Wenn der Sommerhit zum Winterblues wird…

5 Tipps gegen den Winterblues

Wenn die Tage kürzer werden, es draußen kälter wird und die Sonne sich kaum noch blicken lässt, dann naht der Winter. Das wenige Sonnenlicht hat jedoch nicht nur Auswirkungen auf die Temperatur, sondern auch direkt auf uns Menschen. Denn Sonnenlicht führt nicht nur dazu,  dass unser Körper Vitamin D bildet, es hemmt auch die Produktion des Hormons Melatonin. Zusammenhängend mit der kürzeren Tagesdauern steigt so der Melatonin-Gehalt im Körper und es kommt zu depressiven Störungen – den sogenannten Winterdepressionen, die auch als Winterblues bekannt sind. Hierbei handelt es sich um ein saisonal-affektives Phänomen, das meist im Herbst oder Winter auftritt und im Frühjahr wieder abklingt.

Bist Du depressiv verstimmt?

Was hilft gegen den Winterblues?

Achtung! Depressionen sollte man niemals auf die leichte Schulter nehmen, auch nicht, wenn sie im Frühjahr von ganz allein abklingen könnten. Die folgenden Tipps können helfen, den Depressionen den Kampf anzusagen:

1. Das Tageslicht ausnutzen!

Damit ich nachts schlafen kann, muss es dunkel sein. Das bedeutet: Fernseher aus, Rollo runter – denn die Straßenlaterne vor dem Haus strahlt genau in mein Fenster. Morgens zuerst das Rollo zu öffnen, hilft nicht nur, wach zu werden, sondern ist auch wichtig, um den Winterdepressionen entgegenzuwirken. Denn wenn der Tag ohnehin schon so kurz ist, sollte man das gesamte Tageslicht an sich heranlassen.

Es gibt übrigens auch spezielle Lampen, die tageslichtähnliches Licht erzeugen und den Tag so „künstlich verlängern“ können. Derartige Lampen werden auch in der medizinischen Therapie gegen saisonal-affektive Depressionen verwendet.

2. Spaziergänge an der frischen Luft

Es mag kalt und hin und wieder auch ungemütlich sein, aber die eigenen vier Wände schotten uns von viel Tageslicht ab und lassen auch nicht viel Luft zu uns durch. Ein Spaziergang im Tageslicht tut deshalb besonders gut und versorgt unseren Körper mit frischer Luft. Darum sollten wir uns im Winter warm einpacken und täglich einen Spaziergang unternehmen. Selbst wenn überall Wolken am Himmel sind, ist es immer noch heller als im Wohnzimmer – es sei denn ihr habt eine Glasfassade mit Panoramablick. Die frische Luft bringt zudem den Kreislauf in Schwung.

3. Einmal Glückshormone zum Mitnehmen, bitte.

Fehlt uns die Sonne, haben wir nicht nur einen erhöhten Melatonin-Wert, sondern wir leiden auch an einem Serotonin-Mangel. Serotonin ist auch als Glückshormon bekannt und der Mangel führt dazu, dass wir uns in der dunklen Jahreszeit so traurig fühlen. Mit ein paar Tricks können wir die Produktion anregen:

  • Dekoriert eure Wohnung im Winter mit leuchtend-warmen Farben. Ein wenig Rot, Orange und Gelb im Winter wirken Wunder.
  • Urlaubsfotos bringen nicht nur ein wenig Sonnenschein an die Wand, sondern wecken auch glückliche Erinnerungen.
  • Schwungvolle Musik weckt dich auf und sorgt für eine ordentliche Portion Glückshormone.

Jetzt, wo es kälter wird, kann man übrigens auch wieder Schokolade kaufen, ohne dass sie schmilzt. Sie ist ein wahres Wundermittel und kann zur Ausschüttung von Glückshormonen führen. → Erfahre mehr dazu!

4. Triff Dich mit Freunden!

Man muss nicht allein Spazierengehen. Forscher haben bewiesen, dass wir glücklicher sind, wenn wir in Gesellschaft sind. Egal, ob wir dadurch abgelenkt sind oder wirklich Spaß haben: Der Winterblues bleibt zu Hause. Allgemein gilt: Wer aktiv bleibt, ist bestens gegen die Verstimmung gewappnet. Sport, Spieleabend mit Freunden oder tatsächlich der gemeinsame Spaziergang: Gemeinsam seid ihr viel stärker als der Winterblues.

5. Regenwetter ist Kuschelwetter.

Frische Luft und Spaziergänge sind wichtig, aber abends oder bei starkem Regen ist Kuscheln angesagt. Leipziger Forscher fanden heraus, dass schon 10 Minuten am Tag ausreichen, die Stimmung zu steigern. Bei Berührung schüttet unser Gehirn Hormone und Neurotransmitter aus, die die Stimmung steigern. Übrigens: Sich selber zu berühren, hat diesen Effekt leider nicht.


Quellen: Apotheken-Umschau, welt.de, netdoktor.de

Noch mehr Tipps gegen Winterdepressionen

Schlafen bei offenem Fenster ist auch im Winter gesund, oder? Den Wintermythen auf der Spur.

4 Gedanken zu „Wenn der Sommerhit zum Winterblues wird…

  1. Juhu, ich habe wohl gerade keine Winterdepression. Konnte das meiste mit Nein beantworten. 😊 Danke für den Test und die Tipps. Einige davon wie das kuscheln werde ich auf jeden Fall umsetzen, wenn auch leider nicht täglich.

  2. Passend zum Winterbeitrag schneit es bei dir 🙂 Schön! Solche Schneeflocken lasse ich mir gerne gefallen, die echten dagegen mag ich nicht so sehr! Mal ganz abgesehen vom Winterblues ist diese Jahreszeit nämlich so gar nicht die meine! Ich mag die Kälte nicht, die Glätte noch weniger! Ich friere nicht gerne und vermisse die Sonne so sehr! Ich freue mich jetzt schon auf den Frühling und bin froh, wenn ich die dicken Wintersachen wieder wegräumen kann 😉 Von den Fragen im Test kann ich so einige mit „Ja“ beantworten, also bin ich wohl auch ein klassischer Fall von Winterdepression 🙂

    Liebe Grüße
    Jana

    1. Hallo Jana,

      ja, die Kälte macht mir auch zu schaffen. Vorallem wenn man den ganzen Tag in der Uni verbringt und im Grunde nur morgens und abends draußen ist, wenn es dunkel ist, ist es schön, wenn man zumindest im Bett schön warm eingekuschelt ist.
      Kann im Winter definitiv verstehen, wenn Leute im Bett bleiben wollen.

      Beste Grüße
      Kevin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.