ESC2017

Am 13. Mai findet das Finale des Eurovision Song Contest 2017 in Kiev statt. Russland ist dieses Mal nicht dabei.

Nachdem Rumänien im letzten Jahr aufgrund von Schulden nicht beim Eurovision Song Contest teilnehmen durfte, ist das Land dieses Mal wieder dabei. Auch Portugal ist 2017 in Kiev vertreten. Russland hingegen nimmt in diesem Jahr nicht am Wettbewerb teil. Aufgrund der politisch angespannten Situation zwischen der Ukraine und Russland war eine Teilnahme Russlands lange Zeit unklar – zwischenzeitlich wurde sogar der Rückzug von der Krim als Bedingung diskutiert. Nach der Nominierung der russischen Sängerin Julia Samoylova erhielt diese prompt ein Einreiseverbot. Sie sei auf der russisch annektierten Krim aufgetreten und habe damit gegen ukrainisches Recht verstoßen. Russland gab daraufhin bekannt, nicht am Wettbewerb teilzunehmen und diesen auch nicht im Fernsehen zu übertragen. Bosnien-Herzegowina, die Slowakei und die Türkei nehmen in diesem Jahr ebenfalls nicht teil.
 

Deutschland sicher im Finale

Neben dem Gastgeberland sind die sogenannten Big Five Deutschland, Italien, Großbritannien, Frankreich und Spanien fest im Finale. Desweiteren kommen jeweils zehn Länder aus beiden Halbfinal-Runden ins Finale.
 
Italien: Francesco Gabbani mit „Occidentali’s Karma“ – sehr hippige Nummer, gefällt mir persönlich leider nicht und das, obwohl Italien laut eurovisionworld.com in diesem Jahr als Top-Favorit ins Rennen zieht. 
 
Deutschland: Levina mit „Perfect Live“ – die Melodie kommt mir wahnsinnig bekannt vor und bleibt gut im Ohr.  
 
O.Torvald für die Ukraine. Bild: © Olga Tretyakova

Ukraine: O.Torvald mit „Time“ – anfangs gefiel mir der Song sehr gut, doch dann kam eine Rock-Passage, die den Song leider etwas aggressiv macht. 

Frankreich: Alma mit „Requiem“ – eine Mischung aus Französisch und Englisch, poppig und modern, leider nicht ganz mein Fall. 
Spanien: Manel Navarro mit „Do it for your lover“ – moderner und doch ruhiger Pop-Song mit einem angenehmen Rhythmus. 
Großbritannien: Lucie Jones mit „Never give up on you“ – sehr schöne Ballade mit klar verständlichem Text. 
 

Erstes Halbfinale: 09. Mai 2017, 21:00 Uhr

Robin Bengtsson für Schweden. Bild: © Anna-Lena Ahlström

Schweden: Robin Bengtsson mit „I can’t go on“ – Hitverdächtig! 

Georgien: Tamara Gachechiladze mit „Keep the faith“ – tolle Ballade, hat etwas episches an sich, das mir sehr gefällt. Im Vergleich zum letzten Jahr eine deutliche Steigerung. 
Australien: Isaiah mit „Don’t come easy“ – als Mitglied der European Broadcast Union (EBU) nimmt Australien auch dieses Jahr am Wettbewerb teil. Der Pop-Song ist es wirklich wert, gehört zu werden. 
Albanien: Lindita mit „World“ – im Vergleich zum letzten Jahr hat Albanien sich deutlich gesteigert! Der Song ist gut gemacht und gefällt mir. 
Belgien: Blanche mit „City Lights“ – ich finde den Song leider sehr langweilig und eintönig. 
Montenegro: Slavko Kalezić mit „Space“ – hat ein sehr interessantes Musikvideo, hat mich aber musikalisch nicht überzeugt. 
Finnland: Norma John mit „Blackbird“ – recht ruhiger Song, der nicht sonderlich viel Spannung erzeugt und deshalb kaum fesselt. 
Aserbaidschan: Dihaj mit „Skeletons“ – der Refrain ist deutlich aufregender als die Strophe. Wirklich überzeugend war der Song aber nicht. 
Portugal: Salvadore Sobral mit „Amar Pelos Dois“ – mit diesem fast schon klassisch klingenden Song meldet sich Portugal nach der einjährigen Pause zurück. Schöne Stimme, aber leider nicht mein Fall. 
Griechenland: Demy mit „This is love“ – zeitgemäße Beats sichern Griechenland gute Chancen zu. 
Polen: Kasia Moś mit „Flashlight“ – wider Erwarten tritt Polen in diesem Jahr nicht mit einem total verstörenden Lied an, sondern mit einem Lied, das Polen zu einem ernstzunehmenden Teilnehmer werden lässt. Im Musikvideo ist die Sängerin übrigens die ganze Zeit nackt… 
Moldawien: Sunstroke Projekt mit „Hey Mamma“ – funky Beats, aber kein Ohrwurm. 
Island: Svala mit „Paper“ – bleibt nicht im Ohr, gefällt mir aber irgendwie trotzdem. 
Tschechien: Martina Bárta mit „My turn“ – eher ruhigeres Liebeslied, das mir persönlich recht gut gefällt. Erinnert mich stimmlich etwas an Cher. 
Hovig für Zypern. Bild:
© Leica Camera Cyprus Team

Zypern: Hovig mit „Gravity“ – toller Hit! 

