Wirtschaftszweig Cannabis

Die Regierung will der Drogenmafia das Geschäft versauen und damit auch noch ordentlich Geld verdienen. Warum Politiker und Juristen die Droge legalisieren möchten…

Die Debatte, Cannabis in Deutschland zu legalisieren, tobt seit einer gefühlten Ewigkeit, doch erst kürzlich schlug sich auch ein Unionspolitiker auf die Seite der Hanfpflanze. Gemäß des Mottos „Haschisch für alle!“[1] wird die Frage, Cannabis zu legalisieren, neu aufgewälzt, denn auch Strafrechtler, Mediziner und Suchtexperten scheinen sich für eine Reformation des Drogengesetzes in Deutschland auszusprechen.

Was ist Cannabis?

Cannabis ist ein Rauschmittel, das aus der Hanfpflanze gewonnen wird. Hanf ist eine der ältesten Nutzpflanzen. Aus ihren Fasern werden beispielsweise Seile gebunden, sie findet aber auch als Heil- und Ölpflanze Verwendung. Cannabis hat eine nachgewiesene schmerzlindernde Wirkung und findet auch im Kampf gegen manche Krebsformen, psychiatrischen Störungen, Multipler Sklerose und der Autoimmunerkrankung Morbus Crohn medizinische Anwendung.
Cannabis ist die in Deutschland am häufigsten konsumierte illegale Droge. Sie wird aus den weiblichen Pflanzen gewonnen, indem man die harzhaltigen Blütentrauben und die kleinen, blütennahen Blätter trocknet und zerkleinert.
Das in der Pflanze natürlicherweise vorkommende Cannabinoid Tetrahydrocannabinol (kurz: THC) wirkt psychoaktiv und bewirkt eine vorübergehende Entspannung der Skelettmuskulatur, eine Dämpfung der Funktionen des Zentralen Nervensystems und unterdrückt Übelkeit und Brechreiz. Häufig wird diese Droge deshalb in Verbindung mit Alkohol konsumiert.
Im Rauschzustand kann es zur einer Bewusstseinsverschiebung und der Beeinflussung des Kurzzeitgedächtnisses, sowie des Gefühlzentrums kommen. Die letale Dosis von THC, also die Dosis die erforderlich wäre, um einen Menschen zu töten, beträgt 150mg/kg Körpergewicht bei einer oralen Aufnahme. Dies überschreitet jedoch die üblichen Konsummengen bei Weitem, sodass bisher kein Todesfall auf eine Überdosis zurückzuführen war.
In Verbindung mit Alkohol wird die Wirkung des Alkohols verstärkt, es kann zu Übelkeit und Ohnmacht kommen. Da Cannabis zudem den Brechreiz unterdrückt, wird damit eine wichtige Schutzfunktion des Körpers gegen zu viel Alkohol ausgeschaltet. Der Mischkonsum mit anderen Drogen kann zu gefährlichen Wechselwirkungen führen, auch der Mischkonsum mit Tabak bringt ein erhöhtes Gesundheitsrisiko mit sich. Die als „Joint“ bekannte Mischung zwischen Tabak und Cannabis enthält zusätzlich das schädigende Nikotin, dessen Wirkung durch THC zusätzlich verstärkt wird.

