Problemkind: Nachhaltigkeit

Die Welt wartet darauf, dass wir endlich anfangen, nachhaltig zu leben! Wie nachhaltig sind wir wirklich?

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wurde am 25. September 2015 von mehr als 150 Staatsoberhäuptern auf einem Gipfel der Vereinten Nationen unterschrieben. In ihr wurden insgesamt 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung formuliert, die gleichermaßen für Entwicklungsländer als auch für (Post-)Industrieländer gelten.

Das Thema „Armut“ spielt nach wie vor eine tragende Rolle in den Entwicklungszielen. Obwohl sie die Armutsrate seit 1990 mehr als halbiert hat, lebt noch heute jeder Fünfte in Entwicklungsländern von weniger als 1,90 Dollar am Tag. Armut ist weit mehr als der Mangel an Geld. Armut führt zu fehlendem Zugang zu Bildung und Gesundheitseinrichtungen, sowie zu sozialer Diskriminierung, Hunger und Mangelernährung.

Weltweit hungern etwa 815 Millionen Menschen. Die Vereinten Nationen befürchten bis zu zwei Milliarden Betroffene im Jahr 2050. Gleichzeitig steigt die Zahl der Übergewichtigen: 2,2 Milliarden Menschen waren es im Jahr 2015, schreibt das Institute of Health Metrics and Evaluation (IHME) in einer Studie.

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Nachhaltige Entwicklung stellt sicher, 

  • dass regenerative, natürliche Systeme in ihren wesentlichen Eigenschaften dauerhaft erhalten bleiben.
  • dass zukünftig lebende Generationen nicht schlechter gestellt sind, ihre Bedürfnisse zu befriedigen, als gegenwärtig lebende Generationen.
  • dass sich globale Ungerechtigkeiten langfristig verringern und/oder auflösen.

Nachhaltigkeit

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Was ist das eigentlich?

17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung

Mich wundert es daher nicht, dass „Keine Armut“ und „Kein Hunger“ die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen anführen. Bei den Verhandlungen in den Vereinten Nationen wirkte erstmals nicht jedes Land einzeln in der Arbeitsgruppe, sondern drei Länder teilten sich einen Sitz, erarbeiteten zunächst ihre eigenen Ziele und setzen die Erarbeitung dann in der gesamten Gruppe um. Was ich als sehr lobenswert empfinde: Interessensvertretergruppen, sogenannte Major Groups, wurden aktiv in die Verhandlungen eingebunden. So erhielten Kinder und Jugendliche, Landwirte, Indigene Völker, Vertreter aus Wissenschaft und Entwicklung, Frauen, Arbeitnehmer und Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen, Lokale Behörden und Vertreter aus der Wirtschaft aktives Mitspracherecht. Gemeinsam einigte man sich auf folgende Entwicklungsziele, die sogenannten Sustainable Development Goals:

  1. Keine Armut
  2. Kein Hunger
  3. Gesundheit und Wohlergehen
  4. Hochwertige Bildung
  5. Geschlechter Gleichheit
  6. Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen
  7. Bezahlbare und saubere Energie
  8. Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  9. Industrie, Innovation und Infrastruktur
  10. Weniger Ungleichheiten
  11. Nachhaltige Städte und Gemeinden
  12. Nachhaltiger Konsum, Nachhaltige Produktion
  13. Maßnahmen zum Klimaschutz
  14. Leben unter Wasser
  15. Leben am Land
  16. Frieden, Gerechtigkeit und Starke Institutionen
  17. Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Die 17 Ziele unter der Lupe: Der Weg zur Nachhaltigkeit

Die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele sind in insgesamt 169 Unterziele untergliedert, die bis 2030 erreicht werden sollen. Die Erreichung dieser Ziele ist jedoch nicht verpflichtend. Die wichtigsten sind hier vorgestellt:

