Greetings from Mallorca!

Wart ihr schon einmal auf Mallorca? Nein? Das solltet ihr ändern! Und hier solltet ihr mal vorbeischauen!

Ich war (mal wieder) im Urlaub. Mallorca ist nun schon die dritte Mittelmeerinsel, die, und Teil des achten Landes, das ich bereise. Jeder kann sicherlich aus Erfahrung sagen, dass Urlaub immer wahnsinnig schnell vorbei ist. Zwar ist Mallorca in erster Linie für den Ballermann bekannt, endlose Partys und Saufgelage, davon war mein Urlaub jedoch weit entfernt. Mallorca ist mehr als Ballermann, Party und Alkohol, mehr als Palma und S’Arenal.

Das Hotel: BH Mallorca

Das kleine Örtchen Magaluf liegt quasi auf der anderen Seite der Bucht von Palma und ist somit eigentlich ganz weit weg vom Ballermann. Fernab von der Partyhochburg der Deutschen haben sich jedoch die Briten eingenistet. Der hier befindliche Club namens BCM wurde zum fünft beliebtesten Club der Welt gewählt, dutzende Bars tun ihr Übriges: Hier ist nicht weniger los.
Das BH Mallorca ist eigentlich ein Party-Hotel. Auf der Hoteleigenen Bühne legt David Guetta auf, es gibt Konzerte und viele weitere Events, getrunken wird dort bereits am Vormittag. In der Nebensaison, in die mein Urlaub gerade so fiel, ist es dort etwas ruhiger, Betrunkene fand man jedoch trotzdem ganztags.
Das ehemalige Mallorca Rocks wurde im letzten Jahr komplett renoviert, die Zimmer sind dementsprechend modern, mit Klimaanlage und TV (auch mit deutschen Sendern) ausgestattet und besitzen einen großzügigen Balkon. Auch wenn Partys (so wie bei mir) gar nicht euer Ding sind, könnte das Hotel etwas für euch sein!
Der Strand ist nur wenige Gehminuten vom Hotel entfernt. Dort könnt ihr Boote mieten, eine Bootstour buchen, mit dem Speedboot fahren, Schnorcheln und vieles mehr. Das Meer ist sehr sauber, Algen gibt es in Strandnähe kaum.
Wer zwar Lust auf Wasser, nicht aber auf Sand hat, kann sich auch auf dem Hotelgelände ins Nass stürzen. Mehrere Pool-Anlagen, ein Wellenbecken und fünf verschiedene Rutschanlagen mit insgesamt neun Rutschen warten im hoteleigenen Wasserpark auf euch. Auch dabei: Eine Looping-Rutsche. Ihr steigt in eine Kabine, nach dem Countdown klappt der Boden unter euch weg, es geht runter, wieder hoch und durch den Looping ins Auslaufbecken. Aber auch die anderen Rutschen bringen euren Adrenalinspiegel auf Hochtouren, immerhin sind vier der fünf Anlagen als „extreme“ eingestuft.
Zwischen 11 und 20 Uhr gibt es durchgehend Essen vom Buffet, wobei das Angebot mehrmals täglich wechselt. Da es jedoch auch Menschen gibt, die früher aufstehen, gibt es ab 9 Uhr ein abgespecktes Frühstücksbuffet. Den vier Sternen des Hotels wird das Essen nur begrenzt gerecht, auf Malta und Zypern war das Buffet umfangreicher, das Angebot größer. Dennoch war für jeden Geschmack etwas dabei, Salat, Obst, verschiedene Hauptgerichte zur Auswahl, unterschiedliche Beilagen oder ein klassisches Brötchen zum Abendessen.Säfte, Softdrinks, Tee, Kaffee und andere Heißgetränke, Bier und Wein konnten zu jeder Mahlzeit (ja, auch zum Frühstück) gewählt werden.