Cannabis legalisieren – Pro und Contra

„Kiffer sind keine Kriminellen“, sagt ein Berliner Richter, einen Joint zu rauchen, tue anderen nicht weh.
Er schäme sich sogar dafür, Kiffer verurteilen zu müssen. Nachvollziehen kann ich das nicht. Ich tue mich schwer mit dem Gedanken, an der Bushaltestelle zu stehen, während neben mir jemand einen Joint raucht – völlig legal. Und während sich der Geruch von Gras nicht nur in meiner Nase sondern auch in meinen Haaren und meiner Kleidung breit macht, frage ich mich, ob das für mich nicht auch gesundheitsschädlich ist. Bereits jetzt finde ich es rücksichtslos, wenn Raucher in einer Menschenmenge stehen und andere vollqualmen. Ab jetzt kommt jeder high zur Arbeit, weil an der Bushaltestelle noch jemand gekifft hat.
Aber beleuchten wir auch einmal die positiven Seiten: Cannabis ist medizinisch gesehen von großer Bedeutung, darf aber in Deutschland nicht für die Schmerztherapie genutzt werden. Das könnte sich mit einem neuen Drogengesetz ändern. Zudem sei die Droge für Erwachsende nicht weiter schädlich, das entwickelte Gehirn nehme keine Schäden, so argumentieren Vertreter der Legalisierung.
Doch wie naiv ist es bitte, davon auszugehen, dass nur erwachsene, vollentwickelte Menschen das Rauschgift konsumieren. 35% der 18- bis 35-Jährigen seien laut Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung schon einmal in Kontakt mit Cannabis gekommen. Die Gründe, die Droge in Deutschland wie in vielen anderen Staaten zu legalisieren scheinen plausibel:
  • der Drogen-Mafia einen Schlussstrich ziehen
  • den Behörden Zeit ersparen, da etliche Drogendelikte wegfallen
  • den Steuer-Zahler entlasten
  • die Minimierung von Gesundheitsrisiken durch Cannabis dank Qualitätskontrollen
  • die Mündigkeit eines jeden Bürgers, selbst entscheiden zu dürfen, was gut ist
Zwischen ein und zwei Milliarden Euro an Steuergeldern würden jährlich für die Strafverfolgung von Konsumenten eingesetzt, Geld das man sinnvoller nutzen könne und Einsatzkräfte, die lieber den eigentlichen kriminellen Sektor ins Visier nehmen solle, so der Unionspolitiker, der sich – mit lauter Kritik aus den eigenen Reihen – für die Legalisierung von Cannabis stark macht. Dieselbe Summe könne man noch einmal erzielen, da die Steuereinnahmen durch den Kauf von Cannabis auf diese Summe geschätzt werden. Diese könne man wiederum für eine bessere Aufklärung nutzen.
Doch genau da sollte die Politik ansetzen, so auch die Gewerkschaft der Polizei. „Anstatt sich Gedanken über die Legalisierung von Cannabis zu machen, sollte es Hauptanliegen der Politik sein, die Drogenprävention zu verbessern!“, so Rüdiger Holecek, Pressesprecher der Gewerkschaft. Dass Drogen ein Problem sind zeigt schon die Tatsache, dass die Bundesregierung eine Drogenbeauftragte stellt. Marlene Mortler, so ihr Name, stellt sich gegen die Geldgier und den Ruf nach Wirtschaftsmacht des Unionspolitikers: „Wir brauchen keine zusätzliche legale Droge, wenn wir mit Alkohol und Tabak schon genug Probleme haben.“
Nach Warnungen vor Verharmlosung und der Sorge um den Jugendschutz kontert die Gegenseite: Nur in einem legalen Umfeld sei gewährleistet, dass Jugendliche nicht an Hanf kommen. Auf dem Schwarzmarkt werde niemand nach dem Alter gefragt. Dass das sicher funktioniert, können wir uns kurz von den rauchenden 16-Jährigen bestätigen lassen, die in der Schulpause hinter der nächsten Ecke verschwinden, um ungesehen von den Lehrkräften zu rauchen. Wäre die Droge für Erwachsene legal zu erwerben, kämen auch Jugendliche leichter an das Rauschmittel.

