Daydreamer-Kev beim Deutschen Lesepreis 2016

And the winner is… (Die Live-Updates findet ihr weiter unten)

Die Gewinner des
Deutschen Lesepreises 2015
Knapp jeder Fünfte in Deutschland hat große Schwierigkeiten beim Lesen – Jugendliche und Erwachsene. Doch das Lesen ist eine der wichtigsten Grundlagen unserer Gesellschaft – wenn man es denn kann. Zukunftsorientierte und nachhaltige Leseförderungsmaßnahmen für alle Altersgruppen sind deshalb so wichtig, um dieser Herausforderung zu begegnen. Viele dieser Maßnahmen sind ehrenamtlich. Die Stiftung Lesen und die Commerzbank-Stiftung verleihen deshalb seit 2013 den Deutschen Lesepreis.
Veranstaltungsort der Preisverleihung
ist das Humboldt Carré in Berlin

Auch in diesem Jahr haben sich Einzelpersonen, Einrichtungen und Schulen, die sich in Deutschland für Leseförderung engagieren, beworben. Am 09. November wird der Preis in vier Kategorien in Berlin verliehen, um die Leseförderungmaßnahmen zu würdigen und zu unterstützen. Und ich bin live dabei. Weitere Infos zum Deutschen Lesepreis gibt es hier. Die Live-Updates findet ihr ab dem 09. November in diesem Beitrag und auf Twitter.


Live-Updates (Neuste zuerst)

20:32 Uhr – Maas und Kießling-Taşkin schließen die Runde

Kießling-Taşkin: „Wir haben heute Abend wieder eine Schatztruhe geöffnet, voll mit tollen Projekten.“ Mein Fazit: Es gibt viele erstklassige Projekte zur Leseförderung und so viel mehr Projekte, als die, die hier genannt werden konnten. Es gibt zweite Plätze, dritte Plätze und Projekte, die keinen Preis gewonnen haben, obwohl sie toll sind. Denn immerhin können 7,5 Millionen Menschen zwischen 18 und 64 nicht lesen. Sie sind Analphabeten – 7,5 Millionen – allein in Deutschland. Und um diese Zahl zu verringern, ist es wichtig, dass es Projekte zur Leseförderung bestehen – auch wenn sie dieses Jahr nicht ausgezeichnet wurden.

Moderatorin Ringer,
Dorte Huneke-Nollmann
aus der Redaktion „Neu in Deutschland“
und Birgit Mandel von der
Commerzbank-Stiftung (v.l.)

Ideen für Morgen – Migration und Integration

„Neu in Deutschland“ heißt die Zeitschrift, die in der vierten Kategorie den Preis gewinnt. Birgit Mandel von der Commerzbank-Stiftung überreicht den Preis und stellt die Zeitung etwas genauer vor: „Wie können wir die positiven Seiten zeigen, die mit Migration verbunden sind?“ Die Zeitung vermittelt Erfahrungen der seit Kurzem in Deutschland lebenden Menschen. Eine Kernaussage sei es, die Texte in Deutsch zu publizieren, um zu zeigen, dass die Migranten die Deutsche Sprache auch sprechen. Von arabischen Texten oder bilingualen Transkripten wird abgesehen.

20:01 – Wir kommen zum Sport zu den Ideen für Morgen – mit Gundula Gause

Die TV-Moderatorin, die Zielscheibe zahlreicher Gags bei Switch Reloaded ist, kündigt in einer Videobotschaft die letzte Kategorie an. Bianca-Amalia Prinzessin von Preußen betohnt in ihrer Laudatio immer wieder den Wert der Vielfalt.

Herausragendes kommunales Engagement

MENTOR – Die Leselernhelfer Hamburg e.V. gewinnen den ersten Platz dieser Kategorie. Mit dem Projekt „Starke Kinder können lesen!“ fördern sie das Lesenlernen, nicht nur an Schulen. „‚Ist das deine neue Leseoma?‘, wurde die kleine Schülerin gefragt, mit der ich letztens über den Schulhof ging“, berichtet eine Vertreterin der Gruppe.

19:37 Uhr – Steffen Henssler wird als Botschafter für die Stiftung Lesen zugeschaltet

In einer Videoübertragung kündigt der Koch die nächste Kategorie an: Herausragendes kommunales Engagement – Leseförderungsmaßnahmen, die sich regional und kommunal durchgesetzt haben.

Herausragende Leseförderung an Schulen

Ringer, zwei Vertreter der
Kinderakademie Eberswalde
und Ulrich Betzold, Geschäftsführer
der Arnulf Betzold GmbH (v.l.)


Schulen tragen eine Menge Verantwortung, was das Lesen angeht. Doch wirklich Gelesen wird dort noch lange nicht. Einige Schulen haben „Vorlesestunden“ und andere Projekte, die die Lesefertigkeit fördern sollen. Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes für Erziehung und Bildung , übernimmt die Laudatio. „Lesen wird zur Aufgabe jeden Lehrers an jeder Schule gemacht“, sagt Beckmann. Erster wurde die Kinderakademie Eberswalde.

18:55 Uhr – Phillip Volksmund sorgt für Unterhaltung

Zwischenzeitlich singt Phillip Volksmund. Der deutsche Sänger gewann bereits den deutschen Rock- und Pop-Preis und nahm am Eurovision Songcontest teil.

