Schätze meiner Kindheit: Der Abschluss.

Schätze meiner Kindheit: Der Abschluss

Mein allererstes Stofftier hat nach Ewigkeiten ein neues Kostüm erhalten und wurde restauriert. Heute bringe ich das Herzensprojekt zum Abschluss!

Der Abschluss

Dem Kostüm fehlten noch Ärmel und auch eine neue Mütze musste ich noch nähen. Um die Größe der Pfoten etwas anzugleichen, geht der Ärmel auf der einen Seite etwas weiter als auf der anderen.

Nach vier Wochen, die ich für dieses Projekt  gar nicht gebraucht hätte, wenn ich in einem Rutsch durchgearbeitet hätte, kommt das Projekt zum Abschluss.

Apropos Abschluss: Im Leben gibt es viele Kapitel und ein jedes endet irgendwann. Die unterschiedlichen Kapitel sind ganz unterschiedlich lang: Während dieses Kapitel beispielsweise vier Wochen dauerte, dauerte das Kapitel „Schulzeit“ bei mir 13 Jahre.

An meiner Schule war ich der vorletzte Jahrgang, der das Abitur in 13 Jahren machen durfte – ein Jahr später verließ ein Doppeljahrgang die Schule, seitdem gab es G8. Mein Abitur war nicht das Beste – viel gelernt habe ich nicht, sodass ich mir im Nachhinein sage: Es hätte besser sein können.

Doch für meinen Traumjob reichte es. Seit der siebten Klasse war mir klar, dass ich eines Tages Lehrer werden möchte. Zwar wechselten die Fächer in meiner Kopf noch das eine oder andere Mal, der Berufswunsch blieb aber erhalten.
Aus der Fächerkombination Deutsch und Musik wurde schnell Deutsch und Biologie, ehe Biologie und Geographie als Wunschfächer entstanden. Diesen Wunsch trug ich bis nach dem Abitur mit mir herum.

Meine Bewerbungen verschickte ich quer durch Deutschland – von Flensburg über Osnabrück und Berlin bis nach München. Nur in Kiel passierte mir ein doofer Fehler: Als ich mich bewerben wollte und mir die Zulassungsbedingungen für meine Fächer ansah, klickte ich die falsche Tabelle an, sodass mir der Notendurchschnitt für diejenigen gezeigt wurde, die nur Biologie studieren wollten.

Natürlich reichte mein Abiturschnitt nicht, um Biologe zu werden und so fasste ich den Entschluss, mich in Kiel für Geographie und Deutsch zu bewerben.

Nachdem ich einige Zusagen erhalten hatte, entschied ich mich auf Nummer Sicher zu gehen und in Kiel zu bleiben. Hier waren einige Freunde und meine Familie, außerdem liebte ich das Meer. Im Nachhinein bereue ich diese Entscheidung nicht.

Mit dem Abgehen von der Schule und dem Beginn des neuen Kapitels „Studium“ ließ ich mir zudem meine Haare abschneiden. Ein neuer Abschnitt begann.

Die Bedeutung eines Stofftiers

Durch all diese Jahre hat mich dieses Stofftier begleitet. Zwischenzeitlich ist es verloren- oder kaputtgegangen, wurde zahlreiche Male genäht, geklebt und gewaschen. Lange Zeit hat es bei mir auf dem Kopfteil des Bettes gesessen, mich beobachtet, wenn ich geschlafen habe – irgendwann verschwand es im Schrank, jedoch nie aus meinem Herzen. Obwohl man meinen könnte, dass ich das Alter, in dem man Stofftiere hat, längst überschritten habe, bedeutet mir dieses Stofftier unglaublich viel. Es erinnert mich an meine verstorbene Uroma, an meine verstorbene Großmutter und an so viele Augenblicke aus meiner Kindheit und meiner Jugend.

Es war mir deshalb eine Herzensangelegenheit, es wieder etwas aufzuwerten und zu reparieren. Und ich finde, dafür, dass ich so etwas noch nie gemacht habe, ist mir das echt gut gelungen.

Vorher

Nachher

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