Fazit: Probleme gibt es bereits genug

Allein aus wirtschaftlichen Aspekten Cannabis zu legalisieren, ist mehr als eigennützig, obwohl der einzelne Bürger dadurch entlastet werde. Denn gleichzeitig verharmlost man dadurch ein Rauschmittel und schafft sich neben Tabak und Alkohol ein weiteres Problemfeld. Jens Spahn, gesundheitlicher Sprecher der Union, sagte: „Mit dem Argument der Bekämpfung des Schwarzmarktes und zusätzlicher Steuereinnahmen allein, könnte man anschließend auch Heroin legalisieren.“ Dennoch wäre er bereit, den Besitz geringer Mengen bundesweit straffrei zu stellen, um die Konsumenten nicht zu kriminalisieren. Die zusätzlichen Steuergelder, die für Prävention genutzt werden könnten, haben bisher auch nicht dazu geführt, die Anzahl der Nikotinabhängigen oder Alkoholikern nachhaltig zu senken. Anfang 2014 waren 1,8 Millionen Menschen alkoholabhängig, insgesamt 7,4 Millionen tranken mehr Alkohol als von Experten empfohlen, Tendenzen steigend. Und ähnlich wie bei Alkohol würde eine Legalisierung von Cannabis wohl eine erhöhte Unfallquote im Straßenverkehr mit sich bringen, da die Droge das Fahrvermögen stark beeinträchtigt. Dadurch und durch den starken Einfluss gerade auf die Gesundheit Jugendlicher sehe ich die gesundheitlichen Vorteile, die Cannabis mit sich bringt, als übertrumpft.
Meiner Meinung nach bleiben die Argumente für die Legalisierung haltlos. Es gibt genug Probleme, um die man sich kümmern kann. Und wenn wir einmal ehrlich sind, dann würden die Politiker Cannabis nicht aus gesundheitlichen Gründen, sondern aus rein wirtschaftlichen Gründen legalisieren, damit am Ende auch für die ganz kleinen Politiker noch ein neues Auto drin ist. Man könnte sich vielleicht noch darüber unterhalten, eine medizinische Nutzung unter strenger Aufsicht und harten Regeln zu erlauben, um die wenigen positiven Aspekte auszuschöpfen, eine generelle Legalisierung empfinde ich jedoch als unnötig. Ich habe mir im Internet einige Artikel dazu durchgelesen (zum Beispiel diesen hier), die meisten, die sich für die Legalisierung aussprechen, schreien quasi: „Ich bin der erste, der sich das Zeug kauft.“ Gewiss werden all die Präventionsmaßnahmen, die als so starkes Argument aufgeführt wurden, werden all die Leute, die Cannabis regelmäßig erwerben und damit sehr wohl ein Suchtpotenzial aufweisen, irgendwann bekehren. Ich glaub, mein Schwein pfeift.
©Rike/pixelio.de

Quellen: huffingtonpost.de, stern.de, spiegel.de, zeit.de, focus.de, polizei-dein-partner.de

[1] Titelblatt der Wirtschaftswoche

 
Was sagt ihr zur Legalisierung von Cannabis? Überwiegen für euch die Pro- oder die Contra-Argumente?
 
 

 
 
Wenn wir Alkohol trinken…

13 Gedanken zu „Wirtschaftszweig Cannabis

  1. Du hast in deinem Text auf einen Artikel verwiesen, den du gelesen hast. Kann das sein, dass der nicht verlinkt ist?

    Also ich persönlich brauche keine Cannabis in meinem Leben, sehe auch keinen Nutzen darin, sich Joints reinzuziehen ,,, aber ich brauche nur aus dem Flurfenster im ersten Stock schauen und schon lacht mich im Nachbargebäude eine Hanfpflanze an! Für medizinische Zwecke meinetwegen, um den Leuten die Schmerzen zu nehmen, aber ansonsten finde ich Cannabis-Konsum nicht gut!

    Du hast viele interessante Themen, bin immer wieder erstaunt was als nächstes kommt!
    Liebe Grüße
    Jana

  2. Der Beitrag passt ja gut zu Christi Himmelfahrt, bzw. Vatertag, bzw. zum Männer-Sauf-Tag. Es hat sich etabliert, dass Männer an diesem Tag viel Alkohol trinkend durch die Gegend fahren. Entsprechend gibt es deutlich mehr Unfälle unter Alkoholeinfluss.

