Tradition made in Germany: Weihnachtsmarkt

Tradition Weihnachtsmarkt: Woher kommt der Brauch?

Um sich die Vorweihnachtszeit zu versüßen und das Warten auf die Weihnachtsfeiertage erträglich zu machen, gibt es schon mehrere Jahrhunderte lang die Tradition der Weihnachtsmärkte. Woher kommt die Tradition?

Der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands

Handwerker, Korbflechter, Zuckerbäcker und Spielzeugmacher – sie alle wollten ihre Produkte insbesondere in der Vorweihnachtszeit verkaufen. Im 14. Jahrhundert erwirkten diese die Erlaubnis, ihre Produkte zusätzlich in Verkaufsständen in der Stadt zu verkaufen. Der Grundstein für die heutigen Weihnachtsmärkte war gelegt.
Das leibliche Wohl der Marktbesucher stand schon immer an erster Stelle: Gebrannte Nüsse, Kastanien und Mandeln gab es bereits damals, um den kleinen Hunger während der vorweihnachtlichen Shopping-Tour zu stillen. Die Weihnachtsmärkte in München und Dresden gelten als die ersten belegten Weihnachtsmärkte in Deutschland und werden bereits im 14. Jahrhundert erwähnt.

Historischer Hintergrund – historische Kulisse

In Anlehnung an die Herkunft dieser Tradition werden Weihnachtsmärkte meist in historischer Umgebung, etwa in der Altstadt, an alten Kirchen, Schlössern und auf Marktplätzen aufgebaut.
Kirchen erhofften sich durch diese Erlaubnis mehr Besucher für ihre Gotteshäuser, weshalb Weihnachtsmärkte traditionell oft vor großen Kirchen aufgebaut werden. Die ersten Weihnachtsmärkte der Neuzeit wurden deshalb oft zuerst in protestantisch geprägten Gebieten eröffnet, ehe die katholischen Regionen nachzogen. Die ursprüngliche Idee der Kirche ging jedoch recht schnell verloren – die Menschen kamen in erster Linie wegen des weihnachtlichen Ambientes.

Die beliebtesten Weihnachtsmärkte sind die traditionellen

Klar, Adrenalin beim Karussellfahren ist cool, vorweihnachtliche Stimmung kommt dabei jedoch nicht unbedingt auf. Die traditionellen Weihnachtsmärkte sind deshalb oft viel attraktiver als die modernen. Traditionelle Handwerkskunst kommt übrigens wieder in Mode – ob Pyramiden aus dem Erzgebirge, Nussknacker aus Stuttgart oder Holzschnitzereien, leuchtende Weihnachtssterne – die Weihnachtsmärkte, auf denen es das gibt, sind die beliebtesten.

Andere Mütter Länder haben auch schöne Söhne Weihnachtsmärkte

Medaille für uns: Die Tradition der Weihnachtsmärkte kommt aus Deutschland, hat es aber in den letzten 600 Jahren auch über die Grenzen ins Ausland geschafft. Die Italiener, die um 1700 die Holzkrippen nach Deutschland brachten, mit denen seit jeher die Weihnachtsmärkte dekoriert wurden, kopieren die Tradition etwa in Rom und Neapel. Auch in Bristol in Großbritannien oder in Zagreb in Kroatien gibt es
Weihnachtsmärkte.
Sogar über den großen Teich konnte sich die Tradition bereits verbreiten: Seit etwa 25 Jahren gibt es in San Francisco die sogenannte „Great Dickens Christmas Fair“, bei der die Gassen des Londons zur Zeit von Charles Dickens nachgebildet werden und so ein einzigartiges, weihnachtliches Flair erschaffen. Die amerikanischen Städte Columbus und Ohio sind zudem große Freunde der Ergebirgs-Pyramiden und des Dresdner Stollens.
Besonders sehenswert und gar nicht so weit weg: Der Weihnachtsmarkt von Straßburg. Der 1570 erstmals erwähnte Weihnachtsmarkt gilt als einer der schönsten Weihnachtsmärkte im Ausland und beherbergt den größten Weihnachtsbaum Europas.
Der Weihnachtsmarkt am Wiener Schloss Schönbrunn bietet nicht nur musikalische und kulinarische Vielfalt, sondern auch eine einzigartige Krippenausstellung und einen weiteren gigantischen Weihnachtsmarkt.
Wem das ganze Treiben im Winter zu kalt ist, sollte den Weihnachtsmarkt in Zürich besuchen. Er ist der größte Indoor-Weihnachtsmarkt Europas.
Quellen: t-online.de, wissen.de, weihnachtsmarkt.net
 
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