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Jeder Fünfte in Entwicklungsländern lebt von weniger als 1,90$ pro Tag und ist damit per Definition extrem arm. Gleichzeitig besitzen die acht reichsten Menschen der Welt ungefähr so viel Geld wie die ärmsten 50% der Weltbevölkerung.
  • Bis 2030 soll es keine „extreme Armut“ mehr geben. Das heißt: Kein Mensch lebt dann noch von weniger als 1,90$ am Tag.
  • Die weltweite Armut soll mindestens um die Hälfte reduziert werden – abhängig von den Definitionen der jeweiligen Länder.
  • Bis 2030 haben auch die Armen Zugang zu vernünftigen Sanitäreinrichtungen und Gesundheitseinrichtungen und die gleichen Rechte an ökonomischen Ressourcen haben.
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Etwa 200 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind mangelernährt. Auf der anderen Seite der Medaille sind 41 Millionen Kinder übergewichtig. Übergeordnetes Ziel ist es also nicht nur, weltweit Hunger zu bekämpfen, sondern auch Adiposita zu reduzieren.

  • Bis 2030 hungert niemand mehr. Das bedeutet, dass auch Arme ganzjährig Zugang zu einer umfangreichen und nährstoffreichen Ernährung haben.
  • Zudem werden alle Formen der Fehlernährung bekämpft. Jeder Mensch soll sich ausgewogen und nährstoffreich ernähren können.
  • Bis 2030 produzieren wir Nahrungsmittel nachhaltig. So sollen beispielsweise landwirtschaftliche Produktionen effektiv gegen Dürren, Überschwemmungen und die Folgen des Klimawandels abgesichert werden.
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Der Zugang zu sauberem Wasser und einwandfreien Sanitäreinrichtungen spielt eine große Rolle für die Reduktion von Krankheiten wie Polio und Tuberkulose. Doch auch HIV/AIDS und Malaria sind noch immer weit verbreitet und kosten viele Menschen das Leben. Im Jahr 2013 wurden allein 240.000 Kinder neu mit HIV infiziert.

  • Die Sterblichkeitsrate von Müttern bei der Geburt müssen wir weltweit  auf unter 70 pro 100.000 Geburten reduzieren.
  • Die Säuglingssterblichkeit bei der Geburt soll auf weniger als 12 bei 1.000 Geburten reduziert werden.
  • Die Kindersterblichkeit bei Kindern bis fünf Jahren soll auf weniger als 25 bei 1.000 Kindern reduziert werden.
  • Bis 2030 rotten wir Epidemien von AIDS, Malaria, Tuberkulose und übers Wasser übertragbare Krankheiten aus. Wir reduzieren damit die Zahl der Infektionen welweit.
  • Wir betreiben stärkere Prävention gegen Drogen- und Alkoholmissbrauch.
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Hochwertige Bildung ist der Grundstein für nachhaltige Entwicklung und der Schlüssel zu einer vielseitigen Zukunft. Obwohl 91% der Kinder in Entwicklungsländern eine Grundschule besuchen, erhalten noch immer 57 Millionen Kinder keine Schulbildung. 103 Millionen Jugendliche können nicht Lesen und Schreiben, 60% davon sind Frauen.

  • Alle Kinder besuchen bis 2030 eine Grundschule und können anschließend den weiterführenden Bildungsweg beschreiten.
  • Männer und Frauen haben gleichermaßen Zugang zu allen Bildungseinrichtungen. 
  • Bis 2030 lernen alle Menschen, sich nachhaltig zu entwickeln und das Leben auf der Erde nachhaltig zu gestalten.
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In zwei Dritteln der Entwicklungsländer gibt es Ungleichheit zwischen den Geschlechtern, die bereits in der Grundschulbildung beginnt. In Südasien kommen auf 100% der Jungen in Grundschulen nur 74% der Mädchen. Und in Nordafrika ist nur jede fünfte Frau außerhalb der Landwirtschaft tätig.

