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Trump vs. Biden – Wer wird Mr. President?

Trump vs. Biden - Wer wird "Mr. President"?

Der US-Wahlkampf ist im vollen Gange, denn am Dienstag, 03. November 2020 findet die Präsidentschaftswahl statt. Die beiden größten Parteien der Vereinigten Staaten haben bereits vor einiger Zeit ihre Kandidaten im Kampf um die Präsidentschaft angekündigt und beide Kandidaten haben bereits Erfahrungen im Weißen Haus! Wer sind die Kandidaten und wer hat realistische Chancen auf das Amt?

Wer sind die Kandidaten für das Amt der Präsidenten?

Donald John Trump

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Joseph Robinette "Joe" Biden

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Politische Gesinnung

Republikaner – Seine Politik enthält populistische, protektionistische, liberale und isolationistische Elemente.

Demokrat – Seine Politik zeichnet sich durch eine eher moderate Einstellung aus.

Politische Erfahrung

Vier Jahre im Amt des US-Präsidenten – Trump war bei seiner Amtseinführung der erste Präsident ohne vorheriges politisches Amt oder militärischen Rang.

Acht Jahre Vizepräsident – Biden startete seine politische Karriere bereits 1973 als Senator für Delaware. Dieses Amt bekleidete er bis ins Jahr 2009. Darüber hinaus bewarb er sich 1988 und 2008 als Präsidentschaftskandidat, zog seine Kandidatur jedoch recht schnell zurück. Von 2008 bis 2017 war er Vizepräsident unter Barack Obama.

Motto für die kommende Wahl

Lasst Amerika großartig bleiben – Bei der Wahl für seine zweite Amtszeit knüpft der amtierende US-Präsident an das Motto seiner ersten Wahl an. Nach „Make America great again“ feiert er seinen Triumph und möchte, dass Amerika auch für die kommende Amtszeit so großartig bleibt, wie er es in den vergangenen vier Jahren geformt hat.

Amerika vereinen – Biden hat seine Wahlkampfkampagne von Beginn an als Gegenentwurf zum amtierenden Präsidenten positioniert. Diesem wirft er vor, das Land und die Bevölkerung gespalten zu haben. Er verspricht deshalb die Rückkehr zur Normalität, Verlässlichkeit einer ruhigen Regierungsführung, Anstand und amerikanischen Werten.

Vizepräsidentschaft

Mike Pence – Wie bisher hält Donald Trump an dem konservativen Republikaner Mike Pence fest. Wie Trump ist Pence der Auffassung, dass es den menschengemachten Klimawandel nicht gäbe.

Kamala Devi Harris – Die moderate US-Senatorin Kamala Harris war mehrere Jahre Generalstaatsanwältin des Bundesstaats Kalifornien, ehe sie sich im US-Senat für Umweltschutz, Haushalt, Heimatschutz und Geheimdienste engagierte.

Die Wahlversprechen von Republikaner Trump

Während des Parteitags der Republikaner hat Donald Trump eine Liste mit „Kern-Prioritäten“ vorgestellt, die im Wesentlichen wirtschaftspolitische Ziele, den Kampf gegen die Corona-Pandemie und weitere Maßnahmen gegen China behandelt. Er möchte darüber hinaus die US-Polizei besser ausstatten, amerikanische Truppen aus dem US-Ausland abziehen oder entsprechende Länder zu höheren Verteidigungsausgaben bewegen. Trump plant zudem, die USA zum Vorreiter zu machen – etwa in der Einrichtung des neuen Mobilfunkstandards 5G. Er möchte auch eine permanente menschliche Präsenz auf dem Mond einrichten und die erste bemannte Marsmission starten.