Shopping in Palma de Mallorca

Doch Urlaub macht man nicht, um ein Hotel zu besuchen. ich wollte etwas sehen, etwas erleben. Für 3,10 Euro fährt der Bus – in der Regel mehrmals stündlich – in die Inselhauptstadt Palma de Mallorca. Der Busbahnhof, der zu meiner Verwunderung unterirdisch war, liegt mitten im Stadtzentrum von Palma, die Innenstadt und die Kathedrale von Palma lassen sich ohne Probleme auch zu Fuß erreichen. Abgesehen von den vielen Geschäften, die sich im Zentrum tummeln, ist das Shoppingzentrum Porto Pi ein guter Anlaufpunkt, für schwere Geldbörsen. Einen neidischen Blick könnt ihr auch auf die Yachten werfen, die im Hafen von Palma liegen und vermutlich teurer sind, als ein Einfamilienhaus.

Valldemossa

Die ganze Insel im Bus zu sehen, wäre zwar sicherlich möglich, ob man darauf Lust hat, ist die andere Frage. Ungebundener und vermutlich günstiger kommt man mit einem Mietwagen davon.
Von Magaluf aus ging es nach Valldemossa, ein kleines Örtchen mitten in den Bergen. Apropos Berge: Mir war gar nicht klar, dass Mallorca so viele Berge hat. Der höchste Berg Mallorca misst 1445 Meter und ist somit etwa halb so hoch wie die Zugspitze.
König Jaume II. ließ in Valldemossa einen Palast errichten, sein Nachfolger ließ diesen weiter ausbauen. Bekannt wurde das Dorf jedoch nicht aufgrund des sehenswerten Palastes (der gar nicht mal so sehenswert ist), sondern weil der Komponist Frèdéric Chopin hier einen Winter verbrachte und seine Gattin anschließend ein Buch darüber schrieb.
Zum Palast gehört natürlich auch ein Garten, der frei zugänglich ist. Ich war früh morgens hier und bei Sonnenaufgang macht der Garten den Eindruck, eines Friedhofes – auch vom Geruch her.
Valldemossa erfreut sich jährlich etwa 100.000 Touristen, ist aber meiner Meinung nach höchstens einen kurzen Stopp wert. Den Blick sollte man sich jedoch nicht entgehen lassen, liegt die Stadt doch mitten zwischen den Bergen.

Sóller

Von Valldemossa nach Sóller sollte man auf jeden Fall über Deía fahren. Zunächst geht es zwar noch durch die Berge, doch dann führt die Strecke an der Steilküste entlang, die Bäume lassen immer wieder einen Blick auf das Meer zu. Die im Nordwesten der Insel befindliche Gemeinde ist Ziel des einzigen Zuges, der auf Mallorca verkehrt und in Palma losfährt. Für 20 Euro pro Fahrt kann man mit dem „Roten Blitz“, einer historischen Bahn, fahren. In Sóller steht das älteste Bahnhofsempfangsgebäude der Welt.
Ebenfalls historisch ist die Straßenbahn, die vom Bahnhof zum Hafen fährt. Haltewünsche äußert man in dieser Bahn, die übrigens von der deutschen Firma Siemens gebaut wurde, per „Leine ziehen“, wodurch eine Glocke angeschlagen wird. Die Bahn fährt mitten durch die Innenstadt und lässt dabei die Pfarrkirche San Bartolomé neben sich liegen.
Samstags findet im Stadtzentrum ein Wochenmarkt statt, bei dem sich ein Besuch – insbesondere wenn man auf der Suche nach netten Souvenirs ist – auf jeden Fall lohnt.
Blick auf den Port de Sóller

