Je suis Charlie – Tage, an denen die Erde schwankt

„Je suis Charlie.“ Ein Satz, der Bekenntnis zu den Rechten und Werten einer freiheitlichen Gesellschaft mit der Trauer über die Opfer eines schrecklichen Verbrechens verbindet.

Als am 11. September 2001 vier US-amerikanische Passagierflugzeuge von Terroristen in wichtige zivile und militärische Gebäude gesteuert wurden, spürte man es ganz deutlich. Plötzlich spürte man das Schwanken der Welt. Die Angst vor Terrorangriffen stieg – auch in Deutschland. Doch was damals so fern schien, ist jetzt nur noch einen Katzensprung von uns entfernt. Die Angst war immer präsent, die Erde schwankt ständig. Aber nur an einigen Tagen spürt man es ganz deutlich. Der 11. September 2001 war so ein Tag. Der 07. Januar 2015 ist auch so einer.

Was ist passiert?

07. Januar 2015, Paris.

Es war ein Mittwoch wie jeder andere. Um 10:00 Uhr morgens traf das Redaktionsteam sich zu einer wöchentlichen Sitzung im Büro. Gegen 11:30 Uhr drangen zwei maskierte Männer, die Brüder Saïd und Chérif Kouachi mit Sturmgewehren in die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo ein. Im Eingangsbereich töteten sie den Hausmeister. Unter vorgehaltener Waffe zwangen sie eine Cartoonistin, die gerade das Gebäude verlassen wollte, den Zugangscode für die Redaktionsräume einzugeben, dann stürmten sie die Räume und eröffneten das Feuer. In der Redaktion erschossen sie insgesamt elf Personen, mehr als zehn weitere wurden verletzt. Während ihrer Flucht aus Paris erschossen die beiden Brüder eine Polizistin, die sich den Flüchtigen in den Weg stellte.
Sofort wurden die Brüder zur Fahndung ausgeschrieben und auch der Schwager rückte ins Visier der Ermittler. Als dieser jedoch von den Vorwürfen erfuhr, stellte er sich der Polizei und wurde gemeinsam mit Chérifs Frau vorübergehend verhaftet. Am 09. Januar wurden sie wieder freigelassen.
Auf der Suche nach Saïd und Chérif waren alle Spezialeinheiten Frankreichs an der Fahndung beteiligt.

08. Januar 2015, Villers-Cotterêts.

An einer Tankstelle nord-östlich von Paris raubten die beiden Brüder am Morgen des folgenden Tages mit Waffengewalt ein paar Lebensmittel. Gegen 14:30 Uhr erhielt die Polizei einen Anruf, in dem ein Zeuge meldete, die beiden Attentäter in der Nähe gesehen zu haben. Sofort wurde ein 20 Quadratkilometer großes Gebiet abgeriegelt und durchsucht, doch die Suchaktion blieb ohne Erfolg.

Montrouge.

Die Stadtpolizistin Clarissa Jean-Philippe befand sich zur routinemäßigen Aufnahme eines Verkehrsunfall in der Gemeinde südlich von Paris. Ein mit schusssicherer Weste und Patronengurt ausgestatteter Mann erschoss die Polizistin und verletzte einen Angestellten der Stadt schwer, ehe er die Flucht ergriff. Augenzeugen beschrieben den Täter, sodass es der Polizei gelang, ein Phantombild anzufertigen und den Täter zu identifizieren. Sie suchten nach Amedy Coulibaly, polizeibekannt als Mitglied einer Gruppe von Dschihadisten. Die bereits am Vortag festgenommene Frau von Chérif Kouachi bestätigte den Ermittlern die sehr gute Bekanntschaft zwischen den Kouachi-Brüdern und Amedy Coulibaly, sodass der Verdacht eines Zusammenhanges mit dem Anschlag auf Charlie Hebdo aufkam.