    Wenn wir uns darüber unterhalten wollen, ob Cannabis legal sein sollte, könnte man natürlich einfach alle abstimmen lassen. Aber auf welcher Grundlage sollte man sich entscheiden. Viel wichtiger ist es daher eine allgemeinere Regel zu finden. Warum sind Alkohol und Zigaretten erlaubt, und andere Drogen nicht? Das hat sicherlich auch historische Gründe, aber nicht nur.

    Bei einem Verbot bestimmter Drogen schränken wir ganz klar die Freiheit des Einzelnen ein, denn der darf diese dann nicht (konsumieren oder) erwerben.
    Doch wie rechtfertigen wir diese Einschränkung? Da gibt es verschiedene Aspekte. Mir fallen unter anderem folgende ein:
    – Drogen machen meist süchtig und eine Sucht schränkt die Freiheit wieder ein. Hier würden die Bürger vor sich selbst geschützt.
    – Drogen, wie Cannabis, Zigaretten und Alkohol können der Gesundheit sehr schaden, als Erwachsener und erst recht als Heranwachsender. Hier werden die Bürger nicht nur vor sich selbst geschützt, außerdem belasten diese Schäden die Krankenkassen und damit die Allgemeinheit.
    – Einige Bewusstsein verändernde Drogen, stellen z. B. im Straßenverkehr eine Gefahr für andere Menschen dar. Oft unterschätzt der Konsument den Einfluss auf den eigenen Körper und ist daher übermütig.
    – Beim Konsum von z. B. Zigaretten lässt es sich nicht vermeiden, dass andere unbeteiligte, die sich in der Nähe aufhalten ebenfalls etwas vom Zigarettenqualm abbekommen und so ebenfalls geschädigt werden.

    In diesem Sinne müsste eher über ein Verbot von Alkohol und Zigaretten nachgedacht werde. Das Bundesverfassungsgericht hat sich mit genau dieser Frage bereits beschäftigt und ist 1994 zu folgendem Ergebnis gekommen:
    http://esolde.uni-bayreuth.de/entscheidungen/330-grundrechte/einzelne-grundrechte/freiheitsgrundrechte/allgemeine/handlungsfreiheit-art-2-abs-1-gg/524-bverfg-cannabis#zf2
    "So ist zwar anerkannt, daß der Mißbrauch von Alkohol Gefahren sowohl für den Einzelnen wie auch die Gemeinschaft mit sich bringt, die denen des Konsums von Cannabisprodukten gleichkommen oder sie sogar übertreffen. Gleichwohl ist zu beachten, daß Alkohol eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten hat, denen auf Seiten der rauscherzeugenden Bestandteile und Produkte der Cannabispflanze nichts Vergleichbares gegenübersteht. Alkoholhaltige Substanzen dienen als Lebens- und Genußmittel; in Form von Wein werden sie auch im religiösen Kult verwandt. In allen Fällen dominiert eine Verwendung des Alkohols, die nicht zu Rauschzuständen führt; seine berauschende Wirkung ist allgemein bekannt und wird durch soziale Kontrolle überwiegend vermieden. Demgegenüber steht beim Konsum von Cannabisprodukten typischerweise die Erzielung einer berauschenden Wirkung im Vordergrund.

    Weiterhin sieht sich der Gesetzgeber auch vor die Situation gestellt, daß er den Genuß von Alkohol wegen der herkömmlichen Konsumgewohnheiten in Deutschland und im europäischen Kulturkreis nicht effektiv unterbinden kann. Art. 3 Abs. 1 GG gebietet nicht, deswegen auf das Verbot des Rauschmittels Cannabis zu verzichten." Weitere Information dazu unter http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=09.03.1994&Aktenzeichen=2%20BvL%2043/92

    Wobei ich bezweifle, dass Alkohol so selten wegen dem Rausch konsumiert wird. Das scheint mir schon ein sehr normaler Fall zu sein, der nicht, wie im Urteil behauptet, größtenteils vermieden wird.

