Theorie mal anders – Das Sex-ABC

Sexualkunde: 26 Buchstaben – 26 Begriffe. Wie viele davon kennt ihr?

Der Geschlechtsakt wird kurzzeitig unterbrochen und der Mann nimmt seinen erigierten Penis aus der Vagina der Frau. Anschließend taucht er ihn in warmes Wasser oder Öl, ehe er wieder in die Frau eindringt.
Dies kann für beide Partner als sehr anregend empfunden werden.


Bondage bezeichnet das Fesseln beim Geschlechtsakt, das meistens mit speziellen Seilen erfolgt. Hierfür gibt es eine Vielzahl (aufwändiger) Fesseltechniken. Doch auch das Fesseln mit Handschellen oder beispielsweise Seidentüchern kann unter den Begriff „Bondage“ gefasst werden. Hierbei wird das Gefühl von Macht oder des Ausgeliefertseins als besonders reizvoll empfunden.


Der Coitus Interruptus wird oft fälschlicherweise als Verhütungsmethode angesehen. Gemeint ist damit, dass der Geschlechtsakt rechtzeitig unterbrochen wird und der Mann seinen Penis vor der Ejakulation aus der Vagina der Frau zieht.
Jedoch können auch vor der eigentlichen Ejakulation einige Tropfen Sperma austreten, die ausreichen, um eine Frau zu schwängern.


Beim Dirty Talk ist alles erlaubt, was dem Partner gefällt und nicht als verletzend empfunden wird. „Besorg’s mir so richtig.“ wäre eine Aufforderung beim Dirty Talk. Gemeint ist das Sagen oder Flüstern von schmutzigen Dingen, was zwar gewöhnungsbedürftig ist, das Liebesleben aber so richtig in Schwung bringen kann.


Rückt bei SM-Spielchen das Zufügen von Schmerzen in den Hintergrund, erreicht man die softere Version, in der es in erster Linie um das Fesseln und sanfte Schmerzen geht. Diese Form wird Englisch genannt.


Führen bestimmte Körperteile (zum Beispiel Füße), bestimmte Materialien (zum Beispiel Lack oder Leder), bestimmtes Verhalten (zum Beispiel Erniedrigung) oder bestimmte Kleidungsstücke (zum Beispiel besonders knappe Höschen) zur sexuellen Erregung, spricht man von einem Fetisch. Diese können ganz unterschiedlich ausfallen – so gibt es zum Beispiel die Vorliebe, gequält und erniedrigt zu werden.


Beim Griechischen Geschlechtsverkehr sollte man das Vorspiel besonders in die Länge ziehen. Griechisch ist ein anderer Begriff für den Analverkehr, bei dem besser nicht auf das Gleitgel verzichtet werden sollte. Das besonders intensive Vorspiel kann eine gute Vorbereitung für beide Partner sein, damit sein Penis nicht erschlafft und sie keine zu großen Schmerzen hat.


Ein Harness ist eine Art Geschirr, das zum Umschnallen eines Dildos insbesondere bei homosexuellen Frauen Verwendung findet. Immer häufiger findet dieses Stück aber auch Verwendung bei heterosexuellen Paaren.


Intimpflege ist schon längst nicht mehr das bloße Waschen der Geschlechtsorgane. Das Rasieren, Stutzen oder Waxen der Intimbehaarung ist ein regelrechter Trend, sodass es tatsächlich auch Intimfrisuren gibt. Sogar Intimschmuck gibt es mittlerweile in verschiedenen Größen und Formen.


Den „zweiten Frühling“ im Leben eines Mannes bezeichnet man als Johannestrieb. Gemeint ist, wenn ein Mann (oft schon weit jenseits der 60 Jahre) noch einmal Vater wird.


 

Wer seinen Sex „kink“ mag, liebt die Abwechslung. Denn „kink“ kommt aus dem Englischen und bedeutet verrückt, verdreht. Dazu gehören Stellungswechsel und der Wechsel der Orte, an denen der Sex praktiziert wird. Der ständige Wechsel der Sexualpartner wird jedoch nicht unter diesem Begriff verstanden.


