Meine 3 Neujahrsvorwürfe für 2018

2018 – Ein neues Jahr steht in den Startlöchern. Zeit für Wünsche, Träume, aber eben auch Vorwürfe.

 

Ganz recht – „Vorwürfe“ war bereits in der Überschrift kein Tippfehler. Ich blicke zurück auf ein Jahr, in dem ganz sicher nicht alles rund gegangen ist. Ich erinnere mich auch an die Vorsätze – zumindest einige -, die ich im letzten Jahr – mittlerweile kann ich’s ganz sicher sagen – nicht eingehalten habe. Für das bevorstehende Jahr 2018 habe ich mir deshalb vorgenommen, statt Vorsätzen Vorwürfe zu formulieren.

Du sparst an den falschen Ecken!

2017 habe ich viele Dinge gekauft oder verbraucht, die ich nicht hätte kaufen und verbrauchen müssen. Ich habe Essen bestellt und bin Essen gegangen, wo es nicht hätte sein müssen. Das ist bequem und vielleicht luxuriös, aber auch wahnsinnig teuer. Zu Weihnachten habe ich bemerkt, dass man mit Geld wahnsinnig viel kaufen kann. Dinge sind teuer. Doch ich habe gemerkt, dass es sich manchmal lohnt, auch mehr Geld auszugeben. Ich habe Menschen eine Freude gemacht, sie zu Tränen gerührt.

Geld ist unumgänglich in unserer Gesellschaft. Die Redensart „Ohne Moos, nichts los“ kommt nicht von ungefähr. Wir brauchen es ständig, um uns wohlzufühlen, um zu überleben, um von A nach B zu kommen und um uns zu ernähren. Ich habe gelernt, dass es nicht immer das teuerste sein muss und dass man nicht immer das neuste Smartphone braucht. Man benötigt nicht jeden Monat neue Klamotten, wenn der Kleiderschrank bereits voll ist oder sich die Farben, die aktuell in sind, ändern.

Was ich mir davon verspreche, Geld an den Stellen zu sparen, an denen es nicht ausgegeben werden muss? Mehr Geld für die wichtigen Dinge: Um Freunden und Familie eine Freude zu machen, etwas zu erleben und mir vielleicht eines Tages einen Traum zu erfüllen.

 

Du verbringst zu wenig Zeit mit der Familie!

Zeiten ändern sich – Menschen kommen, aber sie gehen auch. 2017 sind Menschen aus dem Leben geschieden, die einst Teil meines Lebens waren. Das ist der Lauf der Dinge, aber manchmal geht es einfach viel zu schnell. Am 1. Weihnachtstag hat mein Opa eine kurze Ansprache gehalten. Es gab eine Zeit, in der wir nicht viel Kontakt hatten und genau diese Zeit sprach er an: „Familie ist sehr sehr wichtig. Ich will nicht eines Tages im Pflegeheim aufwachen und feststellen, dass mich niemand besuchen kommt.“

Es gab eine Zeit, da habe ich den Kontakt zu meinen Familienmitgliedern sehr vernachlässigt – damit meine ich nun nicht meine Mutter, aber meine Großeltern. Wir werden größer, älter, reifer. Wie ziehen von zu Hause aus, werden eigenständig und erwachsen. Wir gehen Schritt für Schritt von unserer Familie weg zu einer eigenen, um die Familie noch größer zu machen. Das ist der Lauf der Dinge.

Was ich 2018 tun möchte, ist, wieder einen Schritt auf meine Familie zuzugehen, aktiv mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen und die Zeit zu nutzen, die uns bleibt. Denn ich habe gelernt, dass man damit nie früh genug anfangen kann.

 

Du bist ein schlechter Freund!

2018 habe ich insbesondere eine Freundschaft aufs Spiel gesetzt, die ich nicht missen möchte. Ähnlich wie Familie sind Freunde wahnsinnig wichtig. Aristoteles sagte über die Freundschaft: „Freundschaft, das ist eine Seele in zwei Körpern.“ Recht hatte er. Meine beste Freundin und ich kennen uns nun seit 8 Jahren – das ist mehr als ein Drittel meines Lebens. Sie stand mir in dieser Zeit so oft zur Seite wie kein anderer Mensch und auch, wenn wir einmal nicht so viel Kontakt hatten, konnte ich mich doch immer auf sie verlassen. Unehrlichkeit ist Gift für eine Freundschaft. Wahre Freundschaft übersteht die Wahrheit und das ist eine Lektion, die mich 2017 gelehrt hat.

Über Silvester habe ich nun eine Hand voll weiterer Menschen kennengelernt, die den Jahreswechsel perfekt gemacht haben. Gemeinsam teile ich nun Erinnerungen, schöne Abende, nervige Ohrwürmer und lustige Sprüche mit ihnen. Ich habe an diesem Wochenende ganz neue Seiten kennengelernt. Deshalb bin ich zu dem Schluss gekommen, 2018 mehr Zeit mit meinen Freunden zu verbringen und ihnen die Dankbarkeit und Ehrlichkeit entgegen zu bringen, die sie verdient haben.

 

Mit Sicherheit könnte man die Liste immer weiterführen. Jeder könnte etwas aus dem letzten Jahr an sich kritisieren und verbessern. Mir war es ein Anliegen, mir keine Dinge vorzunehmen, die nie Teil meines Lebens waren. Ich habe zu oft gemerkt, dass ich keinen Hang zum Sport habe. Warum sollte ich mir also den Vorsatz machen, mehr Sport zu machen, um dann gegebenenfalls enttäuscht zu werden? Natürlich wäre es nicht verkehrt, mehr Sport zu machen, aber das sollte nicht das Ziel des neuen Jahres für mich sein.
Stattdessen habe ich mir Dinge ausgesucht, die ich aktiv falsch gemacht habe. Dinge, die ich mir vorzuwerfen habe. Drei Dinge, die jedoch eine große Wirkung haben – auf mein Leben und das von Familie und Freunden.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei denen Menschen zu bedanken, die mich durch das vergangene Jahr begleitet haben – egal, ob Familie, Freunde oder Bekannte. Vielen Dank, dass ihr eine Bereicherung für mein Leben wart – auf ein gelungenes neues Jahr 2018.

Ich wünsche Euch allen ein gesundes und frohes neues Jahr!

 

Jahresrückblick 2017

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