09. Januar 2015, Montagny-Sainte-Félicité.

Mit vorgehaltener Waffe hielten die Kouachi-Brüder gegen 8:00 Uhr am Freitag ein Fahrzeug an und fuhren wieder in Richtung Paris. Nach einer kurzen Zeit ließen die beiden die Fahrerin frei. Berichten zufolge kam es auf der Route nationale 2 zu einer Verfolgungsjagd und einem Schusswechsel. In Dammartin-en-Goële, nahe des Pariser Flughafens, verschanzten sich die Brüder in einer Druckerei. Die Polizei umstellte das Gebäude, richtete eine Sicherheitszone ein und ließ sogar Militärhubschrauber anrücken, die das Gebäude umflogen, weshalb zwei Landebahnen des Flughafens gesperrt werden mussten, damit die Flugzeuge nicht in die Nähe der Hubschrauber kamen. Bald ließen die Brüder den Geschäftsführer der Druckerei frei und auch ein weiterer Angestellter blieb von ihnen unbemerkt.
Die Versuche der Spezialeinheiten, einen der beiden Brüder zu erreichen, blieben ohne Erfolg. In einem Telefongespräch mit einem französischen Fernsehsender erklärte Chérif, dass er von der Terrororganisation al-Qaida im Jemen geschickt worden sei. Am Nachmittag kam es zum Schusswechsel mit den Spezialeinheiten. Chérif und Saïd Kouachi wurden dabei getötet.

Porte de Vincennes.

Gegen Mittag überfiel Coulibaly einen Supermarkt für koschere Produkte im Osten von Paris und verschanzte sich dort mit mehreren Geiseln. Ein Angestellter des Marktes führte fünf der Kunden in die Kühlkammer des Ladens, um sich und sie vor dem Mann zu schützen. Dort überdauerten sie fünf Stunden.
Coulibaly forderte den freien Abzug für die Kouachi-Brüder, was eine Verbindung endgültig bestätigte, und drohte mit der Erschießung der Geiseln, unter denen sich auch ein dreijähriger Junge befand. Derselbe Fernsehsender, mit dem auch Chérif Kouachi telefoniert hatte, stand auch in telefonischem Kontakt mit Amedy Coulibaly, welcher bestätigte, dass der Beginn dieser „Operation“ abgesprochen gewesen sei und er für den Islamischen Staat (IS) kämpfte. Er gab zudem an, „wegen der Juden“ gezielt diesen Supermarkt ausgewählt und vier Personen getötet zu haben. Er rechtfertigte seine Handlungen Berichten zufolge mit der Intervention in Mali und das Vorgehen gegen den IS im syrischen Bürgerkrieg. Bei der Stürmung durch die Polizei schoss Coulibaly wild um sich, wurde aber schließlich von den Einsatzkräften erschossen.

Wie reagierte man auf solche Ereignisse?

Noch am selben Abend gehen tausende Menschen auf die Straße und es gibt Solidaritätskundgebungen. Die meisten Menschen verhalten sich friedlich und verzichten auf Fahnen und Gegröl. Stattdessen erleuchten Kerzen die Nacht und es werden Plakate mit der Aufschrift „Je suis Charlie“ („Ich bin Charlie“) getragen, was vorher auf der Internetseite der Redaktion Charlie Hebdo veröffentlicht wurde.
Am 11. Januar 2015 gab es einen Trauermarsch in Paris, zu dem mehr als 1,5 Millionen Menschen erschienen. Auch dabei: die französische Regierung und 44 hochrangige Politiker aus aller Welt, auch die Kanzlerin.
Weltweit trauern die Menschen um die Opfer der Anschläge in Paris. Selbst in Palästina und im syrischen Aleppo wird gegen Terror demonstriert.

Hat sich die Bedrohungslage in Deutschland geändert?

Es besteht stets die Angst vor Terroranschlägen. Nach Tagen und Ereignissen wie diesen ist gerade die Angst vor Nachahmungstätern und Trittbrettfahrern besonders hoch. Die deutschen Sicherheitsbehörden sind deshalb besonders aktiv. Bislang gibt es jedoch keine Anhaltspunkte für Kontakte oder Bezüge der Attentäter in Frankreich nach Deutschland. Ein Beamter der Staatsschutzstelle der Polizei sagt jedoch: „Wir stellten fest, dass die Taten in Frankreich in einschlägigen Kreisen sogar gefeiert wurde.“ So kursiert zur Zeit ein Propagandafilm im Netz, der den Titel „Oh, einsamer Wolf, zögere nicht“ trägt. Er zeigt Bilder des Anschlages, die mit religiösen Sprechgesängen hinterlegt sind und als Aufforderung für Nachahmungstäter zu verstehen sind. Außerdem steht daneben der Name der Terrormiliz Islamischer Staat.

