Schätze meiner Kindheit: Die Geduldsprobe

Schätze meiner Kindheit: Die Geduldsprobe

Nach 25 Jahren erhält mein allererstes Stofftier ein neues Aussehen. Dafür habe ich die alten Kostüme aufgeschnitten, die Pfoten neu gefüllt und mit Plüsch verkleidet und nähe nun ein neues Kostüm aus einem Jersey-Stoff.

Geduld ist eine Tugend

Stich und Stich nähe ich also das neue Kostüm. Nie hätte ich gedacht, dass es so lange dauert, das Kostüm fertig zu nähen, nachdem es bereits ausgeschnitten ist, aber wenn man von Hand näht und keine Nähmaschine hat, zieht sich die Arbeit sehr stark in die Länge.

Ich habe angefangen, den Anzug auf Links zu nähen. So sieht man die Naht am Ende nicht, wenn man den Anzug umkrempelt und dem Stofftier anzieht. Gelernt habe ich das in der Grundschule, wo wir einmal ein Lavendel-Duftkissen genäht haben – eine Überlegung, was ich mit dem restlichen Stoff machen könnte.

Seitdem habe ich höchstens mal ein kleines Loch genäht oder die Knöpfe an meinem Mantel wieder festgezogen. Nun nähe ich ein komplettes Kostüm und restauriere damit mein Stofftier.

Ich war schon immer eher geduldig – wenn ich etwas wirklich wollte. So erinnere ich mich beispielsweise an meine Jugend, als ich häufiger Videospiele gespielt habe. Das eine Spiel war leider etwas zerkratzt, sodass es regelmäßig vorkam, dass es sich aufhängte. Man musste also regelmäßig speichern, um nicht den gesamten Fortschritt zu verlieren.

Ist das Spiel doch einmal abgestürzt, ohne dass ich gespeichert hatte, habe ich von vorn gestartet – ganz ohne mich aufzuregen. Geduld ist auch eine wichtige Eigenschaft in meinem Beruf. In meinem letzten Praktikum habe ich gemerkt, dass manche Antworten auf meine Fragen so banal sind, dass Schülerinnen und Schüler schlichtweg nicht darauf kommen.

Erinnerungen meiner Kindheit

Ich hatte wahnsinnig viel Spielzeug, sodass mir nie wirklich langweilig wurde. Ich habe mit Pokemon-Karten gespielt und hatte alle Pokemonspiele. Ich hatte Lego und Playmobil, Figuren und Schleich-Tiere, Autos, Gesellschaftsspiele und eben Stofftiere. Mit all dem habe ich regelmäßig gespielt – drinnen und draußen.

Ich erinnere mich beispielsweise daran, dass die „Zahnfee“ mir Pokemon-Murmeln sowie den Pokemon-Soundtrack auf Kassette gebracht hat. Ich hatte auch einen elektronischen Pokedex, sowie Figuren und Plüschtiere von Pokemon. Ich habe aus jeder großen Generation von Pokemon ein Konsolenspiel gespielt und kenne wohl die meisten der inzwischen mehr als 800 Pokemon.

Irgendwann kam Harry Potter dazu, ich bekam einen Lego Harry Potter Adventskalender, das Harry Potter Zaubertranklabor, den Soundtrack auf CD. Fortan schaute ich jeden Film im Kino – die Bücher kenne ich erst seit Kurzem.

Die Welt von Harry Potter nahm einen immer größeren Platz in meinem Leben ein. 2009 lernte ich eine Online-Plattform kennen – das Habbo Hotel.
Einige Menschen bauten dort die Welt von Harry Potter nach und es gab eine Zauberschule – Hogwarts. Kurzerhand wurde ich dort Schüler, besuchte den Unterricht, absolvierte Prüfungen und machte schließlich meinen Abschluss. Wenig später wurde ich Lehrer für Pflege magischer Geschöpfe und nahm die Rolle des Wildhüters Hagrid ein. Jeden Abend – nachdem ich meine Hausaufgaben gemacht hatte – loggte ich mich ins Habbo Hotel ein, gab meinen Unterricht und chattete mit anderen Harry Potter Fans, die Teil dieser virtuellen Welt waren. Mehrere Stunden am Tag verbrachte ich in einer digitalen Welt, lernte dort Menschen aus ganz Deutschland kennen und schließlich auch eine wahre Freundin.

Sie wohnte im selben Bundesland – etwa eine halbe Stunde Zugfahrt entfernt. Bevor wir uns treffen durften, telefonierten unsere Eltern miteinander. Es war Anfang 2010 als wir uns tatsächlich zum ersten Mal treffen. Heute ist diese Person meine beste Freundin. Inzwischen habe ich eine eigene FanFiction zur Welt von Harry Potter geschrieben – eine FanFiction ist eine Geschichte, die eine existierende Geschichte fortführt oder verändert.

Wie geht es weiter?

Das Kostüm und die Mütze müssen zuende genäht werden, anschließend geht es noch einmal in die Waschmaschine. Ich spiele mit der Überlegung, den Kopf ebenfalls neu in Plüsch zu verpacken, habe aber die Befürchtung, dass das nicht gut aussehen würde, weil die Augen dann zu weit im Inneren liegen. Im kommenden Beitrag gibt es dann das Endergebnis und noch eine nette Erinnerung aus meiner Kindheit!

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