Die gefährlichsten Erreger der Welt

Die fünf gefährlichsten Erreger der Welt

Dieser Beitrag wurde recycled.

Er erschien erstmal am 29. August 2014 und hat nun ein neues Layout erhalten und wurde aktualisiert.

Erst vor Kurzem berichteten Medien von einer neuen Ebola-Welle im Kongo, bei der mehrere tausend Menschen an der Krankheit starben. Seit Ende März wird in dem zentralafrikanischen Land mit der Krankheit gekämpft, die sich währenddessen immer weiter ausbreitet.

Auch in Deutschland gab es bereits einmal eine Ebola-Erkrankung. 2014 wurde ein Infizierter ins UKE Hamburg-Eppendorf eingeliefert.

Doch das Virus, vor dem sich zur Zeit alle Menschen fürchten, belegt nur den dritten Platz auf der Rangliste der gefährlichsten Erreger der Welt. Das Robert-Koch-Institut (RKI) listet diese im „Steckbrief seltener und importierter Infektionskrankheiten“ auf und misst dabei die Letalität der Krankheit, also den Anteil der Infizierten, die tatsächlich an der Krankheit sterben (Sterberate).

Erschreckend wird ein solches Szenario, wenn man sich vor Augen führt, dass diese tödlichen Krankheiten von winzigkleinen Erregern übertragen werden, die für das Auge unsichtbar sind. Oftmals ist das körpereigene Immunsystem dem Angriff dieser Erreger schutzlos ausgesetzt. Sie verursachen rätselhafte Blutungen oder sind verantwortlich dafür, dass lebenswichtige Organe versagen. Zwar gibt es auch eine Vielzahl an Krankheiten, die durch Bakterien (Procyten) verursacht werden, diese Erreger kann man jedoch – etwa durch die Einnahme von Antibiotika – abtöten.

Die aus dem Griechischen stammende Vorsilbe „anti“ bedeutet „gegen“, „bios“ bedeutet Leben. Antibiotika sind also eine Art Gift für lebende Mikroben wie Bakterien. Gegen Viren richten sie allerdings keinen Schaden an. Das hängt damit zusammen, dass Viren streng genommen nicht leben. Sie haben keinen eigenen Stoffwechsel und benötigen deshalb lebende Wirtszellen.
Die Gefahr, die von diesen Killerviren ausgeht, ist also immens. Anhand der Daten des RKI und der WHO möchte ich dir nun die fünf gefährlichsten Erreger etwas näher vorstellen.

Platz 5: Das West-Nil-Virus

Einige Erreger sind auf die Hilfe eines Komplizen angewiesen. Das West-Nil-Virus bedient sich daher der Hilfe von Parasiten wie der Stechmücke. Stellen wir uns folgendes Szenario vor: Eine Mücke landet auf dem Arm einer Frau. Während sie das Blut ihres Opfers saugt, injiziert sie gleichzeitig ihren Speichel, um die Blutgerinnung zu verhindern. Doch in ihrem Speichel befindet sich ein Erreger, dessen einzige Aufgabe es ist, sich zu vermehren. Während die Frau denkt, dass sie einen einfachen Mückenstich hat, verbreitet sich das Virus in ihrem Körper. Das Virus vermehrt sich in der Wirtszelle, bis die Zellhülle platzt. Die Viren gelangen in den Blutkreislauf und suchen sich neue Wirtszellen.
In einigen Fällen gelangt dieser Virenstrom auch ins Gehirn. Dort verursacht er Schwellungen, die schließlich zum Tod führen können. Einer von 150 Leuten, die Symptome des West-Nil-Fiebers zeigen, entwickelt eine schwere Verlaufsform.

