Freunde mit gewissen Vorzügen

Friends with Benefits - Kann das gutgehen?

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Dieser Beitrag wurde recycled.

Er erschien erstmal am 13. Dezember 2013 und hat nun ein neues Layout erhalten.

Jeder hat ihn wohl – einen besten Freund, der einen tröstet immer für uns da ist. Ein jeder bester Freund wäre wohl auch an einsamen Abenden für uns da, um etwas mit uns zu unternehmen. Und bei manchen bietet er mehr als eine Schulter zum Anlehnen. Unter dem Motto „Vertraute Nähe statt anonymer One Night Stands“ funktionieren diese Freundschaften. Wer vorübergehend keine Lust mehr auf eine Beziehung hat, auf den Sex und die körperliche Nähe jedoch nicht verzichten möchte, greift nicht selten auf eine Freundschaft mit gewissen Vorzügen zurück.

Was heißt "Friends with benefits"?

Übersetzt bedeutet das „Freunde mit Vorzügen“. Man geht also mit einem engeren Freund eine Sex-Beziehung ein, die mehr Bedeutung hat als ein One Night Stand,  jedoch nicht auf einer emotionalen Ebene besteht, wie bei einer richtigen Beziehung. Wenn man als Single nicht auf den Sex verzichten möchte, sich jedoch nicht direkt in die nächste Beziehung stürzen will, und auch nicht schnellen und unpersönlichen Sex (also One Night Stands) haben möchte, kann man auf diese Möglichkeit zurückgreifen.

Wie findest du die richtige Person für eine Freundschaft Plus?

Wichtig ist natürlich, dass ihr beide single seid. Weder du noch der entsprechende Freund sollte noch einer vergangenen Liebe hinterher trauern. Die Person, die du dir aussuchst, sollte ebenfalls nur Spaß haben wollen. Nur weil man Sex zum Spaß hat, heißt das nicht, dass man nie mehr die Liebe finden möchte. Es bedeutet nur, dass die Liebe etwas warten kann, der Sex jedoch nicht. Wichtig für den richtigen Partner ist auch eine emotionale Stabilität. Du solltest dir im klaren darüber sein, dass dein gewählter Partner zur Zeit ebenfalls keine Beziehung sucht. Der häufigste Grund für das Ende einer solchen Sex-Beziehung ist, weil sich einer der beiden verliebt. Man kann dabei nicht 100%ig sicher sein, ob der andere nicht vielleicht zu anhänglich werden könnte, man kann aber auf einige Faktoren achten.

Erstens: Der Andere hat kaum Freunde und nur wenige Interessen → Er hat nichts besseres zu tun, als mit dir Zeit zu verbringen und könnte daher leicht zu anhänglich werden.

Zweitens: Die andere Person war bereits einmal in dich verliebt → Das Risiko ist zu groß. Der Andere könnte sich erneut verlieben.

Drittens: Der Andere schwärmt harmlos von dir → Solange sich das Schwärmen auf einer harmlosen Ebene bewegt, ist das vollkommen okay. Wichtig ist ebenfalls, dass man jemanden wählt, den man zwar wirklich mag, mit dem man aber keine feste Bindung eingehen möchte. Man sollte sich in der Nähe des Partners wohlfühlen, jede Menge Spaß mit ihm haben können, aber sich auf keinen Fall in ihn verlieben. Du solltest außerdem darauf achten, dass diese Person nicht in deinem direkten Sozial- oder Arbeitskreis steht. Endet diese Art der Beziehung nicht gut, könnte das sonst zu Problemen im persönlichen Umfeld führen. Hat man den perfekten Partner gefunden, kann man doch sofort loslegen, oder? NEIN! Damit eine solche Beziehung funktioniert, muss man zuerst einige Spielregeln festlegen.

Was musst du beachten, damit eine F+ funktioniert?