Das Feuchtwerden der Vagina bezeichnet man als Lubrikation. Je erregter eine Frau ist, desto stärker die Lubrikation, was das Eindringen erleichtert.
Auch der Penis eines Mannes kann feucht werden. Der Lusttropfen tritt nämlich vor dem eigentlich Höhepunkt aus. Da auch er schon Spermien enthält, ist der Coitus Interruptus keine zuverlässige Verhütungsmethode.


MILF ist eine Abkürzung, die durch den Teenie-Film „American Pie“ geprägt wurde, und bezeichnet eine attraktive Frau. Es steht für „Mom I’d like to fuck“ und wird frecherweise häufig von jungen Männern verwendet.


Empfindet man es als erregend, über Sex und heißes Bettgeflüster zu reden, dann wird man als narratophil bezeichnet. Es wird vermutet, dass nahezu jeder bei einem bestimmten Gesprächsthema erregt wird, weshalb der Großteil der Bevölkerung als narratophil angesehen wird.


 Die erotische Liebe zu Gegenständen wird als Objektsex bezeichnet. Dabei verlieben sich Menschen in Gegenstände und empfinden diese als sexuell erregend.


Stoffwechsel- und Bluterkrankungen können zum Priapismus führen. Gemeint ist eine Dauererektion des Glieds, ohne dabei ein Lustempfinden zu verspüren. Eine solche Erektion kann bis zu zwei Wochen andauern und führt unbehandelt zur Impotenz.


Entweicht beim Geschlechtsverkehr Luft aus der Scheide oder dem After des Sexualpartners, wird dieses Geräusch als Queef bezeichnet.


Die medizinische Wiederherstellung der weiblichen Jungfräulichkeit durch Rekonstruktion des Jungfernhäutchens (Hymen) wird Revirgination genannt. Dieser Eingriff wird häufig in Kulturen angewandt, in denen Frauen nur unberührt eine Ehe schließen dürfen.


Während die Frau ihre Brüste zusammendrückt, stimuliert der Mann seinen Penis bis zum Orgasmus im dadurch entstandenen „Tal“. Diese Praxis wird „Spanisch“ genannt.


Die Triole ist ein anderer Begriff für einen „flotten Dreier“ – also den Geschlechtsverkehr zu dritt. Das Geschlecht der Sexualpartner ist dabei nicht vorbestimmt.


Als Überschusspartys werden privat-organisierte Sexpartys bezeichnet, bei denen die Männer meist in der Überzahl sind, um die Frauen zu „beglücken“. Mehrere Männer haben dann unmittelbar mit derselben Frau Sex, oft schauen die anderen dabei zu.


Der Venushügel ist die sanfte Erhebung des Schambeins einer Frau unmittelbar über der Vagina.


Die feuchten Träume oder Wet Dreams sind erotische Träume, die zum Feuchtwerden der Vagina, zur Erektion des Penisses oder sogar zum Orgasmus führen können.


Xenophilie wird auch als Casanova-Syndrom bezeichnet. Xenophile Menschen empfinden sexuelle Begeisterung für völlig fremde Menschen, sind erregt, wenn sie jemanden kennenlernen, verlieren aber ihr Interesse nach dem ersten Sex.


Yohimbin wird aus der Rinde des Yohimbe-Baumes gewonnen und ist ein aphrodisierendes Mittel, das der Verbesserung der Erektion eines Mannes dient.


Beim Zen-Sex geht es weniger um den tatsächlichen Sex als viel mehr um die zärtliche Berührung, das Warten und die Vorfreude. Oberstes Ziel ist es, die Einheit von Körper, Geist und Seele zu spüren.


Welche Begriffe kanntet ihr und welche waren euch völlig fremd?

1 Gedanke zu „Theorie mal anders – Das Sex-ABC

  1. Hallo Kevin,

    Ich finde du hast gut recherchiert und dich getraut Themen anzusprechen, die sonst keiner gerne ansprechen will, und das mit einer einfallsreichen (ABC-)Methode.

    Auf den zweiten Teil bin ich schon gespannt!

    Für dein Studium wünsche ich dir alles Gute und viel Erfolg.
    Du kannst dich ja mal wieder melden, z. B. per Mail o. ä., wenn du magst. 🙂

    Alexander

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