  3. Ok … ich merke : ES IST NICHT angekommen. Das tut mir jetzt echt leid ( es war ziemlich lang). Ich weiß nicht ob es an dem kommentarfeld lag oder an meinem pc

  4. Eigentlich gab es mit meinem Kommentarfeld noch nie Schwierigkeiten. Vielleicht bist du versehentlich auf "Abmelden" gekommen. Hab selber schon häufiger "Absenden" gelesen. Schwupp, war alles weg. Ist natürlich ärgerlich, gerade wenn der Kommentar lang war, aber vielleicht könntest du zumindest kurz zusammen fassen, worum es ging, da mich jede Meinung interessiert 🙂

  5. Ja keine Ahnung! 🙂 Aber hier nochmal meine meinung in kurzfassung:

    zu dem oben angeführten zitat, dass canabis rauchen keinem anderen weh tut: – ich denke doch undzwar unserer wirtschaft, denn die gesundheitlichen folgen werden den konsumenten nicht zum besten schüler und somit arbeitnehmer machen obwohl er vllt. das zeug dazu gehabt hätte

    pro: wer es konsumieren will tut es ohnehin und eine legalisierung würde die polizei entlasten, sowie den schwarzmarkt zerstören, wobei die drogendealer dann vllt. einbreicher werden anstatt zu dealen, wer weiß 😀

    ich kann mich daher nicht so klar zu einer seite hinziehen lassen wie die meisten hier

  6. Davon habe ich auch in den Nachrichten gehört, aber ich finde es absolut nicht gut.
    Klar bringt es wirtschaftliche Vorteile, aber es ist doch wie mit dem rauchen oder dem Alkoholkonsum. Es gibt ein Mindestalter aber trotzdem kommen Minderjährige ran ohne Probleme und das wäre dann bei dem Cannabis auch und es ist auch schädlich für den eigenen Körper wenn man abhängig davon wird.
    Die Politik sollte sich erstmal um andere Probleme kümmern, als das zu legalisieren.

  7. Huhu…

    Über das Thema wird ja derzeit so viel im Radio gesprochen, wo ich mir denken, darüber gibst nichts zu entscheiden. Im Gegenteil Cannabis Besitz sollte viel härter bestraft werden.
    Es ist sowieso schon einfach für die Kinder und Erwachsene daran zu kommen. Wird es legal, dann wird ja quasi dazu aufgefordert es zu nehmen und noch mehr Menschen werden zu suchtis..

    Es macht einem Menschen so kaputt und daher sollte es einfach nicht legal werden. Das man überhaupt auf die Idee kommt, darüber zu sprechen und zu überlegen, lässt mich echt zweifeln, ob diesen Menschen überhaupt eine Ahnung haben, was Cannabis anstellt.

    Es gibt viel wichtigere Dinge, als so einen mist …
    Liebe Grüße und toller Bericht von dir.

  8. Ja, das Thema ist Hoch diskutiert. Und ganz ehrlich?
    Ich bin dafür, für eine Legalisierung. Ich bin absolut keine Kifferin, auch wenn ich das wohl typische Aussehen dafür hätte, ich halte schließlich nicht viel von Rauschmitteln.
    Dennoch sollte jeder Mensch das Recht haben diese zu konsumieren, denn es ist jedem seine Entscheidung, denn jedem steht die eigene Gesundheit und Psyche auf dem Spiel. Denn ob man nun trinkt, Zigaretten raucht oder sich gemütlich mit Freunden einen Joint raucht, dabei sehe ich keinen Unterschied. Jeder hat andere Dinge, um sich den Feierabend zu genießen. Außerdem bringt Cannabis keine Körperliche Abhängigkeit mit sich, höchstens eine Psychische, aber dann muss die Konsummenge erheblich groß sein.
    Natürlich sollte Cannabis erst für Leute ab 18 Jahren in dafür vorgesehenen Coffeeshops erhältlich sein, doch wie gesagt. Ich wäre ganz und gar für die Legalisierung, denn auch was die finanzielle Lage angeht, so würden wir sicherlich irgendwann nicht mehr die Menge an Steuern bezahlen, die wir momentan bezahlen.