  • Bis 2030 soll die Diskriminierung von Frauen und Mädchen weltweit eliminiert sein.
  • Alle Formen der Gewalt gegen Frauen und Mädchen soll bis 2030 eingestellt sein.
  • Frauen sollen bis 2030 vollständig partizipiert sein und gleichermaßen Führungspositionen einnehmen können.
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Sauberes und überall zugängliches Wasser soll überall auf der Welt gewährleistet sein. Frischwasserreserven gäbe es weltweit genug, um dieses Ziel zu erreichen. Wirtschaft und schlechte Infrastruktur sorgen jedoch vielerorts für verschmutztes Wasser und somit für Krankheiten, die zum Tod führen. Mindestens 1,8 Milliarden Menschen weltweit beziehen Trinkwasser aus einer Quelle, die mit Fäkalien kontaminiert ist. Gleichzeitig haben 2,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zu einfachsten Sanitäreinrichtungen wie Toiletten.

  • Bis 2030 wird jeder Mensch Zugang zu sauberem, trinkbarem Wasser haben.
  • Gleichzeitig wird die Wasserqualität durch die Reduktion von Verschmutzungen erhöht werden.
  • Der Zugang zu Sanitäranlagen soll bis 2030 für jeden Menschen gewährleistet sein.
  • Die Vereinten Nationen werden Aquatische Ökosysteme schützen und stärken.
  • Die Effizienz der Wassernutzung in Landwirtschaft und Industrie soll gesteigert und Wasserverschmutzung und -verschwendung sollen reduziert werde.
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Jeder fünfte Mensch hat keinen Anschluss an moderne Elektrizität, weitere drei Milliarden nutzen Holz, Kohle oder tierische Abfälle für die Erzeugung von Wärme. Die daraus resultierenden Emissionen sind verantwortlich für etwa 60% des globalen Treibhauseffekts, der den Klimawandel maßgeblich antreibt.

  • Bis 2030 hat jeder Zugang zu modernen Technologien und Elektrizität.
  • Der Anteil von Erneuerbaren Energien bis 2030 soll deutlich gesteigert werden.
  • Die Energiereffizienz soll bis 2030 weltweit verdoppelt werden.
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Die Zahl der Arbeitslosigkeit stieg weltweit von 170 Millionen im Jahr 2007 auf 202 Millionen im Jahr 2012. Um der hohen Armut entgegenzuwirken, sind gut bezahlte und sichere Arbeitsplätze notwendig.

  • Vollständige Beschäftigung und Arbeitsplätze für alle bis 2030.
  • Höhere wirtschaftliche Effektivität durch Diversifizierung, bessere Technologien und neue Innovationen.
  • Bis 2030 sollen Richtlinien für nachhaltigen Tourismus verabschiedet werden, der wiederum Arbeitsplätze schafft und das Bruttoinlandsprodukt ansteigen lässt.
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Bis zu 1,5 Milliarden Menschen weltweit haben keinen Anschluss an verlässliche Telefonleitungen, dabei ist eine hochwertige Infrastruktur Grundlage für sozialen und wirtschaftlichen Erfolg. Eine mangelhafte Infrastruktur schneidet viele Leute von der Außenwelt, von vernünftigen Sanitär-, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen ab. 

  • Die Entwicklung von verlässlicher, qualitativer und nachhaltiger Infrastruktur, die für alle Menschen zugänglich ist.
  • Die inklusive, nachhaltigerIndustrialisierung soll bis 2030 voranschreiten.
  • Wissenschaft und Forschung sollen neue Technologien entwickeln und so bis 2030 die Industrie entscheidend verändern.
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Bei 75% der Bevölkerung ist das Einkommen inzwischen deutlich ungleicher verteilt als dies 1990 noch der Fall war. Um das Leben für alle lebenswert zu machen, ist es zwingend notwendig, die Disparitäten zu minimieren.

  • Bis 2030 sollen alle Menschen, ungeachtet ihres Geschlechts, ihres Alters, ihrer Behinderung, ihrer Herkunft, ihrer Religion und ihres ökonomischen Standes gleich behandelt werden.
  • Die Regulation und Beobachtung des Weltfinanzmarktes sollen verstärkt und die Einhaltung dieser Regulationen strenger kontrolliert werden, um Menschen gleichermaßen Zugang zu bezahlbaren Gütern und Geldern zu gewährleisten.
  • Bis 2030 sollen Transaktionsgebühren auf weniger als 3% gesenkt werden.
  • Entwicklungshilfe und Direktinvestitionen sollen Entwicklungsländern gezielt bei der Entwicklung helfen.
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Die Hälfte der Bevölkerung weltweit lebt in Städten. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass bis 2030 60% der Menschen in urbanen Regionen leben werden. Da sich jedoch bereits heute nicht jeder das Leben in der Stadt leisten kann, leben derzeit 828 Millionen Menschen in Slums. Das rasche Städtewachstum wirkt sich insbesondere in den ärmeren Ländern auf die Qualität des Trinkwassers, die Lebensqualität und die Gesundheit aus.