Platz 4: Das Krim-Kongo-Virus

Über 30 verschiedene Hyalomma-Zecken-Arten, die insbesondere in wärmeren Regionen südlich des Balkans vorkommen, sind als Überträger des Krim-Kongo-Fiebers identifiziert. Das Virus wird zunächst durch einen Zeckenbiss von infizierten Tieren aufgenommen. Anschließend wird das Virus durch den Speichel der Zecke mit jedem Biss weiter übertragen. Die Übertragung ist jedoch auch durch direkten Kontakt mit infiziertem Fleisch, Blut oder anderen Körperflüssigkeiten möglich. Je schwerer die Erkrankung ist, desto mehr Viren werden vom Erkrankten ausgeschieden. Die Symptome setzen plötzlich ein und reichen von anhaltenden Fieber bis zu Darmblutungen und Bluterbrechen. Besonders gefährlich wird diese Krankheit, weil das Virus sich besonders schnell verbreitet.

Platz 3: Das Ebola-Virus

Über 30 verschiedene Hyalomma-Zecken-Arten, die insbesondere in wärmeren Regionen südlich des Balkans vorkommen, sind als Überträger des Krim-Kongo-Fiebers identifiziert. Das Virus wird zunächst durch einen Zeckenbiss von infizierten Tieren aufgenommen. Anschließend wird das Virus durch den Speichel der Zecke mit jedem Biss weiter übertragen. Die Übertragung ist jedoch auch durch direkten Kontakt mit infiziertem Fleisch, Blut oder anderen Körperflüssigkeiten möglich. Je schwerer die Erkrankung ist, desto mehr Viren werden vom Erkrankten ausgeschieden. Die Symptome setzen plötzlich ein und reichen von anhaltenden Fieber bis zu Darmblutungen und Bluterbrechen. Besonders gefährlich wird diese Krankheit, weil das Virus sich besonders schnell verbreitet.

Platz 2: Das Influenza-H5N1-Virus

Das Influenza-H5N1-Virus ist besser bekannt als Vogelgrippe-Virus. Als sogenannte Zoonose ist die Vogelgrippe eine Krankheit, die von Tieren auch auf den Menschen übertragen werden kann. Durch direkten Kontakt mit erkranktem oder totem Geflügel können Menschen schwer oder sogar tödlich erkranken. In Asien gibt es zwar wirksame Impfstoffe, in Deutschland sind diese jedoch nur in Ausnahmefällen gestattet. Zwar schätzt die WHO das Risiko einer Erkrankung eines Menschen für sehr gering ein, unter allen Erkrankten erreicht das Virus jedoch eine Letalität von bis zu 80%.

Platz 1: Das Marburg-Virus

Ursprünglich stammt das Virus zwar aus Afrika, seinen Namen hat es jedoch aus dem hessischen Ort Marburg, da es dort 1967 erstmals nachgewiesen wurde. Zwar gilt das Marburg-Virus als tödlichstes Virus der Welt, es ist jedoch eher selten. Der letzte verzeichnete Infektionsfall durch das Marburg-Virus ist im Jahr 2004 datiert. Wie das Ebola-Virus gehört es zur Familie der Filoviridae. Im Gegensatz zum Ebola-Virus wird das Marburg-Virus jedoch seltener übertragen, da die Betroffenen sterben, ehe sie andere Menschen infizieren können. Das hängt auch damit zusammen, dass das Marburg-Virus eher nicht an den Menschen angepasst ist.

An einer schnellen Sterbegeschwindigkeit der Infizierten erkennt man, dass das Virus nicht an den Mensch als Wirt angepasst ist. Die Ansteckungsgefahr ist in diesen Fällen immer geringer. Um sich zu vermehren, benötigt das Virus einen lebenden Wirt. Nur in seinen Zellen gelingt es ihm, sich fortzupflanzen. Und nur bei einer hohen Virenanzahl ist eine Übertragung auf andere Wirte gewährleistet bzw. möglich. Sowohl das Marburg-Virus als auch das Ebola-Virus rufen eine Form des hämorrhagischen Fiebers hervor. Obwohl das Marburg-Virus laut Statistiken tödlicher ist und seinen Wirt schneller tötet, sollte man das Ebola-Virus nicht unterschätzen. Es dauert länger, bis der Tod eintritt und ist nicht unbedingt so tödlich wie das Marburg-Virus, verbreitet sich dafür jedoch umso stärker, da es sich stärker vermehren kann. Betrachtet man also die Relation zwischen Letalität und Infektionshäufigkeit, so ist das Ebola-Virus das gefährlichste Virus der Welt.

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