Bevor man die Spielregeln für eine Freundschaft mit Vorzügen festlegt, muss man diese Beziehung zunächst einmal starten. Beginne mit deinem „Partner“ zu flirten. Dabei musst du nicht zurückhaltend bleiben, da du ja eine Sex-Beziehung möchtest. Mit Komplimenten über den Charakter solltest du dich daher eher zurückhalten. Sollte die Person ebenfalls interessiert sein, kannst du anfangen, sie zu küssen. Bevor es dann tatsächlich zur Sache geht, müsst ihr gemeinsam die Spielregeln klären. Damit stellt ihr auch sicher, dass beide mit der selben Erwartung an diese „Beziehung“ herantreten.

Regel 1: Stellt sicher, dass keiner von beiden falsche Erwartungen hat. Eure Treffen sind keine Dates und keiner von euch sucht einen Freund oder eine Freundin. Es geht euch beiden nur um Spaß.

Regel 2: Ihr verpflichtet euch zu einer gewissen Ehrlichkeit. Bist du auch nur ein kleines bisschen in den Partner verliebt, muss diese Beziehung beendet werden. Frauen schütten beim Sex das Hormon Oxytocin (auch Kuschelhormon genannt) aus. Dieses bewirkt, dass Frauen schneller eine emotionale Bindung zum Partner aufbauen. Hier ist also besondere Vorsicht geboten.

Regel 3: Wenn sich einer von euch beiden neu verliebt, muss eure „Beziehung“ sofort beendet werden. Das ist vollkommen okay, denn ihr seid beide absolut frei und könnt euch auch weiterhin mit anderen treffen. Eifersucht ist dabei tabu, schließlich seid ihr ja in keiner festen Beziehung. Trotzdem gilt: Sollte einer von euch beiden während eurer Sex-Beziehung mit einem anderen rummachen oder schlafen, müsst ihr das eurem „Partner“ erzählen.

Regel 4: Trefft euch nicht zu häufig. Zwei oder drei Treffen pro Woche sollten absolut ausreichen. Außerdem trefft ihr euch am besten nur Abends. Gewohnheit sollte auf keinen Fall entstehen. Auf Partner-Rituale wie „Guten Morgen“-SMS oder wöchentliche Fernsehabende am Freitag sollte daher verzichtet werden.

Regel 5: Egal wie lange ihr euch als Freunde kennt und egal wie sehr ihr euch vertraut: Vergesst nicht, zu verhüten! Auch mit Kondom kann man den Sex noch genießen.

Regel 6: Es geht euch nur um Sex. Wechselkleidung und eine Zahnbürste beim jeweils anderen sind zwar praktisch, führen aber zu einem heimischen Gefühl und das gehört nicht in diese Beziehungsform. Kuscheln nach dem Sex ist zwar okay, aber wenn es nicht unbedingt sein muss, sollte man die Nacht nicht auch noch beim anderen verbringen.

Regel 7: Was unter euch ist, bleibt unter euch. Insbesondere wenn ihr einen gemeinsamen Freundeskreis habt, aber auch generell ist es wichtig, dass die Intimitäten zwischen euch niemanden etwas angehen.

Regel 8: Kommunikation ist das A und O. Nicht nur über eure Erwartungen, sondern auch über den gemeinsamen Umgang solltet ihr reden. Geht ihr auf die gleiche Party, sprecht vorher ab, was erlaubt ist und wie ihr euch zueinander verhaltet. So gibt es später keinen Streit.

Regel 9: Häufig halten „friends with benefits“-Beziehungen nur wenige Monate. Da der Deal von Anfang an war, dass es nur um Sex gehen soll, solltet ihr die „Beziehung“ beenden, wenn ihr keine Lust mehr habt, jemand neues kennenlernen möchtet oder euch in den Anderen verliebt.

Regel 10: Mit dem Eingehen einer solchen Beziehung geht ihr auch das Risiko ein, anschließend einen Freund weniger zu haben. Gerade wenn Gefühle ins Spiel kommen, kommt es zu Stress, der eine anschließende Freundschaft schwierig macht. Waren keine Gefühle für den anderen im Spiel, kann die Rückkehr zur normalen Freundschaft gelingen. Sollte der andere jedoch einen neuen, festen Partner gefunden haben, sollte man sich vorerst etwas zurückhalten.

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