Was wäre, wenn… Donald Trump Präsident wird?

„Make America great again.“ – Was wäre, wenn Donald Trump Präsident wird?

„Amerika wieder großartig machen“ – das ist der Slogan, mit dem Donald Trump im November zum Präsidenten gewählt werden will. Der Multi-Milliardär fiel in der Vergangenheit bereits häufiger auf – nicht gerade positiv. Ganz nach dem Motto: „Lieber schlechte Presse als keine Presse.“ begleitet Trump uns seit Beginn des Wahlkampfes in den Medien. Als Top-Kandidat der Republikaner kämpft Trump noch bis November 2016 um den Einzug ins weiße Haus und hat dabei schon das ein oder andere Wort verloren, das die Menschen zweifeln lässt.

Wird Trump Präsident der Vereinigten Staaten?

Neben Clinton zählt Donald Trump zu den Favoriten im Wahlkampf um die US-Präsidentschaft. Die Tatsache, dass mittlerweile selbst Republikaner ihren Favoriten fürchten und attackieren, zeigt, dass selbst die eigenen Reihen einen Erfolg Trumps fürchten. Noch ist das Ergebnis völlig offen, denn gewählt wird erst am 08. November.

Aus Trumps Ankündigungen und Reden erkennt man einen möglichen Präsidenten der Innenpolitik. Ähnlich wie Obama, der das Sozial- und Gesundheitswesen zu seinem Projekt machte, würde Trump sein größtes Augenmerk auf innenpolitische Entscheidungen legen. Ginge es nach ihm, würden sich die Staaten in Zukunft aus allen außenpolitischen Angelegenheiten weitestgehend raushalten oder für ihren Einsatz Geld verlangen. Er möchte zudem US-Unternehmen im Ausland stärker versteuern, den Freihandel einstellen und die Einkommenssteuer reduzieren.

Die Schusswaffendebatte sorgte in letzter Zeit in den Medien für Aufsehen. Schüsse auf Polizisten, Amokläufe – dennoch will Trump die Waffengesetze nicht verengen – obwohl er im Groben und Ganzen für mehr Kontrolle ist. Was wäre, wenn Donald Trump Präsident wird?

Wirtschaft

Die eigene Wirtschaft schützen. Donald Trump schwört auf Protektionismus und will deshalb alle US-amerikanischen Unternehmen, die ihren Sitz ins Ausland verlagern, mit einer Strafsteuer von 20% belegen. Damit sagt er den Dumpingpreisen Chinas den Kampf an. Andersherum sollen chinesische Produkte auf dem amerikanischen Markt mit 25% zusätzlich versteuert werden – bis das Preisdumping beendet wird.

Auf diese Art und Weise würde Donals Trump die eigene Wirtschaft ankurbeln und so Arbeitsplätze im eigenen Land sichern und erhalten. Positiv wäre dies vorallem für die Staatskasse, internationale Beziehungen würden aber wohl darunter leiden.

Klimaschutz

Trump wäre definitiv kein Klimaschützer. Mit seiner Energiepolitik würden die USA einen groben Rückschlag verursachen was etwa weltweite Klimaschutzverhandlungen angeht. Energie gewonnen und geheizt werden soll demnach künftig mit Öl und Gas – US-amerikanischem versteht sich.

Dies würde die Energiepreise im eigenen Land senken, würde aber auch bedeuten, dass das umstrittene Fracking weiter an Bedeutung gewinnen würde. Öl aus anderen Ländern würde Trump nicht mehr importieren, um so die OPEC zu zerschlagen.

Steuerpolitik

Trump würde die Körperschaftssteuer für Unternehmen abschaffen. Er verspricht sich davon mehr Arbeitsplätze, denn „zahlen Unternehmen weniger Steuern, stellen sie mehr Leute ein“. Auch die Einkommenssteuer würde unter Trump einige Veränderungen erfahren. Fraglich erscheint dann jedoch, wie Trump künftig Infrastruktur, Bildung und Gesundheitskosten decken will.