18:48 Uhr – Cramer zu Tränen gerührt

Die Laudatorin spricht aus ihrer Erinnerung von einem Vorfall, wo ein kleines Mädchen einige Bücher kaufen wollte, ihr Vater ihr die Bücher aber noch vor der Kasse wegnahm und sie zurücklegte. Für die Autorin war dieses Verhalten unbegreiflich – das Berichten rührte sie zu Tränen. „Kinder brauchen Bücher, arme noch viel mehr“, zitiert Cramer Annelie Löber-Stascheit von der Stiftung Selbstlos.

Moderatorin Christina Ringer,
Drittplatzierter Prof. Dr. Jürgen Belgrad,
Zweitplatzierte Annelie Löber-Stascheit,
Konstanze Keller und Lutz Roschker,
Vorstand der PWC-Stiftung (v.l.)


Herausragendes individuelles Engagement

In dieser Kategorie werden Einzelpersonen gekührt, die ein Projekt zur Leseförderung ins Leben gerufen haben. Die Laudatio zu dieser Kategorie übernahm die Autorin Bettina Cramer. Konstanze Keller holt sich mit ihrem Projekt „Leseweis“ den ersten Platz.

18:35 Uhr – Nico Rosberg, Philipp Lahm, Steffen Henssler

Maas stellt die prominenten Botschafter der Stiftung Lesen vor – unter ihnen der Formel-1-Fa

hrer Nico Rosberg, Fußballer Philipp Lahm und der Koch Steffen Henssler.

18:22 Uhr – Achtung, Fettnäpfchen.

286 Bewerbungen – das sind mehr als je zuvor. Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, und Astrid Kießling-Taşkin von der Commerzbank-Stiftung sind stolz auf diese Zahl. Sie geben bekannt, dass heute Abend insgesamt 10 Preisträger in vier Kategorien ausgezeichnet werden.
Kießling-Taşkin spricht von „noch ein paar Lesepreisen, ehe sich die Stiftung Lesen dann auflösen kann“. Maas reagiert nach einem leicht vorwurfsvollen Blick lächelnd: „Ich glaube nicht, dass das in den nächsten 10 Jahren passiert, danach ist mir das egal, da bin ich pensioniert.“

18:15 Uhr – „Wir sollten es schaffen, jedem Kind die besten Chancen zu bieten.“

Die Ministerin erläutert, dass die Deutschen in Sachen Lesen in den PISA-Studien seit 15 Jahren immer besser abschneiden. Dies erfolge jedoch nicht nur aufgrund der Arbeit an den Schulen, sondern sei letztendlich nur durch Initiatoren möglich, „die an diesem Abend den deutschen Lesepreis erhalten sollen“. Wanka: „Wir sind ein gut entwickeltes Land, wir sollten es schaffen, jedem Kind die besten Chancen zu bieten.“

18:05 Uhr – Warum Vorlesen so wichtig ist

Wanka erläutert, dass sich 91% der Kinder laut einer aktuellen Studie freuen, wenn ihnen vorgelesen wird. Gleichzeitig gibt sie an, dass nur ein Drittel der Eltern überhaupt vorliest. Die Wichtigkeit des Vorlesens betont Wanka durch das Vorstellen sogenannter Lesestartsets, die dieses Jahr erstmals an alle Grundschüler verteilt werden. Auch in Erstaufnahmestellen wurde spezielle Lesestartsets verteilt, um Geflüchteten das Erlernen der Deutschen Sprache zu erleichtern.
Das Vorlesen habe Auswirkungen auf die schulischen Leistungen und stärke den familiären Zusammenhalt, so Wanka. „Dort, wo die Anregung von zu Hause fehlt, müssen wir einspringen“, begründet die Ministerin das Projekt.

18:03 Uhr – Ringer: „Was uns alle eint, ist der Zugang zu geschriebenen Texten.“ Zur Eröffnung der Veranstaltung wird die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Prof. Dr. Johanna Wanka, auf die Bühne gebeten.

18:00 Uhr – Christina Ringer eröffnet den Abend und stellt den Deutschen Lesepreis als Projekt und besondere Auszeichnung der Stiftung Lesen und der Commerzbank-Stiftung vor.

08. November – Die diesjährige Veranstaltung findet morgen im Berliner Humboldt Carré statt. Los geht es morgen um 18:00 Uhr mit der Begrüßung durch die Bildungsministerin Prof. Dr. Wanka.

Die Live-Updates erscheinen dann hier und bei Twitter.
Die Moderation übernimmt die ehemalige RTL- und n-tv-Moderatorin Christina Ringer. Ich fahre morgen früh nach Berlin und werde euch dann von dem Event berichten!

2 Gedanken zu „Daydreamer-Kev beim Deutschen Lesepreis 2016

  1. Schade, dass es mit der Live Berichterstattung doch nicht so geklappt hat. Dennoch ein interessanter Einblick in das Event welches in der Tat wichtig ist um Förderer zu fördern 😉

    Hoffen wir mal, dass Unternehmen, Schulen und die Länder die Analphabetenrate in den nächsten Jahren noch senken können 🙂

  2. Die Lesestartsets finde ich richtig toll! Ich sehe es ja selbst auf der Arbeit, wie viele Kinder noch in späteren Klassen Schwierigkeiten beim Lesen haben! Und Lesen ist so wichtig, wie du schon selbst schreibst.

    Interessant, dass du bei diesem Event warst. Ich habe es leider erst zu spät gelesen, sonst wäre ich auch "live" über deinen Blog dabei gewesen 🙂

    Liebe Grüße
    Jana

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