Schreibblockade – Und nun?

Ideenlos? Was tun, wenn der Kopf blockiert wird?

Nicht nur beim Schreiben von Blogbeiträgen oder Geschichten, sondern auch im späteren Berufsleben bei einem Brainstorming oder dem Erarbeiten eines neuen Konzepts kann es passieren, dass der Kopf plötzlich blockiert wird. Gerade eben wart ihr noch fleißig am Schreiben und plötzlich will euch einfach nichts mehr einfallen. Ich kenne das Problem aus eigener Erfahrung sehr gut und habe sechs Tipps zusammengestellt, die eine Schreibblockade lösen können.

Was sind Schreibblockaden?

Schreibblockaden sind der Albtraum eines jeden Autors. Wenn die persönliche Muse plötzlich einen Mittagsschlaf einlegt und man ohne eine einzige Idee am Schreibtisch sitzt, hat man wirklich ein Problem. Der Duden beschreibt eine Schreibblockade als „Unfähigkeit (durch Mangel an Inspiration oder Ausbleiben von Einfällen), etwas zu schreiben oder etwas zu verfassen“.

Schreibblockaden sind ein psychisches Phänomen, das oftmals durch bestimmte Ängste, übermäßigen Druck oder durch zu viele ablenkende Gedanken ausgelöst wird. Schreibblockaden können jedoch auch durch äußere Einflüsse wie Unordnung am Arbeitsplatz ausgelöst werden. Dann bildet die Schreibblockade eine Art Mauer, die uns am Weiterschreiben hindert.

6 Tipps gegen Schreibblockaden und Ideenlosigkeit

1. Aller Anfang ist schwer. Deshalb gilt: Nicht mit dem Anfang anfangen!

Viele Autoren beginnen mit einem Szenario, das mitten in der gewünschten Handlung stattfindet. Wenn man mit einem guten ersten Satz beginnen möchte, man aber keine Idee für diesen ersten Satz hat, kann man auf diesem ersten Satz auch nicht aufbauen und kommt gar nicht voran. Stattdessen hilft es, sich eine Mindmap zu erstellen und zunächst alles aufzuschreiben, was einem wichtig ist. 

Es geht nicht darum, auf dem ersten Satz aufzubauen, sondern auf dem ersten Gedanken. Eine Mindmap im Voraus kann helfen, die Gedanken festzuhalten und hilft auch beim Strukturieren.

2. Einen Fuß vor den nächsten setzen!

Es fällt ungemein leichter, einen Text zu schreiben, wenn man diesen in Etappen schreibt. Beim Schreiben eines Buches kann es deshalb helfen, das Buch Kapitel für Kapitel zu schreiben. Auch Blogbeiträge können mit Überschriften in verschiedene Kapitel gegliedert werden. Wichtig hierfür ist es, dass man einen Grundplan hat, in welche Richtung der Text laufen soll, die Feinheiten kann man dann beim Schreiben immer noch anpassen. Die moderne Textverarbeitung ermöglicht es, Texte im Nachhinein ohne Probleme zu überarbeiten. Außerdem wird so gewährleistet, dass ihr regelmäßig schreibt, um voranzukommen.

Regelmäßiges Schreiben und Arbeiten in Etappen verhindert Schreibblockaden. Längere Geschichten sollten grundsätzlich in Kapitel gegliedert werden.

3. Nicht abschweifen, sondern einlesen!

Wenn plötzlich alle Ideen verschwunden sind, kann es helfen, wenn man das bisher Geschriebene noch einmal liest. Es kann auch helfen, wenn man artverwandte Texte liest.

Lesen bildet nicht nur, es löst auch Blockaden und sorgt für Inspiration.

4. Übung macht den Meister!

Wer viel schreibt, hat seltener Schreibblockaden. Dafür genügt es bereits, wenn man einfache Schreibübungen erledigt. Man könnte sich beispielsweise einen Steckbrief für einen der Charaktere aus der eigenen Geschichte ausdenken. Das kann später sogar noch nützlich sein, wenn die Geschichte weiter geschrieben werden soll.

Kleine Schreibübungen lockern den Geist und überwinden die Blockade.

5. Konkurrenz belebt den Markt!

Und nicht nur das! Es gibt Schreibwerkstätten oder Blogparaden, in denen Texte zu einem bestimmten Thema verfasst werden müssen. Durch den Konkurrenzdruck kann die Blockade beseitigt werden. Zusätzlich schreibt ihr einen neuen Text, der sich mit den Texten anderer messen muss.

Auch der dadurch entstehende Zeitdruck kann euch helfen, die Schreibhemmung zu überwinden. Aber Vorsicht! Druck kann auch negative Auswirkungen auf euch haben.

Druck kann positive und negative Auswirkungen auf euch haben. Ihr könnt auch mit anderen Textern eine Zeit verabreden, in der ihr in Gemeinschaft schreiben könnt.

6. Zeit für einen Tapetenwechsel!

Wer zu Hause am Schreibtisch nicht vorankommt, sollte über einen Ortswechsel nachdenken. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass räumliche Veränderungen den Geist lockern.

Lasst eure Schreibblockade zu Hause und geht mit eurem Notizblock oder eurem Laptop in ein Café, eine Bibliothek oder macht einen kurzen Ausflug in einen Park oder ins Museum.

»Mir hilft es, einen Text darüber zu schreiben, dass ich eine Schreibblockade habe und wo es klemmt. Meistens schaffe ich nach einem Absatz den Absprung zum eigentlichen Thema.«

– Lola S. von andereaussichten.de

Habt ihr noch Ideen, Tipps und Tricks gegen Schreibblockaden? Immer her damit!

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