Schlafen – Mythen und Fakten

8 Mythen zum Schlafen.

1. Bei Vollmond kann man schlechter schlafen.

Dieser häufig vertretene Mythos ist reiner Zufall oder Aberglaube. Wissenschaftlich nachgewiesen ist eine Auswirkung des Vollmondes auf den Schlaf nicht. Die einzige mögliche Auswirkung ist die erhöhte Helligkeit, die das Einschlafen erschweren könnte, aber dafür gibt es ja Vorhänge!

2. Schlafen macht schön.

Tatsächlich ist es Schönheitsschlaf mehr als nur ein Mythos. Forscher aus Schweden haben dies in einem Experiment nachgewiesen. Schöner und gesünder wirken demnach Menschen, die ausgeschlafen sind. Während wir Schlafen läuft die Erneuerung der Hautzellen auf Hochtouren, die Haare wachsen und Kuren und Pflegecremes entfalten nun am besten ihre Wirkung.

Kinder und Teenager sollten 10 Stunden am Tag Schlafen. Optimal für einen Erwachsenen sind 8 Stunden Schlaf pro Tag, für Rentner sind 6 Stunden Schlaf ausreichend. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass zu wenig Schlaf dick macht und zudem die Gefahr auf einen Hirnschlag deutlich erhöht.

3. Schlaf macht schlau!

Schlafen ist tatsächlich wichtig für unser Gehirn. Im Schlaf verarbeitet das Gehirn die Eindrücke und Erinnerungen des Tages und frisch gelerntes wird im Gedächtnis verfestigt. Optimal verarbeitet das Gehirn neue Informationen, wenn es sie spätestens vier Stunden nach dem Erlernen in einem Nickerchen vertieft. Umgekehrt macht sich auch Schlafmangel bemerkbar. Wer zu wenig schläft, dessen Hirnleistung lässt bis zu 40% nach.

4. Wer nachts nichts aufwacht, hat einen gesunden Schlaf!

Das stimmt nicht. Zu einem gesunden Schlaf gehört es dazu, mehrmals in der Nacht aufzuwachen. Nächtliches Aufwachen ist also völlig normal.

Wenn man allerdings schlecht geschlafen hat, muss man den Schlaf nicht nachholen. Am nächsten Abend früher ins Bett zu gehen, bringt also rein gar nichts. Der Körper holt den Schlaf durch die Schlafqualität auf, nicht durch längeres Schlafen!

Man wird übrigens nicht müder, je später es ist. Müdigkeit ist ein Prozess der in einem etwa vierstündigen Rhythmus immer wieder auftritt.

5. Es ist gesund, immer bei offenem Fenster zu schlafen.

Nein, ist es nicht! Ebenso wenig wie es gesund ist, in einem überhitzten Raum zu schlafen. Im Winter sollte man nachts also die Heizung herabsetzen. Sturzlüften vor dem Schlafen reicht aber völlig. Ideal für den Schlaf sind 18 – 20°C.

6. Vor dem Schlafen sollte man nicht mehr essen!

Spätes Essen beeinflusst nicht zwangsläufig den Schlaf. In den Mittelmeerländern wird traditionell später gegessen. Dennoch schlafen die Menschen dort unbeeinträchtigt. Hier wird jedoch meist eine leichte Küche serviert, die das Verdauungssystem nachts nicht zu sehr beansprucht.

7. Sport ist wichtig für einen gesunden Schlaf!

Sport und Fitness sind durchaus förderlich für einen guten Schlaf. So wird der Körper auf eine angenehme Art ausgepowert. Das verlängert die nächtlichen Tiefschlafphasen und sorgt für einen erholsamen Schlaf. Direkt vor dem Schlafengehen sollte man jedoch auf Sport verzichten, um den Kreislauf nicht anzuregen.

8. Alkohol hilft beim Einschlafen!

Auch wenn dieser Mythos wahr ist, ist davon abzuraten, Alkohol als Schlummertrunk zu verwenden. Ein regelmäßiger Gebrauch führt sehr leicht zur Abhängigkeit. Der Alkohol hilft zwar, zeitnah einzuschlafen, bringt aber den Schlaf durcheinander, weil der Körper damit belastet wird, den Alkohol abzubauen. Ein alternativer Schlummertrunk – ganz ohne Alkohol – ist eine warme Milch mit Honig.


 

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