Wie gesund ist gesundes Essen?

„An apple per day keeps the doctor away“ – Wie gesund gesundes Essen wirklich ist.

„5 am Tag“, „An apple per day keeps the doctor away“, „Wer viel Obst isst, wird nicht so oft krank“. Alles Quatsch! Das zumindest wollen Wissenschaftler jetzt herausgefunden haben.

Dass sind in diesem Überangebot von Nahrungsmitteln niemand mehr zurechtfindet, ist kaum verwunderlich. Wie ernähre ich mich eigentlich gesund? Was braucht mein Körper und worauf sollte ich lieber verzichten? All diese Fragen beantworten mehr als 25.000 aktuelle Studien, Fitnessgurus und Co stellen tagtäglich ihren Ernährungsplan vor, ihren absoluten Erfolgsweg, abzunehmen und gesund zu leben. Zum Beispiel gibt es da dieses einzigartige Proteinshake-Pulver, das wirklich besser ist als all die anderen Dinge und an dem ich je verkaufter Packung 50 Cent verdiene. Fitnessgurus, bei denen nicht nur der Bizeps sondern auch das Portmonee immer größer wird. Gesunde Ernährung spielt also eine Rolle beim Abnehmen,

Mythos: Fetthaltige Lebensmittel sind ungesund.

Keine Angst, wer abnehmen möchte, muss nicht zwangsweise auch auf Burger, Pizza und Co verzichten. 21 unabhängige Studien, die in den Vereinigten Staaten mit insgesamt 350.000 Teilnehmern stattgefunden haben, belegten, dass es keinen Zusammenhang zwischen gesättigten Fettsäuren und Herzerkrankungen oder Arterienverkalkungen gibt. Auch eine Erhöhung des Risikos an Brust- oder Leberkrebs zu erkranken, konnte den gesättigten Fettsäuren nicht nachgewiesen werden. Auf Fett sollte übrigens keinesfalls komplett verzichtet werden, denn es ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Körpers und ist in angemessenen Mengen sogar lebenswichtig.
Eine Ausnahme gibt es jedoch: Margarine, die aus pflanzlichen Fetten besteht, wird meist industriell gehärtet, wodurch Verbindungen entstehen, die den Stoffwechsel der Zellen stören und dem Cholesterin sehr ähnlich sind.

Mythos: Dicke Menschen sterben früher.

Dass Übergewichtige eher an Krankheiten wie Krebs, Diabetes und Bluthochdruck leiden, will jetzt ein Forscherteam widerlegt haben. Demnach hätten dicke, unsportliche Patienten häufiger einen Herzinfarkt überlebt als die durchtrainierten oder schlanken Patienten. Mediziner begründen diese paradoxe Beobachtung damit, dass dickere Menschen mehr Energiereserven haben, die ihnen bei den veschiedensten Krankheiten zur Verfügung stehen, schlanken Menschen hingegen fehlen würden. Ingrid Mühlhauser von der Hamburger Universität belegte in einer Studie sogar, dass leicht Übergewichtige eine höhere Lebenserwartung haben, dies aber nur bis zu einer bestimmten Grenze gelte.

Mythos: Je mehr Obst und Gemüse ich esse, desto besser.

Das lustige an Obst ist, dass eine positive Wirkung auf den Körper bis heute nicht einwandfrei wissenschaftlich bewiesen werden konnte. Im Gegenteil: In vielen Obst- und Gemüsesorten ist der Zuckeralkohol Sorbit enthalten. Besonders in Trockenfrüchten ist der Stoff enthalten. Da er von uns nicht verdaut werden kann, sind Darmbeschwerden und Durchfall bei größeren Mengen die Folge.
Auch der enthaltene Fruchtzucker, der ja oft für gesünder als normaler Zucker gehalten wird, ist alles andere als gesund.
Er geht nicht direkt in Muskeln und Organe, sondern wird in der Leber verarbeitet, die diesen Zucker jedoch hauptsächlich als Fett speichert. Aufgrund des Irrtums, Fruchtzucker sei gesünder, ist selbst in Pizza oder bei vielen anderen Fertiggerichten Fructose enthalten. Studien zeigten diesbezüglich, dass ein hoher Fruchtzuckerkonsum oft in Zusammenhang mit Fettleibigkeit steht.

Mythos: Drei Liter Wasser sollten es am Tag sein.