Armenien: Artsvik mit „Fly with me“ – eine Mischung aus orientalisch und Country – gefällt mir persönlich nicht ganz so gut. 
Slowenien: Omar Naber mit „On my way“ – sehr schöner Song! 

Lettland: Triana Park mit „Line“ – moderner Song, der gut im Radio laufen könnte. 

Zweites Halbfinale: 11. Mai 2017, 21:00 Uhr

Serbien: Tijana Bogićević mit „In too deep“ – Sehr schönes Lied. 
Österreich: Nathan Trent mit „Running on air“ – Ruhiger, aber zeitgemäßer Song – perfekt fürs Radio. 
Mazedonien: Jana Burčeska mit „Dance alone“ – elektronische Beats, moderner Song. 

Malta: Claudia Faniello mit „Breathlessly“ – traditionelle Ballade, schöner Song, jedoch ohne Pointe. Rumänien: Ilinca ft. Alex Florea mit „Yodel it!“ – das Lied macht seinem Titel alle Ehre, kombiniert Rap mit Jodeln und gefällt mir leider in vielerlei Hinsicht so gar nicht. 

Niederlande: OG3NE mit „Lights and Shadows“ – Sehr schöner Wechselgesang der drei Sängerinnen. Gefällt mir. 

Ungarn: Joci Pápai mit „Origo“ – der selbstkomponierte Song enthält viele kulturelle Eigenschaften des Interpreten. Leider nicht mein Fall. 

Dänemark: Anja mit „Where am I“ – beginnt mit einem Chorgesang, was als Alleinstellungsmerkmal für diesen Song verstanden werden kann und ihn sehr interessant macht. Leider taucht das Element nur am Anfang auf, weshalb der Song am Ende doch nur im oberen Durchschnitt angesiedelt ist.

Irland: Brendan Murray mit „Dying to try“ – außerordentliche Stimme trifft auf Schmuseballade. 

San Marino: Valentina Monetta & Jimmie Wilson mit „Spirit Of The Night“ – Der Pop-Song lässt

Valentina Monetta & Jimmie Wilson für San Marino. Bild:
© Claude Langlois

leichtes Disco-Feeling aufkommen und ist auch zum Mitwippen und Mitsingen geeignet.

Kroatien: Jacques Houdek mit „My friend“ – Klavier, Geige und ein Zitat von Albert Einstein, gefolgt von einer klassischen Ballade. Musikalisch und stimmlich abwechslungsreich.  

Norwegen: JOWST mit „Grab the moment“ – Electro-Momente machen diesen Pop-Song zeitgemäß, und bieten Ohrwurm-Potential, haben es aber nicht geschafft, mich zu überzeugen. 

Schweiz: Timebelle mit „Apollo“ – Der Song kämpfte 2015 schon einmal um den Einzug in den ESC, konnte sich aber nicht durchsetzen. Ich kann nicht verstehen, warum, denn ich finde ihn gut. Teilnehmen darf der Song, da er bisher nie kommerziell veröffentlicht wurde. 

Weißrussland: Naviband mit „Historyja Majho Zyccia“ – traditioneller und sehr schwungvoller Song mit einfach gehaltenem Text, leider nicht so mein Fall. 

Bulgarien: Kristian Kolve mit „Beautifull Mess“ – zeitgemäße Pop-Ballade mit sehr schönem Inhalt. Eurovisionworld.com sieht Bulgarien in diesem Jahr auf Platz 2, direkt hinter Italien. 

Litauen: Fusedmarc mit „Rain of Revolution“ – funky, modern, aber nicht mein Ding. 

Estland: Kooit Tome and Laura mit „Verona“ – das romantische Liebeslied hat einen Rhythmus, der mitwippen lässt. 

Isreal: |MR| mit „I feel alive“ – Ohrwurmpotential und ein echter Hit. 

Mein Ranking

1. Schweden  -> Portugal
2. Australien  -> Bulgarien
Slowenien  (im 1. Halbfinale ausgeschieden)
3. Zypern  -> Moldawien
4. Bulgarien   -> Belgien
5. Österreich  -> Schweden
6. Großbritannien  -> Italien
7. Israel  -> Rumänien
Tschechien   (im 1. Halbfinale ausgeschieden)

Georgien  (im 1. Halbfinale ausgeschieden)

Schweiz 
8. Kroatien  -> Ungarn
Albanien  (im 1. Halbfinale ausgeschieden)
9. Frankreich  -> Australien 
10. Griechenland  -> Norwegen
11. Niederlande  -> Niederlande
12. Dänemark  -> Frankreich
Malta 
Serbien 
13. Spanien  -> Kroatien
San Marino 
Estland  
14. Polen  -> Aserbaidschan
Lettland  (im 1. Halbfinale ausgeschieden)
Mazedonien 
 
Irland 
15. Norwegen  -> Großbritannien 
Island  (im 1. Halbfinale ausgeschieden)
16. Aserbaidschan  -> Österreich
17. Ukraine  -> Weißrussland
Montenegro  (im 1. Halbfinale ausgeschieden)
18. Deutschland  -> Armenien
19. Moldawien  -> Griechenland
 
Finland  (im 1. Halbfinale ausgeschieden)
20. Portugal  -> Dänemark 
21. Armenien  -> Zypern
Litauen 
22. Weißrussland  -> Polen
 
23. Ungarn  -> Israel
24. Italien  -> Ukraine
25. Rumänien  -> Deutschland
26. Belgien  -> Spanien

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