Wie werden verdächtige Personen überwacht?

Schätzungsweise gibt es mehr als 550 Krieger, die aus Deutschland in Richtung Syrien reisten. Etwa 180 davon sind bereits nach Deutschland zurückgekehrt. Einer Analyse zufolge wenden sich nur wenige der Heimkehrer von der extremistischen Szene ab. Der Freundeskreis der jungen Männer spielt eine bedeutendere Rolle als die Moscheen und das Internet. Die mehr als 230 Gotteskrieger, deren Verbleib noch ungewiss ist, werden als Gefährder bezeichnet. Die Staatsschutzdienststelle spricht die Gefährder direkt an, überprüft die Personalien, ihre Autos, überwacht die Kommunikation der Szene und sucht nach Auffälligem. Dadurch fallen für Polizei und Verfassungsschutz jährlich mehr als 10.000 Arbeitsstunden allein für die Beobachtung der Syrien-Rückkehrer an.

Wie kann sich Deutschland noch besser schützen?

Bisher ist es den Telefongesellschaften überlassen, wie lange sie die Verbindungsdaten ihrer Nutzer aufbewahren. Polizei und Staatsanwaltschaft fordern jedoch seit Jahren, genau dies zu ändern. Während Kritiker dies als Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Menschen sehen, empfindet die Gewerkschaft der Polizei (GdP) derartige Maßnahmen als notwendig. Der Inlandsnachrichtendienst solle personell und materiell besser ausgestattet werden, fordert GdP-Chef Oliver Malchow.
Neue Formen der Kommunikation, wie verschlüsselte Smartphone-Anwendungen bereiten den Ermittlern jedoch zunehmend Schwierigkeiten. Derart erstellte virtuelle Gemeinschaften kann die Polizei nur schwierig infiltrieren. Der personelle und materielle Mangel erschwert diese Maßnahmen zunehmend. Ende letzten Jahres bewilligte der Bundestag deshalb 100 neue Kräfte beim Verfassungsschutz.

Wie wirken sich die Anschläge auf das Zusammenleben mit Muslimen aus?

Unmittelbar nach dem Anschlag auf Paris reagierten die Muslimischen Verbände in Deutschland. „Dies ist ein feindlicher und menschenverachtender Akt gegen die unsere freie Gesellschaft“, sagte Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime. Zusammen mit anderen Verbänden plane die türkisch-islamische Union außerdem eine Kundgebung „gegen Terror, für die Freiheit“.
Muslime in Deutschland fürchten nach den Anschlägen in Frankreich noch mehr Hass und Vorurteile gegen sie. „Terroristische Anschläge haben nichts mit dem Islam zu tun“, betonte Innenminister de Maizière.

„Je suis Charlie, aber nicht Pegida.“

Am Mittwoch war auf der Facebookseite von Pegida als Reaktion auf die Anschläge in Paris zu lesen: „Die Islamisten, vor denen Pegida seit nunmehr zwölf Wochen warnt, haben heute in Frankreich gezeigt, dass sie eben nicht demokratiefähig sind, sondern auf Gewalt und Tod als Lösung setzen.“ Auch die Alternative für Deutschland (AfD) stellte eine Verbindung zwischen den Anschlägen in Frankreich und Deutschland und Pegida her. Der Partei-Vizechef Alexander Gauland sehe den Anschlag als eine „Rechtfertigung für die Anti-Islam-Bewegung Pegida“. Weiter sagte er: „All diejenigen, die bisher die Sorgen der Menschen vor einer drohenden Gefahr durch Islamismus ignoriert oder verlacht haben, werden durch diese Bluttat Lügen gestraft.“
Der AfD-Chef Bernd Lucke äußerte sich jedoch zurückhaltender. Man dürfe nicht die Taten „zweier Extremisten einer ganzen Religionsgemeinschaft anlasten, deren Großteil aus friedliebenden, unbescholtenen Menschen besteht.“
Zehntausende zogen deshalb beispielsweise in Dresden für Weltoffenheit und Mitmenschlichkeit auf die Straße. „Je suis Charlie, aber nicht Pegida“, bekundeten die Teilnehmer schweigend auf ihren Plakaten. Dresdens Oberbürgermeisterin war sichtlich zufrieden, dass an dieser Demonstration mehr Leute teilnahmen, als zuletzt zu einer Pegida-Demonstration.
„Wer gegen alles Fremde polemisiert und Ängste gegen Ausländer, Flüchtlinge und Asylsuchende schürt, mit dem lässt sich nicht sachlich reden.“