Wer sich das Ziel setzt, drei Liter Wasser am Tag zu trinken, hat oft nicht nur mit den Flaschen zu kämpfen, sondern trinkt auch einen guten Liter zu viel. Denn Forscher fanden heraus, dass 1,5 bis zwei Liter absolut ausreichend sind. Während sich gesunde Menschen absolut auf ihr Durstgefühl verlassen können, sollten gerade ältere Personen sich Hilfen schaffen. Ein großes Glas Wasser zu jeder Mahlzeit und aus einem Glas statt aus der Flasche zu trinken, können dabei Abhilfe schaffen.
Denn das Glas wird seltener halbvoll stehengelassen. Mineralwasser ist dabei übrigens besser als Tafelwasser. Denn auch wenn Tafelwasser edel klingt, ist es nichts anderes als Leitungswasser, dem künstlich Mineralien zugefügt werden.

Mythos: Bio ist gesünder.

Lustigerweise muss ich bei diesem Mythos direkt an Frauentausch denken. „Bio ist für mich Abfall.“ Die Stanford University fand heraus, dass die gute, vielleicht etwas minderbemittelte, Frau damit absolut ins Schwarze getroffen hat – zumindest was diesen Mythos anbelangt. In Betracht auf die Nährstoffe unterscheidet sich die Bio-Banane kein bisschen von einer „normalen“ Banane. In dreierlei Hinsicht unterscheidet sich die Bio-Banane dann aber doch von den anderen Bananen.
Erstens: Die Pestizidrückstände an Bio-Bananen sind 10- bis sogar 100-mal geringer als an den anderen Vertretern, ganz frei davon sind aber selbst die nicht. Zweitens: Das Bio-Siegel hat sie sich hart erkämpft, denn um das zu tragen, müssen strenge Vorschriften erfüllt werden. Und drittens: Günstiger wird die Bio-Banane durch die fehlenden Pestizide nicht. Nicht selten ist das Kilo Bio-Bananen mehr als 50 Cent teurer.

Mythos: Veganer leben länger.

Den angepriesenen positiven Effekten der veganen Ernährung stehen knallharte wissenschaftliche Ergebnisse gegenüber. Die EPIC-Studie, die eine der größten Ernährungsstudien ist, fand keinen positiven Effekt im vermehrten Verzehr von rein pflanzlichen Produkten. Die Universität in Graz behauptete im Rahmen dessen sogar, dass Fleischesser sogar länger leben – zumindest statistisch. Allerdings konnten die Forscher einen Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und einem minimal erhöhten Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, nachweisen. Das Risiko steigt jedoch nur um einen Prozent. Es bestehe anderherum viel eher Grund zur Sorge: Der Verzicht auf Fleisch bedeute nämlich ebenfalls den Verzicht auf wichtige Nährstoffe. So mangelt es schnell an Vitamin B12 oder Mineralien wie Zink und Eisen.

Noch mehr Mythen, anhand derer ihr euer Ernährungswissen testen könnt, hab ich auf spiegel.de gefunden.

Quellen: wdw, eatsmarter.de, rp-online.de
 

1 Gedanke zu „Wie gesund ist gesundes Essen?

  1. Ich wollte ja gestern schon scheiben, aber dann war ich zu müde und mir fielen so langsam die Augen zu, deshalb heute nun! Dein Beitrag war wieder sehr interessant! Finde ich ja spannend, dass das so gesunde Obst zumindest wissenschaftlich gesehen vielleicht gar nicht so gesund ist. Trotzdem ess ich es wirklich gerne und lasse mir meine Weintrauben neben mir gleich schmecken! 3 Liter Wasser würde ich nie schaffen! Wir hatten schon zweimal das Glück, bei einer Trinkstudie mitmachen zu dürfen, bekamen dafür Mineralwasser nach Hause geschickt. Genau die Menge ausreichend für je 2 Liter am Tag und 14 Tage lang oder so. Fiel mir das schwer, überhaupt die 2 Liter am Tag zu schaffen, ich bin ein so schlechter Trinker, aber wie du schon schreibst, man muss sich auf sein Durstgefühl verlassen!

    Auf jeden Fall wieder sehr interessante Fakten! Sowas lese ich bei dir wirklich gerne!

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende! Und vielleicht hast du ja Lust bei unserem Bloggeburtstagsgewinnspiel mitzumachen!

    Liebe Grüße
    Jana

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