  • Bis 2030 soll jeder Mensch Zugang zu sicherem, erschwinglichem und bezahlbarem Wohnraum haben.
  • Urbanisierung, also Städtewachstum, soll bis 2030 nachhaltiger werden.
  • Öffentliche Plätze und Grünflächen sollen sicher und jedem zugänglich sein. Die Sicherheit soll innerhalb von Städten gesteigert werden.
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Weniger als drei Prozent des weltweiten Wasservorkommens ist als Trinkwasser unbedenklich geeignet. Davon sind jedoch zwischen 80 und 85% als Eis in der Arktis, der Antarktis oder in Gletschern gefroren. Zudem verschmutzen die Menschen das Wasser schneller als die Natur es reinigen und filtern kann. Zudem wird bisher nur etwa ein Fünftel der Energie aus Regenerativen Energiequellen gewonnen. Durch das Verbrennen von fossilen Brennstoffen und den Ausstoß von Treibhausgasen wir der Klimawandel beschleunigt und verstärkt.

  • Natürliche Ressourcen sollen bis 2030 effektiv und nachhaltig genutzt werden.
  • Lebensmittelverschwendung und das Wegwerfen von Lebensmitteln sollen bis 2030 halbiert werden.
  • Der Konsum- und Wegwerfgesellschaft soll durch Prävention, Reduktion und Recycling entgegen gewirkt werden.
  • Weltweit sollen alle Menschen gelehrt werden, sich nachhaltig zu verhalten und so erlernen, zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen.
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Seit 1880 bis 2012 ist die globale Temperatur im Schnitt um 0,85°C gestiegen. Bis 2100 ist ein Anstieg um mindestens 3°C denkbar. Die Auswirkungen auf das globale System sind gewaltig. Der Klimawandel geht mit einem Anstieg des Meeresspiegels einher. Mehr als eine Milliarde Menschen leben in Küstenregionen und werden durch den ansteigenden Meeresspiegel früher oder später ihre Heimat verlieren, wenn sich nichts ändert.

  • Minderung der Förderung des Klimawandels, etwa durch die Reduktion von Treibhausgasemissionen.
  • Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen klimabedingte Naturkatastrophen.
  • Bildung ankurbeln, um alle Menschen zu einer nachhaltigen Entwicklung zu erziehen.
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Der Temperaturanstieg des Ozeans sowie dessen Verschmutzung wirken sich katastrophal auf den Lebensraum Ozean und die rund 200.000 darin lebenden, bisher identifizierten Arten aus. Der Handel mit Ressourcen aus dem Meer oder den Küsten erzielt 5% des weltweiten Bruttoinlandsprodukts. Er bietet rund 200 Millionen Menschen in der Fischerei direkt oder indirekt einen Job. Bisher sind rund 40% des Ozeans schwer durch den Menschen beeinträchtigt – Tendenz steigend.

  • Die Verschmutzung der Ozeane soll bis 2025 eingedämmt und reduziert werden.
  • Bis 2020 sollen sich alle Länder stärker für den Schutz von marinen und küstennahmen Ökosystemen einsetzen.
  • Die Fischerei der Ozeane, die das Aussterben vieler Fisch- und Tierarten im Ozean zufolge hat, soll reguliert werden, um Überfischung zu verhindern.
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Wälder sind die Heimat von mehr als 80% der irdischen Tiere, Pflanzen und Insekten und bedecken rund 30% der Erdoberfläche. Die Rodung und Abholzung der Wälder setzt nicht nur Unmengen CO2 frei, die durch die Wälder gespeichert wurden, sondern zerstören auch den Lebensraum all dieser Arten. Jedes Jahr werden 13 Millionen Hektar Wald abgeholzt. Gleichzeitig für die Desertifikation dazu, dass Wüsten und Trockengebiete sich ausbreiten – auch auf ehemaligen Waldflächen. So werden pro Minute 23 Hektar Land – also etwa 32 Fußballfelder – durch Desertifikation und Dürren unbenutzbar für landwirtschaftliche Erträge.