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU)

Und er hat völlig Recht. Man darf nicht von zwei Extremisten auf eine Religionsgemeinschaft zielen. Hitler war Österreicher, aber sind deshalb alle Österreicher machtbesessene Diktatoren? In Deutschland gab es den Nationalsozialismus aber sind deshalb alle Deutschen Nazis? 
Doch die Anschläge haben auch gezeigt, dass die Welt noch immer nicht sicher ist und dass der Kampf gegen den Terrorismus noch lange nicht gewonnen ist. Auf dieser Erde herrscht kein Frieden und deshalb wird sie weiter schwanken, egal ob wir es merken oder nicht.
 


Wie steht ihr dazu? Was ist eure Meinung zu Bewegungen wie Pegida und wie steht ihr zu den Anschlägen in Paris? Mich interessiert eure Meinung! 

Quellen: spiegel.de, zeit.de, tagesschau.de, n24

14 Gedanken zu „Je suis Charlie – Tage, an denen die Erde schwankt

  1. Hallo Kevin!

    dein Beitrag hat mich sehr berührt. Obwohl ich die Nachrichten verfolgt habe, ist mir dein Beitrag so nahe gegangen, als ob ich den Inhalt zum ersten mal erfahren hätte.

    Mache Menschen haben die Aussagen ihrer eigenen Religion nicht verstanden. Egal um welchen Glauben es geht, alle predigen eine gemeinsame Sache: die Nächstenliebe.

    Es bleibt nur eine zusammenfassende Aussage für mich als sinnvoll übrig: "Je suis Charlie!" :'(

    Liebe Grüße
    Alexander

  2. Ich finde es furchtbar, dass manche Gläubigen so ticken und im Namen ihres Gottes töten. Niemand in Paris hat das verdient, niemand in Amerika, niemand auf der ganzen Welt. Wie PAS schon schrieb, Nächstenliebe sollte das oberste Gebot sein. Andere Religionen akzeptieren lernen. Aber ob das je geschehen wird. Mir macht das ganze Thema Sorgen! Es rückt immer näher an unsere friedliche Welt heran!

  3. Ich finde es auch sehr schrecklich, was da passiert.
    Nur weil jemand ein Bild zeichnet, um auf den Punkt zu bringen.
    So etwas ist nicht mehr normal.
    Man konnte so schön zusammen leben und doch muss immer etwas passieren.
    Einfach nur schrecklich.
    Liebe Grüße
    Michelle

  4. Hey Kevin, danke, dass du das alles so zusammen geschrieben hast. Ich habe die Anschläge nicht besonders detailliert in der Presse verfolgt und fühle mich durch deinen Artikel umfassend über die Geschehnisse informiert.

    Es ist natürlich schrecklich, wenn soetwas passiert. Ich fürchte wir werden solche Angriffe nicht vollständig verhindern können. Eine unmittelbare Gefahr für jeden einzelnen besteht natürlich nicht. Ich bin der Meinung in Deutschland ist noch keiner durch einen solchen Anschlag ums Leben gekommen. Selbst wenn, ist es im Vergleich zu z. B. Verkehrstoten verschwindend gering. Da sterben mehr Menschen unverhofft durch Blitzeinschläge.

    Ich kann in die Menschen, die solche Anschläge begehen nicht rein gucken. Vielleicht wollen sie Angst verbreiten, sich rächen oder folgen absurden extremistischen Ansichten. Ich denke jedoch wir sollte uns davon keine Angst machen lassen.

