Was sagt die Schlafposition über eine Beziehung aus?

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Rücken an Rücken oder Löffelchen? Was sagt die Schlafposition über eine Beziehung aus?


Eine alte Volksweisheit sagt: "Wie man sich bettet, so liebt man." Ob aneinandergekuschelt, eng umschlungen oder einfach nur auf der eigenen Bettseite zur Seite gedreht, um zu schlafen - wie wir schlafen, sagt eine ganze Menge über die Beziehung aus.

Die Löffelchen-Stellung

Sie ist wohl der Klassiker unter den Schlafpositionen. Dabei kuschelt sich ein Partner von hinten an den anderen und legt seinen Arm um ihn. Sie steht für die große Liebe, die Partner wollen einander auch beim Schlafen nahe sein. Sie bedeutet aber auch, dass es beim Sex meist eher ruhiger zugeht. Ausnahme: Die Partner wechseln sich mit dem "Löffeln" hin und wieder ab - das spricht auch für einige Abwechslung, wenn es im Bett mal wieder zur Sache geht.

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Aber Achtung: Klammeraffen werden bei der Löffelchen-Stellung nicht gern gesehen. Als großes Löffelchen solltet ihr euch dann einmal fragen, warum euer Partner euch wohl die kalte Schulter zeigt. Wer zu sehr klammert, gewährt dem Partner nicht genug Freiheiten und hat große Angst, ihn zu verlieren. Wissenschaftler fanden heraus, dass das sogar zu Albträumen führen kann, in denen man den Partner verliert, wenn er einmal nicht im eigenen Klammergriff schläft.

Die Softcore-Löffelchen-Stellung, bei der der eine Partner zwar in dieselbe Richtung schaut, den kleinen Löffel aber nur mit dem Arm berührt, gilt unter Wissenschaftlern als Zeichen einer ausgeglichenen Beziehung und Vertrauen. Man ist sich zwar nah und berührt sich, gewährt aber Freiheiten und klammert nicht. Auch hier gilt wieder: Wechseln die Partner ihre Position hin und wieder, spricht das für mehr Abwechslung in der Beziehung.

Und dann gibt es noch die Schlafposition, die der Löffelchen-Stellung zwar ähnlich sieht, bei der sich die Partner aber nicht berühren. Das spricht zwar für große Vertrautheit, ist aber auch ein Zeichen dafür, dass eine gewissen Gleichgültigkeit in die Beziehung eingekehrt ist. Vermutlich sind die Partner schon ziemlich lange zusammen - die große Verliebtheit ist bereits verflogen.

Der Knoten

Die Partner schlafen zueinander gerichtet, berühren sich an möglichst vielen Stellen, im Gesicht, an den Armen, dem Bauch, den beinen. Das ist genau so innig, wie es klingt und auch der Sex ist sehr innig und impulsiv. Meist handelt es sich hierbei und Frischverliebte oder um ein Paar, dass sich tatsächlich noch wie am ersten Tag liebt. Man kann gar nicht genug von seinem Partner bekommen und würde am liebsten 24/7 mit ihm verbringen. Doch genau das kann zum Verhängnis werden: schnell kann sich daraus eine Art Abhängigkeit entwickeln.

Der Beschützer

Ein Partner liegt auf dem Bauch, oder dem Rücken, die Partner schlafen einander zugewandt ein. Der andere Partner legt deinen Arm über ihn und auch die Beine können sich berühren. Das ist nicht nur ein Zeichen von Verliebtheit und steht für ein enges Verhältnis, es herrscht auch gegenseitiger Respekt und viel Vertrauen. Der Partner agiert als nächtlicher Schutzengel und sorgt so für mehr Geborgenheit.

Auch wer den Kopf auf die Brust des Partners legt, braucht vielleicht ein klein wenig Geborgenheit. Diese Position zeigt nicht nur Vertrauen und Geborgenheit, sondern symbolisiert auch die Zugehörigkeit der Partner zueinander. Romantik und Zärtlichkeit sind in dieser Beziehung genauso wichtig wie viel Zweisamkeit. 

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Platz da! Hier komme ich!

Beansprucht ein Partner einen Großteil des Bettes für sich, ist das ein Zeichen für Egoismus. Dieser Partner mag es, über dem anderen zu stehen und geht gern seine eigenen Wege. Er verlangt viel Freiheit, ohne dass dabei klar ist, ob er seinem Partner dieselben Freiheiten einräumen würde.

Rücken an Rücken

Paare, die mit dem Rücken zueinander schlafen, sind in der Regel schon etwas länger zusammen. Bei der Waagen-Position etwa, liegen die Partner mit dem Rücken zueinander und berühren sich mit dem Po. Das ist ein Zeichen dafür, dass man einander vertraut und sich Freiheiten gewährt, dass Intimität und Sinnlichkeit aber immer noch nur im eigenen Bett stattfinden - natürlich miteinander. Dass Sie einander nicht anschauen, ist ein Zeichen für großes Vertrauen,

Berühren sich die Partner dabei nicht, kann das verschiedene Ursachen haben. Zum einen kann die eigene Bequemlichkeit wichtiger sein, als die Nähe zum Partner. Das spricht wiederum für Egoismus und könnte ein Anzeichen dafür sein, dass man mit der Beziehung nicht ganz zufrieden ist. Aber auch beruflicher Stress kann dazu führen, dass man in der Nacht lieber einmal seine Ruhe haben möchte. In der Regel ist der Sex bei solchen Paaren sehr routiniert und nur wenig leidenschaftlich. 

Aber Achtung: Bedenkt auch, dass sich euer Partner vielleicht nur nicht an sich rankuschelt, weil er keine Lust hat, zwischen den beiden Matratzen zu versinken.

Quellen: huffingtonpost.de, focus.de, frauenzimmer.de, glamour.de

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1 Kommentar:

  1. Ich würde die Aussagekraft der Schlafpositionen eher bezweifeln. Es gibt so viele Faktoren, die die Schlafposition beeinflussen, dass man da keine klaren Aussagen über die Beziehung treffen kann. Man kann möglicherweise leichte Tendenzen erkennen, mehr nicht.

    Letztlich geht es beim Schlafen ja nicht um die Beziehung, sondern darum dass sich unser Körper erholen kann, dass wir regenerieren und mit neuer Energie durchs Leben gehen. Es ist keiner Beziehung zuträglich wenn die Schlafposition einen tiefen Schlaf verhindert und man den ganzen Tag müde ist, welche Aussage die Position auch immer haben soll.

    Beispielsweise mit dem Kopf auf der Brust des Partners zu schlafen setzt voraus, dass der andere auf dem Rücken schläft. Wenn er/sie dadurch Schnarcht, wird man das jedoch eher vermeiden.

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