  • 10 Mio. neue Jobs in zehn Monaten schaffen
  • eine Million neue Kleinunternehmen gründen
  • Steuern senken, um Jobs zu sichern
  • Niedrigere Steuern für Produkte „Made in USA“
  • einen Impfstoff bis Ende 2020 entwickeln
  • 2021 zur Normalität zurückkehren
  • eine Million Jobs in der Industrie zurück in die amerikanischen Staaten verlegen
  • Steuerersparnisse für Unternehmen, die Arbeitsplätze aus China zurück in die USA verlegen
  • keine Verträge mit Unternehmen, die ihre Produktion nach China verlagern
  • China weiterhin als Alleinverantwortlichen für die Ausbreitung des Coronavirus 

Weitere Wahlversprechen Trumps findest du hier (externer Link).

Die Wahlkampfversprechen von Demokrat Biden

Biden möchte Obamacare aufgreifen und verbessern. Er plant, die private Krankenversicherung durch eine staatliche Versicherung zu ergänzen. Zwar steht dieses Vorgehen in der Kritik der Demokraten, weil die alleinige Option einer staatlichen Versicherung ihnen nicht weit genug gehe, Biden hält jedoch an seinem Vorhaben fest.

Nachdem die Vereinigten Staaten von Amerika aus dem Pariser Klimaschutzabkommen ausgetreten sind, sind die CO2-Emissionen zwar weiter gesunken, Joe Biden möchte jedoch im Falle seiner Präsidentschaft zum Pariser Klimaschutzabkommen zurückkehren und darüber hinaus 1,5 Billionen US-Dollar investieren, um das Land bis 2050 klimaneutral werden zu lassen.

Joe Biden kritisiert den „Alltagsrassismus“ und die Polizeigewalt in den Vereinigten Staaten. Er kündigt an, Rassismus zu bekämpfen strebt eine Polizeireform an.

»No sitting president has ever done this. Never, never, never. No Republican president has done this. No Democratic president. We’ve had racists, and they’ve existed. They’ve tried to get elected president. He’s the first one that has.«

»Kein amtierender Präsident hat dies jemals getan. Niemals, niemals, niemals. Kein republikanischer Präsident, kein demokratischer Präsident. Es gab schon immer Rassisten, die versucht haben, zum Präsidenten gewählt zu werden. Er ist der erste, der es geschafft hat.«

Joe Biden

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US-Präsidentschaftskandidat

Bereits in seiner Zeit als Vizepräsident hat Joe Biden sich für die Gleichberechtigung stark gemacht. Per Dekret kippte Donald Trump ein entsprechendes Gesetz, sodass es Medizinern derzeit erlaubt ist, die Behandlung von Trans-Menschen zu verweigern. Im Falle seiner Wahl verspricht Biden ein Gleichbehandlungsgesetz zu verabschieden, um die Rechte von Homo- und Transsexuellen zu stärken.

Weitere Programmpunkte zu Bidens Wahlprogramm findest du auf seiner Wahlkampfseite (externer Link).

Trump vs. Biden - Eine TV-Debatte zum Fremdschämen

Die erste TV-Debatte zwischen Trump und Biden verlief wohl komplett anders als erwartet. Sie war geprägt von gegenseitigen Vorwürfen und Anschuldigungen. Trump fiel seinem Konkurrenten ständig ins Wort und auch der Moderator Chris Wallace hatte seine Schwierigkeiten, sich gegen Trump durchzusetzen. Biden bezeichnete Trump als „Lügner“ und „Clown“ und bat ihn, „die Klappe [zu] halten“.

Zunächst sollte es um die kontroverse Neubesetzung am Obersten Gerichtshof gehen. Schnell lenkte Trump das Gesprächsthema jedoch auf die Corona-Pandemie um. Biden warf dem amtierenden Präsidenten vor, für den Tod von mehr als 200.000 Amerikanern verantwortlich zu sein, Trump konterte und behauptete, dass es unter Bidens Führung zwei Millionen gewesen wären – ohne diese Aussage zu begründen. Als der Moderator das Gespräch zurück zum Ausgangsthema lenken wollte, attackierte Trump diesen: „Ich habe das Gefühl, dass ich mit Ihnen debattiere und nicht mit ihm.“

Auch im weiteren Verlauf wich Trump Fragen – etwa zu seinen Steuererklärungen – aus und lenkte das Thema um, um Biden anzugreifen. Er verweigerte es schließlich sogar, sich öffentlich von rechtsradikalen Weißen und paramilitärischen Gruppen zu distanzieren und behauptete stattdessen, dass die Gefahr von Links deutlich größer sein.