    Der Anschlag wirkt als starkes Symbol. Es verbreitet (gewollt oder ungewollt) Angst und Unsicherheit. Ich finde es wichtig Zeichen dagegen zu setzen, wie es dann ja auch geschehen ist. Da spielen 3 Menschen verrückt und töten unschuldige Menschen und 1,5 Millionen Menschen gehen in Paris auf die Straße um den verstorbenen zu gedenken und zu zeigen, wie sehr sie solche Anschläge ablehnen. Es ist falsch Menschen zu töten, egal aus welchen Gründen.

    Natürlich mussten Diskussionen wie um die Vorratsdatenspeicherung dabei wieder aufkommen. Frankreich hat eine Vorratsdatenspeicherung. Wie effektiv diese war, solche Anschläge zu verhindern zeigen die Anschläge ja deutlich. Sie hat es nicht verhindert. Das Bundesverfassungsgericht hat die Vorratsdatenspeicherung zurecht gekippt. Sie stellt einen ungerechtfertigten Eingriff in die Privatsphäre dar und hat kaum einen Nutzen dabei Straftaten vorzubeugen oder aufzuklären. In den EU-Ländern, die sowas eingeführt haben, gibt es keine Steigerung der Aufklärungsrate. In DE könnten möglicherweise 0,006% der Straftaten mehr aufgeklärt werden. Wer mehr wissen will, sollte sich den Wikipediaartikel dazu durchlesen.
    Um mehr Leben zu retten, sollte das Geld, das für die Vorratsdatenspeicherung ausgegeben würde, lieber in Krankenhäuser investiert werden.

    Was die Äußerungen von Pegida angeht, habe ich nichts anderes erwartet. Was soll man da noch zu sagen. Diese Menschen, die da vor Islamisierung und Ausländern warnen vertreten halt Menschen verachtende Haltungen.

    Anschläge wie die in Paris bekämpft man jedoch nicht, indem man Hass verbreitet. Im Gegenteil. Wir sollten versuchen aufeinander zu zu gehen. Wir sollten den Dialog suchen und Freundschaften knüpfen und pflegen. Wir sollten auf Außenseiter zugehen, andersartige integrieren und Minderheiten vor dem blinden Hass anderer schützen.

  5. Die Welt ist echt Ekelhaft.
    So, jetzt isses raus.
    Irgendwie verstehe ich dieses ganze "geschieße", -ermorden, Krieg und sonst welche Gewalt nicht. Was haben die davon?
    Ich kann es auch nicht Nachvollziehen, dass es so einfach ist an Waffen zu kommen und sogar in vielen Ländern es Erlaubt ist, privat Waffen zu haben.
    Ich habe das alles in den Nachrichten mitbekommen und kann darüber nur den Kopf schütteln.

    So richtig Schützen kann man sich glaube nie. Sowas wird es immer geben, was echt traurig ist.
    Statt die Menschheit zusammen hält und eine Gemeinde ist. Wird jedes Land für sich entschieden. Und was ja daraus wird, sieht man ja..

    Menschen sollten nicht ermordet werden weil sie an etwas anderes glauben, anders aussehen oder sonst was. Allerdings bin ich der Meinung, dass Menschen die Totes strafe bekommen sollten, die sowas tun. Da hab ich auch kein Mitteil…

    So, ich geh jetzt. Sonst reg ich mich über die Menschen nur weiter auf ^^
    Liebe Grüße und eine schöne Restwoche
    Nicole

  6. Hallo Nicole,
    die Täter sind ja nun tot. Ich finde das aber eine milde Strafe. Man müsste sie aus ihrer fanatischen Gedankenwelt holen und ihnen die Realität zeigen, so dass sie Jahre im Gefängnis unter dem dann schlechten Gewissen leiden müssen.

    Klar ist das für die Angehörigen der Toten schlimm. Mit wenigen Toten im Jahresdurchschnitt stellt das aber keine große Gefahr dar. Da sind Blitze gefährlicher. Auto fahren und Kochen sowieso.

