Immer erreichbar

Das Handy als ständiger Begleiter.

Egal ob im Café, im Park, an der Bushaltestelle oder an der Ampel – es ist überall.
Viele Menschen können auf ihr Handy überhaupt nicht mehr verzichten. Immer mehr Menschen besitzen ein Smartphone, welches schon längst nicht mehr nur fürs Telefonieren verwendet wird. Facebook, WhatsApp und Twitter bringen Menschen näher zusammen, kommunizieren kann man auch über den gesamten Globus. In Zeiten der Flatrates ist man dauerhaft erreichbar. Viele Menschen – gerade Jugendliche – brauchen das Gefühl, immer erreichbar zu sein. Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter werden zu Tagebüchern, in die jede Kleinigkeit geschrieben wird. Viele können sich ihr Leben nicht mehr ohne das Mobiltelefon vorstellen. Eine Studie belegt, dass mehr als die Hälfte aller Teenager nicht mehr auf SMS und Co verzichten wollen, von der Gesamtbevölkerung sind es nur 24%, die nicht mehr ohne SMS auskommen würden. Kaum wird es im Bus zu langweilig, hat man das Handy zur Hand, um zu spielen oder mit entfernten Freunden zu kommunizieren. Es gibt dabei Vor- und Nachteile und man sollte dem klare Grenzen setzen. Wenn man im Bus oder an der Haltestelle das Handy in der Hand hat, ist das in Ordnung, fährt man selbst – egal ob Auto oder Fahrrad – sollte das Handy nicht in der Hand sein. Heutzutage sind Smartphones wahre Alleskönner: Taschenrechner, Wecker, Organizer, Kamera – das Handy wird zum wichtigen Werkzeug im Alltag und löst traditionelle Taschenrechner oder Kalender ab. Smartphones bieten die Möglichkeit im Internet zu surfen und E-Mails zu lesen. Sie können also durchaus praktisch sein. Sie werden jedoch auch immer teurer und dienen immer mehr als Statussymbol. Bevor das Handy jedoch an der Hand festwächst, sollte man mal darüber nachdenken, ob es nicht auch Vorteile hat, hin und wieder das Handy auszuschalten, denn soziale Kontakte gibt es auch im realen Leben.

Woran erkenne ich, dass ich „immer erreichbar“ bin?

• Du organisierst dein ganzes Leben über dein Smartphone

• Du holst dein Handy bereits nach 10 Sekunden raus, wenn du an der Haltestelle auf den Bus wartest

• Wenn du bei Freunden bist, liegt dein Handy auf dem Tisch, damit du sofort siehst, wenn dein Display aufleuchtet

• Du gehst mehrmals am Tag alle Messenger durch, um zu gucken, ob dir jemand geschrieben hat, ohne dass ein Symbol in der Symbolleiste angezeigt wird

• Nachrichten schreiben entwickelt sich bei dir zu einem richtigen Gespräch, in dem du alle 20 Sekunden antwortest

• Wenn etwas erfreuliches passiert, postest du es sofort auf Facebook oder Twitter

• Wichtige Telefonnummern sind im Handy gespeichert, nicht aber im Kopf – die eigene Handynummer eingeschlossen

• Du lädst dein Handy mindestens einmal am Tag auf

• Du schaust auch während persönlicher Gespräche aufs Handy

• In Funklöchern rastest du sofort aus, weil dein Facebook sich nicht aktualisiert und deine Nachrichten nicht versendet werden

• Dein Handy ist auch dort angeschaltet und wird sogar benutzt, wo es eigentlich verboten ist (Schule, Krankenhäuser, …)

• Wenn du dein Handy mal vergisst, drehst du lieber um und kommst zu spät zur Arbeit, als dass du ohne Handy losgehst

• Wenn dein Handy zulange nicht klingelt, schaust du nach, ob es noch an ist oder bildest dir sogar ein, dass es klingelt oder vibriert

Wenn Du Dich in den meisten dieser Aussagen wiederfindest, solltest Du Dein Handy vielleicht mal ein paar Stunden abschalten.

2 Gedanken zu „Immer erreichbar

  1. Hast du echt schön erfasst und ein gutes aktuelles Thema ausgewählt. Ich rege mich auch oft über diese Menschen auf, die wenn ich mich mit solchen treffe und ich mich als nicht anwesend fühle , weil die Perosn die ganze Zeit auf ihr handy glotzt. Dazu sehe ich es so oft wie Fahrradfahrer und Autofahrer ihre Umgebung gar nicht mehr richtig wahrnehmen weil sie ihre Augen nicht auf das wesentliche halten.

    guter Artikel *Daumen hoch*

  2. Guter Artikel und ich finde mich darin teilweise wieder. Du dich aber sicherlich auch oder? 😉
    Jedoch stimmt es vollkommen und es ist echt anstrengend, dass manche Menschen nicht mehr reden können, sobald sie Internet (W-Lan z.B.) haben.

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