Sozialpolitik

In sozialen Fragen wählt Trump den Weg des geringsten Widerstandes, scheint aber etwas konfuse Vorstellungen zu vertreten. Er spricht sich zwar gegen die Diskriminierung Homosexueller am Arbeitsplatz aus, ist jedoch gegen die bereits abgesicherte Homo-Ehe. Er ist zwar gegen die Abtreibung, formuliert aber gleichzeitig Ausnahmen. Auch zum Thema Rassismus steht er mit gespaltener Meinung. Er sei „die am wenigsten rassistische Person“, macht aber für die Proteste im Land die Schwarzen allein verantwortlich.

Migrationspolitik

Seine gestörte Beziehung zu den Mexikanern kann man dem Plan eines Mauerbaus an der mexikanischen Grenze entnehmen. Zudem möchte er Einwanderer ausweisen und allen in den Staaten geborenen Babys von Einwanderern die US-Staatsbürgerschaft verweigern.

Trump will also 11 Millionen Einwanderer ausweisen, was nicht nur 600 Milliarden Dollar kosten würde, sondern auch noch 20 Jahre Zeit bräuchte – das ist länger als er überhaupt jemals US-Präsident sein könnte.

Außenpolitik

Einsätze der US-Truppen sollen künftig vom „Zielland“ gezahlt werden. Der Terrorgruppe Islamischer Staat (kurz: IS) sagt er auch weiterhin den Kampf an – er möchte ihnen das Öl abdrehen.

Gesundheitspolitik

Die Pflichtversicherung „Obamacare“ würde Trump wohl sofort durch günstigere Krankenversicherungen ersetzen. Er setzt dabei vor allem auf Wettbewerb. Doch Obamacare hat mittlerweile so viel Zuspruch in den Staaten, dass Trump das Thema Gesundheitspolitik kaum noch freiwillig anspricht.

Mit welchen Folgen müsste Europa rechnen, wenn Trump ins Weiße Haus zieht?

Eines steht wohl fest: Wird Donald Trump im November zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt, sind die Flüchtlingskrise, der Klimawandel und die Krise in der Ukraine in Zukunft Probleme, bei denen Europa nicht mehr auf die Unterstützung der USA hoffen muss. Trump erklärte vor einiger Zeit, dass er Muslimen die Einreise in die Staaten verbieten würde und löste so eine Debatte aus. In der Verfassung ist das übrigens genauso verboten, wie das Verweigern der US-Staatsbürgerschaft gegenüber in den USA geborenen Kindern.
Wird Trump Präsident, drohen den USA nicht nur unvorstellbare Schulden, die auf Trumps Steuerpolitik zurückgehen würden, sondern auch innenpolitisches Chaos, da Trump viele von der Opposition beschlossene Gesetze angreifen würde. Außerdem würde Trump die Staaten in die 1950er Jahre zurückversetzen – nämlich in die Zeit vor den Civil Rights Movements, die den USA die Bürgerrechte brachten, die sie heute haben.
Eines steht fest: Trump als Präsident wäre gerade deshalb eine solche Gefahr, weil ein republikanischer Präsident gleichzeitig eine republikanische Mehrheit im Kongress hätte – Trump könnte so alles, was er will, auch wirklich durchsetzen.
Quellen: web.de/magazine, spiegel.de, bz-berlin.de, faz.net, n-tv.de, focus.de, 
 
 

 

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3 Gedanken zu „Was wäre, wenn… Donald Trump Präsident wird?

  1. Hallo Kevin.

    Sehr schön Geschrieben.
    Ich hoffe ja, dass er nicht Gewinnt. Möchte mir gar nicht ausmalen, was dann wirklich passiert. Ich hoffe einfach, das die Menschheit wirklich nachdenkt bevor sie wählen gehen.

    Alles liebe.

    PS: Der Gutschein kam heute an. Süßer Capcake ^^ Hab ihn auch gleich eingelöst. Das nächste Band von Harry Potter ist auf dem Weg. Ebenso ein neues Spiel für die ganze Familie. Liebend dank von uns allen.

  2. Na, das hoffen wir doch mal NICHT, dass dieser Mensch sich in die Reihe der US-Präsidenten einreihen darf! Ich bin für Hillary und würde sie wählen, wenn ich dürfte! Bloß nicht diesen furchtbaren Trump!

    PS: Hast du dich oben einmal vertippt und ihn "Klump" genannt oder war das Absicht und ich verstehe den Gedanken dahinter nur grad nicht? 😉

    Liebe Grüße
    Jana

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