  7. sehr guter Beitrag!
    Es ist furchtbar, wie krank unsere Welt ist und das es immer wieder so Spinner gibt, die im Namen einer Religion solche Dinge tun.
    Ich finde es aber auch schlimm, wenn über den islam geschimpft und dagegen gehetzt wird, ohne sich jemals näher damit beschäftigt zu haben.
    Der Islam lehrt so etwas nicht, und nicht alle Muslime sind Terroristen.
    Auch im Namen des Christentums wurden Kriege geführt, obwohl die Bibel etwas anderes lehrt…

    Jessi

  8. Ich verstehe auch die Religion nicht, die vorschreibt, andere Menschen zu töten.
    Das Christentum beispielsweise verbietet das Töten ja sogar in den Zehn Geboten. Ich weiß nicht, wie andere Religionen das handhaben, aber ich bin mir sicher, dass das bei vielen recht ähnlich ist.

  9. Das ist leider wahr. Es gibt einfach keine Tage, an denen nichts passiert…
    Und wenn schon nichts Mutwilliges, dann gibt es irgendwelche Unfälle…

  10. Ich habe anfangs zwar beiläufig mitbekommen, was da passiert ist, habe mich aber erst für diesen Blogartikel noch einmal detailliert damit auseinandergesetzt. Dass du jetzt schlauer bist als zuvor, zeigt mir, dass ich meinen Job gut gemacht hab! 🙂

    Es ist tatsächlich schwierig, so etwas komplett aus der Welt zu schaffen, da kann selbst das beste Sicherheitsnetz der Welt nichts gegen tun. Ich halte die Vorratsdatenspeicherung für wenig sinnvoll, denn damit wird zunächst JEDER als verdächtig gesehen. Daraus dann denjenigen zu finden, der tatsächlich einen Anschlag plant, wird schwierig, da ja angeblich nur gespeichert wird, mit wem man spricht, nicht aber was man spricht. Wie will man anhand dieser Daten also herausfinden, wer tatsächlich gefährlich ist? Glaube kaum, dass die ständig nach Jemen telefonieren werden und so auffallen würden… Und auf der anderen Seite könnte genau so gut Fritzchen einen Anschlag mit seiner Mutter planen, weil denen plötzlich irgendetwas nicht mehr gefällt. Aber wollen sie Fritzchen jetzt wegsperren, weil er mit seiner Mutter telefoniert? Natürlich kann man Verdächtige dann immer noch überwachen und so eventuell herausfinden, wer noch dazu gehört, aber grundsätzlich jeden zu überwachen bringt irgendwie nichts.

    Ich fand die die Äußerungen von Pegida und vom stellv. AfD-Chef wirklich erschreckend. Aber genau das wären beispielsweise Äußerungen, die dem Staatsschutz mal als Warnung dienen sollten… Denn das sind genauso extremistische Aktivitäten wie die Anschläge in Paris, nur dass die Attentäter mit Munition, die Politiker und Pegida-Unterstützer mit Worten schießen.
    "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Aber Menschen, die sich so äußern, haben ihre Würde irgendwo links liegen lassen (und driften dann nach rechts ab…)

  11. Ist schon so ein bisschen so, als würden wir einen riesigen Schritt in der Geschichte zurückgehen, denn mich erinnert so ein Denken sehr stark an den Holocaust. Ich werde vermutlich niemals verstehen, was in den Köpfen solcher Menschen falsch läuft…
    Meinetwegen kann man etwas gegen andere Nationalitäten, Hautfarben, sexuelle Orientierungen und Religionsgemeinschaften haben. Man muss das ja nicht toll finden… Aber wieso man das dann so extrem äußern muss, verstehe ich nicht…

  12. Mal ehrlich… Als würde deren Religion sagen: "Du sollst alle töten, die nicht denselben Gott wie du verehren. Das sind Ketzer, die ganz böse sind."
    Aber das Beispiel mit den Kriegen im Namen des Christentums ist ein guter Hinweis… Das zeigt nämlich, dass auch Christen nicht immer perfekt sind…
    Nicht, dass das so ein Verhalten entschuldigen würde, soll nur zeigen, dass das nichts mit dem Islam zu tun hat.

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