Auch aus den eigenen Reihen erhielt der amtierende Präsident Kritik. Einige Republikaner tadelten ihn für die verstrichene Chance, sich gegen Rechtsextremismus auszusprechen. Donald Trump forderte indes die gewaltbereite, rechtsradikale Gruppierung „Proud Boys“ auf, sich „bereitzuhalten“.

Obwohl Donald Trump sich nach dem TV-Duell als Sieger titulierte, gibt es keinen offiziellen Gewinner der Debatte, die zu sehr von Anschuldigungen geprägt war und deshalb kaum inhaltliche Tiefe aufwies. Noch ist zudem völlig unklar, ob es eine weitere TV-Debatte geben wird. Die jüngst bekanntgewordene Corona-Infektion von Präsident Trump und weiteren Regierungsmitgliedern hat Auswirkungen auf den Wahlkampf. Der demokratische Präsidentschaftsanwärter Joe Biden lies deshalb offen, ob es ein weiteres TV-Duell geben wird. Erst wenn der Präsident nachweislich genesen sei und man die entsprechenden Vorschriften einhalte, wäre Biden bereit für ein weiteres TV-Duell. Die nächste Debatte war für den 15. Oktober vorgesehen.

Wer macht das Rennen?

Aktuellen Umfragen zufolge hat im Durchschnitt Joe Biden rund 57% der Direktstimmen während Donald Trump etwa 42% der Stimmen vereinen kann. Das Wahlsystem der Vereinigten Staaten funktioniert jedoch anders. Die Bundesstaaten haben unterschiedlich viele Wahlmänner, die letztendlich für das Ergebnis entscheidend sind. So konnte 2017 Donald Trump Präsident werden, obwohl Hillary Clinton rund drei Millionen Stimmen mehr erhielt.

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Wahlmänner hat Donald Trump derzeit
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Wahlmänner gelten derzeit als umkämpft
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Wahlmänner hat Joe Biden derzeit

Quelle: 270towin.com, Stand: 07. Oktober 2020

Unter den Wahlmännern, die Republikaner Trump derzeit für sich gewinnen kann, gelten 88 als relativ fest, weil er in diesen Bundesstaaten mit einer deutlichen Mehrheit führt, während 38 Wahlmänner nur aufgrund einer knappen Führung für ihn stimmen. Biden hat bereits 188 Wahlmänner relativ sicher. Um die Präsidentschaftswahl zu gewinnen, müssen am Stichtag 270 Wahlmänner für einen Kandidaten stimmen. Den aktuellen Umfragen zufolge würde also Joe Biden am 03. November 2020 zum nächsten Präsidenten gewählt werden, sogar wenn alle noch offenen Wahlmänner auf Donald Trump entfallen würden.

Aber: Das amerikanische Mehrheits-Wahlsystem ist immer wieder für Überraschungen zu haben. In den letzten fünf Jahren kam es zweimal vor, dass der sogenannte Popular Vote (also die Anzahl der Direktstimmen) für einen anderen Kandidaten gestimmt haben als es letztendlich die Wahlmänner taten – ein Problem des Mehrheitswahlrechts, bei dem große Bundesstaaten zum Teil überrepräsentiert sind. Es bleibt daher bis zuletzt spannend – auch in der Frage, ob Donald Trump das Oval Office räumen würde, wenn er die Wahl verliert.

Quelle: sueddeutsche.de, tagesschau.de, zdf.de, faz.net, spiegel.de, focus.de, donaldtrump.com, cnn.com, joebiden.com, theguardian.com

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