    Schade finde ich nur, dass Alkohol, welcher ja Legal ist, immer wieder verharmlost wird und kein Auge darauf geworfen wird. Bei uns hier sind teils unter 16 Jährige, welche sich halb ins Koma saufen und keine Aufklärung bekommen. Tja, Alkohol ist ja schließlich legal, scheint also wohl ungefährlich zu sein.

    Und mal im Gegenzug, ich kenne so viele Kiffer, die so fit im Kopf sind und täglich zur Arbeit gehen, dort eine gute Leistung bringen und sich Abends eben dadurch entspannen.
    Aber wer kifft ist ja anscheinend faul und bringt keine Leistung, wird kaputt und verrückt.
    Da wünsche ich mir wirklich nur eines – Menschen, lasst euch aufklären und nicht die Medien euer Hirn verwaschen!

    Ich kenne dafür viele die Alkohol trinken und so gar nichts auf die Reihe bringen. Denn Alkohol macht mehr Menschen kaputt als Cannabis es je tun wird.

    Übrigens noch was zum Thema. Wenn wir es ganz genau sehen, ist Zucker und Kaffee auch ein Rauschmittel.
    Zudem hatte ich genug mit Drogenkonsumenten am Hut, habe mich mit vielen unterhalten und ja, teilweise auch selbst probiert um einschätzen zu können, auf was sich andere einlassen. Darum habe ich auch heraus gefunden, dass Rauschmittel nichts für mich sind, jedem schließlich das seine. Ich habe mir immerhin immer gerne eine Zigarette angezündet und diese genossen, während andere neben mir eben einen Joint genossen haben und stellt euch vor, eine normale Konversation war immer möglich. Da hatte niemand pinke Einhörner rum tanzen sehen oder einen Lachanfall gehabt, der nicht mehr aufhörte. Nein, man schafft es sogar richtig tiefgründige Gespräche zu führen und alleine aus diesem Grund wäre ich für eine ordentliche Aufklärung von Drogen und für eine Legalisierung.

    Damit verabschiede ich mich und hinterlasse liebe Grüße von mir!
    http://www.abinswunderland.blogspot.de

  9. "Es gibt viel wichtigere Dinge, als so einen mist …"

    Grundregel: Es gibt immer etwas wichtigeres, ja, IMMER. Wenn man Diskussionen abblockt von wegen "gibt es da nicht etwas wichtigeres" wird man nie eine Diskussion über etwas führen können. Nicht über Cannabis, nicht über die Homo-Ehe, nicht über Menschenrechte, nicht über die Demokratie, nicht über die Todesstrafe, nicht über unsere Renten, nicht über die Flüchtlingspolitik, … es gibt ja immer etwas wichtigeres.

    Klar ist Cannabis nicht gut für die, die es nehmen, aber hast du mal gesehen, was Alkohol aus Menschen macht? Und Alkohol ist legal. Genauso wie Zigaretten.

  10. Genau diese Dinge meine ich. Bevor man sich Gedanken macht, eine weitere Droge zu legalisieren, sollte man die bestehenden Probleme mit Nikotin und Alkohol behandeln, damit wäre den Menschen besser geholfen.

  11. Genau diese Dinge meine ich. Bevor man sich Gedanken macht, eine weitere Droge zu legalisieren, sollte man die bestehenden Probleme mit Nikotin und Alkohol behandeln, damit wäre den Menschen besser geholfen.

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