Wer denkt, er könnte Auto fahren, war noch nie in Sa Calobra

Bis 1932 konnte das winzige Dorf Sa Calobra nur über den Seeweg oder einen gefährlichen Gebirgspfad verlassen werden. Erst 1932 wurde die von einem italienischen Ingenieur geplante Straße umgesetzt. Sie umfasst 14 Kilometer Streckenlänge und 12 Haardnadelkurven. So machte der Ingenieur Paretti ein sanftes Gefälle möglich. Am sogenannten „Krawattenknoten“ befindet sich eine 270°-Kurve. Hier kann man etwa auf halber Strecke eine Pause machen.
Man sollte die Strecke nicht unterschätzen. Essen und Trinken sollten auf jeden Fall mitgebracht werden. Um den Weg  bis zum Meer fortsetzen zu können, mussten über 30.000 Kubikmeter Fels – größtenteils von Hand – abgetragen werden. Der Weg ist nicht leicht, aber auf jeden Fall lohnenswert und schaffbar – schließlich fahren sogar Reisebusse die wirklich anspruchsvolle Strecke. Zwischen 14 und 15 Uhr, so warnt ein Schild zu Beginn der Strecke, kann es deshalb zu Behinderungen kommen.
Wer den Weg auf sich genommen hat, wird jedoch reichlich belohnt. Hier findet man schöne Strände und einen einzigartigen Blick auf das Meer. Durch einen Höhlenpfad gelangt man an den Kiesstrand Torrent de Pareis, den man eventuell von Postkarten kennt. Dieser ist jedoch nicht immer erreichbar, liegt er doch im Flussbett eines Sturzbaches, der bei starken Niederschlägen hier ins Mittelmeer mündet.
Auf Mallorca gibt es keine permanent wasserführenden Flüsse und keine natürlichen Seen. Nach starken Niederschlägen entstehen jedoch Sturzbäche aufgrund der vielen Berge und Talseen. Zudem wird das Wasser gestaut, um so künstliche Bergseen zu erhalten, die Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten bilden.
Auch das Cap Formentor, der nördlichste Punkt der Insel stand auf meiner Liste, da ein Fahrrad-Marathon stattfand, war die Straße jedoch stundenlang gesperrt, ich wählte ein neues Ziel: Cala Ratjada. Es gibt zwar nicht sonderlich viel zu sehen, dennoch ist die Cala Ratjada wohl eine beliebte Urlaubsregion der Insel. Anschließend ging es über die Autobahn durch Palma wieder nach Magalluf. Es wurde schon dunkel und es gab einen wunderschönen Blick auf die Kathedrale von Palma.
Ein Mittelmeerurlaub wäre kein Mittelmeerurlaub, wenn man nicht auch die Sonne genießen würde. Der Strand war also am nächsten Tag wieder mein Ziel. Mit einem Tretboot ging es zu einer kleinen Insel vor der Küste Magalufs, auf der nur Echsen leben. Leider lag dort viel Müll rum, was zeigt, wie Menschen – vermutlich Touristen – mit der Natur umgehen.
Urlaub geht wie immer viel zu schnell vorbei und so hieß es: Abschied nehmen. Am frühen Morgen ging es zum Flughafen und wenig später saß ich im Flieger, der Heimat entgegen fliegend, während meine Gedanken auf der Insel blieben.
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2 Gedanken zu „Greetings from Mallorca!

  1. Wir waren noch nie auf Mallorca, hören aber immer wieder, dass es sich lohnt! Meiner Aimee darf ich gar nicht das Foto von dem Hotelpool zeigen! Das wäre ja ihr Lieblingsort auf der ganzen Insel 🙂 Warst du ganz allein dort?

    Liebe Grüße Jana

    PS: Und welches sind die 7 anderen Länder, die du schon bereist hast?

  2. Hallo Jana,
    Aimee muss ich leider enttäuschen, das Hotel ist erst ab 18.
    Ich war nicht allein dort, sondern mit Freunden! 🙂

    Und neben Spanien, das nun dazu gehört war ich auf (Nord-)Zypern, das zur Türkei gehört, auf Malta, in Österreich, Tschechien, Polen, Dänemark und den Niederlanden.

    Sicherlich kommen da noch ein paar Ländern zu, mich packt das Fernweh immer so schnell, sicherlich ein Nachteil des Geographiestudiums.

    Liebe Grüße

    Kevin

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