  • Bis 2020 sollen umfangreiche Maßnahmen zur Wiederaufforstung abgeholzter Waldflächen, zur Stärkung von beschädigten Wäldern und zum Aufforsten und Vergrößern bestehender Waldflächen ergriffen werden.
  • Trockengebiete und desertifizierte Landflächen sollen durch effiziente Bewässerungssysteme wieder belebt und renaturiert werden.
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Weltweit sind die Justiz und die Polizei am stärksten von Korruption betroffen. Korruption, Steuerhinterziehung und Diebstähle verursachen jährlich Unkosten in Höhe von 1,26 Billionen $ pro Jahr – Geld, das in Entwicklungshilfe finanziert die Welt verändern könnte.

  • Gewalt und die durch Gewalt verursachten Todesfälle sollen weltweit bis 2030 reduziert werden.
  • Der Missbrauch von und jegliche Gewalt gegen Kinder soll unterbunden werden.
  • Korruption soll weltweit vermindert werden.
  • Jeder soll die Möglichkeit haben, Gerechtigkeit zu erfahren. 
  • Jeder Mensch soll bis 2030 eine rechtliche Identität besitzen, das schließt die Registrierung von Geburten ein.
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Die offizielle Summe der geleisteten Entwicklungshilfe betrug im Jahr 2014 135,2 Milliarden Dollar – die höchste Summe, die jeweils verzeichnet wurde. Das führte beispielsweise dazu, dass die Zahl der Internetzugänge in Afrika sich in den letzten vier Jahren verdoppelt hat. Dennoch hat mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung keinen Zugang zum Internet.

  • Finanzielle Bündnisse sollen Währungen stärken und so langfristig Regionen vor finanziellen Problemen sichern.
  • Technologien sollen weltweit ausgetauscht und verfügbar gemacht werden, um kostengünstiges und effizientes Wachstum der Entwicklungsländer zu gewährleisten.
  • Der Export von Gütern aus Entwicklungsländern soll bis 2020 gesteigert werden, um ein stabiles Bruttoinlandsprodukt in diesen Ländern zu generieren.
  • Globale Partnerschaften sollen durch den Austausch von Wissen, Technologien und finanziellen Ressourcen für eine nachhaltige Entwicklung sorgen.

Fazit: Wann fangen wir endlich an, nachhaltig zu leben?

Die Ziele sind sehr ehrgeizig und komplex, ihre Entstehung innovativ und einzigartig. Doch aufgrund ihrer Masse und Komplexität halte ich es für unmöglich, all diese Ziele bis 2030 zu verwirklichen.

Die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung sind deshalb durchaus kritisch zu betrachten. Sie gelten für Entwicklungsländer gleichermaßen wie für (Post-)Industrieländer und vergleichen somit in gewisser Weise Äpfel mit Birnen, was die Indizes der verschiedenen Ziele angeht. Die Entwicklung zu einer nachhaltigen Welt muss deshalb nicht nur durch und mit Deutschland, sondern auch in Deutschland gestaltet werden.

Zwar ist es in erster Linie die Politik, die auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene Entscheidungen treffen muss, doch jeder von uns kann seinen Teil zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Wie Deutschland bei der Erreichung der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung abschneidet und was ihr persönlich dazu beisteuern könnt, verrate ich euch nächste Woche!

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Quellen: Matuschke, Ira (2018): Die Sustainable Development Goals – Leitplanken für eine nachhaltige Entwicklung.

Hoppe, Wilfried (2018): Der SDG-Index – überraschende Ergebnisse?

The New England Journal of Medicine, spiegel.de, Bertelsmann Stiftung (2016): SDG Index & Dashboards, Die Vereinten Nationen (un.org)

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