Advent Advent

Sonntag ist es soweit. Mit dem ersten Advent beginnt die Weihnachtszeit. Aber warum gibt es die Adventssonntage? Alles rund um die Adventszeit.

Sonntag ist der erste Advent, er läutet nicht nur die Weihnachtszeit ein, sondern bedeutet in den katholischen und evangelischen Kirchen auch den Beginn des neuen Kirchenjahres. Wie jedes Jahr fällt der erste Adventssonntag zwischen den 27. November und dem 03. Dezember. Der lateinische Begriff „adventus“ bedeutet Ankunft und wurde erstmals im 5. Jahrhundert in Italien verwendet. Die Liturgie rund um die Vorweihnachtszeit wurde im 6. Jahrhundert von Papst Gregor dem Großen festgelegt. Er setzte die Anzahl der Adventssonntage auf vier fest, vorher gab es eine wechselnde Anzahl von bis zu sechs Adventssonntagen.

Advent, Advent ein Lichtlein brennt

Der Adventskranz mit den vier Kerzen gehört zu den Familientraditionen in der Adventszeit, festlich geschmückt und meist aus dünnen Tannenzweigen gebunden. In Deutschland und Österreich hat sich diese Tradition erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts durchgesetzt. Die vier Kerzen stehen als Symbol für den Kampf des Christentums gegen das Dunkle des Lebens.
Der erste Adventskranz wurde in Deutschland 1839 in einem Waisenhaus aufgestellt. Dieser war aus Holz und hatte 23 Kerzen. Vier große Kerzen symbolisierten die Adventssonntage, die 19 kleineren Kerzen standen für jeden Werktag in der Adventszeit, sodass an Heiligabend alle 23 Kerzen brannten. Kränze aus Tannenzweigen wurden erst 1960 in Deutschland verwendet.

Früher begann die Vorweihnachtszeit am 24. August

In Deutschland begannen die Vorbereitungen für Weihnachten früher bereits am 24. August. Am Bartholomäustag wurde mit der Aufrüstung für die Festtafel begonnen, die Karpfen und Gänse wurden gemustert und es wurde mit der Mast begonnen, damit die Tiere zum Fest eine ordentliche Mahlzeit abgaben.

Alle Jahre wieder…

Auch das Adventssingen ist eine langjährige Tradition geworden. Während es in Österreich bereits in vielen Regionen zur Vorweihnachtszeit gehört, findet das Adventssingen nur teilweise auf Anklang in Deutschland.
Um 1900 entwickelte sich ein weiterer Brauch, der insbesondere von Kindern sehr begrüßt wird – der Adventskalender. Er sollte den Kindern helfen, die lange Adventszeit zu überstehen. So wurden beispielsweise Tag für Tag Bilder an die Wand gehängt oder 24 an die Wand gemalte Kreidestriche nach und nach weggewischt. Die ersten gedruckten Adventskalender gab es 1902. Er enthielt prächtige Bilchen, die ausgeschnitten und aufgehängt werden konnten. Erst 1920 erhielten die Adventskalender Türchen zum Öffnen. In den 30er-Jahren nahm die Geschichte der Bildkalender jedoch ein abruptes Ende. Zum einen wurde der Rohstoff Papier während des Krieges zu knapp, zum anderen war die Produktion von Bildkalendern während des NS-Regimes verboten.
Nach dem Krieg erlebte der Adventskalender wieder einen Aufschwung. Der Sellmer-Verlag brachte Adventskalender für Erwachsene und welche mit kindlichen Motiven für Kindern. Das erste Schokostück fand um 1958 seinen Weg in den Adventskalender.
Den Brauch der Süßigkeiten im Adventskalenderformat gab es jedoch schon früher. Die Mutter von Gerhard Lang, der als Erfinder des Adventskalenders gilt, nähte schon vor 1900 24 Gebäckstücke auf ein Stück Karton mit 24 Kästchen.
Mittlerweile gibt es viele Adventskalender. Die einfachen mit Bildchen und Schokolade, die teureren mit Markensüßigkeiten, oder die ganz teuren mit kleinen Geschenken, Spielzeug und Kosmetikprodukten. Sogar Adventskalender mit 24 Schnapssorten sind mittlerweile erhältlich.

 
Mein liebstes Weihnachten
 

2 Gedanken zu „Advent Advent

  1. Wieder mal ein sehr schöner Bericht von dir! Ich lese sehr gerne, woher all die Brauchtümer kommen! Für viele Menschen verkommt Weihnachten ja nur zum Konsumrausch, ich finde den Gedanken dahinter, und auch zu den Adventstagen viel schöner, obwohl ich nicht gläubig bin! Die Geschichte rund um die Adventskalender fand ich auch interessant! Meine Tochter bekommt dieses Jahr einen mit Schmuck drin und ich einen selbst gebastelten, den sie nach und nach befüllt 🙂 Hast du auch einen?

    Liebe Grüße
    Jana

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