entwicklung von Social Media? Welche Themen werden Social Media in Zukunft beschäftigen?" Unter dem offiziellen Hashtag #SoMeParade findet ihr alle Beiträge, die sich mit diesen Themen beschäftigen.

Was glaubt ihr? Ist Social Media Fluch oder Segen für unsere Zukunft?


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1 Kommentar:

  1. Hallo Kevin, vielen Dank für deine Teilnahme im Rahmen unserer Blogparade und deinen Beitrag, der nicht unkritische Aspekte aufwirft und zum Nachdenken anregt. Meiner Meinung nach ist Social Media Fluch und Segen zugleich. Es hängt davon ab, wie Mensch und Unternehmen mit den neuen Kommunikations-Möglichkeiten umgehen und in welchem Umfang sie eingesetzt werden. In der richtigen Dosierung können sie dazu beitragen, soziale Kontakte und Kundenbeziehungen zu intensivieren. Die inflationäre Nutzung für Werbezwecke, Selbstdarstellung, oder eine völlige Automatisierung birgt jedoch die Gefahr, genau ins Gegenteil abzutriften. Ich plädiere daher für einen vernünftigen Umgang, indem die Bedürfnisse des Kommunikations-Empfängers an erster Stelle stehen und nicht die des Senders, oder ausschließlich kommerzielle Zwecke verfolgt werden!

    Herzliche Grüße und bis zum nächsten Mal,
    Sarah von SocialHub
    https://socialhub.io/de/

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